Bewertet: "Mord nach Takten"

Hier könnt ihr die einzelnen Folgen bewerten bzw. die Meinung der anderen Mitglieder lesen.

Wie bewertet ihr "Mord nach Takten"?

1/5 schlecht
5
9%
2/5 passabel / "na ja"
12
21%
3/5 gut
12
21%
4/5 sehr gut
11
20%
5/5 überragend / ausgezeichnet
16
29%
 
Abstimmungen insgesamt : 56

Re: Bewertet: "Mord nach Takten"

Beitragvon black_trenchcoat » Mo, 21.12.2009 19:57


Da komme ich seit langem mal wieder dazu Columbo zu schauen, und dann sowas!

Gleich zu Beginn beschlich mich ein etwas mulmiges Gefühl: ob das was wird? Prompt bekam ich die Bestätigung in Form der Autofahrt serviert, ich wußte nicht, wen ich für den größeren Clown halten sollte, Columbo oder Crawford, jedenfalls schien es mir so als würden sie darum wetteifern. Praktisch alles was die Person Columbo ausmacht wurde hier links liegen gelassen, stattdessen wurde er teilweise als seniler Narr hingestellt. Nahezu keine füchsische List, keine spürbare Autorität, nichts. Dazu Connolly, einer der blassesten Mörder, wenn nicht der Blasseste, der mir je untergekommen ist. Die Gesangseinlagen schrecklich. Als das was die Faszination, den Zauber der Serie ausmacht, habe ich hier vermisst. Der Mord um nichts besser, plump und fade. Die Überführung, und hier das "Positive", dazu passend schlecht.

Hätte "Bluthochzeit" einen Mord im Repertoire, so wäre diese meines Erachtens über "Mord nach Takten" zu bewerten. Da war wenigstens noch einigermaßen Wiedererkennungswert der Serie enthalten, hier Fehlanzeige. Nein, die muß ich nicht mehr sehen: 1 Pkt.
"Dem gehörte das Ganze hier."
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Re: Bewertet: "Mord nach Takten"

Beitragvon Mr. Brimmer » Sa, 19.06.2010 09:52


So mißlungen ich " Mord nach Takten " damals fand, als ich
sie vor 7 - 8 Jahren zum 1. und einzigen Mal sah, muß ich jetzt
nachdem ich sie nochmal gesehen habe etwas relativieren. Habe mit
2 Punkten bewertet. Aus Langeweile hab ich sie mir nun nochmal
angesehen und hab mich selbst gewundert, dass ich mich wider Erwarten
ganz gut unterhalten fühlte. Wahrlich weit entfernt von Highlights, aber
so übel wie früher find ich sie zumindest nun nicht mehr.
Hab mich diesmal nicht mehr drüber geärgert und fand sie zumindest
irgendwie unterhaltsam. Schon seltsam wie sich das ändern kann. Würde
jetzt wohl mit 3 Punkten bewerten und fand Crawford als Mörder gar nicht
mal schlecht.
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Re: Bewertet: "Mord nach Takten"

Beitragvon columbo93 » Sa, 19.06.2010 12:48


Mr. Brimmer hat geschrieben:(...)und fand Crawford als Mörder gar nicht
mal schlecht.



Das freut mich :)
"Meine Frau hat einmal 80 Dollar für eine Fußbank geboten, der auf Kaffeedosen stand. Können Sie sich das vorstellen?"
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Re: Bewertet: "Mord nach Takten"

Beitragvon zimtspinne » Sa, 17.07.2010 07:37


@ Mr Brimmer

Mir geht es mit dieser Folge interessanterweise ähnlich.

Es gibt zwei, drei Szenen, die mir noch immer die Haare zu Berge stehen lassen (die Autofahrt natürlich, das übertriebene Filmeraten "der Fisch, der Fisch" und das Ende mit dem Kinderlied ist auch nicht nach meinem GEschmack) aber insgesamt fühle ich mich dennoch ganz gut unterhalten. Ich kann das selbst nicht erklären, denn die Argumente, weshalb viele die Folge schlecht finden, kann ich auch absolut nachvollziehen.
Crawford find ich für die Rolle aber passend.
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Re: Bewertet: "Mord nach Takten"

Beitragvon sagittarius » Mi, 20.04.2011 19:09


"Mord nach Takten" ist wohl der musikalischste Columbo. Wir hören einen bunten Reigen von Musik und Columbo selbst betätigt sich als Sänger, obwohl er mal behauptete, als einziger Italiener nicht singen zu können.
Der humorvolle Grundton wird ergänzt durch eine quälend langsame Autofahrt, in der Columbo den angetrunkenen Komponisten Crawford nach Hause "geleitet".

Columbo kann noch nicht beweisen, dass Crawford seinen Schüler Gabriel getötet hat. Dieser wollte offenlegen, dass die Musikstücke, die Crawford als seine eigenen ausgab und mit denen er sogar einen Oscar gewann, in Wirklichkeit von ihm, Gabriel, stammten.

zimtspinne hat geschrieben:Was ich am meisten bemängele, ist das Motiv. Selten gab es ein so dünnes, unsinniges, mit dem der Täter sich selbst sein Grab schaufelte.
Selbst wenn der Mordplan aufgegangen wäre... spätestens beim nächsten Auftrag wäre aufgeflogen, dass der Meister es einfach nicht mehr drauf hat.

Es ist wohl häufig so, dass gerade der Betroffene die Wahrheit nicht oder zu spät erkennt, und Gabriel setzt Crawford ja unter Druck.

Es ist schon eine seltsame Situation: Der Regisseur lobt Crawford für die Arbeit, die Gabriel gemacht hat, Crawford lobt sich selbst, und Gabriel, der geistige Erfinder der Musik, hört zu und muss sich vom nichts ahnenden Regisseur sagen lassen, er, Gabriel, solle sich reinknien, um vom "Maestro" zu lernen.

Die Indizien, die Columbo zusammenträgt, sind teilweise wirr.
Da ist die Sache mit den Schuhen. Gabriel hatte Größe 9, trug beim Sturz aber Schuhe der Größe 11. Crawford hatte sie dem Bewusstlosen angezogen. Wo kommen die Schuhe aber her? Kauft Gabriel Schuhe, die zwei Nummern zu groß sind?

Dann sind da ein verschwundener Hausschlüssel und verschwundene Partituren, die Gabriels Eigentümerschaft belegen könnten, wie seine Verlobte Rebecca aussagt. Für einen Columbo ist dieser Punkt aber dünn.

Höhepunkt der Wirrnis ist die Schlussszene: Columbo präsentiert auf einer Tafel zwei Zeilen von Noten.
Die obere Zeile enthält die Noten auf dem Taktstock. Es sind: g-a-b-e---b-e-c-c-a (für Gabriel von Rebecca).
Die untere Zeile enthält die Noten, die Gabriel auf Papier ausdruckte.
Es sind: b-e-c-c-a---g-a-b-e (für Rebecca von Gabriel).
Die Takte wurden also vertauscht. Was beweist das? Etwa, dass Gabriel und Rebecca verliebt sind? Vielleicht sollte Columbo das noch mal erklären, oder besser: der Drehbuchautor.


Immerhin gibt es überzeugende Indizien. Das Opfer schrie nicht beim Fall. War es bewusstlos oder schon tot?
Ein fehlender Taktstock macht Columbo misstrauisch, denn Gabriel hatte die Gewohnheit, auf dem Dach zu dirigieren.
Crawford verwendete ein Schlafmittel, das im Körper rasch abgebaut wird. Zu seinem Pech zieht sich Gabriel nach seinem Fall in Crawfords Wohnung eine Schnittverletzung zu, weil sein Arm auf eine Scherbe fällt, die von dem Glas stammt, aus dem Gabriel zuvor getrunken und welches er fallen gelassen hatte. Das Blut trocknet und konserviert das Schlafmittel, welches nun nachweisbar ist. Columbo weiß nun: Es war Mord und nicht etwa ein Unfall. Vielleicht hätte Columbo Crawfords Wohnung durchsuchen sollen!

Nun kommt ein ansonsten stillgelegter Aufzug ins Spiel.
Das Fehlen von Staub auf den Schaltern bedeutet: Der Aufzug wurde vor Kurzem benutzt.
Eine Musikaufnahme vom Konzert, welches die Aufzugsgeräusche enthält, beweist, dass der Aufzug zu Gabriels Todeszeit nach oben fuhr.
Der Taktstock im Aufzugsschacht, gefunden von Columbo, beweist, dass Gabriel genau zu dieser Zeit oben lag.
Columbo kann so den Tathergang rekonstruieren. Derjenige, der kurz vor Aufführungsbeginn den Aufzug betätigt hat, muss der Mörder sein. Nach Lage der Dinge kommt dafür nur Crawford infrage, der angeblich seinen Taktstock holte und dem Regisseur die Eröffnungsrede halten ließ. Crawford gehört zu den wenigen, die vom Aufzug überhaupt wussten.
Bei Beginn des Konzerts dirigierte Crawford also die Musik zu seinem eigenen Mord.

Mich nervt gelegentlich Columbos Fistelstimme, sowie seine Darstellung als seniler, netter Onkel. Der unverständliche Schluss macht einiges kaputt. Ich gebe dem Columbo 3 Punkte.
"So was wie den perfekten Mord gibt es nicht. Das ist nur eine Illusion."
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Re: Bewertet: "Mord nach Takten"

Beitragvon Doc Brown » Mi, 12.10.2011 19:38


Ich gebe dieser Episode 3,5 Punkte. Traurigerweise ist es die Figur Columbo, die diese Episode runterzieht.

Die ersten 30 Minuten dieser Folge fand ich großartig. Die Mörderfigur und das Opfer werden vorgestellt, beide überzeugen vollends in ihren Rollen.
Crawford ist mit seiner grauhaarigen Lockenmähne schon rein optisch eine klasse Wahl für die Rolle eines Dirigenten. Er ist exzentrisch und überdreht, aber glaubhaft. Ich finde diese Rolle super besetzt, auch wenn er etwas klischeehaft sein mag.

Auch das Opfer hat mir gefallen und mich überzeugt. Er kommt einfach nett und sympathisch rüber, auch die Beziehung zu seiner Freundin Becca überzeugt. Selten hatte ich mit einem Opfer bzw. der Hinterbliebenen so viel Mitgefühl, wie in dieser Episode. Das war großartig gespielt. Es menschelte, was sonst in einem Columbo eher unüblich ist. Meist wird das Opfer nicht so ausführlich und charaktertief vorgestellt.
Für die ersten 30 Minuten dieser Episode würde ich 5 Punkte zücken – ganz ehrlich! :smoke:

Ab dann geht es aber steil bergab. Columbo gefällt mir in dieser Episode überhaupt nicht. Er trifft auf wie ein seniler alter Opa: Fährt mit gefühlten 20 km/h über die Straße (wird sogar von Radfahrern überholt), schreit rum, hat Wortfindungsstörungen.
Hat man in den vorherigen Folgen noch den Eindruck, dass Columbo seine Senilität nur spielt um Understatement zu betreiben, bin ich mir hier nicht mehr so sicher. :?
Die Autofahrtszene ist wohl eine der schlechtesten Szenen aller Episoden. Viel zu lang, viel zu übertrieben. Columbo ist hier einfach nur lächerlich.

Die Indizien sind dann auch nicht wirklich prall.
Der Taktstock im Aufzugschacht und der fehlende Schrei beim Fall können noch überzeugen, aber dass mit den Schuhen habe ich nicht verstanden. Erst findet Columbo heraus, dass Gabriel am liebsten Turnschuhe trug, aber was sagt uns das nun? Für den besonderen Abend lieh er sich Lackschuhe der Größe 9 aus. Crawford zieht ihm aber Schuhe der Größe 11 an. Wo kommen die her? Hat er Gabriel versehentlich seine eigenen angezogen?

Das Ende mit den Noten ist dann einfach nur wirr. Ich kann mich noch daran erinnern, wie ich diesen Columbo zum ersten Mal damals mit meinen Eltern sah. Wir alle waren überrascht, dass Columbo plötzlich „Abführen!“ rief. Wir dachten, dass da doch noch was kommen muss oder das wir was verpasst hätten. Aber da gibt es wohl nicht mehr zu verstehen, der Schluss ist absolut unverständlich. Columbo kann zwar beweisen, dass es Mord war und die Indizien sprechen auch gegen Crawford, aber warum diese Noten nun der endgültige Beweis sein sollen… Keine Ahnung. ?-/

Fazit: Ein großartiger Einstieg wird durch die absurde Darstellung von Columbo und der teilweise wirren Indizien kaputt gemacht. Schade, denn diese Episode hatte wirklich Potenzial. Mit einem zehn Jahre jüngeren Columbo und einem besseren Ende wäre hier viel mehr drin gewesen. Gut unterhalten fühlte ich mich dennoch über weite Strecken, auch wenn es einige Ärgernisse gab. So gibt es also 3,5 Punkte.
Döp döp döp de de döp döp döp
(H.P. Baxxter)
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Re: Bewertet: "Mord nach Takten"

Beitragvon Tiktaalik » Mo, 22.10.2012 21:48


Diese Folge fängt wie gewohnt an, was mir immer am besten gefällt: Der Zuschauer bekommt zu Beginn das Motiv geliefert und kurz darauf bringt Crawford Gabriel um. Die Indizien sind insgesamt gut: Da Gabriel beim Sturz vom Dach nicht geschrieen hat, war er anscheinend schon tot oder zumindest bewusstlos. Später findet Columbo ein Betäubungsmittel in seinem Blut. Zudem fehlt am Tatort sein Taktstock sowie der Hausschlüssel. Dazu lieh sich Gabriel zwar Smoking und Hose aus, aber keine Schuhe. Crawford wusste anscheinend nicht, dass Gabriel immer Turnschuhe trug - sogar zum Smoking. Leider ist der Schlussbeweis unzureichend. Columbo beweist zwar, dass Gabriel durch das Hinauffahren des Aufzugs vom Dach gestoßen und somit getötet wurde und auch liefert er für Crawford das Motiv, aber von Beweis kann nun wirklich keine Rede sein. Da ist es ein wenig unglaubwürdig, dass Crawford so einfach gesteht.

Das Columbo-Mörder-Spiel erhält hier 3 Punkte. Es gibt zwar ein paar gute Dialoge zwischen den beiden, aber für 4 Punkte reicht es nicht. Die Darsteller spielen ihre Rolle alle auf dem gleichen Level (3 Punkte). Einzig Billy Conolly in der Hauptrolle sehe ich ein wenig stärker (3,5 Punkte).

Besonders imponierend finde ich in dieser Episode, dass sie ständig musikalisch begleitet wird. Ob im Crawfords Haus, Studio oder Auto, die Musik ist immer dabei. Sogar im Aufzug gibt es Musik: Columbo selbst singt. Am Ende wird die Titelmelodie besonders erwähnt, was mir ebenfalls sehr gut gefällt. Durch die ständige Musik fallen die vielen Längen, die diese Folge zweifellos hat, gar nicht auf. Zudem wird passenderweise meistens langsame Musik gespielt, was zum ruhigen Tempo dieser Episode ausgezeichnet passt. Sehr schön ist auch, dass hier das Thema Filmmusik angesprochen und erklärt wird.

Dass die Musik die vielen Längen überspielt, heißt, dass es welche gibt. Das liegt vor allem am Drehbuch, was viel zu dünn ist.

Insgesamt erhalten die Indizien knappe 3 Punkte mit kleinem Abzug, weil der Schlussbeweis unzureichend ist. Die Schauspieler erhalten ebenfalls 3 Punkte. Trotz der sehr guten Atmosphäre und der Musik, erhält "Mord nach Takten" nur 3 Punkte. Für 4 Punkte ist die Story viel zu dünn, auch wenn die vielen Längen durch die Musik wunderbar kaschiert werden (Kein Minuspunkt).

Ich bin etwas überrascht, hier 3/5 Punkte vergeben zu können, da ich diese Folge deutlich schlechter in Erinnerung hatte.
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Re: Bewertet: "Mord nach Takten"

Beitragvon Oceanic » Sa, 24.11.2012 21:10


ich mag ja das ganze Hollywood Thema! Das soll ja wohl John Williams sein...

Aber leider ist A Columbo zu alt! (gehen Cops nicht in Rente wie alt war Peter Falk in diesem Film?? )

Und B!! Schlimme Syncro!! Von Coloumbo 8-o
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Re: Bewertet: "Mord nach Takten"

Beitragvon MrGrady » Mo, 06.05.2013 00:36


Die Folge "Mord nach Takten" ist allenfalls passable Fernsehunterhaltung. Meine Erwartungen an eine Columbo-Episode erfüllt sie leider nicht. Der Zuschauer weiß bzw. ahnt alle wesentlichen Indizien, bevor der Inspektor sie anspricht - vom fehlenden Schrei des Opfers über die Nebengeräusche des Aufzugs bis hin zu den falschen Schuhen und dem Taktstock im Schacht. Nichts ist wirklich überraschend, Columbo wirkt deshalb eher schwer von Begriff als clever. Hinzu kommen seine wirklich üblen Auftritte als lahmer Autofahrer und als begriffsstutziger Filmmusik-Rater. Die Auflösung schließlich ist ein einziges Rätsel. Was beweist die Liebesmelodie der Freundin? Hat es wirklich niemand verstanden?

Positiv kann ich allenfalls die Nebendarsteller bewerten. Das Mordopfer und seine Freundin spielen ihre Rollen sympathisch und überzeugend. Die Indizien wären okay, wenn sie mit einem gewissen Knalleffekt präsentiert würden. So aber gähne ich mich zu lediglich 2 Punkten.
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Re: Bewertet: "Mord nach Takten"

Beitragvon MrGrady » Mo, 06.05.2013 08:56


Die Sache mit dem Taktstock ließ mir seit gestern Abend keine Ruhe und ich habe noch ein bisschen auf der Fanseite gesucht. Offenbar ist das Liebesthema des Opfers und seiner Freundin identisch zur Erkennenungsmelodie von "The Killer", was dann wohl beweisen soll, dass Gabriel in Wahrheit der Komponist des Oscar-Soundtracks ist. Aber auch das ist natürlich allenfalls ein Indiz. Man könnte meines Erachtens auch folgern, dass Gabriel einfach ein großer Fan Crawfords war und deshalb die Melodie wählte. Die Auflösung bleibt also schwach. Noch schwächer allerdings ist der Anfangsverdacht gegen Crawford - ich habe schlichtweg keinen feststellen können :(
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Re: Bewertet: "Mord nach Takten"

Beitragvon MrGrady » Mo, 06.05.2013 10:47


Puh... dieses Ende ist ja wirklich nicht so einfach zu verstehen, aber ich glaube, jetzt habe ich es kapiert. Also die Erkennungsmelodie von "Der Killer" und die Liebesmelodie von Gabriel und Becca sind identisch. Und weil sich hinter den Noten der Melodie eine Liebesbotschaft an Becca verbirgt, die sogar deren Name enthält, kann das Werk eigentlich nur von Gabriel stammen. Das beweist zwar noch nicht den Mord, aber damit ist der Oscar-Gewinner zumindest als Betrüger enttarnt und hat ein klares Motiv für die Tat. :smoke:
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Re: Bewertet: "Mord nach Takten"

Beitragvon Tiktaalik » Mo, 06.05.2013 13:37


Zur Überführung: Das Motiv hat Columbo klar bewiesen. Auch, dass der Aufzug hochgefahren wurde. Der Aufzug ist ja schon verdammt alt. Wer hatte denn überhaupt noch einen Schlüssel für ihn? Die Folge ist für mich schon zu lange her, als dass ich mich genau daran erinnern könnte, aber falls nur Crawford einen Schlüssel zum Aufzug gehabt hat, ist Columbos Beweisführung zwar kompliziert, aber wasserdicht.
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Re: Bewertet: "Mord nach Takten"

Beitragvon MrGrady » Mo, 06.05.2013 21:11


Nichtsdestotrotz ist es erstaunlich, welche Tranferleistungen beim finalen Beweis vom Zuschauer erwartet werden. Zuvor ist das Tempo der Folge ja seeeeehr gemächlich, jedes Indiz wird praktisch auf dem Silbertablett serviert. Am Ende heißt es dann plötzlich "Abführen!" und man fragt sich erstmal, wie das nun kommt. Trotz des in der Nachbetrachtung ganz guten Schlussindiz' bleibt bei mir der Eindruck, dass die Folge nicht richtig rund ist. Dort, wo eine Erklärung am nötigsten gewesen wäre, schweigt der Inspektor sich aus.
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Re: Bewertet: "Mord nach Takten"

Beitragvon Topi » Fr, 27.02.2015 21:19


Mr. Grady hat´s aufgelöst! :neig:
Er hat versttanden, was es mit der Melodie auf dem Taktstock-und der Notenfolge auf dem Zettel (in der Tasche der Anzugjuacke, die der Tote trug) auf sich hatte.

So wie es Mr. Grady inerpretiert, war es sicher gemeint....Aber alles in allem kein schönes Ende.
Dabei hätte in dieser Folge viel mehr gesteckt.

Grüße
Topi
Legen Sie Ihren italienischen Namen ab und beißen Sie erstmal auf nichts Hartes.
Topi
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Re: Bewertet: "Mord nach Takten"

Beitragvon MrGrady » Mi, 04.03.2015 00:38


Topi hat geschrieben:Mr. Grady hat´s aufgelöst! :neig:
Er hat versttanden, was es mit der Melodie auf dem Taktstock-und der Notenfolge auf dem Zettel (in der Tasche der Anzugjuacke, die der Tote trug) auf sich hatte.

So wie es Mr. Grady inerpretiert, war es sicher gemeint....Aber alles in allem kein schönes Ende.
Dabei hätte in dieser Folge viel mehr gesteckt.

Grüße
Topi


Danke für die Blumen! :smoke: Leider bleibt es trotzdem eine schwache Folge, die ich mir nie ansehe, wenn ich mal Lust auf einen Columbo habe. In den letzten Episoden ist mir der Inspektor einfach zu schrullig und egozentrisch.
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