Mord nach Takten

Alles rund um die Columbo-Episoden, ihr könnt Fragen stellen oder einfach nur über die verschiedenen Folgen plaudern.

Beitragvon Hendrik » Do, 03.06.2004 23:22


Hallo!

Hat Columbo wirklich die Tasche des Dirigenten aus dem Auto genommen?
Darin waren ja immerhin die Scherben von dem Sektglas an denen der Tote sich geschnitten hat...

War denn der Zettel mit den Liebesnoten auch in der Tasche des Dirigenten?

hmmm sehr verwirrend...
Hendrik
 

Auch ein paar Gedanken von mir...

Beitragvon WalterJörgLangbein » Fr, 04.06.2004 09:28


Die Verletzung an der Hand bewies, dass das Opfer betäubt war. Da das Opfer beim Absturz nicht geschrien hat...war klar und bewiesen: Es war Mord.

Der Meisterdirigent hat den Oscar für eine Melodie erhalten, die er gar nicht geschrieben hat. Der kluge wahre Komponist, das Mordopfer, hat durch die Noten zu erkennen gegeben, dass er der wahre Komponist war

Wer hatte ein Motiv für den Mord? Natürlich der Stardirigent und Meisterkomponist, der die Schande nicht ertragen wollte, dass die Wahrheit über das Lied heraquskommen würde.

Der Maestro hatte also ein Motiv.
Er hatte die Möglichkeit, besaß er doch das Schlafmittel, das dem Opfer verabreicht wurde.

Die Originalnoten wurden aus dem Haus des Opfers gestohlen. Nur der Maestro hatte ein Motiv, diese Noten verschwinden zu lassen. Wegen der Noten hat er den Mord begangen. Der Beweis, dass er nicht das Lied komponiert hatte, mussten verschwinden.

Der Maestro hatte also die Möglichkeit (Schlafmittel) und das Motiv. Das Verschwinden der Noten bewies das Motiv. Kein anderer hatte Interesse am Verschwinden der Noten als der Maestro...

Warum hätte ein anderer Mörder die Noten verschwinden lassen sollen..wenn jemand anders der Mörder gewesen wäre?

Man kann konstruieren: Um den Verdacht auf den Maestro zu lenken. Dann aber hätte der andere wissen müssen, wer der wahre Komponist der Filmmusik war. Dieser Sachverhalt war aber nur dem Maestro, dem Opfer und der Freundin des Opfers bekannt. Die Freundin scheidet aus, sie saß ja unter den Musikern, vermutlich länger schon...

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Beitragvon wisch » Fr, 04.06.2004 12:41


Das Problem ist nur, dass die Existenz der Noten nicht bewiesen werden kann. Lediglich die Freundin wusste bescheid.
wisch
 

Richtig.

Beitragvon WalterJörgLangbein » Fr, 04.06.2004 17:52


Die Freundin reicht doch als Zeugin.

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Unfähig

Beitragvon link » Fr, 04.06.2004 21:09


wenn ich mir diese nachrichten ansehe muß ich sagen,dass alle außer
w.j.langbein und old man besser dem fan-club von "GZSZ" beitreten
sollten. da braucht man nicht zu denken. Columbo ist zu schade für
euch.
link
 

Beitragvon maddave » Sa, 05.06.2004 04:59


Starke Worte, "link". Wenn du findest, unsere Gedankengänge hätten etwas mit dem Niveau von GZSZ-Fans zu tun, erstell selbst eine Columbo-Site. Bin gespannt, wer dir so alles beitritt...
Fakt ist, ein eindeutiger Beweis, der in einem Mordfall Voraussetzung für eine Überführung ist (sein sollte), fehlt. Die Kombinationsgabe von WalterJörgLangbein und Old Man können wir, denk ich, alle nachvollziehen. Jedoch werten wir hier nicht so arrogant über Beiträge wie dus hier tust.
Beweisen tut diese trotzdem nichts.
Die Threads sind dazu da, um sich in solchen Fällen auszutauschen.
Da mir eigentlich solche Kommentare wie die von dir am A4$8§ vorbeigehen, werd ich es in Zukunft auch unterlassen, diese zu kommentieren. Hat mich aber voll aufgeregt, weil du dich hochspielen willst. Echt unsympathisch. Lass uns unseren Spaß. Scheinst mir ein Möchtegern-Columbo-Fan zu sein.
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Unterschiede zum Original

Beitragvon WalterJörgLangbein » Sa, 05.06.2004 08:30


Der Verdächtige nähert sich dem Tatort. Er fragt einen Pförtner nach der Uhrzeit, seine eigene Uhr gehe leider nicht genau. Der Pförtner nennt die Uhrzeit....Jetzt kann der Verdächtige einen Zeugen nachweisen, wann er zum Tatort gekommen ist...Später fragt Columbo den Verdächtigen nach der Uhrzeit. Es zeigt sich, dass die Uhr des Verdächtigen nicht falsch gehen kann....

Diese Szene kennen wirschnon -so oder so ähnlich - von Columbo. Auch in der neuen Folge begegnen wir dieser Szene. Nur dieses Mal geht Columbo gar nicht daráuf ein. Er konfrontiert nicht den Verdächtigen mit der "Uhr-Sache". Warum nicht? Oder fehlt da etwas in der deutschsprachigen Fassung? Ich weiß, darüber wurde hier schon spekuliert...

Meine Überlegung: Vielleicht wurde der neue Columbo bewusst so gestaltet, dass der echte Columbo- Genießer...sozusagen selbst mit ermittelt? Enthält der Film "Denkaufgaben"?

Ich möchte nochmals darauf hinweisen: Mir gefällt auch der neue Columbo ausgesprochen gut. Ich kann es kaum abwarten, im September die zweite neue Folge zu sehen.....Und ich hoffe sehr, dass uns Mr. Falk noch die eine oder die andere neue Folge schenken wird...

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Beitragvon link » Sa, 05.06.2004 11:38


Hi maddave (passender name),

ich lasse dir deinen spaß, denn ernst nehmen kann man das ja nicht.
übrigens fehlt bei vielen folgen (und dazu zählen selbst die besten) der
endgültige beweis. Es reicht das feststellen des motivs und das knacken
des alibis. Wo ist also euer problem bei dieser folge?
link
 

Wie auch immer

Beitragvon PeterM » So, 06.06.2004 00:49


Ich versuche am Anfang jeder Folge die Fehler des Mörders zu entdecken,die Columbo dann aufdeckt. Meistens findet Columbo immer mehr und ich muß mir alles noch mal reintun um festzustellen, dass die Fehler gemacht wurden. Nur diesmal war es anders. Wie schon erwähnt,die sache mit der Uhr. Der Zuschauer wartet gespannt das Columbo den Pfördner befragt;doch nichts da. Die Möglichkeit die Echtheit der Kompsitionen zu prüfen wurde auch nicht genutzt. Unser Columbo hat den Mörder zwar durchschaut, mit einem Berg von Indizien, doch überführt hat er Ihn nicht. Wie schon von einigen Vorschreibern erwähnt. Der Stoff war da wurde aber leider nicht komplett durchgezogen. Eigentlich schade,es wird meine "Liebe " zu Columbo aber nicht schmählern.

Beste Grüße

PeterM
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Nicht alles wurde "durchgezogen"...

Beitragvon WalterJörgLangbein » So, 06.06.2004 11:31


...das stimmt - siehe Beispiel "Uhr". Die Frage, die sich mir stellt: War das Absicht? Ich persönlich glaube, dass es absicht war. Columbo ist schon lange Jahre Kult.

Columbo wird immer und immer wieder wiederholt, bei RTL, und lockt immer wieder Millionen von Zuschauerinnen und Zuschauern an. Immer mehr Menschen konsumieren Columbo nicht einfach nur, sie kennen sich immer besser aus...werden zu Columbo-Experten...

Ich glaube, dass man gerade im bislang neuesten Columbo (bislang...bis Columbo likes the Night live ausgesstrahlt wird!) dem aktiven Zuschauer etwas zum Mitdenken geben wollte....

Der aktive Columbo-Schauer weiß sofort, warum der Mörder nach der Uhrzeit fragte..und warum Columbo den Mörder fragte...

Und wenn in einem Columbo auch nur leise die Melodie "This old man"...auch nur angedeutet wird....dann strahlt der Columbo-Fan. Ich jedenfalls strahle dann sehr und freue mich sehr.... Der oberflächliche Zuschauer nimmt dergleichen nicht wahr.

Meine Vermutung: Columbo denkt bei seinen Filmen an die Fans....

Ich hoffe sehr, dass Peter Falk noch lange leben und uns noch manchen Columbo bescheren wird...

Walter
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Nick nach man

Beitragvon WalterJörgLangbein » Mo, 07.06.2004 08:56


Vom Nick nack Lied gibt es ja leicht voneinander abweichende Varianten....So heißt es in Strophe 1 mal he plays nick nach on my thumb....aber auch he plays nick nach just for fun....die meisten Varianten enden mit zehn, manche gehen bis zwölf...

Das nur am Rande...

Walter
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Beitragvon Mr. Wolf » Di, 08.06.2004 01:00


Also ich denke mal, dass die Sache mit der Uhr usw. entweder der Kürzung zum Opfer gefallen sind (wäre ja bei RTL nicht unüblich) oder dass es im Drehbuch schlicht und ergreifend vergessen wurde. Für gewöhnlich gibt es neben der Regie auch jemanden der fürs Script zuständig ist, heißt er schreibt sich ganz genau auf was wo steht usw. und wenn derjenige einen Fehler macht kommt es zu Löchern in der Story -Nobody's perfect.

Zu der Geschichte mit dem Taktstock fehlt mir auch die genaue Erklärung. Das einzig einleuchtende ist, dass das Spiel mit dem Gabe... in den Noten einfach als Beweis dient, dass der Taktstock ihm gehört hat und dadurch, dass er nicht durch den Fahrstuhlschacht passt der Aufzug benutzt werden musste, dass der Taktstock unten liegen konnte.
Mr. Wolf
 

Beitragvon Benny » Do, 10.06.2004 10:51


Also ich denke, die Liebesnoten auf dem Taktstock haben nicht mehr viel mit der Beweislage zu tun. Die starke Indiziensammlung hatte Columbo bis dahin schon abgeschlossen. Vielleicht sollte er dem Mörder einfach noch mal zeigen, was er da zerstört hat. Außerdem stand Columbo mit der bekannten Melodie am Ende wahrscheinlich schon fest - das musste also unbedingt mit rein.
Benny
 

Beitragvon Philipp Marlowe » Sa, 12.06.2004 00:08


:idea:
-Als Columbo den Dirigenten nach der Uhrzeit fragt, erklärt ihm dieser, er habe eine Digitaluhr. Wieso fragt er dann zuvor den Sicherheitsmann nach der Uhrzeit? Das hat bestimmt was miteinander zu tun, wird aber auch nicht erläutert. - Weil Crawford ja erst beim 'Zöllner' nach der Uhrzeit fragt, weil seine ja angeblich falsch geht, aber später zu Columbo meint, sie geht niemals falsch, da es eine Digitaluhr ist (oder Funkuhr... Digitaluhren gehen auch mal des öfteren falsch... meine zumindestens).


Eine andere Deutung: Columbos Uhr ging gar nicht falsch, sein Tang am Tag zuvor war ja auch nicht wirklich leer. Er wollte nur Crawfort einmal mehr den Trottel vorspielen bzw. ihn verwirren. Der Dirigent hatte ja in einer analogen Situation davor selbst den Portier nach der Uhrzeit gefragt, ehe er kurz darauf den Fahrstuhl und seine Stoppuhr in Gang setzte. Diesmal hat wenig später Columbo - in Zusammenarbeit mit seinem Assistenten - den Fahrstuhl abfahren lassen.
Auch möglich: Crawfort hat gar keine Funkuhr, sondern wirklich nur eine ganz normale Uhr, die auch mal falsch gehen kann. Er ist eben nur ein Großkotz, der aber (noch) gegenüber Columbo seine Überlegenheit herauskehren möchte, auch dadurch daß seine Uhr angeblich nie falsch geht.

Was mich auch noch wundert: Wir wissen ja, dass Columbo sich instinktiv immer gleich auf den Mörder stürzt. Aber hier war das echt an den Haaren herbeigezogen. Er ist auf dem Dach und findet da unter anderem die Noten. Gleich schaut er, wer der Komponist ist und noch bevor er weiß, dass das der Mensch unten im Studio ist
...


Columbo kennt die Filme mit den zugehörigen Musiken ja auch durch seine Frau, wie er selbst sagt. Ihm fällt sofort auf, daß auf dem Noten zu "Der Killer", die auf dem Dach liegen, steht: komponiert von Crawfort, was ihn stutzen läßt. Auch bemerkt er das Fehlen des Taktstockes, was er Crawford später (während der "Heimfahrt") beiläufig mitteilt, hier hatte er vielleicht schon einen Verdacht. Denn der theatralische Drang des Komponisten, ihm zuvor Trauer- oder auch Westernmusik im Wechsel vorzuspielen sowie dessen Trunksucht, passen irgendwie nicht recht zum Tod von dessen angeblich so geschätzten und begabten Schüler. Später fällt ihm im Hause Gabriels unter den Fotos das große Poster von "Der Killer" auf, sowie die Schilderung seiner Freundin, daß Gabriel die Musik zu "Der Killer" allein komponiert hat. Spätestens da dürfte Columbo klargeworden sein, daß die Noten auf dem Dach (wo stand: komponiert von Crawfort) jemand anders dort untergeschoben haben mußte, na und dann waren die Originalnoten auch noch aus Gabriels Wohnung verschwunden ...

-Wieso hat Columbo einen leeren Tank vorgetäuscht? Hier mein Versuch es zu erklären:
Im Auto des Dirigenten liegt seine Tasche. Nachdem der Tank von Columbo leer ist, legt er den "Kleidersack" auf die Rücksitzbank des Dirigenten. Beim Aussteigen nimmt er die Tasche mit (oder habe ich das falsch gesehen?). Er täuschte den leeren Tank vor, damit er an die Tasche kommt.
wo genau wurden die Liebesnoten für Becca eigentlich gefunden? Nicht beim toten Gabe oder? Sondern in der Mantelhülle, die auf dem Sofa beim Meister lag.....oder nicht? Müsste das auch nochmals checken...
Hat Columbo wirklich die Tasche des Dirigenten aus dem Auto genommen?
Darin waren ja immerhin die Scherben von dem Sektglas an denen der Tote sich geschnitten hat...
War denn der Zettel mit den Liebesnoten auch in der Tasche des Dirigenten?


Columbo hat die Tasche nicht aus dem Auto genommen. Das erklärt sich daraus, daß es 1.) nicht eindeutig zu erkennen ist und 2.) später - im Gespräch mit dem Assistenten - das zerbrochene Glas an keiner Stelle erwähnt wird. Dort erfährt Columbo aber, daß das Notenblatt ("ein Stück Papier") in Gabriels Anzug gefunden wurde.
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Beitragvon Werderaner » Di, 15.06.2004 12:41


Loki hat geschrieben:*lol* Ich fasse es ja nicht, da grübelt man die ganze Zeit über das Ende der folge nach und hier gibt es einen ganzen Thread darüber!
Und ich dachte schon, ich wäre die einzige, die zu blöd ist, das Ende zu verstehen.

Aber das mit der Uhr wunderte mich auch.
Weil Crawford ja erst beim 'Zöllner' nach der Uhrzeit fragt, weil seine ja angeblich falsch geht, aber später zu Columbo meint, sie geht niemals falsch, da es eine Digitaluhr ist (oder Funkuhr... Digitaluhren gehen auch mal des öfteren falsch... meine zumindestens).
Hmm, da hätte ich mir noch mehr von erwartet. Schade.


Endlich erwähnt es mal jemand. Auch ich horchte auf, als der Schummel-Oscar-Komponist erwähnte, sein Uhr gehe genau, weil es eine Digitaluhr sei. :lol: Da dies nur ein Synchronisationsfehler (Funkuhr!) sein kann, gehe ich davon aus, dass darum die Täter-Überführung so verworren war.
Kennt den hier jemand die Originalfassung? Wäre mal hilfreich, nech!
R.I.P., Peter Falk - du warst bist und bleibst eine grandiose Krimi-Ikone!
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