Die 20 beliebtesten TV-Krimis

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Moderator: Stefanie.Columbo

Re: Die 20 beliebtesten TV-Krimis

Beitragvon Doc Brown » Mo, 12.11.2012 11:51


Hat jemand von euch zufällig gestern den Film "Der Tote in der Mauer" auf zdf_neo gesehen? Das war ein ziemlich guter Film, sehr eindringlich gespielt. Die drei Hauptdarsteller Michael Mendl, Anna Maria Mühe und Frank Giering waren sehr überzeugend, allen voran Mühe und Giering.

Dumm nur, dass ich etwa 30 Minuten vor dem Ende eingepennt bin. :( Ich war das ganze Wochenende unterwegs und hatte auch in der Nacht nicht viel geschlafen, deshalb habe ich trotz des guten Films leider nicht durchgehalten.

Hat von euch jemand zufällig ebenfalls den Film gesehen und kann mir sagen, wie er ausgegangen ist?
Spoiler:
Durch google habe ich schon herausfinden können, dass wohl einer der Polizisten der Mörder war, aber welcher? Und wer wurde jetzt am Ende von wem erschossen?
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Re: Die 20 beliebtesten TV-Krimis

Beitragvon Devlin » Di, 13.11.2012 15:32


Ich habe am Sonntag den Tatort aus Dortmund geschaut.
Die Story über die Nordstadt wurde doch recht real gebracht. Kriminalistisch war der Fall aber etwas dünn. Zu Filmhälfte war klar das es die Frau des Polizisten war.
Die Figuren Faber und Bönisch finde ich interessant, und bin gespannt wie sie sich weiterentwickeln.

Mit Faber schon wieder ein Ermittler der unter grossen Problemen leidet. Ansonsten hat er schon ein klein wenig von Schimanski. :)

Faber polarisiert mit seiner skurrilen Art. Mir hat seine Darstellung gefallen, daher eine starke Vorstellung von Hartmann.
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Re: Die 20 beliebtesten TV-Krimis

Beitragvon Doc Brown » Di, 13.11.2012 18:44


Mmh, mir hat er nicht ganz so gut gefallen. Kriminalistisch war er wie du schon sagst schwach, dazu war er einfach der Prototyp des modernen Tatorts, von denen ich schon (zu) viele gesehen habe: Ein "Freak" als Ermittler, Klischees und Sozialdrama wohin das Auge blickt. Dazu noch das private Techtelmechtel der beiden Babyermittler, das mich eigentlich nicht interessiert hat.

Es gibt sicherlich schlimmere Sachen im Fernsehen, aber gut war es meiner Meinung nach nicht. Die besten Tatorte in der jetzigen Staffel waren für mich die beiden Borowski-Tatorte um Barschel und um den Frauenmörder.
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Re: Die 20 beliebtesten TV-Krimis

Beitragvon martha » Di, 13.11.2012 18:49


Ja, ich habe auch den Dortmunder Tatort geguckt.
Ist schon interessant, wenn man Straßen wie die Mallinckrodt-oder Bornstraße sieht, wo man selbst auch schon mal hergelaufen ist.
Als Sozialdrama fand ich das auch sehr interessant, der Kriminalfall hat mich allerdings extrem gelangweilt.
Da wurde aber auch wieder alles reingepackt, was mein Herz nicht begehrt:Drogen, Prostitution, Migrantenschicksal, korrupte Bullen, osteuropäische Mafia.
Das war mir echt zu viel des schlechten.
Das wurde ja nun auch schon hundertfach durchgenudelt.
Die Szenen mit Faber fand ich am interessantesten.
Die Kneipenszene hatte schon Schimanski-Flair.
Als er dann noch seinen Schreibtisch zerdeppert hat, war ich auch voll dabei.
Aber dann war leider Schluß.
Schade.
War insgesamt nicht mein Fall. :(
"Könnten Sie mir wenigstens sagen, welcher Name es war?
War es Kensington oder Arlington?"
"Genau gesagt:Keiner von beiden. Es war Washington."
"Hatten Sie bei dem auch einen Vornamen?"
"Martha."
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Re: Die 20 beliebtesten TV-Krimis

Beitragvon zimtspinne » Di, 13.11.2012 21:32


Doc,

ich könnte dir das theoretisch sagen, wie es ausging, hab es aber leider bereits wieder vergessen.
nachdem ich mich jetzt mal zurückversetzt hab (Gesichter aus dem Film) meine ich, dass es der jüngere der beiden Ermittler war.

Ich hab gestern "Herzversagen" gesehen - hat mir viel besser gefallen als die letzten Tatorte so im Schnitt.
Eine junge Ärztin in einem Krankenhausghetto ist chronisch überlastet, macht einen Fehler und beschließt als sie die Klinik allein die Verantwortung tragen lässt, sich in die Ruhe einer Provinzpraxis zurückzuziehen. Dort wird sie natürlich von den Ureinwohnern erstmal links liegen gelassen. Das ändert sich mit einer Kuh in Not, ihr Wartezimmer ist von da an gut gefüllt und das Unheil kann seinen Lauf nehmen.
Das Ende fand ich nicht ganz knusper, der Weg dorthin gefiel mir aber, war nicht so bräsig wie viele der Heimatkrimis. Oder Eisinger, der landet auch ab und an in einem Kuhkaff, wo ich dann Depressionen krieg ?-/

Aus dem letzten Tatort bin ich direkt nach dem Einstieg auch wieder ausgestiegen. Schon der Anfang versprach nichts gutes.

Hat jemand den letzten (oder vorletzten?) Polizeiruf Meuffel gesehen? Da bin ich grad mittendrin und find den angenehm freakig. Krankenhäuser mag ich eh im Krimi, das weckt die Urängste so schön. Mochte ich schon als Kind in Horrorfilmen :wink:
Gottseidank, es gibt auch keine privaten Dramen und der Meuffel ist zwar nicht besonders sympathisch, aber auch nicht hysterisch oder sonstwie gestört. Den kenn ich erst seit kurzem, könnte ich vielleicht noch warm mit werden.
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Re: Die 20 beliebtesten TV-Krimis

Beitragvon Doc Brown » Mi, 14.11.2012 07:20


zimtspinne hat geschrieben:Doc,

ich könnte dir das theoretisch sagen, wie es ausging, hab es aber leider bereits wieder vergessen.
nachdem ich mich jetzt mal zurückversetzt hab (Gesichter aus dem Film) meine ich, dass es der jüngere der beiden Ermittler war.


Hey, danke! :D
Ich habe mir fast gedacht, dass er es war, hatte bisher aber noch keine Bestätigung. Kannst du dich vielleicht nochmal zurückversetzen und dich erinnern, wie er der Täter sein konnte, wo doch seine DNA-Probe von dem Weinglas nicht mit den Spuren an der Leiche des Kindes übereinstimmten? ?-/
Im Prinzip sprach ja von Anfang an alles gegen ihn (er fuhr ein silbernes Auto, er hat den Jungen mitgenommen, der Yin und Yang-Anhänger, die Geschichte im Jugend-Camp, die Fotos der nackten Jungen usw.).
Die DNA-Probe hat ihn dann ja entlastet. :?

zimtspinne hat geschrieben:Hat jemand den letzten (oder vorletzten?) Polizeiruf Meuffel gesehen? Da bin ich grad mittendrin und find den angenehm freakig. Krankenhäuser mag ich eh im Krimi, das weckt die Urängste so schön. Mochte ich schon als Kind in Horrorfilmen :wink:
Gottseidank, es gibt auch keine privaten Dramen und der Meuffel ist zwar nicht besonders sympathisch, aber auch nicht hysterisch oder sonstwie gestört. Den kenn ich erst seit kurzem, könnte ich vielleicht noch warm mit werden.


van Meuffels mag' ich auch immer mehr. Sein Start war ja eher durchwachsen, vor allem der (für mich) enttäuschende Polizeiruf um den Anschlag in der Allianz-Arena. Aber die letzten beiden Filme (der in der bayrischen Provinz mit dem extremen Dialekt und der im Krankenhaus) waren deutlich besser.
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Re: Die 20 beliebtesten TV-Krimis

Beitragvon zimtspinne » Do, 15.11.2012 10:15


ja, Meuffels ist wohl jemand, den man erst auf den dritten Blick mag und schätzen lernt....
Mir gefällt vor allem seine ruhige und besonnene Art, die ich bei vielen anderen Kommissare vermisse. Soll vielleicht unterhaltsam für die Zuschauer sein, völlig durchgeknallte und freakige Kommissare oder Assistenten - logisch ist das nicht und mir geht mittlerweile auch das Ausmaß auf den Keks. Das sind keine "normalen" Macken mehr, wie etwa bei Schimanski früher, viele von denen sind einfach unberechenbar und haben einen Schuss in der Schüssel.
In dieser Position trät man ja eine große Verantwortung, befragt oder verhört Zeugen/Beschuldigte, entscheidet also mit über deren Schicksal. Geht ja mal gar nicht, dass da psychisch gestörte oder labile Charaktere am Werk sind, die ihr Privatleben nicht in den Griff kriegen und es regelmäßig mit in die Arbeit nehmen.

Deshalb bin ich auch Fan vom Kriminalisten, der ist da vollkommen professionell. Wäre schön, wenn das bei Meuffels auch so bliebe. Ich hab nichts gegen Ausflüge ins Private, wenn es sich ergibt, aber der Krimi sollte schon im Vordergrund bleiben. Auch vor sozialen Dramen. Das sind so die derzeitigen Schwachpunkte bei den Tatorten.

beim Meuffels-"Fieber"film fand ich auch gut, dass das Thema Krankenhauskeime schön im Hintergrund blieb, trotzdem nicht unterging und vor allem nicht mit erhobenem Zeigefinger behandelt wurde.... wie das immer gerne Odenthal tut (die ich ansonsten sehr mag).

Nun zu dem Toten in der Mauer.
Ich hab ihn jetzt nochmal runtergeladen. Das hat mir keine Ruhe gelassen, weshalb ich den Inhalt innerhalb kurzer Zeit vergessen hab und den Film auch nicht auf meiner externen Festplatte gespeichert hab. Dass er gut war, wusste ich noch.

Jetzt weiß ich den Grund fürs erfolgreiche Verdrängen und Löschen :noidea:
Der Nachfolger des Dorfkommissars (Wendt) sieht einer realen Person, die einmal einen negativen Einfluss auf mich hatte extrem ähnlich. Nicht nur Gesicht, auch Statur und Körpersprache. Ich mach sogar normalerweise einen Bogen um Filme mit diesem Schauspieler. Den Mauerfilm hab ich aber durchgehalten, weil ich die Mühe gerne sehe und er auch total spannend war. Man soll ja seinen Ängsten tief in die Augen schauen :P

Wie das mit der DNA-Probe war, muss ich dann noch rausfinden. Ich vermute, der Typ hat die manipuliert, er sitzt ja quasi an der Quelle. Will aber nix falsches erzählen, deshalb guck ich mir das nachher nochmal an. Bin im Moment eh krank, da passt das.
Wo bist du denn etwa eingeschlafen?
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Re: Die 20 beliebtesten TV-Krimis

Beitragvon Doc Brown » Do, 15.11.2012 11:26


zimtspinne hat geschrieben:Wie das mit der DNA-Probe war, muss ich dann noch rausfinden. Ich vermute, der Typ hat die manipuliert, er sitzt ja quasi an der Quelle. Will aber nix falsches erzählen, deshalb guck ich mir das nachher nochmal an. Bin im Moment eh krank, da passt das.
Wo bist du denn etwa eingeschlafen?


Ich bin genau bei der DNA-Probe eingeschlafen. Da waren ja beide Ermittler beim Pathologen, als dieser ihnen dann offerierte, dass beide Proben negativ waren. Anschließend wollten die beiden Kommissare "darüber reden" und bei diesem Gespräch der Beiden hat dann die Müdigkeit gesiegt. Das müsste so etwa 30-40 Minuten vor Ende gewesen sein.

Gute Besserung und vielen Dank für deine Mühen. :D
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Re: Die 20 beliebtesten TV-Krimis

Beitragvon zimtspinne » Do, 15.11.2012 13:16


ja also, auf die DNA-Proben wird leider überhaupt nicht mehr eingegangen. Manipuliert können sie ja nicht gewesen sein, da die Kollegin sie direkt in der Rechtsmedizin abgab und das Weinglas ja auch sicher Spuren von Wendt trug.

Offenbar hinterließ er damals einfach keine Spuren an Timmys Kleidung.

Ralf Gerlach wurde in Gewahrsam genommen und erhängte sich dort.
Die Polizistin fand zwei Zeichnungen, auf denen die Jungen beide dieses Yin-Yang-Zeichen in Wendts Auto malten. Timmys Zeichnung war ja ein Geschenk für Gerlach.

Das machte sie stutzig und sie rief daraufhin den Kommissar im Ruhestand an. Der wies sie an, unbedingt darüber erstmal Stillschweigen zu bewahren, vor allem Wendt gegenüber. Dieser tauchte kurz darauf bei ihr auf und sah die Zeichnungen.
Er bat sie, ihm beim Abhängen der Leiche zu helfen und schoss dabei zweimal auf sie.

Dann tauchte der alte Kommissar auf, kämpfte mit ihm und als Wendt die Oberhand bekam und ihn würgte, wurde er von Gerlachs Zwillingsbruder erschossen. Der gab auch zu, Lehmann erschossen zu haben (keine Ahnung, wer das ist, den Anfang ließ ich aus).

Zum Schluss sah man die Polizistin in einer Reha-Klinik, wo sie das Sprechen neu lernen muss.

Tja, ein Gespräch zwischen Wendt und dem Alten fand leider überhaupt nicht statt, ebenso wenig zwischen Wendt und der Polizistin.

Komisch find ich außerdem, wie Wendt ständig nach Beweisen für die Schuld seines ehemaligen Kollegen wühlte und suchte... auch heimlich, wenns keiner sah. Er wusste doch, dass es der gar nicht gewesen sein konnte ?-/
Sollte wohl den Zuschauer verwirren, aber aus jetziger Sicht ist das natürlich unlogisch. Außer vielleicht, der Typ hat seine Tat komplett verdrängt oder so.

Was mich auch ein bisschen stört, war die Feststellung, die Zwillinge könnten ja wegen ihrer identischen DNA eh nicht überführt werden.
man weiß doch inzwischen, dass die Genome eineiiger Zwillinge nie zu 100% identisch sind. Sie unterscheiden sich in der Kopien-Anzahl verschiedener DNA-Segmente bzw es können auch Segmente bei einem Zwilling ganz fehlen. Epigenetisch sind sie eh völlig unterschiedlich, wobei die Unterschiede mit steigendem Lebensalter immer größer werden. Das müsste auf der molekularen Ebene auch nachweisbar sein.
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Re: Die 20 beliebtesten TV-Krimis

Beitragvon Doc Brown » Do, 15.11.2012 18:38


Danke für den Bericht! :D

Lehmann war der Typ, der eingemauert wurde. Der wurde ja verdächtigt, den Jungen ermordet zu haben, aber dann freigesprochen. Kurz nach dem Freispruch verschwand er während eines Spaziergangs mit seinem Hund. Interessant, dass es Gerlach war, ich dachte, das wäre auch Wendt gewesen.

Ich denke einfach mal, es war für Wendt ein gefundenes Fressen, dass der alte Kommissar eine Affäre mit der Mutter des ermordeten Jungen hatte und er versuchte mit seinen falschen Verdächtigungen die Spur in eine andere Richtung zu lenken.
Ihm war sicherlich bewusst, dass der Alte ihm auf der Spur war und wollte nicht, dass er auch noch die Polizistin auf seine Seite zieht. Ich weiß jetzt nicht genau welche Szene du meinst als er heimlich suchte, aber ich denke einfach mal, dass er hoffte irgendetwas gegen den alten Polizisten finden zu können, um von sich abzulenken.

Den Schauspieler, der die Rolle des Polizisten Wendt spielte war übrigens Frank Giering, der vor 2 Jahren bereits verstarb. Ich fand ihn große Klasse, wie den ganzen Film, auch wenn es die ein oder andere Unstimmigkeit gibt.
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Re: Die 20 beliebtesten TV-Krimis

Beitragvon zimtspinne » Do, 15.11.2012 18:48


Ich meinte u.a. die Szene im Bad des Alten, als er dort im Medizinschrank herumguckt, aber das könnte er natürlich auch getan haben, um eine Schwachstelle zu finden und später auszunutzen.
Da fällt mir ein, genau das hatte er wohl auch vor, kam aber nicht mehr dazu. Der Alte schien ja Diabetiker zu sein, Wendt zog kurz vor Schluss ne Spritze auf, war sicher für den Alten gedacht (damit es wie ein natürlicher Tod aussieht?)

Ja, Frank Giering, ich fand den furchtbar unsympathisch in dem Film, bin aber nicht sicher, ob es an meiner Abneigung gegen Gesicht und Art liegt oder an seiner Rolle.
Der spielt aber auch in einem Tatort eine Assistentenrolle, oder?

achso, Korrektur: Lehmann wurde nicht erschossen, der wurde betäubt und nachher lebendig eingemauert.
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Re: Die 20 beliebtesten TV-Krimis

Beitragvon Doc Brown » Do, 15.11.2012 21:11


Achso, du meinst du Szene im Bad.
Gut, er hatte ja bereits herausgefunden, dass der alte Polizist eine Affäre mit der Mutter des ermordeten Jungen hatte. Er wollte also herausfinden, ob der alte Polizist evtl. der Vater des Jungen ist. Komplett auszuschließen war das ja nicht.
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Re: Die 20 beliebtesten TV-Krimis

Beitragvon martha » Sa, 17.11.2012 21:59


zimtspinne hat geschrieben:Ja, Frank Giering
Der spielt aber auch in einem Tatort eine Assistentenrolle, oder?


Ich kenne ihn nur als ehemaligen Assi von Bruno Schumann bei "Der Kriminalist".
Er hatte 'ne sehr gediegene Art, die für mich unglaublich sympathisch war.
Sein plötzlicher Tod wurde in der Serie meines Wissens als Herztod verarbeitet.
Giering starb ja inmitten der Dreharbeiten zu einer neuen Folge.
Bei uns im Pott würde man sagen: Er war echt knuffig!
"Könnten Sie mir wenigstens sagen, welcher Name es war?
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Re: Die 20 beliebtesten TV-Krimis

Beitragvon zimtspinne » Mo, 03.12.2012 21:47


ach so ja, beim Kriminalisten war das, hatte ich verwechselt. Wusste ich gar nicht, dass der Schauspieler nicht mehr lebt.

Doc, hast du zufällig "Die Tote im Moorwald" gesehen?
Das fand ich gruselig.

Es ging wieder um eine junge Frau wie in "Herzversagen" (sogar die gleiche Schauspielerin), die aus privaten Gründen in die Einöde geht. Diesmal wollte sie was über ihren Vater herausfinden.
Das war alles gar nicht so interessant und das Ende hat mir auch wieder nicht soo gut gefallen, aber der Mittelteil..... hatte es in sich.

Sie geriet in die Fänge eines Einsiedlers, mit dem sie sich erstmal "anfreundete". Wobei ich schon an ihren Instinkten und gesundem Menschenverstand zweifelte, aber gut, ist halt ein Film :wink:
Das Ende hab ich überhaupt nur richtig kapiert, weil ich zufällig zuerst die Hör-Version erwischt hatte, wo Szenen ja beschrieben werden... ich hätte diese Szene anders interpretiert.

Und ich hab jetzt für mich den britischen Montag entdeckt.
Die Skandinavier sind mir momentan zu düster und oft auch zu blutrünstig. In der Jahreszeit brauch ich was unaufgewühltes und hab Inspector Barnaby gefunden. Kannte ich zuvor nicht, noch nie gesehen.

war auch eher Zufall, der Anfang war mal mit aufgenommen worden und handelte von einem Garten des Todes oder so. Ich dachte, da sieht man vielleicht ein paar schöne Landschaften... und fand den distanzierten Insepktor mit seinem Unterinspektor (?) sowie ihren Wirkungskreis sehr beruhigend und sympathisch.
Kein Geballer und Blutorgien, es ähnelt eher schon Columbo in der Machart. Nur dass Mrs Barnaby kein Geist ist, sie ist ganz zufällig oft mit in die Fälle verwickelt, aber nie zu präsent oder gar zickig nervig. Harmonisch ist es bei denen, und puh, da bin ich nicht unglücklich drüber :wink:

Was mir auch gefällt, die Dörfler werden nicht debil dargestellt, sondern eher verhaltensoriginell. Ansonsten ist das alles sehr britisch mit indyllischen Schauplätzen, pubs, hübschen Anwesen und alten Gemäuern.

Eine Besonderheit, die mir aber erst beim 6. Fall auffiel, es bleibt kaum bei einem Mord, es wird meist in Serie gemordet. Wie bei Columbo spielen Reue, Unrechtsbewusstsein usw keine Rolle, es geht eher um die familiären Verwicklungen, über die man dann zu den Mordmotiven kommt.

Kommt natürlich nicht an Columbo heran, mir gefällt es aber ganz gut, weil wohltuende Abwechslung zu all diesen aufgescheuchten "Blutkrimis" oder eben auch den düsteren aus Skandinavien (die ich prinzipiell schon mag, nur nicht jetzt)
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Re: Die 20 beliebtesten TV-Krimis

Beitragvon Doc Brown » Di, 04.12.2012 18:05


"Die Tote im Moorwald" kenne ich nur vom reinzappen. Hat auf mich einen sehr düsteren Eindruck gemacht.

"Inspector Barnaby" schaue ich auch sehr gerne, wobei ich meine "Hochphase" so etwa in der Zeit von 2007-2010 hatte, da habe ich keine Folge verpasst, wenn er - alternierend mit anderen Kommissaren - sonntags um 22.00 Uhr im ZDF lief. Mittlerweile schaue ich ihn nur noch gelegentlich, die neueren Folge sind nicht mehr ganz so gut, wie die aus der Anfangszeit.

Die Serie ist in der Tat eine willkommene Abwechslung, sehr oldschool. Das ich ein Großbritannien-Fan bin, mag ich natürlich auch die starke britische Färbung dieser Serie.

Das Gros der Folgen läuft so ab, wie du es bereits beschrieben hast. Meist sind Frau oder Tochter Barnaby in die Fälle verwickelt, weil sie sich gerade irgendwo im Dorf engagieren und in diesem Kreis dann ein Mord geschieht. Im weiteren Verlauf geschehen dann noch 2-3 weitere Morde, sodass mittlerweile eigentlich das ganze Dorf tot sein müsste. :wink:

Es ist der klassische "Whodunit-Krimi". Ich hab mir immer eine Liste mit der Protagonisten gemacht und dann mitgeraten, wer der Täter sein könnte. Einige konnte man dann ja streichen, weil sie im Verlauf der Handlung ermordet wurden, sodass am Ende nur noch wenige übrigblieben. Bis auf ganz wenige Ausnahmen war das auch immer ein Einzeltäter. Es kann nur ganz selten vor, dass es mehrere Mörder gab.

Meine Lieblingsepisoden sind "Blut ist dicker...", Trau, schau, wem" und "Blutige Anfänger".
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