Bewertet: "Ein Toter in der Heizdecke"

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3/5 gut
6
14%
4/5 sehr gut
22
52%
5/5 überragend
8
19%
 
Abstimmungen insgesamt : 42

Re: Bewertet: "Ein Toter in der Heizdecke"

Beitragvon Doc Brown » Mo, 14.04.2014 11:05


Willkommen zurück im Forum! :D
Eine schön geschriebene Rezension, hat Spaß gemacht zu lesen.
Döp döp döp de de döp döp döp
(H.P. Baxxter)
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Re: Bewertet: "Ein Toter in der Heizdecke"

Beitragvon Red Shadow » Mo, 14.04.2014 12:11


Danke Doc ;) :)!
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Re: Bewertet: "Ein Toter in der Heizdecke"

Beitragvon Ducky » Mo, 14.04.2014 13:08


In gewisser Weise erinnert mich diese Columbo immer an einen Film Noir. Columbo wandelt hier irgendwie auf den Spuren von Sam Spade und Co. Columbo inn der Rolle des Privatdetektivs, der sienen Fall aufklären muss, dabei einer geheimnisvollen Schönen begegnet und ihrem Charem zu erliegen droht, doch sein Berufsethos lässt es nicht zu. Eine Michung aus "Der Malteser Falke" und "Tote schlafen fest".
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Re: Bewertet: "Ein Toter in der Heizdecke"

Beitragvon Red Shadow » Mo, 14.04.2014 18:38


Ducky hat geschrieben:In gewisser Weise erinnert mich diese Columbo immer an einen Film Noir. Columbo wandelt hier irgendwie auf den Spuren von Sam Spade und Co. Columbo inn der Rolle des Privatdetektivs, der sienen Fall aufklären muss, dabei einer geheimnisvollen Schönen begegnet und ihrem Charem zu erliegen droht, doch sein Berufsethos lässt es nicht zu. Eine Michung aus "Der Malteser Falke" und "Tote schlafen fest".


Der Vergleich passt so gesehen!
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Re: Bewertet: "Ein Toter in der Heizdecke"

Beitragvon Topi » Sa, 21.02.2015 14:11


Ich habe die Folge gestern noch einmal gesehen. Ich habe sie im letzten Jahr nur mit passabel bewertet und bin auch jetzt kein Freund geworden.
Das Drehbuch besticht mich nicht, denn das Mordmotiv der beiden Ladys ist nicht zwingend.
(Ist es in Luzifers Schüler auch nicht, aber da wird das thematisiert, in dem der ratlose Inspektor die beiden Bubis nach ihrem Motiv fragt)

Trotzdem hatte ich gestern meinen Spaß. Barney´s Bar ist herrlich. :neig:
Ich frage mich ob Olli Dittrich von dieser Folge zu Ditsche inspiriert worden ist. Im Hintergrund saß doch zweifellos Schildkröte. :D

Und dann ist da noch dieser Bonney and Clyde Moment (Ein ganz großer Film von Faye Dunaway). Als sie zu Columbo sagt: Im Moment interessiert mich dieser Hut mehr..." und sich einen Hut mit breiter Krempe aufsetzt.
Ich mag Filmzitate

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Topi
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Re: Bewertet: "Ein Toter in der Heizdecke"

Beitragvon martha » Sa, 21.02.2015 17:01


Topi hat geschrieben:Das Drehbuch besticht mich nicht, denn das Mordmotiv der beiden Ladys ist nicht zwingend.


Gut, aber was ist zwingend?
Ein Motiv ist immer dann gerechtfertigt, wenn mir die Situation so geschildert wird, dass Mord eine Option für eine Handlung ist.
Und das ist für mich hier eindeutig gewährleistet.
Hier wird ein Mann ausgeschaltet, der sich Beziehungen auch mit Gewalt erzwingt.
Wenn Dr.Allenby schon mordet, weil ihr Liebhaber sie einen Reispudding nennt, dann seh ich bei der Heizdecke keine Veranlassung, das Motiv als geringschätzig zu werten.
Für mich hat sich das zumindest gut erschlossen.
"Könnten Sie mir wenigstens sagen, welcher Name es war?
War es Kensington oder Arlington?"
"Genau gesagt:Keiner von beiden. Es war Washington."
"Hatten Sie bei dem auch einen Vornamen?"
"Martha."
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Re: Bewertet: "Ein Toter in der Heizdecke"

Beitragvon Topi » Sa, 21.02.2015 18:39


Black Lady ist darum auch nicht meine Lieblingsfolge. Die Tat nehme ich der Täterin ab, aber man arbeitet mit zuvielen Andeutungen, die nicht wirklich aufgelöst werden.
Z.B. gibt es den Moment vor dem Spiegel. Dr. Allenby sagt nach der Tat, sie will nun aufhören, ihr Spiegelbild sagt, sie muss ihre Rolle weiterspielen. In Black Lady wird uns als zusätzlicher Aktivposten eine Bewusstseinsspaltung angeboten.
Und kommt nicht auch noch dazu, dass sie mit Vergnügen tötet? Kann mich nicht erinnern, dass sie da aus der Rolle fällt und sich in Dr. Allenby zurückverwandelt. Aber da bin ich nicht sicher.

Ich meine auch nicht einen "Grund, der den Mord rechtfertigt, also entschuldigt".
Die Täter sind zumeist allein. Da ist niemand, dem sie ihren Kumer anvertrauen können. Keiner sucht mit ihnen zusammen nach einer vernünftigen Lösung.
Auf einmal spitzt sich die Lage für den Einzelgänger zu. Er hält dem Druck nicht mehr stand.
Abi kann nicht mehr ertragen, dass der Mörder ihrer Nichte lebt.
Die Hollywood-Diva räumt ihren Ehemann aus dem Weg, weil er ihr Comeback verhindert.
In Momentaufnahme erträgt der Gatte seine Frau nicht mehr, aber ein Leben ohne ihr Geld ist auch nichts für ihn.
Paradebeispiele für tolle Columbofolgen sind: Wein ist dicker.....Hier hat man den Eindruck, dass die Frau, die das Opfer heiraten wollte, durchaus kompromissbereit gewesen wäre. Doch Carsini war sich absolut sicher, sein Ein uns Alles zu verlieren.
Dem Corpral geht es ähnlich wie Carsini. Er glaubt, er verteigt hohe Werte.
Santini steht mit dem Rücken zur Wand, ähnlich wie der Schmierlapp aus Holly macht´s mit Houston. (Der erste und der zweite Mord)

Für mich ist eine Columbofolge toll, wenn ich am Anfang den Druck nachvollziehen kann, unter dem der Täter zu stehen glaubt.

Die beiden Damen mit der Heizdecke sind schon mal zwei. Dass sich zwei so verrennen (ohne das die Eine total unter dem Einfluss der Anderen steht?) unglaubwürdig.
Um das Motiv zu verstärken, haben sie die Schnittwunde ins Drehbuch geschrieben - und die Morddrohung. - Da hätte es eine andere Lösung gegeben....vor allem bei fem schlechten Leumund des Opfers.

Columbo ist für mich ein spezielles Krimiformat. Ein zwingendes Motiv ist die halbe Miete zum Erfolg.


Grüße
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Re: Bewertet: "Ein Toter in der Heizdecke"

Beitragvon martha » Sa, 21.02.2015 19:39


Also ich halte die Gewichtung des Motivs grundsätzlich für ziemlich überschätzt.
Im Grunde geht es ja nur darum, dem Zuschauer ein halbwegs plausibles Motiv zu präsentieren, das der dann einer mordenden Person zuordnen muss.
Das gelingt natürlich nicht, wenn jemand schon Mordgelüste entwickelt, wenn ihm der Gegenpart nur den Handschlag verweigert.
Ein Motiv braucht schon eine gewisse Intensität.
Die ist aber immer schon dann gegeben, wenn glaubhaft rübergebracht wird, dass in irgend einer Form das Wohlbefinden der mordenden Person in Mitleidenschaft gezogen ist.
Aber das muss ich dann nicht mehr gewichten...das ergibt sich für mich aus der Handlung.
Und alles was Beziehungsproblematik betrifft ist für mich bei einem Krimi motivträchtig.
Für mich wird hier glaubhaft transportiert, dass für Lauren Staton und ihre Tochter Mord eine berechtigte Option ist.
Da gibt mir schon die Darstellung des Opfers Gewissheit.
"Könnten Sie mir wenigstens sagen, welcher Name es war?
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Re: Bewertet: "Ein Toter in der Heizdecke"

Beitragvon zimtspinne » So, 22.02.2015 18:01


Die weiblichen Eifersuchts- und Rachemorde kann ich bei Columbo ganz allgemein nicht nachvollziehen.
Eine Frau mit Allenbys, Statons und Freestones Intelligenz und Möglichkeiten könnte sich effektiver, lustiger, nachhaltiger und vor allem strafunbewehrter rächen.
Für den Reispudding hätten die mächtige Allenby dem kleinen Fatzke ein nettes Rachedrehbuch schreiben können, das sie später veröffentlicht und damit auch noch reich(er) wird.
Sie hätte ihm die Karriere verbauen oder seinen Ruf ruinieren können... ach, da ergeben sich tausende Optionen für eine Frau in einer solchen Position. Wenn frau sich schon mit Verflossenen beschäftigen möchte...

Soweit meine persönliche Sichtweise. Ich tät nie und nimmer was illegales aus Rache an einem Liebhaber. Viel zu unwichtig. Geht vorbei.

Ich weiß aber nun als Liebhaber der Bücher und Filme der wahren Mordbegebenheiten, dass wahnsinnig oft aus genau solchen Motiven gemordet wird oder besser gesagt im Affekt getötet. In der Realität sind die Opfer aber meist Frauen und die Täter Männer.

Mich stört bei Columbo lediglich, dass es immer die reichen Frauen sind, die nicht ehrlich geliebt werden von ihren schönen, jungen Liebhabern und getötet werden müssen, während viele der komischen alten Kauze angeblich von ihren schönen jungen Frauen ehrlich geliebt werden (Der alte Mann, Doppelter Schlag, usw).

Wenn ich schon von den columbotypischen Rächerinnen ihrer Eitelkeiten ausgehe, dann haben Lauren und ihre Tochter ein deftiges Motiv für mich.
A) ein Kerl hat die Tochter geschlagen/verletzt - schon dafür gibts die feuerrote Karte,
B) er zockt sie beide ab, was die Wut quasi verdoppelt und
C) bringt er sie damit auch noch in einen "Konkurrentinnenstatus".

Letztlich kommt ja die eine auch davon. So blöd war der Mord gar nicht, für Columboverhältnisse.

Ich mag die Folge sehr für ihre Emotionalität.
Der Inspektor schlittert haarscharf am Schmonzettenkitsch vorbei - genau durch solche herrlichen Szene wie die mit dem Hut und Barneys Bar.
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Re: Bewertet: "Ein Toter in der Heizdecke"

Beitragvon Colimo » Sa, 11.03.2017 18:49


Ich muss gestehen, dass dies eine schwierige Folge für mich ist. Die Chemie zwischen Columbo und der Mörderin stimmt und die Geschichte ist in Ordnung.

Das Motiv ist allerdings ebenso fragwürdig wie die Ausführung.

Was mich stört ist Columbos Vorgehen. Er führt die emotional angeschlagene Frau offensichtlich aufs Glatteis. Und auch wenn/falls er selbst ein wenig empfinden sollte, kann ich gut darauf verzichten den verheirateten Inspektor beim Flirten, Küssen und der Annahme von Geschenken einer Mordverdächtigen zu beobachten. Man könnte am Ende zumindest den Satz einbauen, dass Mrs. Columbo, das gebilligt hat.

Zudem ist mir sein professionelles Verhalten suspekt. Eine Mittäterin laufen lassen? Beweismittel nicht vorlegen bzw. durch die private Entwicklung der Fotos vorsätzlich der Behörde vorenthalten. Natürlich treibt es Columbo manchmal bunt, aber für mich werden hier Grenzen überschritten. Schade eigentlich.
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Re: Bewertet: "Ein Toter in der Heizdecke"

Beitragvon Devlin » Mi, 19.04.2017 11:15


Diese Episode gehört nicht zu meinen Lieblingen, finde sie aber doch recht gut, da sie speziell ist und sich von anderen abhebt. Vor allem in der Form des Columbo-Mörder Spiels.
Die Schauspieler gefallen mir gut und die Story auch. Ist mir aber fast zu fest Romanze und teilweise für mich etwas langatmig. Das Motiv ist für mich sehr plausibel. Verletzte Gefühle durch betrogen werden und dann noch mit der eigenen Tochter und dieser Gewalt angewendet. Klar wäre es vielleicht eher im Affekt in einem Streit realistischer, doch das es Mutter und Tochter gemeinsam durchziehen gibt dem Ganzen mehr Komplexität und Dynamik.
Columbo findet auch Indizien aber er tut sich schwer damit die Mörderin zu überführen. Manchmal für mich zu viel des Guten wie Lauren den Inspektor umgarnt.

Schwanke so zwischen 3 starken und knapp 4 Punkten.
So weit ____ und nicht weiter!
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Re: Bewertet: "Ein Toter in der Heizdecke"

Beitragvon Patrick_B » Di, 08.10.2019 20:36


Ich finde diese Folge sehr gelungen. Sowohl der Mordplan, die Durchführung und die Ermittlungsarbeiten von Columbo sind gelungen; die Interaktionen zwischen Columbo und der Mörderin schön anzusehen. Dass die Täterin versucht, Columbo zu becircen, ist zwar nicht neu, hier aber bisher am besten umgesetzt.

Mein einziges, großes Problem ist das Ende. Dass Columbo auf die Überführung der Mittäterin verzichtet, um Laurens Geständnis zu bekommen, mag ja noch verargumentierbar sein (die Tochter wäre zwar im Verhör garantiert zusammengebrochen, aber dieses Geständnis würde sicher vor der Verhandlung widerrufen und dann wäre der Fall schwach; so hat er wenigstens die Haupttäterin sicher), dass er aber Beweise zerstört ist unverzeihlich. Auch wenn das Foto illegal sichergestellt wurde und daher vor Gericht nichts wert ist. Das gibt einen Punkt Abzug! Der Rest der Folge war aber sehr unterhaltsam, deshalb vier Punkte.
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