Neuer offizieller 007-Roman kommt pünktlich zu Flemings 100.

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Moderator: Stefanie.Columbo

Neuer offizieller 007-Roman kommt pünktlich zu Flemings 100.

Beitragvon Invincible1958 » Sa, 22.07.2006 19:10


22. Juli 2006

Geheimnis um neuen James-Bond-Autor

In Großbritannien soll ein neuer Roman über den Super-Spion James Bond erscheinen - mehr als 40 Jahre nach dem Tod des Schriftsteller Ian Fleming, der Agent 007 erfunden hatte.

Ein nicht namentlich genannter Autor und Ian Fleming Publications hätten eine entsprechende Vereinbarung getroffen, berichtete die Zeitung "The Times" am Samstag. Ein "sehr bekannter Schriftsteller" werde die Geschichte um James Bond dort aufnehmen, wo Fleming sie kurz vor seinem Tod 1964 beendet hatte.

Spekulationen um Forsyth, le Carré, Horowitz

Das Buch soll zum 100. Geburtstag Flemings im Jahr 2008 erscheinen. Bis zur Veröffentlichung solle die Identität des neuen Bond-Autors geheim bleiben, hieß es. Als mögliche Kandidaten werden die Schriftsteller Frederick Forsyth, John le Carré und Anthony Horowitz genannt. Ian Fleming hat insgesamt 14 Bücher über die Abenteuer von James Bond geschrieben. Alle wurden verfilmt.

Das erste Buch mit dem Titel "Casino Royale" wurde 1953 veröffentlicht - es wurde gerade mit dem neuen Bond-Darsteller Daniel Craig in der Hauptrolle verfilmt. Der letzte James-Bond-Roman von Ian Fleming erschien ein Jahr nach seinem Tod unter dem Titel "Der Mann mit dem goldenen Colt".

1966 wurde noch die Kurzgeschichte "Octopussy" veröffentlicht. In dem gleichnamigen Film spielte der britische Schauspieler Roger Moore den Agenten mit dem Geheimnamen 007.

(N24.de, Netzeitung)

Ich fänd's richtig klasse, wenn John le Carré die Fleming-Romane fortsetzen würde. "Casino Royale" kommt ja bekanntlich im November in die Kinos. Der Starttermin für Bond 22 wurde jetzt auch bekannt gegeben: 02. Mai 2008.
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Der Tod ist nur der Anfang

Beitragvon WalterJörgLangbein » Di, 02.06.2009 15:52


Inzwischen ist »Der Tod ist nur der Anfang«, geschrieben von Sebastian Faulks, erschienen. Hat jemand von Euch den James-Bond-Roman, der von einem »Fremd-Autor« geschrieben wurde, gelesen? Und wenn ja: Ist das Werk empfehlenswert?

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Re: Der Tod ist nur der Anfang

Beitragvon Venus » Di, 02.06.2009 16:11


WalterJörgLangbein hat geschrieben:Inzwischen ist »Der Tod ist nur der Anfang«, geschrieben von Sebastian Faulks, erschienen. Hat jemand von Euch den James-Bond-Roman, der von einem »Fremd-Autor« geschrieben wurde, gelesen? Und wenn ja: Ist das Werk empfehlenswert?

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@Walter: Ich nicht, aber ich habe an den Feiertagen den Film Auf dem Highway ist die Hölle los gesehen. Da tauchte doch plötzlich Roger Moore auf. Wusste gar nicht, dass der da mitspielt!
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Re: Neuer offizieller 007-Roman kommt pünktlich zu Flemings 100.

Beitragvon WalterJörgLangbein » Di, 02.06.2009 16:13


Ja...das wusste ich wiederum nicht... Schöner wäre es, wenn einem irgendwann Columbo begegnen würde....

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Der jugendliche James Bond

Beitragvon WalterJörgLangbein » Sa, 13.06.2009 06:50


Da fällt mir ein.. Ich habe mal vor einiger Zeit gelesen, daß es einige Romane gibt, die sich mit den Jugendjahren von James Bond und seinen Abenteuern beschäftigen. Ich habe aber keines dieser Bücher gelesen. Und der letzte James-Bond-Roman.. der letzte »richtige«.. der liegt bei mir schon weit mehr als 30 Jahre zurück...

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Re: Der jugendliche James Bond

Beitragvon Invincible1958 » Sa, 13.06.2009 11:46


WalterJörgLangbein hat geschrieben:Da fällt mir ein.. Ich habe mal vor einiger Zeit gelesen, daß es einige Romane gibt, die sich mit den Jugendjahren von James Bond und seinen Abenteuern beschäftigen. Ich habe aber keines dieser Bücher gelesen. Und der letzte James-Bond-Roman.. der letzte »richtige«.. der liegt bei mir schon weit mehr als 30 Jahre zurück...

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Ja, es gibt die "Young Bond"-Serie von Charlie Higson.
Aber selbst ich als großer Bond-Fan habe mich noch nicht dazu durchgerungen die Bücher zu lesen. Die sollen aber gar nicht so schlecht sein.

Übrigens: gestern wurde von EON und MGM bekannt gegeben, dass Peter Morgen ("The Queen", "The Last King of Scotland", "Frost/Nixon") das Drehbuch zu Bond 23 schreiben wird.
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Re: Neuer offizieller 007-Roman kommt pünktlich zu Flemings 100.

Beitragvon WalterJörgLangbein » Sa, 13.06.2009 12:55


@Invincible1958: Danke für Deine Antwort. Meiner Meinung nach - ich weiß, das ist reine Geschmackssache - ist der aktuelle Film-Bond der beste Bond: sprich der Bond, der dem Original aus den Büchern am nächsten kommt. Denn der war/ ist meiner Erinnerung nach - und es ist ja sehr lange her, daß ich Bond-Romane gelesen habe - eben nicht nur gut und heldenhaft, der ist durchaus auch böse und zynisch.

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Re: Neuer offizieller 007-Roman kommt pünktlich zu Flemings 100.

Beitragvon Invincible1958 » Sa, 13.06.2009 17:43


WalterJörgLangbein hat geschrieben:Meiner Meinung nach - ich weiß, das ist reine Geschmackssache - ist der aktuelle Film-Bond der beste Bond: sprich der Bond, der dem Original aus den Büchern am nächsten kommt. Denn der war/ ist meiner Erinnerung nach - und es ist ja sehr lange her, daß ich Bond-Romane gelesen habe - eben nicht nur gut und heldenhaft, der ist durchaus auch böse und zynisch.


Bin da ganz deiner Meinung.
Ich mag aber alle 6 Bonddarsteller und wie sie den Charakter angelegt haben. Jeder hat bestimmte Eigenschaften, die er mehr hervorhebt als die anderen. Und jede Darstellung passte auch perfekt in ihre Zeit, finde ich.
Es ist daher ganz schwer zu erkennen, was denn nun der "beste" Bond ist.

Aber am nähesten an die Roman-Vorlage kommen meiner Meinung nach Daniel Craig, Timothy Dalton und Sean Connery. Und die stehen bei mir auch alle 3 auf Platz 1, wenn ich einen Lieblingsdarsteller nennen sollte.

Den Roman-Bond könnte man als tragischen Helden bezeichnen. Im ersten Roman "Casino Royale" von 1952/53 ist Bond sich sogar sicher, dass er seinen 45. Geburtstag in diesem Job nicht mehr erleben wird. Er ist eigentlich ein Charakter am Rande der Gesellschaft, der nur für seinen Job lebt, und so gut wie gar kein Privatleben und auch keine Freunde hat.

Connery war hart, sarkastisch, aber auch elegant, wenn er für einen Auftrag in der High-Society unterwegs war.
Dalton und Craig zeigen auch eine verletzliche, menschlichere Seite an dem Charakter, und blocken vieles auch durch Zynismus (wie du schon bemerkt hast) ab.

Von Ian Fleming war Bond aber immer schon als Mischung aus Gut und Böse angelegt. Denn er kein Problem damit hat, für einen Auftrag andere Menschen umzubringen, kann gar kein gutes Gewissen dabei haben. Bond hinterfragt meistens nichtmal seine Aufträge, sondern vertraut da ganz auf 'M' und den MI6.

Als "böse" würde ich ihn trotzdem nicht bezeichnen. Aber heutzutage wird die dunkle Seite, die irgendwie in jedem Menschen steckt, ein wenig stärker herausgekehrt. Mir gefällt das auch. Und wie gesagt, kommt das dem Original-Roman-Bond von Ian Fleming weitaus näher, als der sprüche-klopfende Dandy, den Roger Moore im Extrem dargestellt hat. Trotzdem mag ich Moore auch. Nur wird die Gewalt in seinen Filmen immer durch eine hochgezogene Augenbraue und einen Spruch sehr verharmlost.

Naja, über den Charakter James Bond kann man wohl ganze Seminare abhalten. Das passiert ja auch jährlich, wenn sich irgendwelche Wissenschaftler treffen und tagelang diskutieren.

Mein Lieblings-Bondfilm ist übrigen "Im Geheimdienst Ihrer Majestät" von 1969. George Lazenby spielt zwar nur eine Connery-Kopie und hinterlässt keinen eigenen Stempel. Aber da Connery schon gar keine Lust mehr hatte, war es gut, dass speziell dieser Film mit einem neuen Darsteller besetzt wurde.
In den letzten Jahren wird dieses Highlight auch von vielen Nicht-Bond-Fans neu entdeckt, wenn es regelmäßig zur Weihnachtszeit im Fernsehen läuft.

Zurück zum Roman-Bond: in den Büchern liegt Bond am Ende einer Mission meistens wochelang im Krankenhaus und ist zugedrönt mit Aufputschmitteln etc.
Die dandy-hafte Leichtigkeit kam erst in den späten Connery-Filmen (Man lebt nur zweimal, Diamantenfieber) und dann extrem mit Roger Moore.

Irgendjemand hat mal gesagt: jede Zeit bekommt den Bond, den sie verdient. Und in die heutige Zeit passt ein Bond a la Moore oder Brosnan, der alles auf die leichte Schulter nimmt und nie schwitzt, eben nicht mehr. Von daher haben die Produzenten eigentlich seit Beginn an immer den richtigen Riecher gehabt, um diese Kinoserie seit 1962 durchgehend am Laufen zu halten.
Und im jetztigen Jahrzehnt passt ein Bond, der dem Roman-Bond nahe kommt, eben wieder ganz gut.
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Re: Neuer offizieller 007-Roman kommt pünktlich zu Flemings 100.

Beitragvon WalterJörgLangbein » Sa, 13.06.2009 20:03


@Invincible

Du kennst Dich sehr, sehr viel besser mit James Bond aus.

Recht hast Du.. ich habe mich nicht richtig ausgedrückt. James Bond ist nicht böse. Was, so fragt man sich, ist böse... Ja,es Bond ist, meine ich, im Original schon eine gute Spur zynisch, auch kalt. In seinem Job kann er sich auch keine Gefühlsduselei leisten, die kann rasch das Leben kosten. Bond ist immer auf der richtigen Seite, kämpft aber schon mit hartren Bandagen. Er kann eiskalt sein...

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Re: Neuer offizieller 007-Roman kommt pünktlich zu Flemings 100.

Beitragvon Invincible1958 » So, 14.06.2009 00:24


WalterJörgLangbein hat geschrieben:In seinem Job kann er sich auch keine Gefühlsduselei leisten, die kann rasch das Leben kosten. Bond ist immer auf der richtigen Seite, kämpft aber schon mit hartren Bandagen. Er kann eiskalt sein...


Genau.
Und viele Leute, die die neueren Filme kritisieren, vergessen häufig, dass es auch in den alten Filmen (auch bei Roger Moore) immer wieder Szenen gab, wo er kaltblütig gehandelt hat. Da ging es nicht immer so fröhlich zu wie viele es in Erinnerung haben.

Man nehme z.B. diese Szene:

http://www.youtube.com/watch?v=YN2whz5QpPI
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