Der Bulle von Rölz

Interessiert ihr euch auch noch für andere TV-Krimi-Serien? Hier könnt ihr darüber diskutieren.

Moderator: Stefanie.Columbo

Der Bulle von Rölz

Beitragvon Lieutenant Columbo » So, 13.03.2005 14:02


Wer von euch kennt noch die Krimiserie "Der Bulle von Tölz" mit Ottfried Fischer? Ich schaue mir diese Serie sehr gerne an, will jetzt nicht sagen, dass er wie Columbo ist, aber eine gewisse Ähnlichkeit haben sie doch.

Wie siehts bei euch aus?
Entschuldigen Sie Ma'am, ich hätte da noch eine Frage.

Prince: "Ich frage mich, ob wir getrennt fahren sollten oder ob sie vielleicht Lust haben mir Gesellschaft zu leisten?"
Columbo: Ganz wie sie wünschen Sir, es ist ... Ihre Beerdigung.
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Beitragvon wien columbo » So, 13.03.2005 14:24


Schau ich mir meistens auch an. Speziell das Mutter-Sohn Spiel ist immer wieder zum Lachen :lol: .

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Beitragvon Hollister » So, 13.03.2005 18:12


Zum Abschalten an einem Abend ganz ok.

Zum Geniessen ungenügend, da 90 Minuten für solch dünne Geschichten zu lang sind und das monotone Schauspiel von Ottfried Fischer auf die Dauer langweilig wirkt.

Vergleiche mit Columbo stelle ich gar nicht an, denn da liegen Welten dazwischen.
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Beitragvon Lieutenant Columbo » So, 13.03.2005 18:16


Hollister hat geschrieben:Zum Abschalten an einem Abend ganz ok.

Zum Geniessen ungenügend, da 90 Minuten für solch dünne Geschichten zu lang sind und das monotone Schauspiel von Ottfried Fischer auf die Dauer langweilig wirkt.

Vergleiche mit Columbo stelle ich gar nicht an, denn da liegen Welten dazwischen.



Das stimmt natürlich wirklich, werter Kollege.

Otti verzieht einfach keine Miene. Das ist zum Teil langweilig. Und an Columbo kommt er natürlich nicht ran.


Mir fällt übrigens gerade auf, kann man im Threadtitel, das Rölz auf Tölz umändern? Fällt mir gerade erst auf. :oops:
Entschuldigen Sie Ma'am, ich hätte da noch eine Frage.

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Beitragvon xxxl-Columbo-Fan » Sa, 18.11.2006 14:04


Vom Bullen hab ich auch fast alle Folgen auf Video.

Werden ja im Januar 5 neue Folgen gesendet.

Ich glaub nicht das es die Serie noch lange geben wird, den nach dem Ausstieg von Katerina Jacob(serienname:Sabrina Lorenz) und dem Tod von Udo Thomer(Serienname:Pfeiffer) sind nunmal zwei der Hauptrollen weg, und einfach ne` neue Kollegin hinknallen, das wirds auch nicht bringen. Ruth Drexel wird auch irgendwann mal aufhören.

Und Otti sool endlich aufhören immer mit dem gleichen Gesichtsausdruck rumzulaufen, immer im gleichen Tonfall sprechen und er soll nicht immer wie ferngesteuert rumlaufen.

Mit Katerina geht die beste Schauspielerin der Serie!!!!!!!

An Bulle Insider: Welche Folge gefällt euch am besten???

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Beitragvon Schulz » So, 04.02.2007 18:41


xxxl columbo fan hat geschrieben:
Tod von Udo Thomer(Serienname:Pfeiffer)


:cry:
Das ist wirklich traurig.
Pfeiffer war wegen seiner Dämlickeit geradezu genial.

Meine Mutter schaut sich den Bullen an und da schaue ich manchmal mit.
Ein Charackter, den ich auch besonders gerne mag, ist die Mutter vom Bullen.
Hoffentlich bleibt uns die noch lange erhalten.

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Beitragvon Höllenheizer » Do, 08.02.2007 21:07


Habe im Januar auch Mal wieder reingeschaut. Ganz unterhaltsam. Die neue Kommissarin mag ich aber nicht besonders.


Ruth Drexel spielt auch Agathe kann's nicht lassen. Da ich das noch nie gesehen habe, müsste aber jemand anderes einen neuen Thread eröffnen. Es gibt aber auch viele Krimiserien! :wink:
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Beitragvon OnkelDonald » Do, 12.04.2007 09:47


Der Bulle von Rölz :lol: ist ganz nett, aber auch nur Mittelklasse, wie die meisten deutschen TV- Krimis, so schade das auch sein mag.
Einzig positiv ab hebt sich da noch der Wilsberg :cry: ...
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Re: Der Bulle von Rölz

Beitragvon Devlin » So, 22.04.2012 12:10


Ich schätze die Serie wegen dem Bayrischen Dialekt, dem Lokalkolorit und der grossen Portion, auch schwarzen Humore's wegen.
Teils gute Drehbücher und Fälle, aber die Serie lebt von Benno und Resi.
Schaue Fischer und Drexel(RIP) immer wieder gerne bei ihren Duellen zu.
Jakob hat die Equipe hervorragend komplettiert.
Für mich gerät die Krimihandlung in den Hintergrund, es ist das Zwischenmenschliche und die Satirische Art, die mich die Folgen gerne sehen lässt.
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Re: Der Bulle von Rölz

Beitragvon Devlin » Fr, 18.07.2014 17:09


Läuft übrigens im Moment regelmässig auf ORF, Samstag abends. :tv:
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Re: Der Bulle von Rölz

Beitragvon zimtspinne » Fr, 18.07.2014 17:40


Devlin, du bist ja ein richtiger Fan des Tölzbullen :wink:

Verstehe das immer nicht, weshalb so viele die Krimiserie mittelmäßig finden.

Die Darsteller sind super, die Figuren skurrile Individualisten und ich fand das alles immer sehr stimmig, auch heute noch mit einem nachgereiften Blickwinkel.
Mir gefällt auch die eingestreute Kritik, nicht nur an der Kirche, sondern an so ziemlich allem, da ist der Bulle gerecht :wink:

Die Fälle decken viele meiner LIeblingsfelder im Krimi ab... Ufos, Esoterikgedöns, Kloster, Irrenhaus, Krankenhaus, Urlaub.. und viele mehr. Gab fast nie ein Mordumfeld, das ich öde fand. Was auch daran liegt, dass es bei Benno zwar immer politisch zugeht, aber nie Politik aufdringlich im Vordergrund steht.

ich werd mir da auch mal wieder paar Folgen anschauen.. danke fürn Tipp Devlin!
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Re: Der Bulle von Rölz

Beitragvon Devlin » Sa, 19.07.2014 05:44


Ja, Zimtspinne. Was den Bullen und seine Mama betrifft, da bin ich ganz bei dir!
Auch die angesprochene Kritik, die Seitenhiebe die Benno immer wieder austeilt :D
Der Prälat, Rambold, u.s.w. passt einfach :D
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Re: Der Bulle von Rölz

Beitragvon Doc Brown » Mo, 21.07.2014 10:32


Nach eurem Lob habe ich mir gestern auch eine Folge (meine erste!) vom Bullen aus Tölz angesehen. Nach einer Folge ist es natürlich schwer, die Serie zu bewerten, aber ich würde es erst einmal in die Kategorie "ganz nett" einstufen. Das war weit weg von brillant, aber durchaus unterhaltsam und kurzweilig.

Ich habe die letzte Folge der 2. Staffel "Eine Hand wäscht die andere" aufgezeichnet, die am gestrigen Nachmittag auf dem Heimatkanal ausgestrahlt wurde. Mich hat es zunächst beunruhigt, dass die Serie nicht auf Sky Krimi, sondern eben auf dem Heimatkanal läuft, zwischen Filmen wie "Heimattheater" oder "Die Fischerin vom Bodensee". Die Sorge erwies sich allerdings als unbegründet, der Bulle ist doch mehr Krimi als Heimatfilm.

Am schlimmsten ist der bayrischen Dialekt, der für mich zu den ekelhaftesten deutschen Dialekten gehört. Auch die ganze bayrische kleinkarierte "Mir san mir"-Kirchturmdenke kann ich nicht ab. Der Bulle scheint mir aber eher ein Sozi und Sechzger zu sein, das schimmerte im gestrigen Fall zumindest durch, der sich im politischen Milieu bewegte. Seine Mutter nannte ihn einen "Aufständischen" und "Anarchisten", weil er die bayrische Partei hinterfragte. Macht ihn sympathisch.

Die Figuren waren eindimensional in Gut und Böse getrennt. Da hätte ich mir mehr Differenzierung gewünscht, die Politiker wurden durchweg als durchtriebene, intrigante und rücksichtslose Machtbesessene dargestellt. Das war mir zu schlicht und zu übertrieben.
Eine Indiziensuche fand nicht statt. Man fuhr von Befragung zu Befragung, was sicherlich nicht unrealistisch ist, aber etwas mehr Tatortuntersuchung und kriminalistische Rätselkunst hätte ich mir schon gewünscht. So kam bei mir mit der Zeit das Flair einer ZDF-Vorabendserie auf.

Der Humor traf dafür genau meinen Geschmack. Nette Einläufe für das deutsche Beamtentum und die Politik sowie schöne Dialoge zwischen dem Bullen und seiner Mutter. Scheint mir ohnehin die größte Stärke der Serie zu sein, noch vor dem kriminalistischen Aspekt.

Mal sehen, ob ich da dran bleibe. Ein bisschen kann man das schon mit Columbo vergleichen, wobei ich finde, dass Columbo da deutlich die Nase vorn hat und mich beim ersten Ansehen auch mehr geflasht hat. Aber schlecht war's auch nicht. :wink:
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Re: Der Bulle von Rölz

Beitragvon zimtspinne » Mo, 21.07.2014 13:53


Doc Brown hat geschrieben:Heimatkanal Heimatkanal"Heimattheater"


Das ist lustig, ich sah gestern aus Versehen die Bierbraufolge, weil ich zu faul gewesen war, mir mal die Inhaltsangabe durchzulesen.

Lustig, weil dies eine Folge ist, die ich noch nie mochte, da von Sekunde eins bis zur Schlusssekunde soviel Folklore-Bayern-Heimatgedöns untergebracht wurde. Die Folge gefällt mir auch von der Stimmung her nicht, außerdem fehlen viele typischen Elemente, aber der "Knüller" war echt die Heimatfilmanwandlung. Werde ich mir auch garantiert nie mehr ansehen. Es gab nur wenige Szenen, mit Resi/Benno/Sabrina, die ich vom ganzen Film gut fand.

Tztz, Doc, beim Tölzbullen darfste nicht die üblichen Maßstäbe Krimi und so ansetzen. Das geht nicht gut :oops:
Ich hab das früher mit meinem Lieblingskumpel oft nachmittags geschaut, somit spielt definitiv bei mir auch der Nostalgiefaktor eine große Rolle.

Jeglicher Logik nach dürfte ich diese Serie auch nicht mögen, weil Bayern, Dialekt, Dirndl, Kirche, Politik, Heimattrutschigkeit.... alles gar nicht mein Ding, aber komischerweise hat mich das nie gestört. Kann ich mir selbst nicht erklären!

Benno ist aber nicht direkt links, er ist vor allem Lebenspragmatiker und hat ab und an mal eine sinnvolle gutmenschige Anwandlung :wink:
Mit der Kirche hat er allerdings als Urbayer nix am Hut, in einer Folge lässt er mal so halb durchblicken, dass er am ehesten Agnostiker ist. Sonst ginge das auch nicht gut mit mir und dem Bullen, so viel Ausgleich muss schon sein.

Ich finde die Figuren nur vordergründig schwarz/weiß, gerade bei Benno und Resi bekommt man im Laufe der Folgen all ihre Licht- und Schattenseiten gut zu Gesicht.
Prälat Hinter ist auch ein gläubiges durchtriebenes Schlitzohr, aber auch er hat angenehme Seiten.... generell fand ich es als natürlicher Kirchegegner immer angenehm, wie kritisch die Kirche aufs Korn genommen wird.
Sie wird durchweg als geldgierig, verschlagen und ausbeuterisch dargestellt, Benno muss zB auch stets zum Mittel der Epressung greifen, um dem Prälaten was für seine gemeinnützigen Projekte abzuluchsen.
In einer Folge zelebriert die Tölzer Kirche auch mal Nächstenliebe, da werden irgendwelche Abschiebehäftlinge versteckt und nachher von Resi und co versorgt.
Also ich sehe schon durchwachsene Figuren, da ist Columbo oft mehr schwarz/weiß.

Das einzige, was echt schlecht wegkommt, sind Politiker. Vertreten durch Rambold und noch zwei oder drei Figuren. Und der Hilfsbulle, was mich auch immer ein wenig ärgerte.... wie strunzdeppert der dargestellt wird. Nur in einer Folge durfte er mal dem besoffen autofahrenden Benno eins auswischen.

Es ist halt leichte Unterhaltunskost und die darf für mich auch ruhig mal ein wenig einfach strukturiert sein. Man weiß, was man bekommt.

Mir ist bei dieser Serie aber auch klar, dass die nicht für jeden was ist.

Mit den zentralen Figuren Benno, Resi und Kommissarin (es gibt zwei) hast du allerdings ins Schwarze getroffen. Die Serie funktionierte nach dem Tod der Resi-Darstellerin ja auch nicht mehr, die übrigens auch eine tolle Theaterschauspielerin war. Man verzichtete freiwillig auf weitere Folgen bzw setzte sie ganz schnell ab, nachdem klar wurde, es geht ohne Resi nicht so richtig und die anderen Darsteller wollten auch nicht ohne sie. Das wiederum fand ich sehr sympathisch.
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Re: Der Bulle von Rölz

Beitragvon Doc Brown » Mo, 21.07.2014 15:57


Als Agnostiker würde ich mich übrigens auch bezeichnen. Das nur mal so als Einschub, weil ich den Eindruck habe, dass das hier mal falsch 'rüber kam. Ich stehe da für beide Seiten offen, will die Existenz eines transzendenten Wesens nicht abstreiten, weil ich der Meinung bin, dass der Mensch nun mal auf seine fünf Sinne beschränkt ist und da vielleicht noch etwas ist, was wir nicht wahrnehmen können. Ich kann allerdings auch die atheistische Denkweise nachvollziehen.

zurück zum Bullen: Man kommt sicherlich erst nach mehreren Folgen hinter die einzelnen Figuren, aber gerade gestern fand ich das schon sehr schwarz/weiß, kann sein, dass sich das in weiteren Folgen differenziert. Auf der einen Seite die bösen Politiker, für die für den Machterhalt jedes Mittel recht ist und auf der andere Seite der gute Bulle, der das alles kritisch hinterfragt und nicht politikhörig ist. Er nimmt dann am Ende auch die Gratulation des Landrates nicht an. Durch die ganze Folge hindurch wirkte er auf mich wie der Vertreter des gesunden Menschenverstandes vom Stammtisch um die Ecke.

Insgesamt kam mir der kriminalistische Aspekt zu kurz. Das ist neben Bayern und Dialekt mein größter Kritikpunkt. Columbo fährt zwar auch von einer Befragung zur nächsten, spricht dort aber meist Indizien und Unstimmigkeiten an. Bei der gestrigen Bullen-Folge gab es das überhaupt nicht. Da wurde bestenfalls herausgearbeitet, ob jemand ein Alibi hat oder nicht, aber das war es dann auch schon.

Eine Folge schlummert noch auf meiner Recorder, da geht es um den Karneval. Mit dem stehe ich auf Kriegsfuß, also denkbar schlechte Voraussetzungen, um die Folge zu mögen. :twisted:
Döp döp döp de de döp döp döp
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