Die besten Tatorte(01.01.2011)

Interessiert ihr euch auch noch für andere TV-Krimi-Serien? Hier könnt ihr darüber diskutieren.

Moderator: Stefanie.Columbo

Welcher Tatort ist hier die beste?

Nie wieder frei sein
1
9%
Der oide Depp
1
9%
Morde ohne Leichen
0
Keine Stimmen
Kurzschluss
2
18%
Ein mörderisches Märchen
0
Keine Stimmen
Herz aus Eis
0
Keine Stimmen
Herzversagen
0
Keine Stimmen
Reifezeugnis
6
55%
Blechschaden
0
Keine Stimmen
Abschaum
1
9%
 
Abstimmungen insgesamt : 11

Re: Die besten Tatorte(01.01.2011)

Beitragvon Doc Brown » Fr, 01.03.2013 20:06


zimtspinne hat geschrieben:Ansonsten hakt es ja schon bei Stufe 4: Macht
ist damit jetzt der Gefängniswärter gemeint, der ne gewisse Macht über seine schwarzen Schäfchen hat oder doch eher der Präsident der USA? Oder ein Hausdrachen wie Mrs Peck?
außerdem finde ich, dass die Bedürfnisse oder Prioritäten bei Männern und Frauen doch grundverschieden sind. Diese Pyramide ist ja überhaupt nicht ausgereift.


Ich hatte das mal so gelernt, dass die Stufe 4 für Anerkennung steht. Also dass man an seinem Arbeitsplatz die Arbeit nicht einfach nur erledigt, sondern dafür auch Lob und Anerkennung von Kollegen bzw. dem Chef erhält und im Idealfall das Unternehmen mit eigenen Ideen voranbringt.
Oder im Freizeitbereich: Dass du irgendetwas besonders gut kannst (Sport, Handwerk, Kunst) und dafür von deinen Bekannten Anerkennung erfährst.
Döp döp döp de de döp döp döp
(H.P. Baxxter)
Benutzeravatar
Doc Brown
Inspektor
Inspektor
 
Beiträge: 6880
Registriert: Di, 04.01.2011 20:01
Wohnort: Mittelhessen

Re: Die besten Tatorte(01.01.2011)

Beitragvon zimtspinne » Fr, 01.03.2013 20:55


hm, ich habs so in Erinnerung, dass Stufe 4 für Anerkennung, aber auch für Status und Macht steht. Halt der ganze Ich-Krams, Geltungsbedürfnisse.
das ist mir zu einfach, es gibt Leute, denen ist Kreativität wichtiger als Sicherheit. Und Frauen ist das soziale Gefüge wichtiger als Machtstreben.
Irgendwie bedingt eine Stufe ja auch die andere.... wer sich selbst verwirklichen möchte, braucht erstmal die entsprechende Position, um das überhaupt umsetzen zu können.
Also, als kleiner Angestellter, der nix zu melden hat, kann man sich wohl kaum jemals jobtechnisch selbst verwirklichen und Anerkennung bekommt man höchstens fürs Kaffeekochen und den Chef an seine Termine erinnern :?
Um also Ideen einbringen zu können in die Firma oder gar richtig selbständig zu arbeiten, muss man in der Hackordnung schon weiter oben sein und deshalb finde ich Status und Macht dort auch sinnvoll.
Macht hat leider genaus wie Egoismus einen negativen Ruf. Trotzdem gibts ein allgemeines Machtstreben in uns drin, das beim einen stärker und beim anderen schwächer ist. Manche fühlen sich wohler, wenn sie geführt werden, anderen führen lieber selbst. Solche Dinge werden in dieser Pyramide überhaupt nicht berücksichtigt und auch nicht die Auswirkungen auf das Leben der jeweiligen Personen.

Selbstverwirklichung hat wiederum nicht unbedingt nur was mit dem Beruf zu tun. Man kann ja auch beschließen, 13 Kinder zu bekommen und zu "managen" wie die eine Amerikanerin. Andererseits hat die Partnerwahl (also Stufe 3 mit den Sozialbedürfnissen) auch schon wieder was mit dem eigenen Status zu, den man mitbringt und nicht immer so ganz arg beeinflussen kann (Attraktivität).
Da sich die Menschen gerne mit dem zusammentun, das ihnen ähnlich ist in Weltanschauung, Lebenseinstellung, Bildung, background, Intelligenz, Humor usw, bleiben die "Schichten" dann auch wieder eher unter sich. Auch wenn mal ein Oberarzt eine junge hübsche Krankenschwester heiratet... ist doch eher die Ausnahme.
Diese Pyramide geht für mich schon ein wenig an der Wirklichkeit vorbei und hat was ziemlich idealistisches.

Was mir an diesem Bedürfnisdings weiterhin nicht gefällt, ist die große Abhängigkeit. Die mittleren Stufen zielen doch nur darauf ab, sein Wohlbefinden vom Verhalten anderer abhängig zu machen (Anerkennung, Lob, Achtung, Wertschätzung, Liebe).
Einfach eine unverschämt große Erwartungshaltung an andere. Die hab ich eher an mich und erwarte von anderen nicht, dass die dafür sorgen, dass es mir gut geht. Dafür bin ich schon selbst zuständig. Das war aber ein Lernprozess, den ich auch innerhalb meiner Schwierigkeiten gemacht hab und von dem ich jetzt sehr profitiere.
Ich kenne wirklich sehr viele Menschen, die sich in ihren sozialen Bedürfnissen total abhängig von anderen machen und wenn da mal was nicht erwartungsgemäß läuft, klappen sie zusammen. Also ich wohl doch auch bei diesen "guten" Dingen die Dosis entscheidend....

Maslow versteht ja unter Selbstverwirklichung auch was ganz anderes als einfach nur sein Ding durchzuziehen. Er dachte da an was höheres, transzendentes, die völlige Hingabe und Selbstlosigkeit. Das kollidiert komplett mit der menschlichen Natur, weil man doch auch bei selbstlosen Taten seine Kosten im Auge behält.

Außerdem gibts eh keinen echten Altruismus, dahinter steckt auch immer eine Portion Eigenprofit. Wenn ich im Frühjahr wieder samstags ins Tierheim fahre und dort ein paar Stunden mitarbeite, könnte ich das natürlich als super altruistische Tat vermarkten um damit meine soziale Anerkennung in der Gemeinschaft zu erhöhen und mich als Gutmensch feiern zu lassen :P
In der Tat mach ich das aber für mich, weil ich in einer bestimmten Form davon profitiere. Ich mag die derzeitigen Leute dort sehr gerne, liebe Tiere und besonders Katzen, hab dabei ein gutes Gefühl. Nix mit Selbstlosigkeit, das ist der pure Egoismus.

dazu kann man doch auch einfach stehen? Das Problem ist, dass der Mensch sich immer gerne unter seiner Moralfassade sonnt, die er sich durchaus berechnend und so gar nicht selbstlos anstreicht und ausmalt, um noch ein bisschen heller zu glänzen als andere. Und immer wieder klarstellen muss, was er doch für ein guter Mensch ist. Um im nächsten Augenblick mit einem Verhalten direkt zu beweisen, dass er auch nur eine umtriebige Kreatur ist :P
Irgendwann bin ich mal allergisch dagegen geworden und provoziere dann auch schon mal, wenns mir zu arg wird mit dem Moralgetue... :maul:

der gute alte Marx war ja auch so ein Spezialist der Selbstdarstellung. Philosophien zur Welt- und Mensch-Verbesserung austüfteln, aber bei der eigenen Familie kläglich versagen. Seine älteste Tochter war ja magersüchtig und gab auch an, sehr unter der Dominanz ihres Vaters gelitten zu haben.
zimtspinne
Inspektor
Inspektor
 
Beiträge: 2367
Registriert: Mo, 13.07.2009 12:20

Re: Die besten Tatorte(01.01.2011)

Beitragvon Doc Brown » Sa, 02.03.2013 12:38


Ja, die Pyramide ist schon idealisiert, aber ich finde, dass sie im Großen und Ganzen zutrifft. Jede Stufe baut auf einer anderen auf. Selbstverwirklichung ist nur möglich, wenn die anderen Stufen darunter erfüllt sind. Ohne soziale Absicherung ist eine Selbstverwirklichung kaum möglich.

Je höher in die Stufe in der Pyramide, desto individueller werden die einzelnen Dinge. Unter der 1. Stufe verstehen wohl alle Menschen noch das gleiche: Essen, Trinken, ein Dach über dem Kopf,...
Die Selbstverwirklichung ist dann sehr individuell. Das kann in der Tat die von dir angesprochene Hausfrau sein, es ist durchaus möglich, dass sie sich in Stufe 5 befindet.

Unter Selbstverwirklichung versteht wohl jeder etwas anderes.
Eine ehemalige Kollegin von mir hat mal unbezahlten Urlaub genommen und ist für ein Jahr nach Neuseeland auf eine Schaffarm ausgewandert. Fernab der Zivilisation, ohne Elektronik und Medien. Das war dann wohl die Selbstverwirklichung, von der sie immer geträumt hat. Das war natürlich nur möglich, weil die unteren 4 Stufen erfüllt waren, insbesondere die soziale Absicherung. Nur dann ist so was möglich.
Andere wiederum hätten vermutlich schon nach 2 Tagen auf der Schaffarm gekotzt, wenn sie fernab der Zivilisation leben müssten. Jeder hat wohl etwas anderes von dem er träumt.

Interessanter Ansatz mit dem Tierheim. So was kann man wirklich sehr gut als soziale Wohltat verkaufen. Ich würde es jedenfalls tun, so was kommt immer gut an, gerade in Vorstellungsgesprächen.
Es ist im Endeffekt natürlich auch eine nette Geste von dir, es gibt ja auch genügend Leute, die für alles zu faul sind und überhaupt kein Interesse an irgendetwas haben. Wenn du dich dann für das Tierwohl engagierst, zeigt das ja, dass du Empathie für andere entwickeln kannst und dich in deren Dienst stellst. Von daher würde ich das nicht als puren Egoismus sehen, sondern nur als eine gute Portion Egoismus, die dahinter steckt. Du profitierst natürlich auch davon, aber du könntest in der Zeit aber auch irgendeinen anderen Job ausführen, bei dem du mehr Geld verdienst.
Döp döp döp de de döp döp döp
(H.P. Baxxter)
Benutzeravatar
Doc Brown
Inspektor
Inspektor
 
Beiträge: 6880
Registriert: Di, 04.01.2011 20:01
Wohnort: Mittelhessen

Re: Die besten Tatorte(01.01.2011)

Beitragvon tina_82 » Sa, 02.03.2013 13:32


Kann man nicht alles so drehen, dass es egoistisch ist?
Wenn ich keine Kinder bekomme, bin ich es. Wenn ich Kinder bekomme, dann doch auch aus einer Art Egoismus. Ob ich Karriere mache oder bei meinem Sachbearbeiterjob bleibe oder ehrenamtlich im Tierheim arbeite... Ich verstehe es so, dass alles was ich mache und mir gefällt aus Egoismus passiert. Aber da muss es aber doch Unterschiede geben in der Bewertung und der Sichtweise!? Das kann man doch nicht alles in eine Schachtel packen und auf dem Deckel Egoismus schreiben?
Zudem bin ich immer noch angepiekst. Warum gilt der Spruch nicht mehr: Tue Gutes und rede darüber? Ich find das blöd. :wink: Arbeiten im Tierheim ist super. Mir egal, aus welchem Grund du das machst.
Doc Brown hat geschrieben:..., es gibt ja auch genügend Leute, die für alles zu faul sind und überhaupt kein Interesse an irgendetwas haben. Wenn du dich dann für das Tierwohl engagierst, zeigt das ja, dass du Empathie für andere entwickeln kannst und dich in deren Dienst stellst.

Eben! Du gehst ja nicht dahin, nur damit du erzählen kannst, wie toll du bist.
Benutzeravatar
tina_82
Inspektor
Inspektor
 
Beiträge: 3052
Registriert: Di, 06.12.2011 14:11

Re: Die besten Tatorte(01.01.2011)

Beitragvon Devlin » Fr, 31.05.2013 16:31


Devlin hat geschrieben:
Doc Brown hat geschrieben:
Devlin hat geschrieben:Es gab doch auch mal eine ähnliche Story, bezüglich Mord ohne Motiv. Weiss aber den Titel nicht mehr. Glaube der war aus Köln. Ein junger mit Brille der an einer Schule jemanden umbringt, nur um des Mordes willen.


Ich glaube, du meinst "Kinder der Gewalt". Der ist auch ziemlich gut, ja. :)

Danke Doc :) ich hab jetzt kurz nachgeschaut. Ja, den find ich auch ziemlich gut, habe ihn vor etwa 6 Monaten gesehen. Ist aber nicht der, den ich meine. Der Junge war älter. Muss sich auf einer Uni oder in einem Internat abgespielt haben.
Bin nicht sicher das er wirklich aus Köln ist. Der junge Mörder brillierte mit seinem eiskalten Verhalten.


Das ist jetzt der Tatort, den ich damals gemeint habe. Ich habe in vor langer Zeit gesehen. Bei der ES oder kurz danach. Also vor 10 Jahren oder mehr. Es ist ein Tatort aus Köln, aus dem Jahre 2001 mit dem Titel "Mördergrube". Auf einem Campus wird eine Studentin erschossen. Florian Lukas spielt einen eiskalten Studenten. Es geht um einen Mord ohne Motiv. Der Mordplan basiert auf der Idee, einen Mord zu begehen, nur weil man sich so genial und mächtig fühlt. So habe ich das noch in Erinnerung. Und auch, dass es ein recht guter Film war. Ich muss mir den nochmal anschauen, um zu sehen ob ich ihn heute auch noch so gut finde. Laut http://www.tatort-fundus.de läuft "Mördergrube" am 4. Juli 2013 um 20:15 im WDR.
So weit ____ und nicht weiter!
Benutzeravatar
Devlin
Inspektor
Inspektor
 
Beiträge: 5144
Registriert: Mi, 24.11.2010 13:24
Wohnort: Bern

Vorherige


Zurück zu TV-Krimis

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron