Bewertet "Mord in eigener Regie"

Hier könnt ihr die einzelnen Folgen bewerten bzw. die Meinung der anderen Mitglieder lesen.

Wie gefällt euch "Mord in eigener Regie"?

1/5 schlecht
0
Keine Stimmen
2/5 passabel / "naja"
3
7%
3/5 gut
17
37%
4/5 sehr gut
21
46%
5/5 überragend
5
11%
 
Abstimmungen insgesamt : 46

Beitragvon Ingo79 » Do, 27.07.2006 18:13


mit dem jahr muss ich leider noch lange warten. egal...
es gibt bessere folgen sicherlich. so schlecht ist die folge nun auch wieder nicht. sicherlich die figur der mörderin ist nicht sehr gut gespielt. leider wenig handlungen in dieser episode. gut, wenn man solche filme ansieht, dann ist es meistens so, dass es der mörder gerade im letzten moment schafft.
aber lasse mich gerne von euch allen belehren, bei euren Wissen über Columbo. Echt spitze
Dachte ich weiss viel über columbo, aber hut ab...
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Beitragvon Red Shadow » So, 18.03.2007 19:55


Meine Kritik zur Folge. Liest sich unter Insidern vielleicht ein wenig förmlich, aber eigentlich veröffentliche ich meine Columbo-Besprechungen auch an anderer Stelle.

Der Auftakt von „Mord in eigener Regie“ bietet gleich eine Besonderheit. Columbo taucht vor dem eigentlichen Mord auf, als er lässig zügig im alten Cabrio durch L.A. fährt und dabei von den Kollegen verfolgt wird. Die Konsequenz der verplanten Raserei ist ein Unfall, der eine Halskrause mit sich bringt. Ein herrlicher Running-Gag im weiteren Verlauf. Das Einrenken beim Chiropraktiker erfolgt natürlich mit der Zigarre im Mund. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Nach dem unüblichen Prolog folgt der gewohnte Plot um Täter und Opfer. Kay Freestone (Trish Van Devere) ist die persönliche Assistentin von Marc McAndrews (Laurence Luckinbill), dem Leiter einer hiesigen Fernsehanstalt. Abseits des Berufs haben beide ein Verhältnis, das jäh unterbrochen wird, als Marc im Zuge einer Beförderung die Stadt verlassen will und Key trotzdem keine Aussicht auf die Nachfolge hat. Während einer Filmvorführung nutzt die Protagonistin unbeobachtete Minuten, um Marc in dessen Büro zu töten. Durch das Wechseln der Filmrollen (hier gibt es Parallelen zu Folge 21 "Ein gründlich motivierter Tod") hat die Mörderin ein Alibi.

Die in der Filmbranche angesiedelte Story ist gerade für Cineasten recht attraktiv – ein netter Exkurs über Überblendzeichen bzw. Rollenwechsel ist inbegriffen. Ermittlungstechnisch bewegt man sich auf unterhaltsamem Terrain, weil die Indizien nicht weit hergeholt und nachvollziehbar sind. Beispielsweise deckt ein simpler, schlüssiger Hinweis durch die Brillenposition des Opfers auf, dass der Täter ein Bekannter gewesen sein muss.

Das Columbo-Mörder-Spiel ist stimmig, wenn auch nicht so spektakulär, wie in anderen Fällen (es wird sogar recht zärtlich, wenn die hübsche Täterin den Inspektor massiert). Da leuchten die von Augen von Falk, der hier spielfreudig agiert. Trish Van Devere sieht aber nicht nur gut aus, ihre eloquente, erfolgsorientierte Art ist eine erfrischende Abwechslung, zumal sie im Allgemeinen menschlich und nicht unsympathisch wirkt. Interessant sind vor allem auch Columbos verhältnismäßig ausschweifenden Anekdoten über sein wohlbehütetes Geheimnis, die eigene Familie. Vater, Mutter, Neffe und natürlich, wie könnte es anders sein, Mrs. Columbo finden Erwähnung. Feiner Dialogwitz (die Halskrause macht es möglich) verkürzt die an sich mit 94 Minuten lange Episode. „Stargast“ Hund hat auch seinen Auftritt, wenn Columbo seinen Fernseher zum Reparieren bringt.

Die finale Auflösung anhand der Überblendzeichen ist pointiert gelungen, im Sinne des Columboschen Knalleffekts am Ende.

Letztendlich ist „Mord in eigener Regie“ erhaben überdurchschnittlich, kein Highlight, aber eine interessante Folge, weil die Täterin nicht dem üblichen Profil entspricht und die Auflösung und Indiziensammlung überzeugt und herrliche Dialoge für das ein oder andere Highlight sorgen.

4 Punkte.
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Beitragvon Martin. » Di, 08.07.2008 21:41


Columbo-Freak hat geschrieben:Die Folge bekommt von mir 2 Punkte. Es gibt viele Dinge, die mich stören und nur wenige, die lobenswert sind. Fangen wir mit letzteren an. Der Mord ist schön geplant, die Idee mit den Filmrollen gefällt mir. Man fiebert mit der Mörderin mit und so kommt auch etwas Spannung hinein. Es gibt auch ein paar schöne Indizien.
Nun zu den negativen Aspekten:
- Der Film ist künstlich in die Länge gezogen und deswegen stellenweise mehr als langweilig (Stichwort "Valerie")!
- Die Aufklärung ist nicht gerade das Gelbe vom Ei! Der Handschuh ist nur billig und wertet auch den Mord ziemlich ab.
- Die Sache mit dem Aufzug und der Waffe ist einfach nur lächerlich. Wenn auf der Waffe keine Fingerabdrücke sind, warum holt Kay sie dann wieder?
- Das Columbo-Mörder-Spiel ist lahm, zahm, langweilig.
- Humor finde ich fast keinen in der Episode.
- Die Regie ist total öde und die nervige Musik wertet den Film eher ab als auf.


Ehrlich gesagt muss ich mich da leider grösstensteils anschliessen, habe die Folge gerade geguckt.

Warum nur holt sie die Waffe wieder aus dem Fahrstuhl raus? Ihre Fingerabdrücke sind ja nicht drauf, da sie einen Handschuh getragen hat (mal abgesehen davon, dass es ziemlich schwach von der Mörderin ist, den Handschuh einfach auf den Boden zu werfen: Warum hat Columbo den Handschuh nicht einfach auf Fingerabdrücke untersucht? Das sollte doch möglich sein?). Ich kann das wirklich nicht verstehen. Und da das ja der wichigste Punkt in der Aufklärung ist, hinterlässt das für mich einen seeehr faden Nachgeschmack, leider. :(
Denn da das Columbo-Mörder-Spiel auch nicht gut genug ist (ich muss zugeben, dass mir männliche Gegner bis auf 2 Ausnahmen meist besser gefallen als weibliche), diese Valerie höllisch nervt und der Humor auch nur mittelprächtig ist (die Szene mit den Symbolen auf den Bildschirmen hat mir auch nicht gefallen - als Unverschämtheit würde ich es aber nicht gleich bezeichnen) muss ich leider wohl oder übel eine unterdurchschnittliche Note erteilen, so sehr es auch schmerzt. Immerhin: Die Musik hat mir in dieser Folge gut gefallen, die Sache mit den Überblendeffekten ist auch gut gemacht - und natürlich dass "Hund" dabei war.

Gibt von mir dennoch leider nur 2/5. :(
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Beitragvon Venus » Mi, 09.07.2008 13:43


@martin: ich habe diese folge auch nur mit 3 punkten bewertet. das ist bei mir für eine columbo- folge schlecht... der film kam mir unnötig in die länge gezogen vor und ich habe mich interessanterweise auch gefragt, warum die mörderin die waffe wieder aus dem fahrstuhl holt, fingerabdrücke waren dort in der tat nicht zu finden, das ganze kam mir irgendwie dilettantisch vor.
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Beitragvon martha » Mi, 09.07.2008 23:58


Ich bleibe auch weiterhin ein Verteidiger der großen Frauenschicksale in Columbo-Krimis. :D

Und was die Sache mit der Pistole auf dem Fahrstuhldach betrifft:
Hier geht's doch nicht mehr um Fingerabdrücke, sondern um die Stress-Situation eines doch recht labilen Charakters.
Ich gestatte jedem Mörder zumindest eine halbwegs unlogische Aktion.
Ansonsten müsste ich mir ja laufend Fragen stellen:
-Warum lässt Abigail Mitchell die Schlüssel des Opfers nicht liegen?
-Warum sucht Brimmer im Kofferraum nach den Kontaktlinsen?
-Warum greift Paul Galesko zu der Kamera?
-Warum guckt ein abgezockter Profi wie Dr. Bart Kepple nach dem Adapter in der Lampe, und warum hat er ihn nicht längst beseitigt?

Meine Faustregel:
Ein Fehler des Mörders pro 70-Minuten-Folge und zwei Fehler pro 90-Minuten-Folge sind im Rahmen des Erlaubten.
Kein Fehler des Mörders fällt aus dem Rahmen und ist kein Krimi mehr, sondern Science-Fiction. :wink:
"Könnten Sie mir wenigstens sagen, welcher Name es war?
War es Kensington oder Arlington?"
"Genau gesagt:Keiner von beiden. Es war Washington."
"Hatten Sie bei dem auch einen Vornamen?"
"Martha."
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Beitragvon OnkelDonald » Sa, 23.08.2008 15:44


Hallo!

martha hat geschrieben:Warum lässt Abigail Mitchell die Schlüssel des Opfers nicht liegen?


Diese Frage stelle ich mir schon seit ich die Folge gesehen habe!! Dann hätte Columbo sie vielleicht nie gekriegt... Ohne Fehler geht's eben für uns Zuschauer nicht :wink:

So: Heute habe ich mir "Mord in eigener Regie" mit Vergnügen angesehen und mir hat's gut gefallen. Vor allem war mir diese Kay Freestone von Anfang an total unsymphatisch, und ich glaube Columbo ging es genauso. Am Ende hätte ich an seiner Stelle wahrscheinlich sogar geschrien, wie der Inspektor es nur einmal, in "Mord nach Rezept" tat. So eine ekelhafte Persönlichkeit!! Naja, zur Bewertung! Der Plan war sehr gut und die Ausführung war m. Mn. eine der spannendsten seit langem (Sie konnte sich messen lassen mit "Wenn der Schein trügt", wie ich finde.) Vor allem die Verzögerung durch den Wachmann (der sich das Playboy-Poster anschaut) hat noch zusätzliche Spannung reingebracht. Das Motiv allerdings, dass diese Ms. Freestone ihren Geliebten wegen dessen Job ermordet, finde ich doch etwas übertrieben. Ich glaube nicht, dass selbst jemand "Reales", der so karriereversessen ist wie dieses Monstrum von Frau das tun würde. Das Auto hätte ich allerdings nicht ausgeschlagen :lol: .
Die Planung der Tat hatte meines Erachtens leider einen Haken - Freestone konnte ja niemals abschätzen, wie lange Harry brauchen würde. Vielleicht hätte er sich beeilt, um zum Bandwechsel zurückzusein und wäre früher zurückgekehrt - das hätte den ganzen Plan in Luft aufgelöst. Sie (bzw. der Autor des Drehbuchs) hätte sich dafür was anderes ausdenken müssen, auch wenn mir jetzt nichts einfiele. Etwas, mit einer festen Zeitdauer vielleicht.
Leider merkte man der Folge auch die Streckung auf 90 Minuten an, so trug ja beispielsweise das Theater mit Valerie Kirk überhaupt nichts zum weiteren Geschehen bei (EDIT: @ martha. Habe grade deinen allerersten Post hier im Trhead gesehen. Das stimmt, ohne diesen Handlungsstrang wäre der "Professional" nicht ausgestrahlt worden. Sonst hätte sie ihren Job nicht verloren. Aber macht das noch was aus? Ich finde, diese Ankündigung tritt erst so spät ein, dass es weiterhin nicht relevant ist! ). Auch, dass Columbo rein zufällig genau die betreffende Stelle sieht, und ausgerechnet dann da ist, als der Reinigungskurier eintrifft ist etwas arg gutgläubig, desweiteren hat die Szene im Geburtshaus von Kay gar keinen Grund, stattzufinden und keine weitere Bewandnis (der Inspektor stellt die Frage nach dem Posten ja sogar nochmal!).
Das Finale war dafür gut, ein toller Trick von Columbo. Ich wunderte mich zuerst über Requisiten-Unaufmerksamkeit, als Kay die Pistole herausfischen will, denn sie hat überhaupt keinen Hahn. Allerdings erklärt ja der Austausch alles. Das war eine sehr spannende Szene, Panik pur. Gut gemacht. Ein Filmfehler fiel mir auf - als sie die Pistole herausholt liegt sie von Einstellung zu Einstellung jeweils genau anders herum, was etwas verwirrt.
Die Szene am Drehort bewies dann nochmals Ms. Freestones ganze Ekelhaftigkeit (reißt Seiten aus dem Drehbuch und haut so hysterisch auf dem armen Regiepult rum...) und Columbos berühmte Beharrlichkeit. Die Überführung dieser Frau hat er richtig gut gemacht und sie hatte es verdient, wie ich finde.
Ich schwanke zwischen drei und vier Punkten. Ich denke ich gebe aber 4, für den gut gelaunten Columbo (der Start ist genial, und die Halskrausen-Szenen sowieso) und für Bruce Kirby (eigentlich ja Sergeant Kramer) als Fernsehmonteur. Auch wenn die Folge für die 90 Minuten sehr dünn ist und dadurch einige Schwächen aufweist. Mit 70 Minuten wäre sie wahrscheinlich nah an die Bestmarke herangekommen. Um die 90 Minuten zu füllen, hätte man allerdings z.B. noch zeigen können, wie Columbo nochmals mit Harry spricht (der mir sehr symphatisch war), was er am Ende noch sagt.
Ganz überschwänglichen Jubel gibt es wegen des so oft zitierten "90-Minuten-Dilemmas" leider nicht, aber es ist dennoch eine gute Folge geworden!
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Beitragvon Gordo » Sa, 23.08.2008 21:02


eine gute durchschnittliche folge
"Wissen Sie, in gewisser Weise haben wir ähnliche Berufe. Ich trage eine Uniform, Sie tragen eine... spezielle Uniform, möchte ich's mal nennen."

"Colonel Lyle C. Rumford" zu "Inspektor Columbo"
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Beitragvon Harold van Wyck » Di, 16.09.2008 15:25


4/5 Punkte

Guter Mord. Schöne Indizien. Überzeugende Überführung.

Nur das mit den tanzenden Symbolen fand ich auch etwas lächerlich. Auch
die Nebengeschichte mit der Valerie Kirk stört irgendwie.

Alles in einem: es gibt bessere aber auch einige schlechtere Folgen.
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Re: Bewertet "Mord in eigener Regie"

Beitragvon H-Scorpio » Mo, 20.07.2009 01:22


Was mir an der Folge vor allem nicht sehr gefallen hat, war das Zusammenspiel zwischen Columbo und Kay Freestone. Aufgrund des eher unsicheren Charakters der Mörderin wirkt der Inspektor hier nicht wie die aufdringliche, unterwürfige Nervensäge, sondern viel mehr bestimmend und einschüchternd auf seine Gegenspielerin. In kaum einer Folge kommt Columbo deshalb bei mir so schlecht rüber wie hier, was aber nicht unbedingt an Peter Falks schauspielerischer Leistung liegt.

Insgesamt sagt mir die Folge nicht sehr zu. Uninteressantes Motiv und eine, zwar an "Beweisen" üppige, aber auch nicht spektakuläre Aufklärung. Der Mordplan ist in Sachen Rafinesse Columbo-Durchschnitt. Die Sache mit Valerie Kirk ist zwar handlungsrelevant, aber in der Form auch nicht dazu gemacht, den Zuschauer bei Laune zu halten, zumal dieser erst nicht weiß, was es mit dieser Nebengeschichte auf sich hat.

Großzügige 3 Punkte von mir.
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Re: Bewertet "Mord in eigener Regie"

Beitragvon columbo93 » Mo, 07.09.2009 18:51


Mark McAndrews ist Leiter der Westküstenniederlassung eines großen TV-Senders. Nun wird er von Frank Flanagan in die Zentrale nach New York befördert. Kay Freestone, Marks Geliebte und ebenfalls leitende Mitarbeiterin des Senders, würde gerne dessen Nachfolge in Los Angeles antreten. Mark meint jedoch, sie wäre noch nicht soweit, was die ambitionierte Frau sehr ärgert. Auch ein geschenkter Mercedes 450SL kann ihre Wut nicht lindern. Am nächsten Tag ist Flanagan, der Chef des Senders, zu Besuch, um sich Kays Film "The Professional" anzusehen, an dem sie sechs Monate lang gearbeitet hat. Zusammen mit ihrem Filmvorführer Walter Mearhead sitzt sie im Vorführraum, um die alle zehn Minuten stattfindenden Filmrollenwechsel zu überwachen. Unter einem Vorwand schickt sie den Vorführer ins Archiv und will angeblich selbst den nahe bevorstehenden Wechsel vornehmen, während sie in Wahrheit den Zähler verstellt hat und so Gelegenheit hat, den in seinem Büro sitzenden Mark zu erschießen. Die Waffe versteckt sie über der Deckenverkleidung in der Fahrstuhlkabine. Gerade noch rechtzeitig zum Rollenwechsel und kurz vor der Rückkehr des Vorführers ist sie wieder im Filmraum. Kurz darauf bricht Frank Flanagan die Vorführung ab. Am nächsten Tag trifft sie am Tatort auf Columbo, der einige ungewöhnliche Kleinigkeiten entdeckt hat und vor allem die Tatwaffe sucht. Frank bittet indes Kay, vorrübergehend Marks Aufgaben zu übernehmen. Als Kay dem Inspektor Drohbriefe von Verrückten zeigt, die als potentielle Täter in Frage kommen, erklärt dieser, dass Opfer und Täter sich gekannt haben müssen. Von Walter lässt sich Columbo die Technik des Filmwechselns zeigen und lässt sich gleichzeitig Kay Alibi bestätigen. Als Columbo Kay fragt, warum Walter die Probeaufnahmen holen sollte, antwortet sie, es wäre auf Anweisung von Mark geschehen, was natürlich nicht mehr überprüft werden kann. Columbo findet heraus, dass Frank Kay mit Marks Zustimmung zu deren Nachfolgerin ernannt hätte, doch Mark dies offenbar nicht wollte. Columbo kann sich jedoch angeblich nicht vorstellen, dass die berufliche Karriere das Motiv sein soll. Am nächsten Tag erzählt Walter Columbo von der Szene, die er gesehen hat, als er am Mordabend mit den Filmrollen zurückkam. Zufällig sieht Columbo am Abend im Fernsehen die besagte Szene und stellt fest, dass sie kurz nach dem Wechseln der Filmrolle gezeigt wird, was somit Kays Alibi zunichte macht. Auch beruflich scheint es Kay nicht besonders gut zu gehen, da viel zu viele Dinge durch ihre eigene Schuld schief laufen. Darüber hinaus findet Columbo heraus, dass Kay und Mark ein Verhältnis miteinander hatten. Als Kay mit Columbo im Fahrstuhl steht, sieht sie über der Deckenverkleidung die Waffe liegen. Unter einem Vorwand steigt sie noch einmal alleine in den Fahrstuhl und fischt die Waffe heraus. Diese wirft sie auf dem Weg ins Studio in einen Gully. Im Studio wird sie von Frank aufgesucht, der ihr unter vier Augen vorwirft, für die Fehler verantwortlich zu sein und sie auffordert, bis zum Ende des Monats zu kündigen. Dann taucht Columbo auf und berichtet von seinem Verdacht. Zum Beweis für das gefälschte Alibi spielt er die entsprechende Szene aus dem "Professional" vor. Dann legt der Inspektor die Mordwaffe vor, die im Fahrstuhl entdeckt wurde. Er hatte eine zweite Pistole hineingelegt und diese hatte dann Kay entfernt. Columbo verhaftet Kay, die keine Reue und Erleichterung zeigt. Leider nur ein durchschnittlicher Columbo-Fall, der sich teilweise über die 90 Minuten schleppt. Na ja, ganz so schlimm ist er nun auch nicht, aber es ist doch erstaunlich, dass sich vieles auf die Unsicherheit und offenbare Überforderung von Kay zurückführen lässt, denn spannend werden die Columbo-Folgen vor allem, wenn der Inspektor einen starken Gegenspieler hat. kurz und knackig :wink:

spannender mord
tolle mordpplanng
super ermittlungen
genialer columbo trick am ende

Fazit: super folge
Zuletzt geändert von columbo93 am Mo, 26.04.2010 18:31, insgesamt 1-mal geändert.
"Meine Frau hat einmal 80 Dollar für eine Fußbank geboten, der auf Kaffeedosen stand. Können Sie sich das vorstellen?"
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Re: Bewertet "Mord in eigener Regie"

Beitragvon Leo123 » Mi, 21.10.2009 00:43


Diese Episode ist m.E. viel besser als wie sie hier z.T. bewertet wird. Eindrucksvoll und überzeugend wird die Mörderin hier gespielt. Die Verzweiflung und die Bedrängnis, in die sie zum Ende hin geradezu getrieben wird, werden deutlich. Meisterhaft die Falle mit der Waffe im Fahrstuhl, die die Mörderin in Panik geraten läßt. Das Motiv ist sehr gut nachvollziehbar. Eine Mischung aus Gefühlen und pers. Fortkommen und Ehrgeiz sind im Spiel. Denken und Leben der Mörderin werden ausführlich beleuchtet. Auch die menschliche verständnisvolle Seite von ihr werden gezeigt, wenn sie der drogenabhängigen Schauspielerin hilft, was sie u.a. auch ihren Job kostet. Oder die Szene in ihrem alten verlassenen Elternhaus, sehr schön! Zum Schluß steht sie vor einem Scherbenhaufen ihres privaten und beruflichen Lebens. Es schwingt deshalb in dieser Folge am Ende auch viel Wehmut mit. Am Ende habe ich direkt Mitleid mit ihr und Columbo erscheint als der unerbittliche Verfolger. Die "Rollen" sind hier geradezu vertauscht. Dramaturgisch, filmisch, atmosphärisch eine exzellente Folge, die man hier noch stundenlang analysieren könnte. Für Menschen mit Herz und einer durchaus ambivalenten Fähigkeit zum Mitleid geeignet....
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Re: Bewertet "Mord in eigener Regie"

Beitragvon Lordfort » Di, 29.12.2009 20:59


Eine gute Episode, aber kein Columbo-Meisterwerk.

Ein riskanter aber eben theoretisch ausführbarer Mordplan gehört für mich zu einer guten Columbo-Folge dazu. Ich finde diesen Mordplan schon recht beeindruckend.

Trish Van Devere stellt die extrem ehrgeizige, karriereversessene Kay glaubwürdig dar.
Allerdings fehlt es ihr für mein Gefühl etwas an Charme und Ausstrahlung. Sie bleibt doch ziemlich blass in der Rolle.

Der Ausflug ins Fernseh-Business ist ganz nett, zieht aber die Episode in die Länge und nimmt ihr das Tempo.

Die umstrittene Szene im Fahrstuhl finde ich ok. Ich gehöre zu denen, die es nachvollziehbar finden, dass Kay das verdammte Ding da weghaben will.
Wenn ich an dieser Szene etwas auszusetzen hätte: Ein Glück für Columbo, dass ihr die Waffe über ihrem Kopf überhaupt auffällt. Es hätte doch auch sein können, dass sie nicht nach oben guckt und den Fahrstuhl verlässt, ohne sie bemerkt zu haben. Dann hätte Columbos schöner Trick nicht geklappt.
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Re: Bewertet "Mord in eigener Regie"

Beitragvon andy_vip » Mo, 08.02.2010 02:43


Eine Folge, die man sich zwar einmal anschauen kann, spätestens beim zweiten Anschauen ist man einfach nur froh, wenn sie vorbei ist - eine Folge, bei der es keinen Sinn macht sie mehr als einmal zu schauen - auf was soll man sich noch freuen? - auf Humor? - nein! auf tolle Dialoge? - nein! auf Spannug? - nein! Auf Athmosphäre? - nein!

Diese Folge ist beim zweiten Schauen im Vergleich zu beispielsweise dem "Aschenpuzzle" oder den "Todesschüssen auf dem AB" nur langweiliges Bla-Bla.....

Unnötig in die Läänge gezogen. Einzigste Highlights: der Unfall am Anfang und die Ausführung des Mordes unter Zeitdruck - ansonsten gäääähhhhhnnnnnnn - achso gut zum Einschlafen - mal im Ernst: elf Leute haben mit "sehr gut" abgestimmt?!?! ?-/ Leute, wenn diese Folge 4 Punkte von euch bekomt, müsste "Meine Tot, Deine Tote" mindestens 8 Punkte bekommen damit die Relation wieder stimmt :motz:
Habe den allerersten Beitrag in diesem Jahrzehnt hier im Forum verfasst und bin richtig stolz drauf :-) !
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Re: Bewertet "Mord in eigener Regie"

Beitragvon columbo93 » Mo, 08.02.2010 09:43


andy_vip hat geschrieben:Eine Folge, die man sich zwar einmal anschauen kann, spätestens beim zweiten Anschauen ist man einfach nur froh, wenn sie vorbei ist - eine Folge, bei der es keinen Sinn macht sie mehr als einmal zu schauen - auf was soll man sich noch freuen? - auf Humor? - nein! auf tolle Dialoge? - nein! auf Spannug? - nein! Auf Athmosphäre? - nein!

Diese Folge ist beim zweiten Schauen im Vergleich zu beispielsweise dem "Aschenpuzzle" oder den "Todesschüssen auf dem AB" nur langweiliges Bla-Bla.....

Unnötig in die Läänge gezogen. Einzigste Highlights: der Unfall am Anfang und die Ausführung des Mordes unter Zeitdruck - ansonsten gäääähhhhhnnnnnnn - achso gut zum Einschlafen - mal im Ernst: elf Leute haben mit "sehr gut" abgestimmt?!?! ?-/ Leute, wenn diese Folge 4 Punkte von euch bekomt, müsste "Meine Tot, Deine Tote" mindestens 8 Punkte bekommen damit die Relation wieder stimmt :motz:



also ich hab auch für sehr gut gestimmt ! :o

ich fand die folge ganz gelungen, das inzige, was richtig nervig war, war die schnappsdrossel !
die war irgendwie fehl am platz :(
"Meine Frau hat einmal 80 Dollar für eine Fußbank geboten, der auf Kaffeedosen stand. Können Sie sich das vorstellen?"
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Re: Bewertet "Mord in eigener Regie"

Beitragvon Mr. Brimmer » Sa, 19.06.2010 10:03


Das positive an dieser Folge ist der gute Humor und
die glaubhafte Hauptdarstellerin. Mit dem Motiv kann ich
mich aber irgendwie gar nicht anfreunden. Ein Beziehungsaus,
der Liebhaber bekommt eine bessere Position in New York,
will Kay nicht mehr und tut nichts dafür dass sie im Gegenzug seine
bisherige Funktion im Sender übernehmen darf. Dafür bekommt sie zum
Abschied nen nagelneuen SL. Das ganze ist ärgerlich für Kay, sicher,
und sie fühlt sich gedemütigt.....aber sind das genug Gründe für
einen Mord. Wohl kaum. Zumindest für mich nicht nachvollziehbar.
Habe mit 3 Punkten bewertet. Man wird recht gut unterhalten, jedoch
nervt der Film an manchen Stellen erheblich mit unsinnigen, teils
ärgerlichen und unrelevanten Nebenschauplätzen und Szenen. Nur
unterer Durchschnitt. Find Kay Freestone als Mörderin und Columbo -
Gegenspielerin dennoch gelungen dargestellt, mit Ausnahme des lauen
Motivs.
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