Bewertet: "Geld, Macht und Muskeln"

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2
4%
2/5 passabel
5
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3/5 gut
21
44%
4/5 sehr gut
16
33%
5/5 überragend
4
8%
 
Abstimmungen insgesamt : 48

Re: Bewertet: "Geld, Macht und Muskeln"

Beitragvon MrGrady » Sa, 08.12.2012 18:14


3 Punkte. Ich fühlte mich insgesamt gut unterhalten, obwohl die Folge sicherlich einige Längen und Schwächen hat. 70 Minuten hätten mir bei diesem Plot gereicht.
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Re: Bewertet: "Geld, Macht und Muskeln"

Beitragvon Tommy Brown » Di, 30.04.2013 14:03


"Was glauben Sie?" - "Ich glaube an den lieben Gott und der war's bestimmt nicht." :lol: (Columbo)

Hier schwanke ich zwischen gut und sehr gut bzw. 3 und 4 Punkten. Letztlich hab ich dann aber doch eine 4 vergeben.

Ein solider Fall, nicht sonderlich spektakulär, aber auch nicht uninteressant. Der als Unfall getarnte Mord und der Aufbau des getürkten Alibis sind durchaus beachtlich. Besonders gelungen finde ich den Humor in dieser Folge: Columbo wird in seinem Trenchcoat zum Joggen gezwungen, kommt fix und fertig im Ziel an. Amüsant auch, wie man sich bereits damals über die Auswüchse der EDV in Büros lustig gemacht hat. Irgendwann verliert der Inspektor die Geduld mit dem Computer: "Könnte man nicht einfach jemanden anrufen und um Auskunft fragen?". Antwort: "Ein Telefonat ist zu kompliziert!" Rauchen durfte Columbo auch nicht, in dem Gebäude, was er offensichtlich so gar nicht fassen kann... :wink:
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Re: Bewertet: "Geld, Macht und Muskeln"

Beitragvon Doc Brown » Mi, 14.01.2015 23:16


Die Folge habe ich heute nebenbei laufen lassen. Mir fiel dabei auf, dass Gene Stafford hier ganz besonders naiv agiert - eigentlich ist es schon schiere Dummheit. Gibt es noch ein Opfer, das so extrem in die Offensive geht und seinen späteren Mörder so massiv bedroht und bis ins kleinste Detail erklärt, wie er ihn bloßstellen wird? Das alles dann auch noch 2x. Hätte er nicht so viel heraus posaunt, sondern einfach im Stillen weiter gearbeitet und Janus auflaufen lassen, hätte Stafford wohl Erfolg gehabt. Er fühlte sich aber schon als Sieger und rechnete nicht mit den Mordplänen von Janus. Hätte ich anders gemacht.
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Re: Bewertet: "Geld, Macht und Muskeln"

Beitragvon Trenchcoat » Do, 15.01.2015 09:40


Doc Brown hat geschrieben:Gibt es noch ein Opfer, das so extrem in die Offensive geht und seinen späteren Mörder so massiv bedroht und bis ins kleinste Detail erklärt, wie er ihn bloßstellen wird?

Ich würde sagen - Ja.

Verity Chandler in "Das Aschenpuzzle".

Die Episode um die es in diesem Thread geht bekommt von mir eine 3.
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Re: Bewertet: "Geld, Macht und Muskeln"

Beitragvon Devlin » Do, 15.01.2015 14:10


Trenchcoat hat geschrieben:
Doc Brown hat geschrieben:Gibt es noch ein Opfer, das so extrem in die Offensive geht und seinen späteren Mörder so massiv bedroht und bis ins kleinste Detail erklärt, wie er ihn bloßstellen wird?

Ich würde sagen - Ja.

Verity Chandler in "Das Aschenpuzzle".

Die Episode um die es in diesem Thread geht bekommt von mir eine 3.

Bertie Hastings geht auch ähnlich offensiv vor.
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Re: Bewertet: "Geld, Macht und Muskeln"

Beitragvon martha » Do, 15.01.2015 20:25


Das ist doch aber ein gängiges Prinzip bei Columbo, dass sich die Opfer quasi um Kopf und Kragen reden und ihre Ermordung fast schon fahrlässig herausfordern.
Ich denke da etwa auch an Lenny Fisher, Jesse Jerome oder Budd Clarke.
Da lautet die Devise doch auch unmissverständlich: Ich zerstöre deine Karriere! Ich mach dich fertig!
Ich bin mir da manchmal auch nicht ganz sicher, was die Opfer da als Reaktion erwarten.
Einen Handkuss wohl kaum.
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Re: Bewertet: "Geld, Macht und Muskeln"

Beitragvon Doc Brown » So, 18.01.2015 18:41


Bei Jesse Jerome ist das etwas anderes. Er will ja Geld erpressen, also muss er Santini unter Druck zu setzen.

Bei Chandler und Fisher hingegen ist es ähnlich wie hier. Sie stellen ihren späteren Mörder nicht einfach bloß, sondern kündigen es vorher großspurig an. Wobei Stafford hier gleich zweimal sich um Kopf und Kragen redet, also nicht nur einmal aus der Emotion heraus, sondern später am Tag nochmal. Man kann hier sogar dabei zusehen, wie die Wut in Janus aufsteigt, aber Stafford hört nicht auf zu labern und zu drohen. Ich finde das hier in der Episode schon besonders naiv bzw. dämlich.
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Re: Bewertet: "Geld, Macht und Muskeln"

Beitragvon Tiktaalik » So, 18.01.2015 18:49


Es wäre aber auch langweilig, wenn alle Opfer nach dem gleichen Schema agieren würden. Alle Opfer und Mörder sind unterschiedlich. Das zeichnet Columbo aus.

Abgesehen davon rechne ich sicher niemals damit, dass mich jemand umbringt, "nur", weil ich drohe, ihn bloßzustellen.
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Re: Bewertet: "Geld, Macht und Muskeln"

Beitragvon Doc Brown » So, 18.01.2015 19:01


Ja, alle Opfer sind unterschiedlich. Es ist ja auch keine Kritik an der Serie, sondern lediglich eine Beobachtung für diese Episode.

Ob man allerdings so gar nicht ahnen kann, dass jemand zur ultima ratio Mord greift, wenn ich drohe, seine ganze Existenz zu zerstören? Man sollte es zumindest in Erwägung ziehen und daher einfach machen und nicht vorher großartig drohen. Es ist halt etwas, was mir im Besonderen bei dieser Episode auffiel.

Klar, man muss dem Zuschauer natürlich auch das Motiv erklären, daher gibt es in der Serie diese vielen Drohungen. Ist halt ein stilistisches Mittel, das Motiv zu erläutern, ohne vorher erzählerisch ewig ausholen zu müssen. Trotzdem: Gerade in dieser Folge fehlt nicht viel und Stafford hätte Janus auch gleich die Waffe in die Hand drücken können.
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Re: Bewertet: "Geld, Macht und Muskeln"

Beitragvon Klaus » So, 05.07.2015 09:58


Bei dieser Episode im Muckibuden-Milieu fangen meine Kopfschmerzen schon bei dem hirnlosen deutschen Titel an und im Verlauf der Handlung werden sie auch nicht besser. Milo Janus' stahlblaue Augen und sein gestählter Körper mögen ja in der Frauenwelt bleibenden Eindruck hinterlassen haben, aber als Mörder scheint er mir, was sowohl die Ausführung als auch sein buchstäblich zusammengeschnipseltes Alibi angeht, völlig überfordert gewesen zu sein. Mit Sicherheit hätte die Telefongesellschaft ermitteln können, dass der fingierte Anruf nicht aus Gene Staffords Büro erfolgt ist. Es dürfte damals wesentlich einfacher gewesen sein, über die internen Verbindungsdaten für die Erstellung der Rechnung einen nicht vorhandenen Anruf in der Telefonanlage des Fitness-Clubs festzustellen, als (wie in anderen Episoden) ein tatsächlich getätigtes Telefonat exakt zurückverfolgen zu können. Und auch der Nachweis, dass der Anruf innerhalb von Janus' Haus erfolgt ist, hätte von der Telefongesellschaft bestimmt erbracht werden können.

Über sein angeblich geplatztes Treffen mit einem Interessenten, das von Columbo problemlos widerlegt wurde, sowie die Sache mit dem geklebten Tonband, über die selbst ein Blinder gestolpert wäre, will ich an dieser Stelle nicht weiter eingehen. Allerdings hätte aus meiner Sicht allein schon der in der Gerichtsmedizin festgestellte Todeszeitpunkt Janus' Alibi platzen lassen müssen, denn dieser musste deutlich vor 21.00 Uhr liegen wenn man bedenkt, dass er Stafford nach dem Mord erst aufwändig umziehen und dann auch noch nach Hause fahren musste. Okay, über den genauen Zeitpunkt des Mordes erfahren wir in der Folge nichts, aber auch in den 70ern konnte selbiger m. W. schon ziemlich genau festgestellt werden. Ansonsten haben meine geschätzten Vorredner bereits alles Wesentliche zu dieser Folge ausgeführt, so dass ich meine kostbare Zeit auch nicht weiter damit verplempern will.

Fazit: eine nicht sehr überzeugende und überflüssig in die Länge gezogene Episode, die mir trotz viel gezeigter Muskelmasse lediglich zwei schlappe Pünktchen wert ist. :? :?

Gruß
Klaus
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Re: Bewertet: "Geld, Macht und Muskeln"

Beitragvon Patrick_B » Di, 26.02.2019 22:23


In dieser Folge sind Opfer und Mörder ganz klar im Wettbewerb: wer ist doofer? Zuerst schreit das Opfer so laut wie möglich heraus: "Ich bring dich ins Kittchen! Ich lasse deine Betrügereien auffliegen! Ich reibe dir ganz genau unter die Nase, was ich rausgefunden habe! Übrigens, ich bin die ganze Nacht ganz alleine da, bring mich doch bitte um!" Und der Muskelprotz Janus ist nicht in der Lage, einen dicken untrainierten Buchhalter im Zaum zu halten. Also bitte.

Conrad hat außer einem durchtrainierten Körper nichts zu bieten und zeigt hier das Charisma eines ausgetrockneten Brötchens. Das einzige positive ist, dass Columbo mal seine klare Abneigung gegenüber den Mörder zeigen darf, aber das ersetzt keine interessante Chemie. Die Auflösung und die ausführliche Erklärung der Schuhschleifen ist nichts weiteres als ein weiteres Indiz, wenn überhaupt. Aber der richtige Gotcha, die Telefonaufzeichnungen die selbstverständlich beweisen dass keiner vom Fitnessstudio angerufen hat, werden mal wieder unter den Teppich gekehrt.

Aber das Hauptproblem der Folge ist ein anderes: sie ist stinklangweilig! Fast jede Szene zieht sich wie Kaugummi, mehrere Szenen sind völlig sinnlos. Der Subplot mit dem Buchhalter und der Ehefrau des Opfers führt nirgendwo hin. Ich wäre eigentlich auf zwei Punkten, aber für die grauenhafte Druckerszene ziehe ich noch einen ab.
Patrick_B
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