Bewertet: "Momentaufnahme für die Ewigkeit"

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Wie gefällt euch "Momentaufnahme für die Ewigkeit? "

1/5 schlecht
1
1%
2/5 passabel
3
4%
3/5 gut
6
8%
4/5 sehr gut
30
41%
5/5 überragend
34
46%
 
Abstimmungen insgesamt : 74

Beitragvon wolle » So, 11.03.2007 23:33


Ich habe ja schon an anderer Stelle diese Folge als die Beste bezeichnet.
Vor allem auch wegen der zahlreichen Gags. Dass Galesko als mitleidserrengster Mörder bei Columbo gilt so wie im Buch zu lesen, kann ich allerdings nicht nachvolllzuiehen. Auf mich wirkt er eher überheblich. Columbo stellt sich absichtlich sehr trottelig an, um ihn aus der Reserve zu locken. Hätte Galesko nur einen Moment überlegt, hätte er wissen müssen, dass es ja noch das Foto "in schlechter Qualität" gibt. War er nicht sogar mit Columbo am Tatort, und hätte es so auch begründen können, dass das Bild seitenverkehrt war?
Dadurch war es aber mal eine perfekte Überführung des Täters. Das gibt es ja auch nicht in jedem Columbo.
wolle
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Beitragvon ChryZ » Di, 10.07.2007 22:15


4 Punkte von mir!

Eine "runde" Folge, die vor allem von den Gags lebt (auf dem Schrottplatz und der Mission). Den Trick mir der Auflösung kennt man zwar von Columbo, aber irgendwie fand ich es nicht besonders originell. Ich hatte eher erwartet, dass man auf der Fotographie selbst irgendetwas erkennt, dass darauf hinweißt, dass die Uhrzeit nicht stimmt (Sonneneinstrahlung bspw.). Dennoch eine sehr gute Folge.
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Beitragvon Klaus » Fr, 03.08.2007 13:01


wolle hat geschrieben:Hätte Galesko nur einen Moment überlegt, hätte er wissen müssen, dass es ja noch das Foto "in schlechter Qualität" gibt. War er nicht sogar mit Columbo am Tatort, und hätte es so auch begründen können, dass das Bild seitenverkehrt war?

Nein, am Tatort waren beide nicht zusammen (nur vor dem Haus, als die Leiche von Galeskos Frau abtransportiert wurde und er den verzweifelten und trauernden Ehemann spielte), aber Columbo hatte dieses Foto "aus Versehen" zwischen seine mißlungenen Friedhofsfotos gemischt, die er Galesko in dessen Büro zeigte.

Zu der Folge haben meine geschätzten Vorredner eigentlich schon alles gesagt, auch für mich gehört sie zu den besten Episoden überhaupt. Die Überführung des Mörders ist ebenfalls sehr überzeugend, auch wenn sie aus meiner Sicht einen faden Beigeschmack enthält. Obwohl Columbo gegenüber Galesko beteuert, er würde niemals mit gefälschten Beweisen arbeiten, hat er genau DAS getan, indem er das Foto absichtlich seitenverkehrt vergrößern ließ, um Galesko damit überführen zu können. :idea:

Natürlich kann man hier argumentieren, der Zweck heiligt die Mittel, aber wer weiß, wie der Prozess gegen Galesko ausgegangen wäre, denn ein cleverer Anwalt hätte Columbo mit Sicherheit des gefälschten Beweises überführt (schließlich kannte er ja das richtige Foto) und darauf so lange rumgeritten, dass Galesko nachher noch freigesprochen worden wäre (z. B. die spontane Identifizierung der richtigen Kamera war eine Kurzschlusshandlung, die aufgrund des gefälschten Beweismittels vor Gericht als Beweis seiner Schuld nicht anerkannt wird usw. usw.). Vor amerikanischen Gerichten ist ja bekanntlich nichts unmöglich, wenn man den richtigen Staranwalt an seiner Seite hat, siehe die Freisprüche von O. J. Simpson oder Michael Jackson... :maul:

Trotzdem 5/5 Punkten!!! 8)

Gruß
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Beitragvon OnkelDonald » Do, 16.08.2007 11:34


4/5 Punkte.

Die Folge ist kriminalistisch gut, logisch, hat eine super Pointe und macht einfach Spaß.
Allerdings finde ich keinen wirklichen Mordgrund. (Im großen Buch für Fans, lassen sie Galesko als "sehr symphatischen, mitleiderregenden Mörder" durchgehen, finde ich gar nicht. Er tötet seine Frau ohne einen wirklichen Grund ["Wie Affe an Leierkasten"--- Scheidung???] und zudem noch den mir total sympathischen Alvin. Außerdem attackiert er Columbo ja auf das übelste).
Doch was solls, ich gebe der Folge eine gute Bewegung, weil sie einfach gut gemacht ist.
Z.b. in Schwanengesang habe ich Mitleid mit MR. Brown gehabt, weil die Frau wirklich eine bescheuerte Person war. Aber hier fehlt mir das irgendwie.

Gruß Johannes
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Beitragvon Klaus » Do, 16.08.2007 15:10


OnkelDonald hat geschrieben:Allerdings finde ich keinen wirklichen Mordgrund. (Im großen Buch für Fans, lassen sie Galesko als "sehr symphatischen, mitleiderregenden Mörder" durchgehen, finde ich gar nicht.

Naja, also ein Mord ist ohnehin durch nichts zu rechtfertigen. Natürlich kann man(n) leicht nachvollziehen, dass Galesko in seiner Ehe nicht allzu viele romantische Stunden voller Leidenschaft erlebt haben dürfte, sondern wohl eher das Gegenteil... :motz:

Ich empfinde dennoch kein großes Mitleid für ihn, denn wenn er nach eigener Aussage bereits seit 15 Jahren an diese Gewitterziege gekettet ist und sich in dieser Zeit außerstande gesehen hat, sich auf "legale" Art und Weise dieser "Ehefrau" zu entledigen, dann ist er selbst schuld an seinem Dilemma. Also ich hätte diesen Hausdrachen wohl spätestens nach 15 Stunden Ehe ohne Rückfahrkarte in die Wüste geschickt... :maul:

Gruß
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Beitragvon OnkelDonald » Do, 16.08.2007 15:16


Mh ja.
Wie wäre es mit einer Scheidung? Zumal in Amerika... :lol: !
Es gibt eine Menge Möglichkeiten aber keinen Mord.
Aber das trübt die Folge auch nur gering finde ich.
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Beitragvon Wikinger81 » Fr, 28.03.2008 02:04


Allein schon wegen Dick van Dyke finde ich diese Folge klasse. Ich habe auch immer gerne "Diagnose: Mord" mit ihm geschaut.

Zwar reißt mich die Planung und Durchführung der Morde nicht so vom Hocker, dafür kommen wir aber in den Genuß mehrerer schöner und lustiger Szenen mit Columbo. Ich denke da besonders an die Autofahrt mit dem Fahrlehrer. Nun haben wir es auch von amtlicher Seite, nicht nur das Columbos Auto eigentlich schon auf den Schrottplatt gehört (auch eine wunderbare Szene) nein, Columbo kann auch kein Auto fahren, es ist sogar lebensgefährlich bei ihm im Auto mitzufahren. :D
Und dann noch dieser kurze Dialog:
"Sicherheitsgurte?? ... Ist das ein neues Gesetz??"
"Nein eigentlich nicht, dass gibt es schon seit 14 Monaten!"
Wie man sieht, denkt Columbo immer nur an seine Arbeit und bekommt von den neuen Techniken und Fortschritten in der restlichen Welt nichts mit. Ich habe mich weggeschmissen vor lachen bei dieser Szene.

Aber der absolute Knaller in dieser Folge ist und bleibt für mich die Szene in der Armenspeisung. Wie die Nonne ihn mit einem Penner verwechselt und ihm einen neuen Mantel aufschwatzen will. Einfach klasse, wie er erst versucht dieses Missverständnis aufzuklären und sich dann in sein Schicksal fügt und sich den "Rindereintopf" ?-/ (ist ja nicht genau identifiziert) schmecken lässt.

Die Überführung ist super gelungen aber Paul Galesko hat auch zu viele Fehler gemacht - allein schon das mit der Zeitung im Motelzimmer ganz schlecht. :roll:

Die Folge bekommt aber trotzdem 5 Punkte von mir. Ich glaube ich habe noch nie soviel bei Columbo gelacht, wie in dieser Episode.

Ach ja, kann es sein, dass man Columbo in dieser Folge zum ersten Mal an seinem Schreibtisch im Präsidium sitzen sieht? Kann mich auch täuschen, nur ist er so selten da, dass es mir sofort aufgefallen ist.


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Beitragvon martha » Sa, 29.03.2008 01:19


Wikinger81 hat geschrieben:Ach ja, kann es sein, dass man Columbo in dieser Folge zum ersten Mal an seinem Schreibtisch im Präsidium sitzen sieht? Kann mich auch täuschen, nur ist er so selten da, dass es mir sofort aufgefallen ist.


Ich weiß zumindest, dass es bereits einige Folgen vorher 'ne Schreibtisch-Szene gibt, nämlich in "Wein ist dicker als Blut", wo die Verlobte des Mordopfers um 2 Uhr morgens in Columbos Büro auftaucht, weil sie ihren Freund vermisst.
"Könnten Sie mir wenigstens sagen, welcher Name es war?
War es Kensington oder Arlington?"
"Genau gesagt:Keiner von beiden. Es war Washington."
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Beitragvon Wikinger81 » Sa, 29.03.2008 10:25


martha hat geschrieben:
Wikinger81 hat geschrieben:Ach ja, kann es sein, dass man Columbo in dieser Folge zum ersten Mal an seinem Schreibtisch im Präsidium sitzen sieht? Kann mich auch täuschen, nur ist er so selten da, dass es mir sofort aufgefallen ist.


Ich weiß zumindest, dass es bereits einige Folgen vorher 'ne Schreibtisch-Szene gibt, nämlich in "Wein ist dicker als Blut", wo die Verlobte des Mordopfers um 2 Uhr morgens in Columbos Büro auftaucht, weil sie ihren Freund vermisst.


Ach so, es war für mich nur so befremdlich ihn an einem Schreibtisch sitzen zusehen.

Gibt es eigentlich auch eine Folge, wo man ihn auf dem Schießstand sieht? Ich weiß noch, in der achten Staffel gibt es eine Episode, wo er auf den Schießstand soll, weil er seit über zehn (!) Jahren nicht mehr da war. Er gibt einem anderen Beamten seine Dienstwaffe, die er von zu Hause geholt hat, und seinen Ausweis, damit dieser an seiner Stelle schießen geht.


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Beitragvon martha » So, 30.03.2008 00:34


Wikinger81 hat geschrieben:Gibt es eigentlich auch eine Folge, wo man ihn auf dem Schießstand sieht?


Bestimmt nicht.
Ich glaube, der einzige, der mal auf 'ner Schieß-Anlage rumballert ist Robert Culp in der Anfangs-Szene von "Mord mit der linken Hand".
Allerdings sind die Schuss-Versuche von Brimmer bei weitem nicht so künstlerisch wie die von Mel Gibson in "Lethal Weapon". :wink:

Ich weiß noch, in der achten Staffel gibt es eine Episode, wo er auf den Schießstand soll, weil er seit über zehn (!) Jahren nicht mehr da war. Er gibt einem anderen Beamten seine Dienstwaffe, die er von zu Hause geholt hat, und seinen Ausweis, damit dieser an seiner Stelle schießen geht.


Jau, ist allerdings 'ne Folge der 5. Staffel, nämlich "Tödliches Comeback".
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Beitragvon Wikinger81 » So, 30.03.2008 12:51


martha hat geschrieben:Jau, ist allerdings 'ne Folge der 5. Staffel, nämlich "Tödliches Comeback".


Echt? Ich dachte das war in der achten Staffel.
Naja, es wäre glaube ich auch keine gute Idee. Schließlich sagt er ja selber in mehreren Episoden, dass er Angst hat sich zu verletzen. Aber wenigstens weiß er für den Notfall, wie man eine Pistole benutzt. Das haben wir ja in "Traumschiff des Todes" sehen können.


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Beitragvon Hollister » So, 30.03.2008 20:33


Columbo ist zwar Schusswaffen-erfahren. Diese Kenntnisse hat er allerdings aus der Folge "Playback", wo er in eine Sandkiste schiesst. In der Folge "Traumschiff des Todes" lässt er schiessen.
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Beitragvon Wikinger81 » So, 30.03.2008 21:22


Hollister hat geschrieben:Columbo ist zwar Schusswaffen-erfahren. Diese Kenntnisse hat er allerdings aus der Folge "Playback", wo er in eine Sandkiste schiesst. In der Folge "Traumschiff des Todes" lässt er schiessen.


Ja ist schon richtig, aber ich meinte, dass er weiß, wie man ein Schießeisen benutzt. Er bringt Hayden Danzinger schließlich in die richtige Position, drückt halt nur nicht ab.


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Beitragvon Tobi-Wan_Kenobi » Sa, 19.04.2008 21:27


Für mich ist "Momentaufnahme für die Ewigkeit" eine der besten Folgen überhaupt und gehört auf jeden Fall zur Top 5.

Der Mörder: Dick van Dyke spielt sicherlich nicht den besten Mörder der Reihe, aber die Vorstellung kann sich trotzdem sehen lassen. Man nimmt ihm die Rolle des Fotografen ab und man ist als Zuschauer durchaus geneigt, sich auf seine Seite zu schlagen. Seine Persönlichkeit wird nicht so ausgiebig beleuchtet, wie es bei manch anderen Mördern der Fall war, aber dennoch ist das Gesamtbild stimmig. Auch aus psychologischer Sicht ist der Mörder sehr glaubwürdig (siehe Aufklärung) und menschlich. Abzug gibt das etwas schwache Mordmotiv. Zwar hätte sicher jeder diese Hexe gerne los, aber ist ein Mord hier wirklich der einzige Ausweg? Was hätte der Mörder bei einer Scheidung groß zu verlieren? Ist das einen Mord wert?
4,5/5

Die Überführung: Über diese kann man streiten, da es objektiv keinen zwingenden Beweis für die Schuld des Täters gibt, wie es in Playback oder Mord nach Termin der Fall ist. Aber aus menschlicher und psychologischer Sicht ist diese Aufklärung absolut nachvollziehbar. Columbo zwingt mit seiner Finte den Mörder dazu, das echte Bild aus dem Hut zu zaubern, weil seine ganzen Mühen sonst umsonst gewesen wären. Wer würde da nicht beinahe durchdrehen und sich da verraten, ohne es in diesem Moment zu ahnen? Überhaupt sieht man, dass Columbos ständiges Auftauchen und das Zerpflücken des Mordes in Details, die nicht passen, den Mörder sichtlich nervös machen und ihn letztlich dazu verleiten, noch mehr Fehler zu begehen. Überhaupt ist die Indizienermittlung diesmal sehr ausgiebig und umfangreich und bildet ein stabiles Fundament. In vielen Episoden ist das nicht so (siehe: Tödliche Tricks). Insgesamt also eine durch und durch gelungene Ermittlungsarbeit mit schlüssiger Überführung (davon kann sich Blutroter Staub 5 Scheiben abschneiden).
5/5

Der Mord: Ich glaube, dass kein anderer Mörder der Serie je einen so großen Aufwand betrieben hat. Dementsprechend weiß der Mord auch zu überzeugen. Beide Morde sind schlüssig und überzeugend durchgeführt und bis auf Kleinigkeiten, die vielen nichtmal aufgefallen wären, auch fehlerfrei. Ein an sich perfekter Mord, der am Ende auch nur durch einen Trick aufgeklärt werden kann. Auch gibt es bis zum Schluss eigentlich keinen Grund, an der Täterschaft des 2. Opfers zu zweifeln. Genial werden hier zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.
5/5

Columbo-Mörder-Verhältnis: An sich solide, wenn es auch nicht zu den absoluten Hits zählt. Der Mörder ist distanziert und behandelt Columbo von oben herab. An sich nichts Ungewöhnliches, aber hier ist es überdeutlich. Nicht zu vergleichen mit dem warmherzigen Verhältnis von Columbo zur Mörderin in "Alter schützt vor Morden nicht". Allerdings kann das Verhältnis an anderer Stelle überzeugen: In dieser Episode wird ein sehr menschlicher Zug des Mörders deutlich, nämlich seine zunehmende Nervosität gegen Ende. Mit entsprechender Vehemenz muss er seinen zurechtgelegten Plan verteidigen. Viele Mörder scheint die Ermittlung völlig kalt zu lassen, was ich als etwas unrealistisch empfinde. Als einen der Höhepunkte könnte man die Szene bezeichnen, in der der Mörder Columbos Fotos nieder macht.
4/5

Humor, Spannung, Sonstiges: Es gibt keine Episode, die mehr lustige Einlagen bietet, ohne dabei ein Lückenfüller zu sein. Außerdem ist diese Folge auch eine der spannendsten und atmosphärisch durchaus gelungen. Besonders zu Beginn (Kameraeinstellung in der Eröffnungsszene und Ausführung des Mordes mit dem Kommentar des Mörders). Nahezu perfekt.
5/5

Punkte: 23,5/25
Note: 1,3 (TOP 5 AWARD)
Tobi-Wan_Kenobi
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Beitragvon Martin. » Mi, 04.06.2008 19:12


Gestern geguckt, und ja, ich bin baff...

Das Drehbuch ist in der Tat wirklich hervorragend, der Mord intelligent und die Auflösung genial, der Mörder ansprechend gespielt und der Humor konnte vollends überzeugen.

volle 5 Punkte :)
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