Bewertet "Alter schützt vor Torheit nicht"

Hier könnt ihr die einzelnen Folgen bewerten bzw. die Meinung der anderen Mitglieder lesen.

Wie bewertet ihr "Alter schützt vor Torheit nicht"?

1/5 "schlecht"
8
17%
2/5 "passabel"/"na ja"
6
13%
3/5 "gut"
10
21%
4/5 "sehr gut"
12
25%
5/5 "überragend"
12
25%
 
Abstimmungen insgesamt : 48

Re: Bewertet "Alter schützt vor Torheit nicht"

Beitragvon Lordfort » Mi, 30.12.2009 18:51


Die Folge ist ganz ok, aber ich finde, sie ist vielleicht ein ganz kleines bisschen danebengegangen! Wenn ich sie mir angucke, werde ich das Gefühl nicht los, alles ist nicht ganz so gut geworden, wie man es sich für das tolle Thema Columbo in London eigentlich vorgestellt hatte: Die britische Atmosphäre, das Schauspielerpärchen, Tat und Aufklärung, Witz und Ironie....aber 3 Punkte allemal. Eigentlich weiß ich im Moment gar nicht, ob ich irgendeine Columbo-Folge wirklich schlecht finde, außer vielleicht "wer zuletzt lacht", die geht mir etwas auf den Wecker, ist aber auch Geschmackssache!
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Re: Bewertet "Alter schützt vor Torheit nicht"

Beitragvon Venus » Mi, 30.12.2009 19:11


Warum hat man den Inspektor nicht nach New York geschickt, am Broadway hätte es doch auch einen Mord geben können! :smoke:
Venus
 

Re: Bewertet "Alter schützt vor Torheit nicht"

Beitragvon Lordfort » Mi, 30.12.2009 19:25


In der englischen Originalfassung geht es bestimmt auch um den Kontrast zwischen dem breiten amerikanischen Akzent von Columbo und dem sicherlich vornehmen britischen Akzent der ganzen Engländer, mit denen er zu tun hat. Über sowas können sich englischsprachige Zuschauer bestimmt amüsieren. Das Thema fällt natürlich in der Synchronfassung weg.
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Re: Bewertet "Alter schützt vor Torheit nicht"

Beitragvon Venus » Do, 31.12.2009 14:57


Lordfort hat geschrieben:In der englischen Originalfassung geht es bestimmt auch um den Kontrast zwischen dem breiten amerikanischen Akzent von Columbo und dem sicherlich vornehmen britischen Akzent der ganzen Engländer, mit denen er zu tun hat. Über sowas können sich englischsprachige Zuschauer bestimmt amüsieren. Das Thema fällt natürlich in der Synchronfassung weg.



:idea: Herzlichen Dank für diesen Hinweis!
Venus
 

Re: Bewertet "Alter schützt vor Torheit nicht"

Beitragvon ahoy y » Do, 31.12.2009 18:07


für die junge Generation wäre diese Folge wohl zu langweilig... dennoch hätte man die Episode
ein bisschen unterhaltsamer gestalten können...
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Re: Bewertet "Alter schützt vor Torheit nicht"

Beitragvon columbo93 » Do, 31.12.2009 22:35


ahoy y hat geschrieben:für die junge Generation wäre diese Folge wohl zu langweilig... dennoch hätte man die Episode
ein bisschen unterhaltsamer gestalten können...



wieso ...


ich gehör doch auch zur "jungen generation" und finde sie sehr gut.

auch die auflösung ist spannend
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Re: Bewertet "Alter schützt vor Torheit nicht"

Beitragvon ahoy y » Fr, 01.01.2010 13:06


stimmt, aber wenn ich meine freunde diesen columbo zeigen würde, würden sie sagen "oooh wie langweilig", die wollen wahrscheinlich alle solche ballerspiele und actionfilme sehen...
die meisten jungen menschen können mit einem columbo kaum etwas anfangen....
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Re: Bewertet "Alter schützt vor Torheit nicht"

Beitragvon columbo93 » Fr, 01.01.2010 13:47


ahoy y hat geschrieben:stimmt, aber wenn ich meine freunde diesen columbo zeigen würde, würden sie sagen "oooh wie langweilig", die wollen wahrscheinlich alle solche ballerspiele und actionfilme sehen...
die meisten jungen menschen können mit einem columbo kaum etwas anfangen....



geht mir genauso,

glaub bei jeder folge würden sie "oh gott, wie langweilig" sagen,
oder "bist du altmodisch" !!

du hast recht, "viele" (nicht alle) jungen menschen können mit columbo wenig anfangen., aber sie können dann mit allen episoden nichts anfangen, ich meine warum warum denn ausgerechnet mit dieser hier ??? :*-( ist diese episode schlechter als die anderen ??

LG Columbo93
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Re: Bewertet "Alter schützt vor Torheit nicht"

Beitragvon Lordfort » Fr, 01.01.2010 14:35


Ich habe auch das Gefühl, dass junge Leute eher auf viel Action und Computer-Spezialeffekte fixiert sind. Außerdem wird heute vor allem auf schnelles Tempo und schnelle Schnitte wertgelegt. Das ist wohl eine Generationenfrage bzw. eine Frage der Sehgewohnheiten, mit denen man groß geworden ist. Ich kann mir vorstellen, dass vielen Jüngeren alte Filme und Serien schon mal viel zu langsam sind.

Mit der gesamten Columbo-Serie könnten die Kids dann auch nichts anfangen.
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Re: Bewertet "Alter schützt vor Torheit nicht"

Beitragvon columbo93 » Fr, 01.01.2010 14:45


Lordfort hat geschrieben:Ich habe auch das Gefühl, dass junge Leute eher auf viel Action und Computer-Spezialeffekte fixiert sind. Außerdem wird heute vor allem auf schnelles Tempo und schnelle Schnitte wertgelegt. Das ist wohl eine Generationenfrage bzw. eine Frage der Sehgewohnheiten, mit denen man groß geworden ist. Ich kann mir vorstellen, dass vielen Jüngeren alte Filme und Serien schon mal viel zu langsam sind.

Mit der gesamten Columbo-Serie könnten die Kids dann auch nichts anfangen.



was du zu den schnellen schnitten sagst, so könntest du recht haben.

bei "neumodischen" krimiserien, wie csi, miami sind ebenfalls viele schnitte vorhanden, dadurch ist aber vieles verschwommen und auf die dauer wird das dann nervig !! :twisted:

dagegen ist columbo eher harmlos, aber immer spannend, weil bei columbo nicht krampfhaft versucht wird, durch action, brutalität spannung hereinzubringen
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Re: Bewertet "Alter schützt vor Torheit nicht"

Beitragvon sagittarius » Do, 01.04.2010 12:44


Das Leben ist offenbar ein Theater. Dies gilt zumindest für Lillian Stanhope und Nicholas Frame, die ihren Produzenten im Affekt töten und später noch ihren Butler. Das Mörderpaar setzt die Aufführung außerhalb des Theaters fort. Das Theaterhafte durchzieht die ganze Sendung. Mrs. Stanhope und Mr. Frame geben dem Publikum eine Vorstellung.

Nicht nur das Schauspielerpaar, auch Columbo kann sich beweisen: als Trottel am Flughafen, als knipsender Tourist, ohne sich sicher zu sein, ob ein Film in der Kamera ist, und schließlich als Besucher bei Scotland Yard.

Columbo kommt dem Mörderpaar schnell auf die Spur. Die Leiche wurde nach dem Tod bewegt. Folgerung: Es war Mord. Bei getrennten Gesprächen, die Columbo mit dem Paar führt, ähneln sich ihre Aussagen so sehr, dass es fast die gleichen Worte sind; es wirkt wie abgesprochen. Folge: Columbo schöpft Verdacht. Dabei hat das Mörderpaar Glück, dass das Opfer unbemerkt das Theater betreten hat und sie seinen Leichnam unbemerkt in dessen Landhaus ablegen konnten.

Aber etwas haben sie doch übersehen: einen Regenschirm, der eine ähnliche Bedeutung bekommt wie eine Blume in "Etüde in Schwarz". Ein Hausmeister nahm versehentlich den Schirm des Toten, und das Mörderpaar legte im Haus des Toten einen falschen Schirm ab, der aus den Requisiten des Theaters stammt. Das könnte sie verraten. Die zweite Hälfte des Films schildert die Suche des Paares nach dem Schirm. Im Wachsfigurenkabinett, wo man offenbar leicht einbrechen kann, gelingt es den Beiden, den Schirm wieder zu vertauschen. Columbo kommt zu spät und macht ein langes Gesicht.

Columbo überführt das Paar schließlich mit einem Taschenspielertrick: Er schmuggelt eine Perle in den Schirm des Toten und lässt sie herausfallen. Das Mörderpaar erkennt die Perle als Teil der Perlenkette, die während des Kampfes zerbrochen war und gestehen.
Mir missfällt diese Überführungsmethode. Sie ist billig und beweist nichts.

Insgesamt gesehen ist es eine solide Episode mit Charme, aber auch mit Schwächen. Ich gebe 3 Punkte.
"So was wie den perfekten Mord gibt es nicht. Das ist nur eine Illusion."
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Re: Bewertet "Alter schützt vor Torheit nicht"

Beitragvon Topi » Do, 01.04.2010 12:51


Lordfort hat geschrieben:In der englischen Originalfassung geht es bestimmt auch um den Kontrast zwischen dem breiten amerikanischen Akzent von Columbo und dem sicherlich vornehmen britischen Akzent der ganzen Engländer, mit denen er zu tun hat. Über sowas können sich englischsprachige Zuschauer bestimmt amüsieren. Das Thema fällt natürlich in der Synchronfassung weg.


Muss nicht. Sowas kann man wunderbar übertragen - einfach durch die Art zu sprechen.

Grüße
Topi
Legen Sie Ihren italienischen Namen ab und beißen Sie erstmal auf nichts Hartes.
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Re: Bewertet "Alter schützt vor Torheit nicht"

Beitragvon Doc Brown » Di, 16.08.2011 15:16


Eine insgesamt schöne, ordentliche Episode, daher gibt es von mir 4 Punkte. Columbo in London – hier passt nicht alles, aber vieles wird gut gemacht. :)

Die Folge ist gut strukturiert und logisch aufgebaut, da gibt es nicht zu meckern. Alles sieht nach einem Unfall aus, doch Columbo arbeitet sich Indiz um Indiz voran und kommt somit den Tätern auf die Schliche.
Da wäre als erstes das sorglos abgelegte Buch – ungewöhnlich für Sir Roger. Er arbeitet sich dann über die Regentropfen auf Sir Rogers Auto, über die fast identischen Aussagen der Mörder, die nicht zerbrochene Brille und schließlich dem vertauschten Regenschirm voran und überführt schließlich die Täter. Ein schöner Aufbau, es macht Spaß Columbo dabei zu beobachten, wie er der Wahrheit immer näher kommt. :such:

Das Mörderpärchen weiß zu gefallen und macht unterm Strich Spaß, auch wenn die Emotionen von Lillian Stanhope mir fast schon zu extrem sind und bei mir kurz vor der Nerv-Grenze stehen. Sie schafft aber gerade noch so die Kurve.
Stanhope übertreibt mit ihrer schäbigen Inszenierung bei der Trauerfeier für Sir Roger mit ihrem übertriebenen Geheule. Auf der anderen Seite geht sie extrem kaltblütig vor, um ihren Weg nach oben als Schauspielerin zu machen. Man hat den Eindruck, sie ist nicht über den Tod von Sir Roger erschüttert, sondern alleine über die Tatsache, dass sie ihn umgebracht hat und dies ihre Karriere kosten kann. Sie ist extrem egoistisch und nur auf Eigennutz aus. Sie will das, was sie sich in den Kopf gesetzt hat. Komme was wolle. Ich empfand eine gewisse Genugtuung bei ihrer Überführung. :smoke:

Interessant ist auch zu sehen, dass das Mörderpärchen dreimal während der Episode glaubt, sie haben die Oberhand und sind nun als Mörder nicht mehr zu entlarven: Sie fahren mit einem diabolischen Lachen vom Haus von Sir Roger weg, als sie die Leiche dort platziert haben. Sie lachen über Scotland Yard, als sie den Köder des vermeintlich gestohlenen Buchens von Irwing platziert haben und sie fühlen sich erhaben, als sie die Regenschirme ausgetauscht haben „Jetzt kann uns nichts mehr aufhalten“. Am Ende werden sie doch überführt. :-))

Zum Negativen:
Wie schon erwähnt, steht Lillian Stanhope kurz vor meiner Nerv-Grenze, vielleicht hätte ihrer Figur ein bisschen weniger gut getan. Sei’s drum, es gibt schlimmere Figuren. Besser zu viel, als gar keine charakterliche Tiefe bei einer Figur.

Wie sooft: Alle sind dumm, außer Columbo. Jeder von Scotland Yard glaubt blind an einen Unfall und hinterfragt rein gar nichts. :mauer:

Die Episode ist mir ein bisschen zu britisch, ein bisschen weniger Klischees hätten der Folge gut getan. Es regnet oft, wenn es nicht regnet, ist der Himmel immer wolkenverhangen. Durk und der Butler sind mir zu steif und damit zu britisch. :?


Das sind aber nur kleine Kritikpunkte in einer ansonsten guten Episode, daher gibt es von mir 4 Punkte. :klatsch:

P.S. Ich hätte es richtig cool gefunden, wenn man im Abspann die Urlaubsfotos von Columbo gesehen hätte, so wie bei „Hangover“. Dafür, dass sie es nicht gemacht haben, gibt es aber keinen Punktabzug. :wink:
Döp döp döp de de döp döp döp
(H.P. Baxxter)
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Re: Bewertet "Alter schützt vor Torheit nicht"

Beitragvon Devlin » Di, 26.06.2012 18:22


Diese Episode finde ich insgesamt gesehen sehr gut.
Das Paar Stanhope/ Frame überzeugt mich und gefällt mir. Finde diese beiden das beste Mörderpäärchen. Ihre Leidenschaft und Verbissenheit, sowie ihr schauspielerisches Talent auch neben der Theaterbühne.
Auch Humor und Emotionen bringen sie einiges rüber.
Der erste Todesfall ist eher ein Unfall oder allenfalls ein Totschlag. Fand ich nie wirklich überzeugend. Dann schon eher das Vertuschungsmanöver und das Vortäuschen eines Unfalls. Das finde ich wird hier sehr gut gemacht 8)

Sie spielen ihr Spiel perfekt weiter, wenn zum Teil auch etwas überspitzt, und scheinen sich im Erfolg weiter sonnen zu können. Wenn da der treue Butler Tanner nicht wäre (hervorragende Leistung von Wilfried Hyde- White!)
So muss es zum Mord kommen ansonsten wäre Tanner immer eine Bedrohung gewesen.

Beim Finale bricht für die beiden dann das ganze Kartenhaus zusammen und Frame verliert die Nerven. Die Idee mit dem Trick ist gut, aber eben doch nur ein cleverer Trick von Columbo und nicht ein Beweis.

Sicher auch ein Plus der Episode ist das es viele Indizien gibt das Sir Roger Haversham nicht so starb wie es inszeniert wurde.
Columbo ermittelt sich Punkt für Punkt zum Ziel.
Die Atmosphäre von London als Spielort mag ich ebnfalls sehr gut.
Auch ist die Episode stark besetzt, neben Stanhope und Frame, Tanner und Superintendant Durk (Berhard Fox 8) überzeugen mich auch der Hausmeister des Theaters wie die Hausangestellten von Sir Roger Haversham.
Columbo gefällt hier auch ganz gut, für viel Aufklärungsarbeit und Humor ist gesorgt.
Der erste Auftritt des Inspektors am Londoner Flughafen :) die Bemerkung zu Big Ben und weitere Einlagen sorgen auch für guten Humor in der Folge.

Von mir gibt es klar 4 Punkte!
So weit ____ und nicht weiter!
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Re: Bewertet "Alter schützt vor Torheit nicht"

Beitragvon Tiktaalik » Sa, 28.07.2012 11:37


Es ist schon einige Jahre her, als ich die Folge zum letzten Mal gesehen habe. Ich hatte sie als sehr schlechte Episode in Erinnerung. Als ich sie mir aber gestern ansah, war ich ein wenig positiv überrascht: Die ungewohnte Atmosphäre ist eine gute Abwechslung, auch die vielen Bilder der Sehenswürdigkeiten in London haben mir gut gefallen. Dazu ein paar lustige Szenen, u. a. am Flughafen. Sehr positiv überrascht haben mich die guten Nebendarsteller (Hausmeister Mr Fenwick, Superintendant Durk, Butler Tanner). Die Hauptdarsteller hingegen, das Mörderpärchen, haben nur eine durchschnittliche Leistung abgeliefert. Dazu treffen sich die Mörder und der Inspector erst nach über einem Drittel der Episode, was mir viel zu spät ist. Überhaupt gefällt mir das Mörder-Columbo-Spiel in dieser Episode nicht. Dies ist keine Kritik an den Schauspielern, sondern am Drehbuch.

Außerdem leuchtet mir der Butler nicht ganz ein: Er war mir zwar sehr sympathisch und wurde auch gut dargestellt, aber ich finde es unglaubwürdig, dass er zwei Mörder deckt, um bei ihnen arbeiten zu können. Im Ernst: Wer von euch möchte einen Mörder als Chef haben? Auch sein Mord wird nicht aufgeklärt.

Die Beweisführung ist mir ebenfalls viel zu dünn: Zunächst einmal finde ich es sehr dumm von den Mördern, zu denken, dass keiner merkt, dass die Leiche bewegt wurde. Indizien gibt es auch kaum und auch der "Beweis" am Ende gefällt mir nicht. Das Geständnis ist zwar schlüssig, aber insgesamt wurde mir der Mord viel zu wenig aufgeklärt. Vor allem, wenn man bedenkt, dass das Ende eine große Stärke Columbos ist, ist mir das in dieser Episode viel zu schwach.

Ich muss dazu sagen, dass ich McBeth nicht gelesen habe und daher für die Parallelen zwischen Columbo und McBeth keine Punkte vergeben kann.

Insgesamt gefiel mir diese Episode deutlich besser als beim letzten mal, doch ihre vielen großen Schwachpunkte bleiben, daher gibt es für diese Folge von mir nur 2/5 Punkte. Dass ich nur 2/5 Punkten gebe, mag viele, wenn man sich meine Bewertung das erste mal durchliest, überraschen, ist aber der Tatsache geschuldet, dass die positiven Aspekte (Interessante Atmospähre, schöne Bilder, tolle Nebendarsteller) deutlich weniger wiegen als die negativen Aspekte (schwaches Mörder-Columbo-Spiel, mittelmäßige Hauptdarsteller, viel zu wenig Indizien, allenfalls mittelmäßige Auflösung).
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