Bewertet "Alter schützt vor Torheit nicht"

Hier könnt ihr die einzelnen Folgen bewerten bzw. die Meinung der anderen Mitglieder lesen.

Wie bewertet ihr "Alter schützt vor Torheit nicht"?

1/5 "schlecht"
8
17%
2/5 "passabel"/"na ja"
6
13%
3/5 "gut"
10
21%
4/5 "sehr gut"
12
25%
5/5 "überragend"
12
25%
 
Abstimmungen insgesamt : 48

Beitragvon Columbo-Freak » Fr, 29.12.2006 16:29


Also mit meiner Bewertung wollte ich dir echt nicht auf den Schlips treten, Yves, auch wenn das eventuell für dich so rübergekommen ist :oops: .

Dass ich manchmal etwas kleinkariert bewerte, mag sein, aber dass ich fast jede Folge schlecht rede, stimmt einfach nicht! Die wenigsten Folgen bekommen von mir 2 Punkte, 1 Punkt habe ich bisher nur für diese Folge und für "Der alte Mann und der Tod" vergeben!
Auch bei "Der alte Mann und der Tod" habe ich auf positive Aspekte verwiesen, nämlich die 2 sehr lustigen Szenen. Die Folge hat von mir trotzdem nur einen Punkt bekommen. Deswegen sah ich hier keinen Grund, einen Extrapunkt zu vergeben, denn ich finde diese Episode keinen Deut besser als "Der alte Mann und der Tod". Ich finde sie sogar eher schlechter!
Warum, habe ich schon geschrieben.
Damit ich 2 Punkte vergebe, muss wenigstens ein Ansatz von kriminalistischer Logik zu erkennen sein und dieser war hier meiner Meinung nach nicht gegeben. Mit den Fingerabdrücken hast du vielleicht recht, aber Columbo fälscht hier trotzdem in Kindergartenmanier ein Beweisstück.
Auch das Wäscheblau in "Schleichendes Gift" ist ein gefälschtes Beweismittel, aber hinter dem steckt wenigstens Rafinesse und auch Recherche!

Wenn die eigene Lieblingsfolge von einem anderen verrissen wird, ist das sicherlich nicht angenehm, aber ich finde man muss jedem seine Meinung zugestehen! Es gab auch schon Episoden, die fand ich als einziger gut, zum Beispiel "Niemand stirbt zweimal", also gab es die ganze Sache auch schon umgekehrt.
Und uns alle verbindet ja schließlich die Begeisterung über die Columbo-Reihe!

In diesem Sinne,
viele Grüße und guten Rutsch ins neue Jahr!
Columbo-Freak
"Und wenn sie noch bis Weihnachten an dieser verfaulten Zigarre lutschen und saugen, sie werden nie das Gegenteil beweisen!" - Janus zu Columbo in Folge 26 "Geld, Macht und Muskeln"
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Beitragvon Red Shadow » Mo, 02.04.2007 23:03


Tja Martha langsam wird es schwierig mit unserer WM-Teilnahme im Synchron-Bewerten :lol: :wink:. Ich hatte die Folge besser in Erinnerung und muss mich „Columbo-Freak“ anschließen. Die London-Reise ist im Grunde albern, klischeehaft und kriminalistisch halbgar. Der Einbruch ins Wachsfigurenkabinett ist dann nur die Spitze des Eisbergs. Da ich die Stadt London an sich liebe und Columbo in Sachen Humor ein paar Highlights bietet, bin ich gnädig und verbleibe bei 2 Punkten. So viel zum ersten Eindruck, die ausführliche Kritik wird im Laufe der Zeit noch folgen. Ach herrje, mit den Umfragen habe ich es nicht so, meine 4 Punkte kann man getrost canceln :lol:. Na ja, ich habe in letzter Zeit wohl zu oft den Inspektor in seiner Verplantheit gesehen – das färbt ab :wink:.
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Beitragvon martha » Di, 03.04.2007 00:03


Meine Bewertung ist ja auch eher 'ne Theaterkritik. :wink:

Für 'ne messerscharfe Analyse empfehl' ich dir übrigens, vorher noch mal den kompletten "Macbeth" durchzulesen. :lol:

"Fair is foul, and foul is fair.
Hover through the fog and filthy air."
"Könnten Sie mir wenigstens sagen, welcher Name es war?
War es Kensington oder Arlington?"
"Genau gesagt:Keiner von beiden. Es war Washington."
"Hatten Sie bei dem auch einen Vornamen?"
"Martha."
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Beitragvon OnkelDonald » Do, 12.04.2007 22:43


Ich fand die Episode eine gute Abwechslung und eine gelungene Story hatte sie auch.
Hinzu kamen die guten Darsteller und die lustigen Szenen in London.
4/5
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Beitragvon nasap » Mi, 11.07.2007 13:57


Hallo!

Ich habe mir gestern diese Folge zum ersten mal angeschaut. Mir hat sie nicht so gut gefallen. Columbo wirkte immer ein bißchen fehl am Platz, seine sonst so üblichen Eigenschaften gerieten ein wenig in den Hintergrund und die Story ist doch ziemlich einfallslos.

Außerdem fehlt mir bei den Folgen die nicht in LA spielen (jedenfalls bei denen die ich kenne) die umgehende Tatort-Analyse mit einem meist unausgeschlafenen, kaffeetrinkenden(suchenden) Inspector.

Fazit: 1/5 langweilig und nicht spannend!

Viele Grüße,

nasap
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Beitragvon martha » Mi, 11.07.2007 18:49


nasap hat geschrieben:Fazit: 1/5 langweilig und nicht spannend!



Damit befindet sich die Folge ja allmählich in der Spitzengruppe jener Episoden, die am meisten polarisieren. :wink:

Ich warte natürlich noch gespannt auf den vernichtenden Verriss von "red shadow" und die Meinung von "Hollister". :)
"Könnten Sie mir wenigstens sagen, welcher Name es war?
War es Kensington oder Arlington?"
"Genau gesagt:Keiner von beiden. Es war Washington."
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Beitragvon Hollister » Fr, 13.07.2007 15:11


4 Punkte.

Ich konnte mich dunkel daran erinnern zu dieser Folge schon mal eine Bewertung abgegeben zu haben; und tatsächlich habe ich diese nach mehr oder weniger langem Suchen in den Tiefen des Forums wiedergefunden. Ich habe damals 4 Punkte gegeben und mein Eindruck hat sich bis dato auch nicht geändert.

Kriminalistisch ist die Folge sicher nicht erster Güte. Dies fängt mit dem Mord im Affekt an, der in einer Columbo-Folge im Gegensatz zum geplanten Mord schon mal stark handicapiert ist. Dann die etwas plumpe Treppensturz-Vertuschungsnummer und die nötige aber nebensächlich abgehandelte Butler-Aufhängung. Obwohl Columbo so einige Indizien zusammenträgt, beschleicht einem irgendwie das Gefühl, dass bei einem so ungeplanten und auch schlampigen Vorgehen noch mehr zu finden sein müsste und am Ende ein stichhaltiger Beweis auf dem Tisch liegen müsste. Aber eben: So ist es halt am Schluss die kriminalistisch magere und fragwürdige, aber meines Erachtens überraschend passende und sympathische Schlusspointe. Die Columbo-Macher haben mit dieser Folge immerhin die Perlen in den Regenschirm geworfen anstatt vor die Säue.

Was diese Folge jedoch zu etwas Besonderem macht, ist die very-britische Atmosphäre und die tollen Schauspielleistungen. Allein schon Columbo, der herrlich die Balance zwischen Tourist und Polizist findet und dadurch die Basis für die gediegene gemütliche Atmosphäre der Folge legt. Das abgetakelte Schauspielermörderpaar überzeugt durch sein aufgesetzt und "overacting" Schauspiel, welches meines Erachtens bewusst so angelegt wurde. Dazu der Vorzeige-Schauspiel-Brite Wilfrid Hyde-White in der passenden Butlerrolle und der steife freundliche Superintendant Durk. Und nicht zu vergessen, der pflichtbewusste Hausmeister, der in der Deutschen Fassung zudem mit einer wunderbaren Synchronstimme ausgestattet wurde.

Auch zum Schmunzeln regt die Folge reichlich an. Highlight ist die Szene mit den Ausführungen des Pathologen, während Columbo am Essen ist. Oder die von Columbo montierte Unpünktlichkeit des Big Ben.

Auch die Musikuntermalung überzeugt. "MacBeth" habe ich bisher noch nicht gelesen, aber wie ich den Bewertungen entnehmen kann, glänzt die Folge durch diverse gekonnte Anleihen an das Stück, was die Folge für Kenner des Stückes natürlich noch etwas besser erscheinen lässt.

Fazit: Die Schauspieler zelebrieren die englische Lebensart klischeefrei und zaubern eine gemütlich passenden und gediegenen Rahmen um die kriminalistisch sicher etwas grobmaschige Folge.
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Beitragvon martha » Fr, 13.07.2007 19:34


Hollister hat geschrieben: Die Columbo-Macher haben mit dieser Folge immerhin die Perlen in den Regenschirm geworfen anstatt vor die Säue.



Vielleicht darf ich diese "Perle" noch mal besonders hervorheben, weil mir solche Sprachspiele natürlich besonderes Vergnügen bereiten.
Ärgert mich fast, dass ich nicht selbst drauf gekommen bin. :wink:
Klasse!

Ich wollte aber noch mal kurz auf das Wort "Klischee" eingehen, weil das bislang ja in fast jeder Bewertung beheimatet ist.
Laut Duden ist ein Klischee eine "abgegriffene Nachahmung ohne Aussagewert".
Was bitteschön soll denn dann in der Episode "Alter schützt vor Torheit nicht" ein Klischee sein???
Dass es in London regnet? Das wäre doch nur dann ein Klischee, wenn Columbo den Mord in einem Sonnenstudio aufklären müsste. Dann wäre der Aussagewert tatsächlich gleich null.
Hier wird doch aber der Regen geschickt in die Story eingebunden, weil es bei diesem Fall ja im Wesentlichen um einen Regenschirm geht.
Das kann's schon mal nicht sein.

Ansonsten hab ich schon Probleme, weitere Indizien für eine angebliche "Klischee-Überfrachtung" zu finden.
Der "Big Ben" steht nun mal in London, genauso wie das Wachsfigurenkabinett.
Und dass leitende Angestellte von Scotland Yard nicht gerade Energiebündel sind, würde ich eher als kriminalistische Tradition bezeichnen. Da muss man sich nur mal Hitchcock's "Bei Anruf Mord" oder "Frenzy" ansehen.

Wie gesagt, entscheidend ist doch immer der Aussagewert, um zu beurteilen, ob ein Klischee vorliegt oder nicht.
Mir ist beim Betrachten der Folge bislang noch nie der Gedanke gekommen, dass hier Klischees aneinandergereiht werden.
Für mich war das immer eine exzellente Typenzeichnung, wodurch die schwächere Kriminalgeschichte mehr als kompensiert wurde.

Ich lasse mich aber gerne überzeugen, falls mir wirklich jemand echte Klischees nennt. :!:
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Beitragvon Red Shadow » So, 29.07.2007 12:48


martha hat geschrieben:
Hollister hat geschrieben: Die Columbo-Macher haben mit dieser Folge immerhin die Perlen in den Regenschirm geworfen anstatt vor die Säue.



Vielleicht darf ich diese "Perle" noch mal besonders hervorheben, weil mir solche Sprachspiele natürlich besonderes Vergnügen bereiten.
Ärgert mich fast, dass ich nicht selbst drauf gekommen bin. :wink:
Klasse!

Ich wollte aber noch mal kurz auf das Wort "Klischee" eingehen, weil das bislang ja in fast jeder Bewertung beheimatet ist.
Laut Duden ist ein Klischee eine "abgegriffene Nachahmung ohne Aussagewert".
Was bitteschön soll denn dann in der Episode "Alter schützt vor Torheit nicht" ein Klischee sein???
Dass es in London regnet? Das wäre doch nur dann ein Klischee, wenn Columbo den Mord in einem Sonnenstudio aufklären müsste. Dann wäre der Aussagewert tatsächlich gleich null.
Hier wird doch aber der Regen geschickt in die Story eingebunden, weil es bei diesem Fall ja im Wesentlichen um einen Regenschirm geht.
Das kann's schon mal nicht sein.

Ansonsten hab ich schon Probleme, weitere Indizien für eine angebliche "Klischee-Überfrachtung" zu finden.
Der "Big Ben" steht nun mal in London, genauso wie das Wachsfigurenkabinett.
Und dass leitende Angestellte von Scotland Yard nicht gerade Energiebündel sind, würde ich eher als kriminalistische Tradition bezeichnen. Da muss man sich nur mal Hitchcock's "Bei Anruf Mord" oder "Frenzy" ansehen.

Wie gesagt, entscheidend ist doch immer der Aussagewert, um zu beurteilen, ob ein Klischee vorliegt oder nicht.
Mir ist beim Betrachten der Folge bislang noch nie der Gedanke gekommen, dass hier Klischees aneinandergereiht werden.
Für mich war das immer eine exzellente Typenzeichnung, wodurch die schwächere Kriminalgeschichte mehr als kompensiert wurde.

Ich lasse mich aber gerne überzeugen, falls mir wirklich jemand echte Klischees nennt. :!:


Ein Klischee ist für mich eine festgefahrene Vorstellung und solche werden hier sicherlich bedient (Butler, die Schnarchnasen von Scotland Yard, der aristokratische, altertümliche Grundton etc.). Mit Wohlwollen könnte man den an sich halbgaren Krimiplot noch als scherzhaft abgehobene Überspitzung bezeichnen, meiner Meinung nach mündet das Ganze aber in wachsgetränkte Albernheit 8O. Der Fall ist halbgar und die Charaktere sind uninteressant. Die Londoner Highsociety wird dann eher uninspiriert plump dargestellt und natürlich muss man noch alle bekannten Ort der Metropole einbauen, damit sich der Ausflug auch wirklich lohnt :roll:. Gerade als London-Liebhaber stört mich diese überfrachtete, hochstilisierte Sightseeing Tour. Dann lieber Kalifornien, wo sicherlich auch nicht immer alles klappt, aber meistens deutlich mehr Atmosphäre im bescheideneren Rahmen transportiert wird :).

Für mehr Details musst du auf meine Kritik warten. Demnächst, wenn die 5. Staffel erscheint, werde ich hier sicherlich wieder etwas aktiver sein.
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Beitragvon Wikinger81 » Mo, 10.03.2008 00:25


Das ist meine Lieblingsfolge der zweiten Staffel und sogar mein Mann gibt zu, dass dies eine der besten Folgen von Columbo ist, obwohl er nicht gerade ein großer Fan von ihm ist.
Ein Grund dafür ist die fremde Umgebung in der man Columbo sieht. Und allein schon bei der Flughafen-Szene musste ich Tränen lachen. Und dann das Verhalten des Superintendent Dirk und einiger anderer Personen, die in Columbo wieder nur einen Trottel sehen und sich fragen, wie der einer der besten Polizisten von L.A. sein kann?! Diese Meinung wird deutlich durch den Butler Tenner als Columbo ihm sagt, er wäre zum Bildungsaustausch in London. Da meint der Butler nur: "Na dann hoffen wir, dass was hängen bleibt.".

Der Mord der ja eigentlich nur ein Totschlag war, wurde gut vertuscht. Obwohl ich es etwas unwahrscheinlich finde, dass das Auto in der Mordnacht nicht von jemandem gehört oder gesehen wurde. Was mir da noch aufgefallen ist. Nick tut das Schlüsselbund in die Hosentasche von Mr. Havensham. Das würde zu der Theorie, dass er gelesen hat doch gar nicht passen. Also ich sitze nicht abends in einem Sessel, lese ein Buch und habe dabei meinen Hausschlüssel in der Hosentasche. Wozu? Das wäre vielleicht kein Beweis aber ein starker Indiz dafür gewesen, dass er nicht oben gesessen und gelesen hat. Aber das wird überhaupt nicht erwähnt. Naja, ebend schlampige Dorfpolizistenarbeit. Columbo wäre das sofort aufgefallen. :wink:

Die Überführung mit dem Regenschirm ist einfach genial. Der Trick mit dem kaschieren der Beweise einfach klasse, da hat Columbo ja ganz schön geblufft. 8O

Die beiden Täter finde ich entweder total fehl besetzt oder einfach nur grausig gespielt. Auch die Synchronstimme von der Dame die Lady Macbeth spielt, hat ihren Betrag dazugeleistet.

Trotzdem bekommt die Folge 5 Punkte von mir, weil Columbo es alles wieder wet macht.


Mac
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Beitragvon Ken Franklin » Fr, 14.03.2008 22:15


Wikinger81 hat geschrieben:Das ist meine Lieblingsfolge der zweiten Staffel

Trotzdem bekommt die Folge 5 Punkte von mir, weil Columbo es alles wieder wet macht.

Mac


Volle Zustimmung von mir, die Folge ist wirklich was ganz besonderes! Bei mir isses ähnlich, meine Freundin kann mit Columbo auch nicht viel anfangen, mag aber die Londoner Kulisse :wink: :D

Ich füge hinzu, dass nicht nur Columbo die Folge rettet und das mordende Pärchen ausgleicht, sondern vor allem auch meine Lieblingsnebenrolle Superintendent Durk!!!! Wahnsinn wie Bernard Fox den obersten der Londoner Polizei verkörpert und den gastgebenden Part für Columbo darstellt. Herrlich britisch steif und korrekt, Fox kauft man seine authentisch gespielte Rolle dermaßen ab, man könnte meinen er wäre in seinem Dienstwagen, dem luxuriösen Jaguar, geboren worden :lol: :lol:
Columbo und Durk wurden sogar zu Freunden, was in der Folge "Wer zuletzt lacht..." wieder aufgearbeitet wird :wink:

Die beiden mussten aber auch wirklich alles geben, um die total blassen Mörder zu kompensieren. Ex- Bondgirl Honor Blackman betreibt für mich ein wenig "overacting" und ihr Freund und Komplize wirkt einfach nur peinlich!

Trotzdem bekommt die Folge aufgrund des Touristen Columbo, dem genialen Superintendent Durk und der Londoner Kulisse von mir 5/5 Punkten!
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Beitragvon FlyingPelican » Mi, 03.09.2008 15:30


Hm, ich finde die Episode zwar gut, aber im Vergleich zum Columbo-Durchschnitt eher eine der schwächeren. Ich schau sie ab und zu mal ganz gerne an, das andere Umfeld und die Musik und alles sind ganz nett. Aber ich vermisse in der Handlung die ein oder andere Höhe. Das fängt an bei dem Mord, der für meinen Geschmack etwas zu spontan ist und hört auf bei der Perle im Regenschirm, um die ein wenig zu viel Getöse gemacht wird. Zwar ein guter Trick von Columbo, aber man hätte ihn noch etwas besser aufziehen können. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass das ganze echt einem Theaterstück angelehnt ist - ich bevorzuge eher was Neues, nicht Filme, die sich durchweg auf andere schon vorhandene Stücke beziehen. Naja, ich gebe 3+/5. Was an dem Einbruch ins Wachsfigurenkabinett falsch sein soll, versteh ich allerdings nicht.
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Beitragvon Gordo » Mi, 03.09.2008 15:43


2 punkte

eine recht durschnittlich gute folge von columbo
"Wissen Sie, in gewisser Weise haben wir ähnliche Berufe. Ich trage eine Uniform, Sie tragen eine... spezielle Uniform, möchte ich's mal nennen."

"Colonel Lyle C. Rumford" zu "Inspektor Columbo"
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Re: Bewertet "Alter schützt vor Torheit nicht"

Beitragvon black_trenchcoat » Mo, 11.05.2009 22:40


Nette Idee Columbo aufgrund einer Informationsveranstaltung nach Übersee zu verfrachten. Genial sein erster Auftritt am Flughafen mit dem Verwirrspiel rund ums Gepäck und seine Person. Schusselig, zerstreut und alte Damen zur Hysterie treibend, so hab ich ihn am liebsten, den Herrn Inspektor. Der Mord war ja vielmehr ein Unfall, die Vertuschung stumpfsinnig und Scottland Yard wirkt wie ein Haufen Blinder. Dennoch der „British way of life“ kommt gut rüber. Sehenswürdigkeiten runden das England-Feeling ab.

Die Besetzung bietet Diskussionsstoff. Gute Nebendarsteller wie der Hausmeister und der Butler, wobei mir besonders die Synchronstimmen beider gefielen, werten die Folge auf.
Superintendant Durk kommt zwar auch klassisch englisch rüber, wirkt allerdings kriminalistisch einfach zu phlegmatisch. Der hätte Columbo ruhig etwas mehr die Stirn bieten dürfen. Die schauspielerische Leistung des Mörderpärchens lässt leider ein wenig zu wünschen übrig. Honor Blackmans Gezeter wirkt wenig glaubhaft. An sich freut es mich ja wenn Täter Emotionen vortäuschen und nicht gefühlskalt in Erscheinung treten, aber in dem Fall war’s mir zu überspannt. In einem Moment als Columbo bei ihr Erinnerungen an den Tod Sir Roger hervorruft mimt sie die Heulsuse, zwei Sekunden später lacht sie schon wieder herzlich und unbekümmert. Ich weiß nicht, da behalt ich sie lieber als Bond-Darstellerin in Goldfinger in Erinnerung. Ihr Komplize war um nichts besser, in dem er am Schluss derart die Nerven verliert- aber wer weiß, vielleicht war seine Verzweiflung eine Anlehnung an die Tragik in Macbeth, sogar sehr wahrscheinlich. Ich mag Shakespeare, von dem Gesichtspunkt ist die Umsetzung auch gelungen. Nur wenn literarische Meisterwerke als Vorlage für einen Columbo dienen, sollten auch die Qualitätsmerkmale, die die Serie auszeichnen sich auf hohem Niveau befinden. Was ich in dem Fall weder von dem Mord noch von der Aufklärung behaupten kann. Es steckt halt eine Menge mehr Potenzial in dem Stoff, daher irgendwie schade, mit etwas mehr Liebe hätte der Fall bestimmt „Wein ist dicker als Blut“ in den Schatten stellen können.

Aber immerhin tolle Atmosphäre, feiner Sound und teilweise sehr gute Unterhaltung = 3 points!
"Dem gehörte das Ganze hier."
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Re: Bewertet "Alter schützt vor Torheit nicht"

Beitragvon WalterJörgLangbein » Di, 12.05.2009 06:18


5 Punkte gab's von mir. Ich finde es höchst amüsant, wie Columbo in völlig fremdem Ambiente, quasi als Tourist, ermittelt, von der örtlichen Polizei belächelt. Und doch fängt Columbo erwartungsgemäß die Mörder, ohne als Tourist darauf zu verzichten, die Sehenswürdigkeiten - Mensch und Denkmal - zu bestaunen. Schade, daß man Columbos Schilderung seines Englandaufenthalts zu Hause bei seiner lieben Frau nicht mitbekommt.

Ich meine: eine humorvolle Folge von Columbo, der auch "exotische" Mörder zu ergreifen vermag, auch wenn er deren Sprache kaum versteht.

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