Bewertet "Schach dem Mörder"

Hier könnt ihr die einzelnen Folgen bewerten bzw. die Meinung der anderen Mitglieder lesen.

Wie bewertet ihr "Schach dem Mörder"?

1/5 schlecht
1
2%
2/5 passabel/"na ja"
10
19%
3/5 gut
15
28%
4/5 sehr gut
22
41%
5/5 überragend
6
11%
 
Abstimmungen insgesamt : 54

Beitragvon Wikinger81 » Mo, 10.03.2008 01:09


Diese Folge hat mich nicht so überzeugt. Zwar kombiniert Columbo richtig und hat auch gute Beweise aber mich stört das Motiv des Schachmeisters etwas. Natürlich gibt es vielleicht Menschen, die wegen so einer Sache töten würden aber für mich ist das zuweit hergeholt.

Ach ja, dieses Schachspiel beim 10 Simultanspiel (Kann man das so sagen?) bei dem der Meister schach matt gesetzt wird, ist jawohl lächerlich. Es wurden auf diesem Spielbrett gerade mal zwei Züge von beiden Parteien gemacht und da soll der Meister schon schach matt sein? Bei allen anderen Partien sind schon unzählige Züge gemacht worden nur da nicht?! Das ist doch wohl etwas unwahrscheinlich, oder konnte da ein neuer Spieler einsteigen, wenn der Vorgänger "matt" war?

Deshalb nur 3 Punkte.


Mac
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Beitragvon Klaus » Fr, 14.03.2008 13:34


Donnerwetter Mac, bei deinem Wahnsinnstempo an neuen Beiträgen betreibst du das Forum mittlerweile ja fast schon alleine, Kompliment :!:

Wikinger81 hat geschrieben:Ach ja, dieses Schachspiel beim 10 Simultanspiel (Kann man das so sagen?) bei dem der Meister schach matt gesetzt wird, ist jawohl lächerlich. Es wurden auf diesem Spielbrett gerade mal zwei Züge von beiden Parteien gemacht und da soll der Meister schon schach matt sein? Bei allen anderen Partien sind schon unzählige Züge gemacht worden nur da nicht?! Das ist doch wohl etwas unwahrscheinlich, oder konnte da ein neuer Spieler einsteigen, wenn der Vorgänger "matt" war?


Wie auch immer, kurz vor dem Schachmatt erwähnte Clayton doch (zumindest in der deutschen Fassung): "Ein neues Spiel". Also durfte hier entweder der bisherige oder ein neuer Spieler sein Glück versuchen. Wie bereits geschrieben wurde, ist das Idioten-Matt in zwei Zügen an dieser Stelle natürlich ein völlig unrealistisches Phantasieprodukt des Drehbuchautors. Offensichtlich wollte man auf diese Weise den Zuschauern suggerieren, dass Clayton bereits durch unseren Inspektor innerlich "matt" gesetzt wurde, was ja auch kein Wunder ist, wenn man bedenkt, wie Columbo trotz aufgesetzter Unschuldsmiene in diese Simultanveranstaltung hereingeplatzt ist. :smoke:

Gruß
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2 von 5 Punkten!

Beitragvon gubanov » Sa, 05.04.2008 22:56


Hier nun einmal meine Meinung zu dieser Folge, die mir persönlich nicht wirklich zusagt. Wie bereits erwähnt, bietet das Thema "Schach" eigentlich einen interessanten Ausgangspunkt für eine Columbo-Folge, weil es eben einmal "etwas anderes" ist, aber leider werden einige gute Ansätze hier von diversen unschönen Aspekten überlagert.

Da wäre zunächst natürlich ein ganz wichtiger Part einer jeden Columbo-Folge, nämlich der Mörder. Er ist kreuzunsympathisch und man hofft geradezu auf seine Überführung. So hat man am Ende keine Gewissensbisse, weil man den Täter lieber hätte entkommen lassen (so, wie es mir etwa bei "Alter schützt vor Torheit nicht" oder "Klatsch kann tödlich sein" ging). Allerdings ist das "Spiel" zwischen Columbo und dem Täter dieses Mal gekennzeichnet von einer Kälte und Ablehnung, die die Folge einfach völlig unliebsam macht.
Eine positive Sache am Mörder ist meiner Meinung nach das Motiv, welches hier einmal etwas aus der Reihe tanzt. Dass einige es nicht als "vollwertiges Motiv" anerkennen, kann ich nicht nachvollziehen, denn schließlich hat unser Täter es als Vollblutprofi mit seinem Ruf und seiner Karriere zutun, sollte er verlieren. Hier ist der Mord schon, sofern man überhaupt von so etwas reden kann, "gerechtfertigt", zumal es ja eher eine Verzweiflungstat ist.
In diesem Zusammenhang fallen mir noch die Traumsequenzen ein: Sicherlich sind sie ein wenig dick aufgetragen, aber im Groben und Ganzen ordentlich mit der Handlung verstrickt. Nichts, weshalb man Punktabzug geben könnte.

Nicht nur der Mörder, sondern auch die anderen Figuren (z.B. der "Trainer" [seltsame Bezeichnung, nennt man das wirklich so?] des Opfers), nörgeln ständig herum und machen keinen sympathischen Eindruck. Sogar der französische Kellner geht einem auf die Nerven. Das Spiel in dessen Restaurant zwischen den beiden Schachprofis gehört aber sicherlich zu den (raren) Höhepunkten der Folge. Ein anderer dieser "Höhepunkte" ist, als Columbo (ebenfalls in dem Restaurant) den Anruf bekommt, dass "er" überleben wird und der Mörder denkt, der Verletzte sei gemeint, schließlich aber erfahren "darf", dass es sich um den Hund handelt.

Leider fehlt in dieser Folge auch der Humor (gerade, wenn man vorher Folgen wie "Blumen des Bösen" oder "Alter schützt vor Torheit nicht" gesehen hat). Die Szenen beim Tierarzt entlocken zumindest mir nicht einmal ein müdes Schmunzeln.

Fast keiner der Darsteller (ironischerweise mit Ausnahme des Opfers) kann einen bleibenden Eindruck in seiner Rolle schaffen.

Indizien gibt es hingegen reichlich und viele von ihnen wirken überzeugend. Einzig stelle ich mir die Frage, warum Columbo von einer Knoblauch-Spur ausgerechnet auf ein französisches Lokal schließt und so tut, als würden andere Küchen diese Ingredienz nicht verwenden. Gerade in der Nähe von Fräulein Brühl sollte doch auch ein deftiges, herzhaftes deutsches Restaurant zu finden sein, das sicherlich auch nicht mit der Würzung spart... :twisted:
Insgesamt läuft es dann tatsächlich auch einen Indizienprozess hinaus, denn einen abschließenden Beweis, wie sonst üblich, gibt es hier nicht. Dass nur ein tauber Mann die Maschine nicht wieder angestellt hätte, ist eine auf den ersten Blick naheliegende Erklärung, beweist aber rein gar nichts. Ich halte es auch mit den Usern, die sagen, dass ein aufgeregter Mörder, der in dieser Art von "Tötung" keine Routine hat und dementsprechend verwirrt (gerade, was auch die "Exzentrik" des Mörders angeht) ist, nie und nimmer - egal ob er taub ist oder nicht - daran denken würde, das ihm völlig fremde Schaltbrett der Maschine zu studieren (falls er denn überhaupt wüsste, wo es sich genau befindet) und den Knopf auf "An" zu drehen.

So hinterlässt die eher hysterische als clevere Schlussszene in Verbindung mit Dick de Benedictis' aufgedrehter Musik eher einen schalen Beigeschmack am Ende dieser Folge, die selbst bei einer Laufzeit von gerade einmal siebzig Minuten über einige Längen verfügt.

Daher:
2 von 5 Punkten für die für mich zweitschlechteste Folge dieser Staffel.
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Re: 2 von 5 Punkten!

Beitragvon Ken Franklin » Mo, 07.04.2008 22:16


gubanov hat geschrieben:Da wäre zunächst natürlich ein ganz wichtiger Part einer jeden Columbo-Folge, nämlich der Mörder. Er ist kreuzunsympathisch und man hofft geradezu auf seine Überführung. So hat man am Ende keine Gewissensbisse, weil man den Täter lieber hätte entkommen lassen (so, wie es mir etwa bei "Alter schützt vor Torheit nicht" oder "Klatsch kann tödlich sein" ging).


Ist das dein ernst??? Also in meinen Augen wurde dieses selbstgerechte Schauspielerehepaar 70 Minuten zu spät verhaftet!!! :roll: Also wenn die nicht unsympathisch sind, wer dann???

Es erstaunt mich immer wieder, wie unterschiedlich die Geschmäcker sind.
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Beitragvon gubanov » Mo, 07.04.2008 22:36


Ich denke, gerade bei diesen beiden können die Meinungen extrem auseinander gehen. Ich würdige ihre echte Affinität zu ihrem Beruf und halte ihnen zugunsten, dass zumindest der erste "Mord" ein Unfall war. In der Szene, in der sie die Kritiken lesen, habe ich mich mit ihnen gefreut - wenn selbst die Kritiker sich zu solch lobenswerten Statements hinreißen lassen, muss ja zumindest ein gewisses Maß an Kunstfertigkeit da sein. Darüber hinaus sind es wohl die Darsteller an sich, die auf mich sehr sympathisch wirken, was sich im Endeffekt auch ein Stück weit auf die Charaktere überträgt.
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Beitragvon Martin. » Mo, 18.08.2008 22:42


Ich persönlich kann nicht verstehen warum die Folge hier eher schlecht abschneidet.

Meiner Meinung nach ist die Folge erstaunlich spannend, wendungsreich und randvoll mit tollen, Columbo-typischen Indizien. Der Mörder ist gut gespielt und Columbo spielt sehr engangiert. So macht Columbo Spass!

sehr gute 4/5, mit einer Tendenz zur "5".
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Beitragvon FlyingPelican » Mo, 01.09.2008 18:58


Zwei der hier am meisten in Frage gestellten Aspekte der Folge scheinen das Motiv und die Überführung des Mörders zu sein. Für mich ist beides sehr gelungen.
Zum Motiv denke ich, dass es durchaus nachvollziehbar und sogar realistisch ist. Natürlich ist psychisch mit dem Mörder einiges nicht in Ordnung. Aber bei welchem Mörder (nicht Notwehr oder sowas, sondern echter geplanter Mord!) ist denn bitteschön oben im Kasten alles in Ordnung? Das ist ja wohl eher die Ausnahme. Also gut, Dudek war lange Weltmeister, und auch eindeutig genial und der stärkste Spieler, bevor er wegen Krankheit zurücktrat. Nun soll sich der (wenn man das mal mit der echten Schachgeschichte vergleicht) eher normale Weltmeister Clayton gegen das Genie Dudek wehren: äußerst schwer, und für ihn nach eigener Einschätzung wohl unmöglich, zumal er im Restaurant und im Hotelzimmer zweimal von Dudek auf dem Brett zerstört wurde. Auch ist es in der realen Schachwelt so, dass sich die meisten dieser Topspieler die meiste Zeit ihres Lebens mit Schach beschäftigen. Clayton hat ja offensichtlich keine Familie oder Frau, sein Leben besteht aus Schach! Und fast nur daraus. Wenn diese Situation für den etwas geisteskranken Clayton kein Motiv sein soll, was denn bitteschön dann??
Zur Aufklärung denk ich, dass am deutlichsten zu merken ist, dass Clayton lügt, als er trotz der Aussage des Obers, dass Dudek zu Beginn der Partie das Salz verrückt hat und Clayton den Pfeffer dagegengestellt, hat, behauptet, er habe Weiß gehabt. Das zusammengenommen mit der Tinte, dem Motiv, dem Kopieren der Medikamentenliste, den ganzen Reaktionen von Clayton auf Columbos Verdächtigungen und den anderen Details ist ja schon fast eine Überführung des Mörders. Als dann auch noch bewiesen wird, dass der Mörder taub gewesen sein muß, und der Officer und Columbo Claytons Reaktion darauf sehen, die praktisch ein Geständnis ist, ist der Mörder ja wohl eindeutig überführt.
Ansonsten muß ich als Schachspieler bemerken, dass hier beim Drehen schon einigermaßen ordentlich gearbeitet wurde. In vielen Filmen sieht man unsinnige Sachen, wenn es um Schach geht, und höchstens jemanden, der gerade sagt "Matt", aber hier ist sogar eine nette kleine Kombination dabei, als sie im Hotelzimmer spielen. Auch das Idiotenmatt beim Simultan finde ich nicht verkehrt. Natürlich würde das keinem Schachspieler unter normalen Umständen passieren. Aber man merkt in dieser Szene ganz klar, dass Clayton sich immer weiter in die Enge getrieben sieht, er geht von Brett zu Brett und wirkt bei jedem Brett unsicherer! Bei dem betreffenden Matt, da erschrickt er sogar, als der Gegner "Matt" sagt. Ganz eindeutig: Während Clyaton Columbo anschreit, weiß er überhaupt nicht, was für Züge er gerade spielt. Vielleicht wollte er erst e4 und dann f4 spielen und hat sich um eine Linie vergriffen. Das ist durchaus plausibel. Einzig bei der Partie im Restaurant stimmt so einiges nicht mit den Figuren. Da hätte man beim Drehen dann doch besser aufpassen müssen. Denn ein Schachspieler schaut sich die Konstellation aus Pfeffermühlen und Käsewürfeln schon genauer an.
Trotz dieser Restaurant-Szene mit Filmfehlern finde ich die Folge wirklich sehr gelungen!
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Gute Folge.

Beitragvon Harold van Wyck » Do, 04.09.2008 12:57


Hallo!

Also für mich ist es eine relativ gute Folge. 4/5 Punkte

Logische Indizien (z.B. das mit dem gleichen Stift oder das fehlende echte Briefpapier) aber auch einige witzige Szenen sind dabei. Auch das Mordinstrument ist mal was anderes(hat nur nicht funktioniert).
Auch die Auflösung ist durchaus nachvollziehbar. Glaube nicht das es dort großartige Vibrationen gibt.

Alles in einem eine Folge die ich mir immer wieder gerne ansehe. Außer dem geht es ja um Schach
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Re: Gute Folge.

Beitragvon Venus » Mo, 22.09.2008 10:26


Harold van Wyck hat geschrieben:Hallo!

Also für mich ist es eine relativ gute Folge. 4/5 Punkte

Logische Indizien (z.B. das mit dem gleichen Stift oder das fehlende echte Briefpapier) aber auch einige witzige Szenen sind dabei. Auch das Mordinstrument ist mal was anderes(hat nur nicht funktioniert).
Auch die Auflösung ist durchaus nachvollziehbar. Glaube nicht das es dort großartige Vibrationen gibt.

Alles in einem eine Folge die ich mir immer wieder gerne ansehe. Außer dem geht es ja um Schach


Ich habe mir die Folge gestern abend nochmal angesehen und ich fand sie eher schwach. Das lag bei mir an den schlechten Hauptfiguren, den Schachspielern. Ich hätte mir eine andere Besetzung des Mörders gewünscht. Das kam bei mir alles so schwach und fad rüber. Ein bisschen mehr Pep hätte meiner Meinung nach gut getan.
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Beitragvon dille » Do, 25.09.2008 19:40


Schauspielerisch sicherlich Oberliga, aber genau DAS ist es, was mich - so paradox es klingen mag - ein bisschen stört. Die Schurkenrolle von Laurence Harvey (der übrigens kurz nach dem Dreh starb) ist Columbo atypisch, da sie insbesonders mimisch sehr facettenreich ist. Man könnte es auch einfacher formulieren und sagen: Harvey hat die Rolle unterfordert und, schlimmer, der Zuschauer merkt das auch. Das verdirbt ein wenig den Spaß, denn die Dramaanleihen in der ersten Hälfte, die einem Shatner zum Beispiel schwerfallen würden, richten den Fokus auf eine Person - nämlich auf die des "Schurken" - und dabei ist es doch das Columbo-Mörder-Wechselspiel, das den Reiz eines "Columbos" für mich ausmacht. Ich bin übrigens kein Shatner-Fan, aber als Schurke ist er in den beiden Columbos genauso mein Fall wie George Hamilton in "Der erste und der letzte Mord" mit seiner unglaublichen Arroganz (und Hamilton hat die Schauspielerei nun auch nicht gerade erfunden). Also weniger ist meiner Meinung nach in den "Columbos" mehr, und das ist bei "Schach dem Mörder" zumindest in diesem Punkt nicht so.
Kleine Sache am Rande: Die ersten zwei Minuten dieser Folge gucke ich mittlerweile nicht mehr. :)
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Re: Bewertet "Schach dem Mörder"

Beitragvon Philipp025 » Mo, 09.03.2009 01:40


Wow, zu dieser Folge gibt es ja viele lange (und interessante :D ) Beiträge sowie eine Menge unterschiedlicher Meinungen!
:o

Also erst mal muss ich zu "Schach dem Mörder" sagen, dass Schachspieler Dudek eines der sympathischsten und lustigsten Mordopfer in der Geschichte der Krimifilme ist. Er war ein Mann, der das Leben genossen hat und sich nichts hat einreden lassen. Und dazu noch der in meinen Ohren freundlichklingende russische Akzent und die Stimme, ich hatte so gehofft, dass er überleben würde. Ich hatte eh gestaunt, dass er noch den ersten Angriff überlebt hatte, also für die Zeit, ich dachte, dass er in kleine Teile gewesen zerschnitten wäre durch die Maschine! Das wäre ja dann der grausamste Mord neben dem Hunde-, Stier- und Tresormord.
Und daher dachte ich die ganze Zeit, wieso war Dudek nur im Geschicht verletzt?! Das machte die Folge spannend,zudem ich hoffte, dass er überleben würde. Aber dann leider doch nicht...

Zum Mörder: Ich kann verstehen, dass man Angst vor anderen Leuten, wie etwa fiesen Prüfern, Schwiegermüttern oder so hat hat und durchdreht. Aber gleich jemanden so umbringen? Auf alle Fälle ein unsmpyathischer Mörder und was aufällt, man hat nie seine (sicher Luxus)Wohnung gesehen, ich glaube, dass war noch nie bei Columbo. ?-/ Aber das mit dem Hörgerät, da tut er mir leid, es muss hart sein, immer darauf angewiesen zu sein, so wie auf Krücken oder, wie ich, Brillen.
Es sah aber lustig aus, wie die Haare von Clayton im Haare wehten und als sie dann im Lokal waren, waren die Haare wieder glatt wie sonst was. Aber mir geht das auch so mit meinem Pony, doofer Wind! :wink:

Columbo hat mir hier sehr gut gefallen, da er sich gleich an Clayton festbeisste, das war ja auch so offensichtlich, dass dieser der "Killer" war, welcher Dudek "Schach matt" setze. Die Stellen mit dem Tierartzt und Hund waren sehr gelungen.^^

Der Mordversuch stelle ich mir so vor: Clayton haute Dudek die Sachen ins Gesicht, dieser verlor seine Brille und konnte nicht viel sehen, Clayton packte den benommenen Mann am den Schultern und stieß ihn in den Müllzerkleinerer. Da drehte sich Clayton gleich weg, weil er es nicht sehen wollte, wie Dudek zerfleischt wird. Da Clayton zu dem Zeitpunkt sein Hörgerät nicht aufhatte, hörte er nicht, dass die Maschine stehen blieb und Dudek nur sein Gesicht verletzte. Clayton rennt durch die Tür, ohne zurückzuschauen.

Von mir gibt es 4 Punkte, fast sind es 5 Punkte, weil ich finde, man hätte mehr auf die Psyche von Clatyon eingehen können und man Clayton mehr privat hätten zeigen können, er hatt kein Profil. Außerdem war wenig Columbo zu sehen, keine Alleingänge von ihn und so diesmal! Aber trotzdem ein spannender Columbo, auch, weil jeder will, dass Columbo den Mörder endlich überführt, welcher einen Mord verübt hat, an einen Menschen, der nun wirklich keine Bedrohung dargestellt hat!
Columbo: "Ich glaube an den lieben Gott und der war's bestimmt nicht!"

Jean-Jacques Rousseau: "Der Charakter offenbart sich nicht an großen Taten, an Kleinigkeiten zeigt sich die Natur des Menschen."
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Re: Bewertet "Schach dem Mörder"

Beitragvon Ken Franklin » Mo, 09.03.2009 13:11


Philipp025 hat geschrieben:und was aufällt, man hat nie seine (sicher Luxus)Wohnung gesehen,

Von mir gibt es 4 Punkte, fast sind es 5 Punkte, weil ich finde, man hätte mehr auf die Psyche von Clatyon eingehen können und man Clayton mehr privat hätten zeigen können, er hatt kein Profil. Außerdem war wenig Columbo zu sehen, keine Alleingänge von ihn und so diesmal! Aber trotzdem ein spannender Columbo, auch, weil jeder will, dass Columbo den Mörder endlich überführt, welcher einen Mord verübt hat, an einen Menschen, der nun wirklich keine Bedrohung dargestellt hat!


Zunächst mal Philipp, ein schöner und ausführlicher Beitrag :D

Dies mit der nicht gezeigten Wohnung ( oder Haus ) von Clayton ist furchtbar einfach! Clayton wohnte doch gar nicht in dieser Stadt, sondern reiste wie Dudek wegen der Schach-WM an. Er bekam für die ganze Zeit ein Hotelzimmer gestellt, dass vom amerikanischen Schachverband bezahlt wird. Dies wurde nicht angesprochen, aber so läuft das ab.
Was etwas seltsam war ist die Tatsache, dass man zwar Dudeks Delegation, aber nie die von Clayton gesehen hat! Vermutlich deshalb, weil sie mit den Ermittlungen nichts zu tun hatten, aber so kommt das Spektakel einer Schach-WM nicht so ganz rüber. Aber zu den anfängerhaften Kommentierungen Claytons und dem Gehalt der Partien ( insbesondere beim Simultanschach ), habe ich mich in diesem Thread schon geäußert ?-/ :motz:

Zu deiner These, dass Dudek nun wirklich keine Bedrohung dargestellt hat, kann ich leider gar nicht nachvollziehen! ?-/ Sicherlich nicht körperlich, aber doch existenziell! Nach dem Match in der Kneipe und später im Hotelzimmer merkte Clayton, dass er diesen WM-Kampf nicht gewinnen kann. Für einen solch stolzen und selbtherrlichen Menschen wie Clayton war dies ein Schlag ins Gesicht und hätte ihn wohl endgültig von der internationalen Schachbühne entfernt! Hinzu kommt, dass Schach Claytons "Beruf" war und der Verlust auch eine finanzielle Demontage mit all ihren Auswirkungen geworden wäre.

Ich mag diese Folge einfach total und finde auch die schauspielerische Leistung von Laurence Harvey als Emmett Clayton grandios. Seine innere Zerrissenheit, sein selbtherrliches Auftreten, das ganze Spektrum seines Egos wurde wunderbar dargestellt!
Das tragische an Harvey war, dass er zum Zeitpunkt der Dreharbeiten dieser Folge schon todkrank war und noch im selben Jahr an Magenkrebs verstarb! :? Er wurde nur 45 Jahre alt.
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Re: Bewertet "Schach dem Mörder"

Beitragvon Venus » Mo, 09.03.2009 13:27


Ken Franklin hat geschrieben:Ich mag diese Folge einfach total und finde auch die schauspielerische Leistung von Laurence Harvey als Emmett Clayton grandios.


@KenFranklin: Das ist wirklich interessant, wie unterschiedlich die Folge hier bewertet wird, da sieht man wieder einmal wie unterschiedlich die Geschmäcker sind!
Ich fand die schauspielerische Leistung schlecht, die Charaktere haben mir nicht gefallen, Marke Schlaftablette :mrgreen: !
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Re: Bewertet "Schach dem Mörder"

Beitragvon martha » Mo, 09.03.2009 19:14


Philipp025 hat geschrieben: und was aufällt, man hat nie seine (sicher Luxus)Wohnung gesehen, ich glaube, dass war noch nie bei Columbo. ?-/


Das ist in der Tat mal wieder 'ne schöne Sache zum Grübeln, Philipp. :)

Ich biete mal 2 Folgen an, wo uns auch die Herberge des Mörders vorenthalten wird.
Selbstverständlich in "Traumschiff des Todes", aber auch in "Wenn der Schein trügt" sucht Columbo den Mörder nicht in den eigenen vier Wänden auf.(oder wohnt Santini im Wassertank?)
Bei folgenden Episoden bin ich mir nicht so ganz sicher: "Tödliche Tricks" und "Wenn der Eismann kommt". :? Kann mich zumindest nicht erinnern, dass Hanlons Wohnung gezeigt wird.
Hier sind ja vor allem die Villa des Mordopfers und das Stadion die beliebtesten Treffpunkte.

Vielleicht gibt's ja noch weitere Vorschläge für "wohnungslose Mörder". :)
"Könnten Sie mir wenigstens sagen, welcher Name es war?
War es Kensington oder Arlington?"
"Genau gesagt:Keiner von beiden. Es war Washington."
"Hatten Sie bei dem auch einen Vornamen?"
"Martha."
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Re: Bewertet "Schach dem Mörder"

Beitragvon Hollister » Di, 10.03.2009 15:41


"Wohnungslose Mörder"; wäre auch ein guter Titel für eine Columbo-Folge :D

Wie sieht es mit "Aschenpuzzle" aus. Ich glaube Prince hat sich hier vorwiegend in seinem Leichenhaus rumgetrieben oder auf Tatorten oder Bestattungsgalas.

Wobei sich natürlich Philipp's Aussage

Philipp025 hat geschrieben:
und was aufällt, man hat nie seine (sicher Luxus)Wohnung gesehen, ich glaube, dass war noch nie bei Columbo.


auch nur auf die Folgen vor "Schach dem Mörder" beziehen kann. Dann glaube ich auch, dass nur der "Eismann" übrig bleibt.
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