Bewertet: "Der alte Mann und der Tod"

Hier könnt ihr die einzelnen Folgen bewerten bzw. die Meinung der anderen Mitglieder lesen.

Wie gefällt euch "Der alte Mann und der Tod" ?

1/5 schlecht
32
52%
2/5 passabel / "na ja"
11
18%
3/5 gut
8
13%
4/5 sehr gut
5
8%
5/5 überragend
5
8%
 
Abstimmungen insgesamt : 61

Re: Bewertet: "Der alte Mann und der Tod"

Beitragvon Mr. Brimmer » Di, 01.09.2009 08:20


Na ja. Ich finde jedem sollte seine subjektive Meinung
gestattet sein.Deswegen finde ich es unnötig zu versuchen durch
mancherlei Bewertung Andersdenkende mangelndes Verständnis
für die Folge zu attestieren...siehe Gubanov. aber egal. Gibt 1 Punkt.
Es gibt bei vielen Folgen mangelnde Logik und fragwürdige Auflösungen,
aber an dieser Folge stimmt für mich auch insgesamt gesehen nicht sehr
viel. Und die Auflösung wo Columbo jedem die tickende Uhr des Commodore
ans Ohr hält und wegen irgendwelcher einsilbigen Kommentare dazu auf den
100 % Mörder schließt find ich halt lächerlich. Aber allein das macht die Folge
nicht schlecht. Die Dialoge sind derart uninspiriert und teilweise echt blöde,
dass es mir einfach keinen Spass macht diese Folge anzusehen. Manche mögen
das gern anders sehen, aber ich mag diese Folge einfach nicht. Nicht weil sie
vom typischen Columbomuster abweicht, sondern weil sie mir einfach im
Ganzen nicht gefällt. Und das hat am wenigsten mit Rogert Vaughn oder
dem Inspektor oder irgendwas Explizitem zu tun. Es ist das Gesamtbild das
diese Folge zwar nicht zur schlechtesten macht, Das ist ohne Frage " Bluthochzeit "
für mich, aber mit eine der schlechtesten ist. Muss auch nicht sein dass alles nur
weil Columbo draufsteht zwangsläufig als gut befunden werden muss. Es gibt so viele
erstklassige Columbofolgen, da muss man diese meiner Meinung nach nicht unbedingt
mehrmals sehen. Andersdenkende mögen mir verzeihen....
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Re: Bewertet: "Der alte Mann und der Tod"

Beitragvon Venus » Di, 01.09.2009 11:48


Mr. Brimmer hat geschrieben:Na ja. Ich finde jedem sollte seine subjektive Meinung
gestattet sein.diese Folge zwar nicht zur schlechtesten macht, Das ist ohne Frage " Bluthochzeit " für mich, aber mit eine der schlechtesten ist.


@Mr Brimmer: Unser Forum lebt ja von der Meinungsvielfalt. Ich respektiere jede andere Meinung, auch wenn ich nicht verstehe, warum Bluthochzeit so verkannt wird... :wink: Ich habe der Alte Mann und der Tod mit 2 Punkten bewertet, ich fand den Anfang vielversprechend, aber dann wurde es vergeigt, weil ich den Rest der Handlung total konfus fand. Die Atmosphäre hat mir zu Beginn toll gefallen, ich dachte, es wird sicher eine 3 Punkte Folge, aber Robert Vaughn schied zu früh aus, meint ihr nicht, dass man aus der Folge hätte mehr machen können. Da wären wir schon beim Thema: Was hättet ihr anders gemacht, ich wäre dafür gewesen, dass Robert Vaughn der Mörder sein sollte, er hat so toll gespielt und die Telefon-Szene fand ich auch total witzig, Columbo lernte die Kunst der Meditation, auch ganz nett, aber wie gesagt, ich konnte mit dem restlichen Viertel gar nichts anfangen. Man hätte das Drehbuch an mancher Stelle umschreiben können, es wäre mehr drin gewesen. So gehört die Folge für mich zur Nr. 3 der schlechtesten Columbo-Folgen!
Venus
 

Re: Bewertet: "Der alte Mann und der Tod"

Beitragvon COLUMBO DER GROßE » Di, 01.09.2009 15:53


Erst mal ein kräftiges "HALLO" an dich, Venus, denn dein "Gesicht" habe ich (leider)
bis jetzt noch nicht sehen können!
Und auch ich finde das die Episode "Bluthochzeit" stets, wie du es so schön ausdrückst, "verkannt" wird und wurde, aber dazu im jeweiligen Thread mehr.

Auch wenn ich wohl in der letzten Zeit nicht das Symbol für Toleranz im Bezug zu anderen
Meinunegn war, und auch nie sein werde, so bin ich doch gewillt, dir in deiner Aussage
"Unser Forum lebt ja von Meinugsverschiedenheiten" Recht zu geben.
Doch ich sage auch, dass subjektive Meinugen nicht über Medien (außer sie sind dafür speziell konsepiert) übertragen werden sollten, genauso wenig wie hier. Denn:
Wer subjektiv betrachtet, verkennt viel und kann nicht mit diskutieren.
Wer objektiv betrachtet, sieht viel und besitzt auch die Möglichkeit, in Debatten und
Diskusionen ein Wörtchen mitzureden. Wer beides vermischen kann (Objektivität mit
ein Quänchen Gefühle und Sentimenalität), der kommt sehr weit und wirkt in Diskusionen
am dynamischsten und flexibelsten.
Das Ende des "Venusschen" Beitrags verdient hir im Ganzen zitiert zu werden:
Venus hat geschrieben:ich konnte mit dem restlichen Viertel gar nichts anfangen. Man hätte das Drehbuch an mancher Stelle umschreiben können, es wäre mehr drin gewesen. So gehört die Folge für mich zur Nr. 3 der schlechtesten Columbo-Folgen!

Absolut- da kann ich nur zustimmen, wohl für mich diese Folge mindestens Nr.2 in der "Liste der schlechtesten Columbos" belegt.

Viele Grüße aus Köln,
DEIN/EUER/IHR COLUMBO DER GROßE
:neig: :neig: :neig: :neig: :neig:
COLUMBO LEBE HOCH!!! COLUMBO LEBE HOCH!!!
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Re: Bewertet: "Der alte Mann und der Tod"

Beitragvon ahoy y » Do, 10.09.2009 22:07


diese folge sagt mir nicht zu, ich weiß nicht warum, auf jeden fall nicht wegen der schemaabweichung
"We don't drink and drive, we smoke and fly, haaa haaa haaa."
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Re: Bewertet: "Der alte Mann und der Tod"

Beitragvon Topi » Mo, 16.11.2009 01:52


Das war überhaupt nichts. Unbeholfen und langweilig.
Bin eingeschlafen.
Als ich aufwachte, war der Schwiegersohn nicht mehr da....
Und dann wurde überaus langatmig der Täter "überführt".

Überführt - na ja.
Warum hat der dauernd gekichert? War der schwachsinig?
Und dieses Mädchen - diese Lisa - ......kein Kommentar.

Männer, seid guter Dinge. Wenn ihr eines Tages alt, schrumpelig und wunderlich seid, wird sich bestimmt ein Backfisch in euch verlieben.
Innig und selbstlos....."Kicher!

Grüße
Topi
Legen Sie Ihren italienischen Namen ab und beißen Sie erstmal auf nichts Hartes.
Topi
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Re: Bewertet: "Der alte Mann und der Tod"

Beitragvon sagittarius » Mo, 02.08.2010 18:04


Ich sah diesen Columbo vor mehreren Jahren und behielt ihn in schlechter Erinnerung. Nun hatte ich Gelegenheit, ihn erneut zu sehen und: Meine Erinnerung hat nicht getrogen. Er langweilt nahezu die ganzen 90 Minuten, die Dialoge sind schwach, auch einige Figuren nerven. Schon der Kommodore wirkt wie eine Mumie, dann ist da die ständig betrunkene Ehefrau des vermeintlichen Mörders und schließlich eine "Meditierende", die wie ein Fremdkörper wirkt und bei der man nicht weiß, ob sie noch lebt.

Dennoch finde ich die Idee gut, dass mal der vermeintliche Mörder stirbt und die Suche weitergeht. Da weht über diesen Columbo ein Hauch von Psycho, wo ja auch die Hauptfigur stirbt. Nur ist da jeder Vergleich fehl am Platze. Schade, dass dieser Einfall in diesem schlechten Columbo verschenkt wird, es ähnelt dem Spruch von den Perlen, die man vor die Säue wirft.

Die Auflösung im Agatha Christie Stil ist zur Abwechslung ja gut, nur müsste sie dann überzeugend sein, was sie aber nicht ist. Die Überführung ist wirklich "nicht zu glauben". Der Mörder sollte wohl sagen: "Die Uhr kann nicht gehen, ich habe sie ja kaputt gemacht".

Swanny, der in der Erbfolge weiter hinten steht, bringt also den Kommodore um und lenkt den Verdacht auf dessen Tochter, die als Mörderin nicht erbberechtigt ist. Dann geht aber auch Ehemann Charles Clay leer aus. Also beseitigt Clay die Spuren des Mordes und lässt ihn wie einen Unfall aussehen. Er glaubt an die Schuld seiner Frau und handelt aus finanziellen Erwägungen.

Bei mehr Kompetenz, egal ob Drehbuch, Regie oder Schauspieler hätte man einen ordentlichen Columbo produzieren können.

So überreiche ich neben der 1-Punkt Wertung dieser Episode auch noch die Columbo-Zitrone.
"So was wie den perfekten Mord gibt es nicht. Das ist nur eine Illusion."
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Re: Bewertet: "Der alte Mann und der Tod"

Beitragvon Ducky » So, 08.05.2011 14:05


Ich gebe die volle Punktzahl.

Ein Columbo, der vom üblichen Schema so vollkommen abweicht, aber mir als Hercule Poirot-Fan unsagbar viel vergnügen bereitete.

Entgegen dem normalen Abfall sehen wir weder den Mord noch wissen wir wer der Mörder ist. Und Columbo gibt diesmal nicht den duckmäuserischen, den Mörder hofierenden kleinen Beamten, sondern er scheint sich gesagt zu haben, "alle halten mich für exzentrisch, da kann ich dieses Image auch ausleben".

Und wie in jedem Agatha Christie-Krimi ist der Täter der von dem mna es am wenigsten erwartet.

Steht bei mir auf einer Stufe mit "Wein ist dicker als Blut"
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Re: Bewertet: "Der alte Mann und der Tod"

Beitragvon Martin. » So, 08.05.2011 17:40


Meiner Meinung nach der schlechteste Columbo aller Zeiten. Öde, langweilig, von sämtlichen Darstellern schlecht gespielt und ein grauenhaftes Drehbuch inkl. mieser und langgezogener Auflösung. Ein echter Tiefpunkt. 1/5.
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Re: Bewertet: "Der alte Mann und der Tod"

Beitragvon Doc Brown » Di, 12.07.2011 19:45


Ich hatte diese Folge seit ~10 Jahren nicht mehr gesehen, weil sie mir in ganz schlechter Erinnerung war. Meine Erinnerung hat mich nicht getrügt: Es gibt nur 1 Punkt. :( Ich habe lange überlegt, ob es irgendwas an dieser Episode gibt, für dass es sich lohnt einen Punkt mehr zu geben, aber da war einfach nichts. Kurzum: Das Ding ist total vergurkt. :?

Die Grundidee finde ich ganz gut. Klar sollte Columbo grundsätzlich seiner typischen Linie treu bleiben, aber das ein oder andere Experiment sei den Machern gestattet.
Man sieht hier den eigentlichen Mord nicht, man denkt aber den Mörder zu kennen. Später stellt sich dann heraus, dass es der vermeintliche Mörder gar nicht war und in einer Agatha Christie typischen Überführung wird der wahre Täter überführt. Das klingt ja auf dem Papier erst mal ganz gut, aber es wird einfach viel zu viel falsch gemacht.

Alle Akteure haben vor dem Dreh offensichtlich eine ordentliche Portion Valium bekommen und spielen mit einen fassungslosen Lethargie. Es gibt langatmige Dialoge und teilweise unverständlich lange Gesprächspausen bzw. Momente in denen einfach gar nichts passiert. Die Akteure stehen in manchen Situationen einfach nur sinnlos herum. :mauer:

Robert Vaughn als Charles Clay kommt mit einem einzigen Gesichtszug durch die gesamte Episode. Emotionen sind bei ihm noch nicht mal rudimentär vorhanden. Ich stelle mir ihn gerade vor, wie ihm der Bus direkt vor der Nase weg fährt oder wie er auf einer Landstraße hinter einem LKW hergurken muss. Ob er in Solchen Situationen wohl Gefühlsregungen zeigt? ?-/ :smoke:

Die weiteren Nebenfiguren haben überhaupt keine Tiefe und sind nur oberflächlich. Die beiden Assistenten von Columbo sind nur Stichwortgeber. Die ständig volltrunkene Ehefrau von Clay nervt.

Eine Indiziensuche ist quasi nicht vorhanden. Die Überführung von Swanny ist einfach nur lächerlich. Dass es bei Columbo keine stichhaltigen Beweise gibt, kommt ja durchaus vor, aber hier gibt es ja noch nicht mal ein Indiz. Die Aussage „Nicht zu glauben“ ist für mich eine gängige Phrase und kann nicht ernsthaft gegen ihn ausgelegt werden. :?

Fazit: Diese Episode gehört für mich in die Flop 3, wahrscheinlich ist es sogar die schlechteste aller Episoden.
Döp döp döp de de döp döp döp
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Re: Bewertet: "Der alte Mann und der Tod"

Beitragvon OpenOcen » Do, 03.11.2011 21:22


Wie es scheint gibt es bei keiner anderen Folge derartige Uneinigkeit.

Ich gebe der Folge vier von fünf Punkten.

Das heißt ich halte es für eine gelungene Episode. Abzüge gab es für das Finale, wo der letzte Beweis nicht sehr überzeugt war. Weiterhin waren einige der Rollen (ruhige Meditationsfrau, betrunkene Frau, die Assistenten) nervig.
Trotzdem vier Punkte gibt es wegen der Grundidee, der vielen Überraschungsmomente und für gute Unterhaltung ohne Längen.

Die Überführung hat mich als Kind faziniert, schafft es der rafinierte Inspektor doch nur mit einer Uhr den Mörder zu überführen. Jetzt als Erwachsener muss ich sagen, dass man mit der Aussage "nicht zu glauben" rein gar nichts für einen Indiz oder gar Beweis hat.

Folgende Punkte sind mir nicht ganz klar, bzw. ich möchte sie zur Diskussion stellen:

- Warum hatte der Anwalt auch ein Motiv?
- Warum rastet der Freund des Opfers (Werksleiter?) am Ende so oft aus?
- Warum spielte Columbo gegenüber seinen Kollegen derart überheblich?
- Zu der Aussage, dass Columbo in der ersten Autoszene als Verrückter daher kommt, muss ich nur sagen "nein". Einzig die "Attake" war ein schwerer Fehler in der Sycronisierung.
Aber da halte ich ein Pinupgirl für sein Hund welches Columbo in einer anderen Folge möchte doch für verrückter
- Warum war die besoffene Frau durchgehen blau? Für ihre Rolle hätte doch ein feuchtfrölicher Abend auch gereicht...
- Warum hatte der letzliche Mörder das stärkste Motiv?
- Warum wurde der vermeintliche Mörder umgebracht?
- Es wurde gesagt Columbo käme wie ein Trottel rüber. Wie kommt man auf diese These? Weil er überhaupt keine Ahnung von Segeln und Booten hat? Das ist doch in fast jeder Folge so, dass sich der Ermittler in die Sache von der er überhaupt keine Ahnung hat (Film, Wein) erst herein finden muss

Leider blicke ich bei der Folge nicht ganz durch, muss sie mir auf jeden Fall nochmal ansehen.
OpenOcen
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Re: Bewertet: "Der alte Mann und der Tod"

Beitragvon crocodile » Do, 03.11.2011 23:23


So nun durfte auch ich diese Folge endlich einmal bewundern. Der erste Eindruck ist mies, da sie sich total die Länge zieht und wirklich wenig "Columbo-Feeling" aufkommt. Bleibt man bei all den anderen Episoden gespannt an der Bildröhre kleben, hofft man hier irgendwie auf die Erlösung.

Die Überführung des Täters haut einem überhaupt nicht vom Hocker, der Beweis mit der Uhr ist alles andere als wasserdicht. Wenn es wenigstens noch 2-3 stichhaltige Indizien gegeben hätte...

Nein, das Finish mit den Verdächtigen ist genau wie die gesamte Story nur eines, und zwar verdammt zäh! Dazu Columbo's Kollegen, die reichlich deplaziert wirken und wenig erhellendes beitragen.

Natürlich muss ein Columbo nicht immer von A-Z nach ein und dem selben Muster verlaufen. Ich konnte mich sogar mit "Bluthochzeit" arrangieren. Aber hier bleibt nahezu alles in Ansätzen stecken, auch der Humor. Es gibt ein paar nette Szenen, in des Inspektor's überfüllten Wagen oder bei der meditierenden Lisa, aber die gehören sicherlich auch nicht zu den Glanzpunkten der Columbo-Reihe.

Nun gut, ich möchte diese Episode noch nicht abschließend bewerten. Wahrscheinlich muss man sie mehrmals sehen um ein wirkliches Fazit ziehen zu können. Nach dem ersten Eindruck rangiert "Der alte Mann und der Tod" deutlich auf dem letzten Rang meiner persönlichen Hitliste.
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Re: Bewertet: "Der alte Mann und der Tod"

Beitragvon Devlin » Mi, 16.11.2011 20:22


Ich habe mir diese Episode bisher etwa 4-5 mal in voller Länge angesehen.
Beim ersten Mal fand ich sie recht überraschend und gut, dies hat sich auch danach nicht geändert. Ich finde den Aufbau gut und die Abweichung der Formel. Clay war in Columbos Visier und ist dann plötzlich Tod. Ergo war er wohl nicht der Mörder. Wer ist es dann? Bleibt mal Spannung auf andere Art.
Die Überführung und der Beweis mit der Uhr ist sicher lang und kein Columbo Highlight als Finale. Aber die Runde der Verdächtigen mit ihren total verschiedenen Wesenzügen und ihrem Verhalten macht die Folge einzigartig. Und das Ende, als Columbo mit dem Boot zu seiner Frau in den Jachtclub rudert war wie ein symbolischer Abschied. (Da das weiterführen der Serie in Frage stand. Zum Glück ging es ja dann noch viele Jahre weiter.)
Alles wirkt etwas überzeichnet, die trinkende Joanna, der Seebär Swanny, der Anwalt und der Vorarbeiter. Nicht zuletzt auch Columbo mit seinem Ermittlerteam und der Humor. Charles Clay(Vaughn) sticht schon fast als Kontrapunkt heraus mit seiner Rolle, des nicht überspitzten. Obwohl die Folge auch für mich Längen hat, und nicht den typischen Columbo -Groove besitzt, mag ich sie.
Der schon fast groteske Humor macht die Folge zu einem vergnüglichen Spiel mit grossem Unterhaltungswert.
Columbo auf der Joule: "ach so tief ist der"
Die Telefonszene mit Clay
Das gegenseitige Vorstellen des Übereifrigen Mac
Das Gedränge im Columbo Mobile
Der Sgt. mit seiner Lampe
Die sich überbieten wollenden Hilfssheriffs
Und das Puzzle mit den Buchstaben am Steg

Anders halt, aber sehenswert!
4 Punkte
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Re: Bewertet: "Der alte Mann und der Tod"

Beitragvon Ducky » Fr, 18.11.2011 18:40


War die Folge nicht auch als (erste) Abschiedsfolge gedacht?
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Re: Bewertet: "Der alte Mann und der Tod"

Beitragvon Devlin » Fr, 18.11.2011 21:55


ja
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Re: Bewertet: "Der alte Mann und der Tod"

Beitragvon ChryZ » Sa, 18.02.2012 00:36


Das ist das erste (und wahrscheinlich einzige) Mal, dass ich mich nicht traue, eine Bewertung abzugeben. Zu sehr bin ich hin und her gerissen.

Insgesamt gesehen würde ich diese Folge als "halben Columbo" charakterisieren. Warum? Zum einen fühlt man sich bis zum Tode Clays im üblichen Columbo-Muster und wird auf einmal herausgerissen (was aber auch an der doch etwas langgezogenen ersten Hälfte liegt). Das fand ich in dem Moment ungeheuer spannend und erfrischend, wobei die Idee leider (wie man dann im weiteren Verlauf merkt) doch nicht ganz zu Ende gedacht wurde. Auch Columbo wirkt nur halbherzig. Der Spaß kommt nicht zu kurz, aber irgendwie passt sein Verhalten über die ganze Folge gesehen nicht. Auch die Auflösung ist diesmal ganz komisch. Am Anfang noch das bewährte Muster, doch zur Mitte hin wird es langatmig und man fragt sich, wie er den Fall diesmal eigentlich aufklären soll. Durch den zweiten Mord wird auf einmal alles umgeworfen und das große Finale vorbereitet. Die Überführung ist zwar sehr schwach, aber das war in anderen Folgen auch oft nicht besser. Das lässt sich entschuldigen.

Wie gesagt, für mich ein "halber Columbo", der aber (auf seine Weise) trotzdem sehr unterhaltend war.
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