Bewertet: "Der alte Mann und der Tod"

Hier könnt ihr die einzelnen Folgen bewerten bzw. die Meinung der anderen Mitglieder lesen.

Wie gefällt euch "Der alte Mann und der Tod" ?

1/5 schlecht
32
52%
2/5 passabel / "na ja"
11
18%
3/5 gut
8
13%
4/5 sehr gut
5
8%
5/5 überragend
5
8%
 
Abstimmungen insgesamt : 61

Beitragvon Murdock » So, 23.07.2006 19:29


Abel hat geschrieben:Was mir bei "Bluthochzeit" persönlich total gegen den Strich geht, ist die zum Ausdruck kommende Sex & Crime/Peng-du-bist-tot/US-Actionkrimidurchschnittswarenphilosophie, bei der Columbo wie ein absoluter Fremdkörper wirkt. Bezeichnend dafür die Szene am Schluß, als Columbo mit einem ungläubig-verlegenen Lächeln seinen(?) Revolver sinken lässt, während die Kollegen wild um sich ballernd den Fall "lösen". 8O

zeigt dass nicht, dass Columbo nicht so ein Typ ist? Weil er seine Waffe nicht benutzt und sie runter nimmt?
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Beitragvon Abel » So, 23.07.2006 21:01


Hallo Murdock,

zeigt dass nicht, dass Columbo nicht so ein Typ ist? Weil er seine Waffe nicht benutzt und sie runter nimmt?


ja, das wollte der Drehbuchschreiber auch so rüberbringen.

Ich hatte aber ganz persönlich das Gefühl dass in dieser Szene mehr drin steckt, dass - sozusagen zwischen den Zeilen - "Bluthochzeit" eben nicht ein Fall für Columbo ist, sondern für Leute, die erst schießen und dann fragen. :roll:

Wie gesagt, ist nur mein persönliches Gefühl und von den Machern dieser Folge bestimmt nicht so beabsichtigt, aber jedenfalls würde ich mir "Bluthochzeit", als einzige von allen 69 Columbo-Folgen, freiwillig nicht noch einmal anschauen.

Gruß
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Beitragvon Howie Munson » Mo, 24.07.2006 17:24


martha hat geschrieben:Sicher, ich hatte das mit den Abschiedsgedanken von Falk auch mal im Episoden-Guide gelesen, muss aber ehrlich sagen, dass ich das nicht recht glaube, dass das der Grund ist, warum die Folge so schwach ist.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Schauspieler bewusst lustlos spielt, um zu zeigen:"Entweder ihr zahlt mir jetzt mehr Gage, oder ich werde weiter so lustlos agieren."
Man hätte die Dreharbeiten dann doch sicher abgebrochen. Die Folge wär doch gar nicht rausgekommen.


Nee, so meinte ich das auch nicht. Aber Falk, so nehme ich einfach mal an, wollte zum vermeintlichen Abschied mal einen anderen Columbo mimen, nur dass er damit für meine Begriffe nicht gut gefahren ist. Allein wie er mit seinem Assistenten umspringt... eine Folge zuvor war das Verhältnis zu seinem Helfer Wilson noch ein ganz anderes und da beide Folgen direkt nacheinander produziert wurden, fällt das schon auf.
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Beitragvon martha » Mo, 24.07.2006 19:16


Stimmt. Unmittelbar davor lief ja die geniale Folge "Wenn der Schein trügt"("Now you see him").
Das macht die ganze Angelegenheit ja noch dubioser.

Es müsste doch sicher irgend ein Interview geben, wo sich Falk zu diesen Abschiedsgedanken und vielleicht sogar speziell zur Folge "Der alte Mann und der Tod" äussert. In dieses Columbo-Buch hab ich leider noch nie reingeschaut(hab's auch nicht). Vielleicht steht da was drin, was einen klüger macht. :wink:
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Beitragvon Yves » So, 06.08.2006 23:24


Oh Gott, was is denn da passiert :?: :!: :?:
Hab die Folge grade eben nach Jahren mal wieder im TV gesehen und war ziemlich entsetzt!
Erst mal die positiven Punkte, die mir aufgefallen sind:
:arrow:
:arrow:
und :arrow: ... ... ... :wink: :cry:

Dann mal zu den negativen Punkten:
:arrow: Lauter sinnlose Dialoge
:arrow: Columbo wird als totaler Trottel dagestellt, der von nix ne Ahnung hat und das ganze 90min. lang
:arrow: Nicht mal der Ansatz einer Indiziensuche bei Columbo
:arrow: Der Mörder war nicht bekannt, obwohl man bis zum Mord an Clay gedacht hätte ihn zu kennen, weshalb es kein Columbo-Mörder-Spiel gab
:arrow: Die Auflösung wird aus dem Hut gezaubert, sorry, anders kann ich das net bezeichnen. Einfach lächerlich. Wenn mir einer ne Uhr ans Ohr hält und ich sage "Kaum zu glauben" kann das im Bezug auf das Ticken genauso gut ironisch gemeint sein! Zudem ist die ganze Erbgeschichte, die am Ende zum Vorschein kommt, dem Zuschauer vorher nicht bekannt gewesen und wirkt so total konstruiert.
:arrow: Von Columbos Neigung ständig seekrank (wie z.B. in Folge 5) zu werden ist hier nix zu sehen. Im Gegenteil: Er träumt davon ein Segelschiff zu haben!

Ich würde sagen zu dieser Folge hätte der Name "Wenn der Schein trügt" besser gepasst, aber genannte Folge kommt ja dann erst nächste Woche und hat von mir (glaube ich) 5P. erhalten.
Diese jedenfalls hat mit Columbo nichts zu tun! Hier fehlt es einfach an allem und deshalb wird sie von mir jetzt auch mit 1P. honoriert und vorläufig (bis ich alle Folgen gesehen habe) als schlechteste Folge ausgewiesen!!!

Im übrigen muss ich martha recht geben: Die Folgen, die am Wasser spielen sind alle keine Topfolgen!

Dann ist mir noch ein Fehler aufgefallen (wäre super wenn das einer nachchecken könnte):
Als Columbo sich mal wieder eine Zigarre anzünden will (ich glaube da wo sie versuchen diese Schablonen richtig zu legen) und dran denkt, dass er aufhören will steckt er sich die Zigarre mitsamt Folie in den Mund (man sieht die Zigarre glänzen)!

MfG
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Beitragvon Murdock » Mo, 07.08.2006 16:39


jaja, diese Folge...
hab mir wieder einmal Notizen gemacht

mMn gibt es einige lustige Szenen, in denen Columbo aber auch nicht immer gerade gut rüberkommt
die erste Autoszene, bei der sich alle ins Auto quetschen :)
als sich Columbo ganz dicht neben den vermeintlichen Mörder auf die Couch setzt und telefoniert
auf dem Boot laufen alle Columbo nach
das Schreien von unten aufs Boot als er sich mit einem Fred unterhält
Columbo versucht sich in Meditation

Sätze:
"Irgendjemand hat also ein Loch entworfen." (Columbo)

Fehler:
als man in der Halbtotalen Columbo auf dem Boot sieht und er die meditierende frau entdeckt, ist bei ihr der Schatten eines Seiles im Gesicht und ihr Kopf nach vorn gebeugt. Bei der Nahaufnahme hat sie keinen Schatten dort und ihr Kopf ist nach hinten gebeugt, so als wollte sie sich sonnen
Bei der Leichenidentifikation: Columbo legt dem vermeintlichen Mörder den Arm um die Schulter kurz vor dem Rausgehen, Schnitt, C. hat ihn am Arm gepackt (so wie er es öfters maht und die Leute mitzieht)


so, nun mal so etwas zu der Folge
am Anfang kam das ganze Columbo-"Mörder"-Spiel überhaupt nicht in die Gänge, nichts passierte. Dies gab sich erst ab der Szene mit der Selbststeueranlage. Doch hinterher stellt sich heraus, dass er nicht dfer Mörder ist...
die betrunkene Ehefrau und der neue Helfer Mac von Columbo sind total fehl am Platz und zerstören so manche Atmosphäre
Story und Aufklärung sind sehr schleppend, schade, da es ein McGoohan-Film ist :(
Macs Columbo-ähnlicher Mantel: wollte man C. ersetzen? oder ein Spin-Off machen?
und das der Zuschauer den Mörder nicht kennt, ist mit das Schlimmste an dieser ganzen Folge. Somit entfällt das komplette Katz-und-Maus-Spiel und mach lustige Szene, in der der Zuschauer Andeutungen des Mörders versteht, ist nicht vorhanden

Insgesamt kann ich für diese Folge 1,5 Pkt geben, aufgerundet 2...
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Beitragvon martha » Mo, 07.08.2006 19:33


Ich hab mich Sonntag auch noch mal auf die absurde Spielerei dieser Folge eingelassen.

Die 5 Szenen, die Murdock als lustig beschreibt, hab ich auch haargenau als solche enttarnt, und muss zu meiner Schande gestehen, dass ich mich bei der Autoquetsch-Szene und bei Columbo's Annäherungsversuchen auf der Couch recht prächtig amüsiert habe.
Da dachte ich noch, dass die Folge zumindest als Komödie ihre Vorzüge hat.

Doch dann ist dieser recht gute Eindruck wie ein Kartenhaus auf's Brutalste eingestürzt, weil im zweiten Teil nur noch die trocken-kriminalistische Frage nach dem Mörder im Mittelpunkt steht, und da hätte ich mir dann doch lieber 'nen Miss Marple-Streifen reingezogen.

Es gibt ja eigentlich nur 2 grundsätzliche Fehler, die man bei einem Wer-ist-der-Mörder-Fall machen kann.
1) Man bietet unverhälnismässig viele Verdächtige auf.
2) Man lässt die Verdächtigen während der Folge möglichst wenig in Erscheinung treten, füllt sie überhaupt nicht mit Leben, so dass der Zuschauer bei der Überführung des Täters im schlimmsten Fall fragt:"Wer ist das überhaupt?"

Und wenn dann erst kurz vor Überführung des Mörders hastig das Motiv erwähnt wird(er profitierte finanziell wohl am meisten vom Tod des Commodore), dann sind bei der Folge schon mehr Fehler gemacht worden, als man es für möglich hält.

Columbo ist nun mal eine Krimiserie, und das kriminalistische Element steht somit im Mittelpunkt.
Dass man den Machern in dieser Folge aber handwerkliches Unvermögen auf diesem Gebiet bescheinigen muss, ist für mich eine fast schon unverschämte Peinlichkeit.

Und wenn die Folge irgendein Experiment gewesen sein soll, dann ist es dafür einfach nicht ausgereift genug, dann hätte man die Überführung des Mörders und alles, was damit zusammenhängt, gänzlich in's Lächerliche ziehen müssen.
Woody Allen hätte aus dem Pseudo-Stoff sicher noch 'ne schöne Komödie gemacht.

So ist es weder Fisch noch Fleisch, und selbst Käse würde der Folge noch schmeicheln. :?
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Beitragvon Murdock » Mo, 07.08.2006 19:57


und das, wo Patrick McGoohan Regie führt...
der aus älteren Folgen bekannt ist für Wortwitz (Aschenpuzzle) und ansonsten gute Folgen
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Beitragvon Yves » Mo, 07.08.2006 22:14


Also meiner Meinung nach ist das das schlechteste "Experiment" in der Columbogeschichte das ich kenne - wie gesagt.
Hier wurde versucht (vermute ich mal) das Schema in seinen Grundzügen zu lassen und den Witz in den Vordergrund zu stellen. Das ganze ist aber sowas von schlecht gelungen, dass man schon von einer Katastrophe sprechen muss.
Wenn man was anders probieren will muss man dann wirklich auch alles anders machen, siehe "Undercover" und "Bluthochzeit" wo wenigstens gute Krimis entstanden sind. Zwar keine Columbos, aber immerhin gut inszeniert und umgesetzt...
Einzige Ausnahme ist da noch "Ein Spatz in der Hand"! Auch das altbewährte Muster, aber trotzdem anders.
Hier haben wir im Gegensatz dazu gar nix, außer viele Szenen für´s Nitpicking, die beim einfachen angucken schon auffallen!

Wie sowas passieren kann wie diese Folge ist mir ein Rätsel. Ich denke mal das liegt nicht an den Ausstiegsgedanken von Peter Falk, da danach ja noch mehrere Folgen der ersten Ära folgten. Okay unmittelbar danch kam "Mord im Bistro" - auch ne schwächere Folge, aber vor dieser Folge wurde immerhin "Wenn der Schein trügt" abgedreht! Ich denke es liegt einfach am Drehbuch. Wie Universal wohl dazu kommt das zu nehmen :?: Wird wohl am guten Namen des Autors Jackson Gillis liegen, der schließlich auch schon Drehbücher zu Folgen wie "Doppelter Schlag", "Traumschiff des Todes", "Schach dem Mörder", "Alter schützt vor Torheit nicht" (eine meiner Lieblingsfolgen :D ) und vielen anderen abgeliefert hat!

MfG
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Beitragvon Columbo-Freak » Di, 08.08.2006 16:43


So, dann will ich hier etwas verspätet auch mal meinen Senf zu der Folge abgeben. :D
Ihr 3 (Yves, martha, murdock) habt die Episode ja schon durchleuchtet und das, was ihr geschrieben habt, trifft auch meine Eindrücke. Im Prinzip ist daher alles gesagt.
Was aber von euch nur angerissen wurde und bei mir extrem der Fall war, war die Tatsache, dass ich stellenweise bei der Folge einfach nicht mitgekommen bin. :roll: :oops:
Ich saß da vor dem Fernseher und minutenlang sah mein Gesicht wohl so aus: :?:
Dass es euch teilweise auch so ging, konnte man zwischen den Zeilen schon lesen:
2) Man lässt die Verdächtigen während der Folge möglichst wenig in Erscheinung treten, füllt sie überhaupt nicht mit Leben, so dass der Zuschauer bei der Überführung des Täters im schlimmsten Fall fragt:"Wer ist das überhaupt?"

Zudem ist die ganze Erbgeschichte, die am Ende zum Vorschein kommt, dem Zuschauer vorher nicht bekannt gewesen und wirkt so total konstruiert.

Dazu trug noch bei:
- Man konnte den Mord nicht sehen. (Ein Rieeeeesenmanko bei Columbos)
- Who the fuck is Swanny? :wink: Diese Randfigur wird uns als Mörder serviert?!
- Die konstruierte Mordgeschichte: Charles Clay dachte seine Frau wäre der Mörder, verwischte deswegen die Spuren. Dann kam er irgendwie drauf, dass Swanny der Mörder ist und er wird selbst umgebracht. Columbo dachte die ganze Zeit Charles wäre der Mörder und nur weil er tot ist, krempelt das den ganzen Fall um? Jemand hätte ihn umbringen können, um den Mord am Commodore zu rächen. Joanna wusste, dass ihr Mann ermordet wurde, bevor die Polizei zu ihr kam. Woher? - Es kann sein, dass diese Fragen in der Episode beantwortet wurden, aber wenn es so war, dann war die Beantwortung für meinen Geschmack nicht ausreichend.

Zusätzlich negativ:
- kaum Indiziensuche und die Aufklärung ist ein schlechter Witz; bei diesem "Beweis" würde sich jeder Richter kaputtlachen

Ich muss zugeben, dass ich bei der Autoszene und dem Telefonat herzhaft lachen musste, aber dafür gibt es keinen Extrapunkt. ----> 1 Punkt

@martha: Wie viel Punkte hast du gegeben? Ging es dir beim Zusehen ähnlich wie mir? Wie war's bei den anderen?

Grüße
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Beitragvon Yves » Di, 08.08.2006 18:28


Wenn du schon konkret danach fragst, Columbo-Freak, ( :oops: ) ich hab am Ende gar nix mehr gepeilt... Vorallem wegen dem Erbe. Hab da ein wenig von meinen Eltern profitiert, die da anscheinend etwas besser durchgeblickt haben. Normalerweise versteh ich bei Columbo echt alles!
Hab die Folge zwar schonmal gesehen, aber das is halt schon so lange her... wie RTL die Folge zuletzt gebracht hatte.

Und dann nochmal zum "Finale", das keins war: Hätte ja gerne mit meiner Uhr mitgestoppt, habs aber verpennt. Wie lange saßen die da und haben sich Columbos Geschichten angehört???
Das war ja echt die längste "Überführung" die ich je gesehen habe und dann auch noch für meine Begriffe ohne jeden Erfolg. Die billigste Falle von Columbo die es je gab. Wie bitte hätte Columbo die Sache abgeschlossen, wenn Charles Clay nicht getötet worden wäre??? So wie der von seiner Schuld überzeugt war?

Zu viele Fragen, aber vieeeel zu wenig Antworten :!:

Die Autoszene fand ich persönlich jetzt überhaupt net lustig! Weiß jemand wo die überhaupt hinwollten??? Die sind doch nur für den Zuschauer im Kreis herumgefahren. Fand das einfach nur lächerlich, genauso wie andere Szenen in diesem Streifen, die uns als lustig verkauft werden sollten. Columbo wird - wie bereits erwähnt - als totaler Vollidiot hingestellt.

Und jetzt noch was zu einer anderen Stelle:) Als Columbo da die Uhr vom Commodore mit dem Hinterteil des Fernrohrs untersucht... wieso braucht Columbo da eine "Lupe"??? Kann man die Zeit an dem das Teil stehen geblieben ist nicht mit bloßen Auge erkennen? Was´n das für ne Uhr :?:

Mann, jetzt hab ich schon wieder so viel geschrieben :oops: (und mit dem Smilie da, sind Anfang und Ende gleich :wink: )

Verwirrte Grüße,
Yves
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Beitragvon martha » Di, 08.08.2006 20:12


Columbo-Freak hat geschrieben:
Ich muss zugeben, dass ich bei der Autoszene und dem Telefonat herzhaft lachen musste, aber dafür gibt es keinen Extrapunkt. ----> 1 Punkt

@martha: Wie viel Punkte hast du gegeben? Ging es dir beim Zusehen ähnlich wie mir? Wie war's bei den anderen?



Das ging mir bei den beiden Szenen ganz genauso.

Ich bin jemand, der bei den Columbo-Folgen eigentlich äusserst selten lacht, weil ich überraschende humoristische Einlagen oder auch Formen von Situationskomik, die meinem Geschmack entsprechen, doch nur sehr selten antreffe.
Schmunzeln kann ich natürlich über viele Szenen, aber der grosse Lacher bleibt bei mir meistens aus.

Aber diese Szene, wo Columbo auf der Couch ganz beiläufig die Schulter von Robert Vaughn tätschelt, und dieser mit verschränkten Armen dasitzt und nicht so recht weiss, wie ihm geschieht...doch, da musste ich schon richtig loslachen. Zumal man die gleiche abwehrende Zwangsjackenhaltung von Robert Vaughn schon vorher in der "Autoquetsch-Szene" gesehen hatte.

Was den zweiten Teil deiner Frage angeht, muss ich auch gestehen, dass mich der gesamte kriminalistische Anteil der Folge sträflich überfordert hat.
Allerdings hat mich das mit der Zeit auch ehrlich gesagt nicht mehr sonderlich interessiert. Das ist so'ne Folge, wo mein Interesse am Detail und dem Fortgang der Handlung irgendwann erlahmt. Ich hab dann höchstens noch auf lustige Szenen gewartet, die im zweiten Teil dann aber auch gänzlich ausblieben.

Eine Sache kam dann noch erschwerend hinzu.
Ich hatte ja schon mal erwähnt, welche Filme ich besonders hasse:
Mafiafilme, Filme mit altklugen Rotzblagen, und drittens sind das Filme mit permanent angetrunkenen Frauen.
Figuren, die noch nicht mal zum Händeschütteln das Glas aus der rechten Hand nehmen sind in ihrer Darstellung ja so eindimensional, dass für mich jegliches Interesse an ihrem Spiel verlorengeht.

Im Grunde hat mich überhaupt keine Person in dieser Folge auch nur ansatzweise interessiert.
Schon gar nicht dieses junge Mädchen: das schüchterne Liebchen, das nur blöd in der Gegend rummeditiert.

Deshalb hab ich's hier wirklich mal bei einem Punkt belassen. Aber bei der Folge kann ich wirklich nicht anders. Tut mir leid. :wink:
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Beitragvon Murdock » Di, 08.08.2006 22:38


Und jetzt noch was zu einer anderen Stelle:) Als Columbo da die Uhr vom Commodore mit dem Hinterteil des Fernrohrs untersucht... wieso braucht Columbo da eine "Lupe"??? Kann man die Zeit an dem das Teil stehen geblieben ist nicht mit bloßen Auge erkennen? Was´n das für ne Uhr

haben taschenuhre ein so kleines zifferblatt? ich denke nicht! ;)

ich glaub die schlussszene geht zwischen 20 und 30 Min, wenn ich mich nicht täusche. Ich meine durch zufall zu beginn auf die Uhr gesehen zu haben. Sie zieht sich extrem (Columbo mit der Uhr) und bringt eine überraschende Wendung, wobei ich total gelangweilt zugeschaut hab und sehr wenig mitgekommen bin bzw verstanden hab. Allein die Überführung durch einen einzigen Satz (wie bereits oben erwähnt) ist eine Zumutung und würde niemals vor Gericht standhalten.
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Beitragvon Santini » Do, 27.12.2007 16:42


Ich kann zum Teil nicht nachvollziehen warum die Folge hier so schlecht abschneidet.Zugegebenermaßen ist es ein etwas gewöhnungsbedürftiges Strickmuster,nachdem Columbo den Fall bearbeitet.Gerade das hebt diese Folge unter den anderen so hervor.Natürlich wie auch in anderen Folgen, kommt man was den Humor betrifft wieder voll auf die Kosten (der junge Mc fährt Columbos Rostlaube zum ersten mal;Columbo rückt Robert Vaughn im wahrsten Sinne des Wortes auf die Pelle).Interessant auch die teilweise Humorvolle und Pannenartige Auflösung.Insgesamt betrachtet vergebe ich für den alten Mann und der Tod :arrow: gute 4 Punkte
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Beitragvon Ken Franklin » Mo, 03.03.2008 14:45


Hollister hat geschrieben:
Der absolute Columbo-Tiefpunkt. Das man aus dieser Folge eine billige Agatha-Christie-Kopie gemacht hat, ist schon mal ärgerlich.

Und Columbo? Wirkt in dieser Folge völlig charakterfremd.


Genauso dachte ich auch, als ich gestern seit langem mal wieder die Folge gesehen habe! Dieser Agatha-Christie-Schluss, den man aus Hercule Poirot kennt, was soll das bei Columbo??? Columbo lebt doch vom Stück für Stück die Schlinge um den Hals des Mörders zu legen und dabei zu beobachten, wie die zu Beginn des Mordes überheblichen, selbstsicheren Mörder langsam aber sicher die Nerven verlieren :D :lol:

Das war ein Fehlschuss des Regisseurs, Poirot bleibt Poirot und Columbo bleibt Columbo, das ist meine Devise!

Auch das Columbo etwas überheblich gegenüber "Mac" ist und überhaupt etwas seltsam wirkt, blieb mir auch nicht aus :? Columbo muss etwas schusselig, liebenswert, aber dennoch direkt sein und nicht wie hier fast eben sichtbar überheblich.

Für mich einfach keine Columbo Folge, wie ich sie lieben gelernt habe! Deshalb gibt es für mich nur 2 Punkte, weil "Schiffsexperte" Robert Vaughn ( spielte ja schon in Traumschiff des Todes den Mörder ) seinen Part gut spielt und die versnobte Reederei Gesellschaft mitunter zum schmunzeln sind.
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