Bewertet: "Traumschiff des Todes"

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11
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4/5 sehr gut
32
48%
5/5 überragend
21
31%
 
Abstimmungen insgesamt : 67

Beitragvon Hatto » Mo, 04.09.2006 11:56


für mich war die folge auch sehr gelungen.
columbo hat eine tolle performance geliefert - unschlagbar natürlich sein auftritt mit dem kultigem hawaii-hemd!
auch die kleineren details, wie seine seekrankheit, die suche nach seiner frau und die geschichte, dass sie die reise bei der tombola gewonnen (typisch columbo!) haben haben mich sehr amüsiert!!

auch das finale indiz mit dem fingerabdruck im inneren des handschuhs und der tatsache, dass auf der krankenstation keine federn in den pölstern sind, waren toll!

wie schon vorher erwähnt, ließ der mörder ein wenig zu wünschen übrig - ein bisschen emotionslos aber ist ok

für mich also eine hervorragende serie obwohl das auto und hund gefehlt haben... :)
Hatto
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Beitragvon Columbo-Freak » Mo, 11.09.2006 17:21


Rundum gelungene Episode, das meiste wurde schon gesagt. Einzig negativ ist die Aufklärung. Da hat Danzinger einen sehr dummen Fehler begangen! Und auch hier gilt die alte Regel: dummer Fehler des Mörders=Abwertung der Aufklärung. Deswegen reicht es "nur" für 4 Punkte.

Grüße
Columbo-Freak
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Beitragvon Yojimbo » Do, 28.09.2006 15:50


Mir gefiel die Folge auch ziehmlich gut !
Columbo im Hawaiihemd ,auch der Fackt dass Columbo auch lebensfähig ist OHNE seinen trenchcoat ! Die Seekrankheit *schwärm*

Was mich nen bissel aufgeregt hat war wie der Mörder mit Lippenstift
den Anfangsbuchstaben auf den Spiegel geschrieben hat !Ich bitte euch !!
Das hat schon bei Poirot nich funktioniert !Wo Simon Doyle ein "J" mit dem Blut an die Wand malt , Er wollte den Verdacht ehr von Jacky abwenden.
Desshalb wärs bei Columbo ne gute Maßnahme gewesen wenn er ihn hätte entlassten wollen ! Das fand ich nen bissel albern !

Aber sonst ne Folge zum verlieben !

mfg Yojimbo
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Beitragvon Red Shadow » Mo, 15.10.2007 19:35


Es ist ja schon irgendwie lustig, nicht einmal auf engstem Raum im Urlaub bekommen wir Mrs. Columbo zu sehen. Sie schafft es sogar auf dem „Traumschiff des Todes“ zu fliehen :lol:. Es bleibt also alles beim Alten und schon sind wir beim wesentlichen Problem. Columbo und Urlaub. Das Mantel-Outfit ist erst einmal gleich, seine Frau bleibt das geliebte Mysterium und überdies soll ein bisschen Urlaubsfeeling Heiterkeit schaffen.

Dabei ist man doch Los Angeles gewohnt, an diesem Fleckchen Erde ist der Columbo-Fan ja quasi im Urlaub, wenn der Inspektor den Tatort betritt und mit seiner Art und Weise für Stimmung sorgt :D. Ein leidenschaftliches Arbeitstier darf keinen Urlaub haben :wink:. Ich mag die Ausflüge in die dienstfreie Zeit jedenfalls nicht. Ja, ich gönne dem Inspektor nicht einmal die Pause. Er nutzt sie eh nicht :P.

Wie auch immer, wenn Schiffs-Stammgast und Autohändler Danzinger (Robert Vaughn) einen Herzinfarkt vortäuscht, um risikoreich quer durchs Schiff zu laufen, damit die heimliche „Schogora“ fein säuberlich per Schusswaffe erledigt wird, ist mir das ein Stück weit zu aufgesetzt. Da bin ich genauso seekrank wie Columbo selbst, der das Treiben auf dem Wasser auch nicht mag.

An sich ist die rohe Ermittlungsarbeit ohne technischen Schnickschnack ganz amüsant, die Indizien zünden mitunter und der Running Gag unsichtbare Frau mag wie immer amüsieren, aber für ein Highlight, als dass die Folge oftmals unter Fans gilt, ist mir Robert Vaughn einerseits zu blass und die Folge andererseits insgesamt zu durchschnittlich unspektakulär. Da hilft das Traumschiff als Location auch nicht weiter.

Im Urlaub bin ich dann eher, wenn Columbo in Los Angeles Politikern, Magiern, Restaurant-Kritikern, Schriftstellern oder Weinliebhabern das Handwerk legt.

2,5 Punkte :?.
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Beitragvon martha » Fr, 19.10.2007 01:18


red shadow hat geschrieben:Ein leidenschaftliches Arbeitstier darf keinen Urlaub haben :wink:. Ich mag die Ausflüge in die dienstfreie Zeit jedenfalls nicht.


Ja, da ist schon was dran.
Ein bekannter Satiriker sagte ja mal: "Im Urlaub trifft man keine Menschen-nur Urlauber und Personal."

Natürlich ist das etwas überspitzt, aber trifft sicher auch ein wenig den Kern.
Columbo im Urlaub, das wirkt doch ein wenig aufgesetzt und vor allem irgendwie inoffiziell. Die Aufklärung des Falles erscheint eher wie die Freizeitbeschäftigung eines Feriengastes.
Das ist ja in "Blutroter Staub" nicht anders, obwohl die Elemente Mord-Indiziensuche-Täterüberführung genauso vorhanden sind wie in anderen Episoden.

Andererseits hab ich jetzt nicht so'n unbändiges Verlangen danach, Columbo nur innerhalb der Stadtgrenzen von Los Angeles ermitteln zu sehen.
Bei den Folgen "Wein ist dicker als Blut" oder "Des Teufels Corporal" spür ich eigentlich nix mehr von der Großstadt L.A.
Die Episoden sind derart ländlich bzw. kaserniert, dass ich sie mit Columbos Dienstsitz fast überhaupt nicht mehr in Verbindung bringen kann.
Und es sind ja bekanntlich nicht die schlechtesten Folgen. :wink:
"Könnten Sie mir wenigstens sagen, welcher Name es war?
War es Kensington oder Arlington?"
"Genau gesagt:Keiner von beiden. Es war Washington."
"Hatten Sie bei dem auch einen Vornamen?"
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Beitragvon Red Shadow » Fr, 19.10.2007 22:17


martha hat geschrieben:
red shadow hat geschrieben:Ein leidenschaftliches Arbeitstier darf keinen Urlaub haben :wink:. Ich mag die Ausflüge in die dienstfreie Zeit jedenfalls nicht.


Ja, da ist schon was dran.
Ein bekannter Satiriker sagte ja mal: "Im Urlaub trifft man keine Menschen-nur Urlauber und Personal."

Natürlich ist das etwas überspitzt, aber trifft sicher auch ein wenig den Kern.
Columbo im Urlaub, das wirkt doch ein wenig aufgesetzt und vor allem irgendwie inoffiziell. Die Aufklärung des Falles erscheint eher wie die Freizeitbeschäftigung eines Feriengastes.
Das ist ja in "Blutroter Staub" nicht anders, obwohl die Elemente Mord-Indiziensuche-Täterüberführung genauso vorhanden sind wie in anderen Episoden.

Andererseits hab ich jetzt nicht so'n unbändiges Verlangen danach, Columbo nur innerhalb der Stadtgrenzen von Los Angeles ermitteln zu sehen.
Bei den Folgen "Wein ist dicker als Blut" oder "Des Teufels Corporal" spür ich eigentlich nix mehr von der Großstadt L.A.
Die Episoden sind derart ländlich bzw. kaserniert, dass ich sie mit Columbos Dienstsitz fast überhaupt nicht mehr in Verbindung bringen kann.
Und es sind ja bekanntlich nicht die schlechtesten Folgen. :wink:


Für mich ist das alles noch der Großraum LA :wink: :lol:. Die Stadt ist aber wirklich sehr weitläufig, wobei du natürlich schon recht hast, wenn du da ein wenig unterscheidest :wink:. Geht mir da auch eher um das Gefühl, die Urlaubs-Folgen vermitteln meiner Meinung nach bei weitem nicht den Charme. Unabhängig davon: Mit der neuen Staffel wünsche ich mir aber jetzt wieder einmal ein paar Kritiken von dir :).
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Auch mit einfachsten Mitteln...

Beitragvon WalterJörgLangbein » Sa, 20.10.2007 08:55


Auch mit einfachsten Mitteln weiß sich Columbo zu helfen, er kommt auch ohne die Jungs aus dem Labor zurecht und überführt den Täter... 5 Sterne habe ich gegeben!

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Beitragvon poirot » Di, 08.01.2008 18:47


Kann die Begeisterung für diese Folge nicht so ganz nachvollziehen.Das Urlaubsflair ist zwar ein Pluspunkt und Komik vorhanden ( der Running gag mit Miss Columbo wird ja bis zur Schmerzgrenze ausgereizt) aber die Folge hat doch so ihre Schwächen.

Besonders die Zufälligkeiten im Tathergang stören. Wie konnte Danziger zum Beispiel sicher sein dass die Krankenschwester nicht in Richtung seines Zimmers schaut und den plötzlich putzmunteren Patienten beim Ausbüchsen erwischt. Der schwache Verkehr auf der Crewtreppe und im Gang lässt sich ebenfalls schlecht vorherplanen. Allen voran ist das Mordopfer selbst ja kein Kind von Traurigkeit was macht Danziger nur wenn sie Besuch in der Kabine hat :o . , gleich mit umlegen?

Ein Mörder der soviel Glück zur Tat braucht überzeugt mich einfach nicht, von daher nur 2 Punkte für diese Folge (die ausserdem auch gut 20 Minuten kürzer hätte sein können.
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Beitragvon Wikinger81 » Mi, 12.03.2008 23:06


Volle 5 Punkte für diese wunderbare Folge. Und man kann hier sehen, Columbo versteht doch etwas von Technik oder besser gesagt von Untersuchungsmethoden. Er ist ganz auf sich gestellt ohne Balistiker oder sonstigen Experten. Auch hat er bei diesem Fall wieder einmal riesen Glück, da er zur Seekrankheit neigt und deshalb die Krankenstation aufsuchen musste. Sonst hätte er den Fall wahrscheinlich nie richtig lösen können.


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Re: Bewertet: "Traumschiff des Todes"

Beitragvon black_trenchcoat » Mo, 16.03.2009 11:25


Der Inspektor auf Urlaub? Endlich mal Zeit für Erholung? Falsch gedacht, es kommt wie es kommen muß, und die vermeintliche Kreuzfahrt entpuppt sich als Mordfall, den es aufzulösen gilt. Also reißt man den Herrn Inspektor noch in der ersten Nacht aus seinen süßen Träumen, und zieht ihn zu Rate. Ob es um seine Frau gehe? Nein, Nein, jedoch wünsche der Kapitän ihn in vertraulicher Angelgenheit zu sprechen. Man sieht, die Pflicht macht selbst vor Urlaubern keinen halt. Nur gut dass sich seine Frau auch alleine zu unterhalten weiß...

Irgendwann anfangs kam mir allerdings die Frage auf, warum der Dampfer, wo ja gerade mal ein Tag der Reise verstrichen war, nicht einfach umkehrt und Kurs auf den nächstgelegenen Hafen nimmt; immerhin befindet sich schließlich ein Mörder an Board und die Sicherheit der Gäste hat ja wohl oberste Priorität. Allerdings entginge dem Betrachter dann wohl diese höchst unterhaltsame Columbo-Episode, also drücken wir hierbei gerne die Äuglein zu, und erfreuen uns an dem Dargebotenen.

Der schmucke Kreuzer "Kristallpalast" erweist sich als hervorragender Background, und besticht durch ein tolles Ambiente, welches zu keiner Zeit monoton wirkt. Hinzu kommt ein kaltblütiger Mörder, mit einer gesunden Portion Arroganz der seine Tat gerne jemand anderen in die Schuhe schieben möchte. Dummerweise will, wie so oft, der liebe Herr Inspektor ihm nicht so recht auf den Leim treten, und zweifelt, scharfsinnig wie eh und je, an der Schuld des erstbesten Verdächtigen. Columbo greift, ohne jegliche Unterstützung von Labor und Ballistik, tief in die Trickkiste und ermittelt gänzlich nach alter Schule.

Dies und vieles mehr, wie beispielsweise der öfter vorkommende Gag über seine Frau, die er nebenbei ständig auf dem Schiff zu finden versucht, verleihen dem Fall besonderen Charme. Zugegeben, die Ausführung des Mordes verlief etwas glücklich, aber das trübt den Unterhaltungswert kaum. Als besonderes Schmankerl gibts zum Schluß noch eine herrliche Pointe. Ohne zögern vergebe ich freudig satte 4 Punkte
"Dem gehörte das Ganze hier."
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Re: Bewertet: "Traumschiff des Todes"

Beitragvon dille » Mi, 29.07.2009 01:47


Was muss das doch für die Menschen an Bord ein Highlight gewesen sein: Der am besten bezahlte US-Fernsehschauspieler der 70er Jahre (Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde von 1976) will auf einem Urlaubsdampfer einen Mordfall lösen. Dazu noch eine erstklassige Riege namhafter Serienschauspieler der ausgehenden 60er Jahre, und perfekt ist ein Setting von wahrlich noblem Ambiente. Ein Ambiente, das sich für einen Mord eigentlich bestens eignen sollte. Stellt man sich geschickt an, lassen sich so beweiskräftige Spuren wie die Mordwaffe doch einfach über Bord werfen - auf Nimmerwiedersehen sozusagen. Doch Pech, wenn Inspektor Columbo mit an Bord ist. Hier lernt man, dass er nicht nur Ermittlungen leiten kann, nein, er kann sie auch selber durchführen - mit allen (antiquierten) Tricks, die dazugehören. Er ist eben durch und durch ein Handwerker und dabei stets verbunden mit dem kleinen Mann; für ihn war von vornherein klar, dass Lloyd Harrington nicht als Mörder infrage kommt, und das, obwohl die Beweislast so erdrückend war. Und so ging es für ihn auf Spurensuche nach dem tatsächlichen Mörder. Innovativ bei der ganzen Sache war, dass am Tatort keinerlei brauchbare Spuren vorhanden waren, um den Mörder zu überführen. Vielmehr fand sich der entscheidende Anhaltspunkt, sich an die Fersen von Danzinger zu heften, vor dessen Krankenzimmer. Hätte man die Feder am Tatort gefunden, wäre das ein Indiz ins Leere. Es hätte nur Auskunft darüber gegeben, dass jemand ins Kissen schoss, um das Schussgeräusch zu dämmen. Dass Danziger die Feder unbeabsichtigterweise 'mitnahm' - das weckt Schnitzeljagdgefühle. Perfekt. Perfekt auch, dass der Zuschauer beim Auffinden der Feder gar nicht genau sehen kann, um was es sich da handelt, somit nimmt er über die ganze Folge lediglich die Erinnerung mit, dass da doch noch etwas war, was Columbo in der Krankenstation aufgefunden hat. Das führt dann am Ende zu dem ersehnten Aha-Erlebnis. Und überhaupt - wie Columbo in die Krankenstation kam, da ist nichts konstruiert, nein, Seeübelkeit passt zu Columbo genau wie Flugangst und Schweißfüße. Apropos Schweiß: Ob die beinahe pathologischen Schweißflecken unter seinen Armen vielleicht auch in Wirklichkeit von einem schiffskranken Magen her resultieren? Naja, wie dem auch sei, für Columbo war die Sachlage klar, für den Kapitän indes allerdings nicht. Denn nicht nur Danziger wollte Harringtons Schuld als bewiesen sehen, auch für den Kapitän war alle sonnenklar - bis die Unstimmigkeit mit dem erhöhten Puls auftrat, von der dann auch der Kapitän überzeugt war. Und für die Unschuld Harringtons sprach dann auch noch die steuerlich nicht absetzbare Waffenquittung, obgleich er nur steuerlich relevante Quittungen bei sich führte. Also: Ein Mord geschieht, Harrington wird verdächtigt. Columbo entdeckt die Feder und zweifelt an der Schuld Harringtons, da der Focus sofort auf Danziger liegt (Columbo wird alsbald nach dem Auffinden herausgefunden haben, dass es auf der Krankenstation keine Federkissen gibt, was er aber erst am Schluss aufführt). Doch Danziger erfährt Rückendeckung vom Kapitän. Zudem verlässt sich jener auf die Quittung für die Waffe, die er zuvor in Harringtons Kabine platziert hat, und erfährt anschließend, dass diese steuerlich nicht absetzbar und daher unbrauchbar ist. Columbo ist bestärkt in seinem Glauben, Danziger sei der Mörder, Danziger wird nervös. Der Kapitän wird von der erhöhten Pulsgeschichte überzeugt, und alle Augen sind auf Danziger gerichtet. Na, wenn das kein roter Faden ist, dann weiß ich's auch nicht. Bleibt nur noch die Sache mit der Überführung. Und hier greift Columbo wieder in die altbewährte Trickkiste. Getreu dem Motto, was einmal funktioniert, funktioniert auch ein zweites Mal, kokettiert er vor Danziger mit dem Auffinden der Handschuhe als unmittelbaren Beweis für die Schuld Harringtons. Das lässt Danziger sich nicht zweimal sagen und fingiert mal eben schnell diese leidigen Mordhandschuhe, damit der Inspektor eben Ruhe gibt. Tut er aber nicht, denn Danziger liefert dadurch endlich die lang ersehnte Spur, die ihn überführt: Fingerabdrücke, und zwar da, wo man sie so schnell nicht vermutet - auf der Innenseite der Handschuhe. Clever, logisch, handwerklich sauber und absolut überzeugend gestrickt.
Ein Wehrmutstropfen bleibt mit der Besetzung Robert Vaughns. Dieser leistet hier lediglich Dienst nach Vorschrift, doch ließ ihm das Drehbuch auch nicht Raum für mehr. Schließlich hat Columbo über Dreiviertel des Films auch noch den Kapitän an der Backe. Somit teilen sich sozusagen zwei Charaktere einen Gegenpart. Eine Ausdifferenzierung als öliger Schmierlappen, was ich präferiere, wird unter dieser Prämisse schwer, wenn man nicht schon als Schauspieler dergestalt geartet ist. Stellt man sich in der Rolle Danzigers etwa George Hamilton vor, hätte allein seine angewidert-schmierige Mimik für einen interessanteren Gegner gesorgt.
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Re:

Beitragvon Topi » Mi, 29.07.2009 12:26


Yojimbo hat geschrieben:Mir gefiel die Folge auch ziehmlich gut !
Columbo im Hawaiihemd ,auch der Fackt dass Columbo auch lebensfähig ist OHNE seinen trenchcoat ! Die Seekrankheit *schwärm*

Was mich nen bissel aufgeregt hat war wie der Mörder mit Lippenstift
den Anfangsbuchstaben auf den Spiegel geschrieben hat !Ich bitte euch !!
Das hat schon bei Poirot nich funktioniert !Wo Simon Doyle ein "J" mit dem Blut an die Wand malt , Er wollte den Verdacht ehr von Jacky abwenden.
Desshalb wärs bei Columbo ne gute Maßnahme gewesen wenn er ihn hätte entlassten wollen !

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Yojimbo, ich mach hier gleich weiter.
Nicht nur der melodramatische Buchstabe war von Agatha Christie. Das ganze Gerüst war frei nach "Tod auf dem Nil".
Simon Doyle will sein Gattin um die ecke bringen. Dazu schießt er sich selbst ins Knie, wird natürlich auf die Krankenstation gebracht und hat das perfekte Alibi, da rundum bewacht und verletzt.
Simon Doyle hat eine Komplizin und gemeinsam verschieben sie die Tatzeiten. Ziemlich Trickreich.
Die improvisierten Mittel zur Spurensicherung stammen aus "Mord im Orient express".

Hab die Folge gestern mit großem vergnügen gesehen. Kriminalistisch eher unbedeutend. -
Humor, gute Darsteller, das war´s. Und noch nie waren wir Mrs. Columbo so nahe, wie gestern, wie hier jemand so schön sagt.

Grüße
Topi
Legen Sie Ihren italienischen Namen ab und beißen Sie erstmal auf nichts Hartes.
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Re: Bewertet: "Traumschiff des Todes"

Beitragvon Venus » Mi, 29.07.2009 13:50


dille hat geschrieben: Stellt man sich in der Rolle Danzigers etwa George Hamilton vor, hätte allein seine angewidert-schmierige Mimik für einen interessanteren Gegner gesorgt.


In der Tat, wäre dem "Beau" der Spagat zwischen dem Mörder der eigenen Geliebten und dem Gejagten besser gelungen. Ein Mördertausch wäre hier nicht schlecht gewesen. George Hamilton hätte mehr aus der Rolle gemacht und vielleicht auch noch die Krankenschwester um den Finger gewickelt.... :wink: !
Venus
 

Re: Bewertet: "Traumschiff des Todes"

Beitragvon Columbo96 » Mi, 29.07.2009 15:44


von mir gibt es 4 punkte
columbo hat den fall ohne jedliche hilfe des labores gut gelöst aber ich fand der mord war zu einfach
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Re: Bewertet: "Traumschiff des Todes"

Beitragvon martha » Mi, 29.07.2009 18:19


Für mich bleibt Robert Vaughn einer der langweiligsten Mörder-Darsteller.
Auch gestern hatte ich permanent die Befürchtung, dass Danzinger zwischen zwei gesprochenen Sätzen einschlafen könnte.
Das ist doch 'ne recht übertriebene Geruhsamkeit, die Vaughn da anbietet.
Dieser mimische Spar-Modus erinnert mich fast 'n bisschen an Otti Fischer, der ja auch maximal zwei Gesichtsausdrücke im Repertoire hat.
Auch die Synchronstimme bringt da wenig Pep rein.
Die Stimme des Kapitäns ging dagegen sofort ins Ohr.
Klar, war die gleiche, die man auch von Connerys "Bond" und William Shatner kennt.
Ansonsten war es doch 'n ziemlich ruhiger und unspektakulärer Seegang.
Ich bin kein großer Fan dieser Folge.
"Könnten Sie mir wenigstens sagen, welcher Name es war?
War es Kensington oder Arlington?"
"Genau gesagt:Keiner von beiden. Es war Washington."
"Hatten Sie bei dem auch einen Vornamen?"
"Martha."
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