Bewertet: "Wenn der Eismann kommt"

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1/5 schlecht
2
3%
2/5 passabel / "na ja"
0
Keine Stimmen
3/5 gut
20
33%
4/5 sehr gut
24
40%
5/5 überragend
14
23%
 
Abstimmungen insgesamt : 60

Beitragvon Philipp025 » So, 31.08.2008 23:59


@martha: Das Columbo-Buch hätte ich auch so gerne gehabt, aber ich habe es nie in Buchhandlungen gefunden. :cry:

@Martin.: Ja, der AHA-Effekt kam echt gut am Ende! Das mit der Uhr so.. habe ich auch nicht mit gerechnet! :wink: Also als ich das erste Mal diese Folge gesehen habe.

Zur Folge: Diese Folge kam schon mal in diesem Jahr, aber ich habe sie mir nochmal angeschaut. :wink:
Robert Culp spielt den Mörder einfach perfekt! Er spielt hier einen ganz anderen Charakter als in "Mord mit der linken Hand". Während er dort den Deketiv Brimmer spielt, welcher einen nicht geplanten Mord gemacht hat und eher ruhig wirkt, spielt er hier einen aufbrausenden Sportmanager. Am besten war sein fieses Lächeln, als er sich das Spiel nach dem Mord anschaut, so nach dem Motto: "So, alles geschafft! Jetzt wird alles so sein, wie ich es will!"
Grandios und fast schon unheimlich auch die Szene, wo der Mörder in Ruhe sich ein Eis genehmigt!

Columbo ist in dieser Folge mal echt sympatisch, so mag ich ihm! Und Mr. Hamlon hat Sypmathie für seine Frau! :D Den tollpatschigen und liebenswerten Spion (wie er der Hund gestreichelt hat, der Hund war wirklich putzig, aber wo kam der her?) fand ich auch ganz lustig und den netten Anwalt. Ich hätte gerne gewusst, von wo Mr. Hamlon den Eiswagen herhatte.

Von mir kriegt die Episode "Wenn der Eismann kommt" 5 Punkte. :wink:
Columbo: "Ich glaube an den lieben Gott und der war's bestimmt nicht!"

Jean-Jacques Rousseau: "Der Charakter offenbart sich nicht an großen Taten, an Kleinigkeiten zeigt sich die Natur des Menschen."
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Beitragvon Gordo » Mo, 01.09.2008 06:50


von mir gibt es ein gut also 3 punkte

bis auf die überführung hat mir an der folge nichts besonders gefallen
"Wissen Sie, in gewisser Weise haben wir ähnliche Berufe. Ich trage eine Uniform, Sie tragen eine... spezielle Uniform, möchte ich's mal nennen."

"Colonel Lyle C. Rumford" zu "Inspektor Columbo"
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Beitragvon FlyingPelican » Mo, 01.09.2008 23:06


Eine ziemlich gute Folge finde ich, besonders gefällt mir die Überführung des Täters mit der Uhr. Dazu ist noch folgendes zu erwähnen: Es läßt sich mit der Aufzeichnung des Telefonats auf Sekunden genau feststellen, zu welcher Zeit es getätigt wurde, weil im Hintergrund der Kommentator des Spiels zu hören ist und dies auch im Radio gesendet wurde. Entscheidend ist nun gar nicht, ob es während des zweiten Telefonats wirklich genau 14:30 Uhr war - die Uhr, die nicht zu hören war auf dem Band, könnte ja auch eine Minute falsch gegangen sein. Nein, entscheidend ist nur, dass die Uhr 14:30 hätte schlagen müssen während des Telefonats. Und das hätte sie müssen, denn wie man sieht, hat Columbo diese Uhr exakt mit dem Kommentator des Spiels - also der Uhr beim Radio - verglichen: Er weiß bei der Überführung ohne Hinsehen auf die Sekunde genau, wann sie wieder schlägt.
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Beitragvon martha » Di, 02.09.2008 00:40


FlyingPelican hat geschrieben:Eine ziemlich gute Folge finde ich, besonders gefällt mir die Überführung des Täters mit der Uhr. Dazu ist noch folgendes zu erwähnen: Es läßt sich mit der Aufzeichnung des Telefonats auf Sekunden genau feststellen, zu welcher Zeit es getätigt wurde, weil im Hintergrund der Kommentator des Spiels zu hören ist und dies auch im Radio gesendet wurde. Entscheidend ist nun gar nicht, ob es während des zweiten Telefonats wirklich genau 14:30 Uhr war - die Uhr, die nicht zu hören war auf dem Band, könnte ja auch eine Minute falsch gegangen sein. Nein, entscheidend ist nur, dass die Uhr 14:30 hätte schlagen müssen während des Telefonats. Und das hätte sie müssen, denn wie man sieht, hat Columbo diese Uhr exakt mit dem Kommentator des Spiels - also der Uhr beim Radio - verglichen: Er weiß bei der Überführung ohne Hinsehen auf die Sekunde genau, wann sie wieder schlägt.


Diese Erklärung hat mich überzeugt.
Vielen Dank!

Weniger überzeugt hat mich aber auch gestern wieder Columbos überraschter Blick zur Kuckucksuhr im Reisebüro, obwohl das Türchen der Uhr noch geschlossen war.
Schlampige Synchro, im Original ist es nämlich reaktionsmäßig korrekt.
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Beitragvon dille » Mi, 03.09.2008 16:55


Die logischste Auflösung seit der verlorenen Kontaktlinse, die gar nicht verloren war, aber trotzdem gesucht wurde (übrigens auch mit Robert Culp als Mörder).
Aber ich störe mich eher an kleinen Dingen: Was mir gleich ins Auge fiel und höchst stutzig machte, war Columbos Wasserverkostung aus dem Pool und vom vermeintlichen Spritzwasser am Beckenrand. Jemand, der in kompletter Gaderobe so zielstrebig die Pooltreppe hinunterstarkst als wäre Wasser trocken, kommt auf die Idee, Geschmacksunterschiede in den Wassern zu erwarten? Sicher, die Tatsache, dass das Wasser am Beckenrand kein Chlor enthält, Poolwasser hingegen schon, ist eine wichtige Erkenntnis, die für den Zuschauer klarmacht: Columbo wittert Ungereimtheiten. Aber mit Schuhen die Polltreppe hinabzusteigen zeugt doch eher von Unerfahrenheit und Ungewohnheit und macht für den Zuschauer klar: Der hält sich selten am/im Pool auf. Aber das war auch nur 'ne Kleinigkeit; dieser Columbo toppt mit Tat, Mörder und Finale, das macht ihn sehenswert und verglichen mit späteren lauen Auflösungen (oder quasi nicht existenten Auflösungen) wie in Mord nach Takten ein Highlight.
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Beitragvon martha » Mi, 03.09.2008 23:05


dille hat geschrieben:Aber ich störe mich eher an kleinen Dingen: Was mir gleich ins Auge fiel und höchst stutzig machte, war Columbos Wasserverkostung aus dem Pool und vom vermeintlichen Spritzwasser am Beckenrand. Jemand, der in kompletter Gaderobe so zielstrebig die Pooltreppe hinunterstarkst als wäre Wasser trocken, kommt auf die Idee, Geschmacksunterschiede in den Wassern zu erwarten? Sicher, die Tatsache, dass das Wasser am Beckenrand kein Chlor enthält, Poolwasser hingegen schon, ist eine wichtige Erkenntnis, die für den Zuschauer klarmacht: Columbo wittert Ungereimtheiten. Aber mit Schuhen die Polltreppe hinabzusteigen zeugt doch eher von Unerfahrenheit und Ungewohnheit und macht für den Zuschauer klar: Der hält sich selten am/im Pool auf.


Stimmt, das fand ich auch immer recht fragwürdig, dass Columbo sich da am Pool die Finger leckt.
Allerdings sind die "Columbo"-Macher hier auch in einem Dilemma, denn wie soll der Inspector auf halbwegs logische Weise rausfinden, dass hier zwei verschiedene Arten von Wasser im Spiel sind. :?:
Und so ist wohl die Überlegung geboren, Columbo erstmal etwas tollpatschig mit dem nassen Element in Verbindung zu bringen: Er läuft gedankenverloren in den Pool, der Schuh wird nass, der Mantel auch, er muss sich am Beckenrand abstützen, und so kommt er dem chlorfreien Wasser doch verdächtig nahe
Doch hier gerät die an sich gute Annäherung natürlich in's Stocken, weil auch mit nassem Schuh für den Inspector eigentlich keine Notwendigkeit besteht, 'ne Schleckprobe vom Beckenrand zu nehmen.
Ich begnüge mich damit, dass es wohl keine bessere Lösung gegeben hat, mit der Logik muss man hier halt mal etwas nachsichtig sein...es sei denn, Columbo hat vielleicht gerochen, dass der Beckenrand chlorfrei ist.
Dann wär's logisch natürlich einwandfrei. :wink:
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Beitragvon FlyingPelican » Do, 04.09.2008 02:04


Also ich finde die Stelle absolut logisch. Der Doktor weist Columbo auf die große Wasserlache am Beckenrand hin und äußert seine Vermutung, dass der inzwischen Tote darauf ausgerutscht sei. Columbo will sich die Lage natürlich genau ansehen, denn das ist ja der ganze Grund, warum er überhaupt anwesend ist! Also erinnert er den Doc an die Autopsie. Dann wundert er sich, dass kein Personal da ist bei dem großen Haus. Und dann tritt er mit seinen Schuhen ins Wasser und vor lauter Schreck lehnt er sich auch noch mit dem Mantel an den nassen Beckenrand. Und dann passiert es: Er denkt eine Columbo-Denksekunde und riecht dann am Wasser vom Beckenrand. Warum? Naja, vielleicht hat er Angst, dass das Chlorwasser seinen Schuhen noch mehr schadet als normales Wasser, vielleicht wundert er sich über die große Pfütze und will riechen, ob das Wasser vom Gärtner ist oder aus dem Becken, vielleicht will er einfach mal wieder Chlorwasser riechen, weil er schon lange nicht mehr schwimmen war, vielleicht denkt er gar nichts und riecht einfach so, weil er die Lage peilen will und immer alles genau anschaut und sehr, sehr viel Erfahrung hat, also unbewußt so gut rumschnüffelt, vielleicht will er riechen, wie stark der Chorgeruch ist, also ob das Wasser im Becken frisch ist oder schon älter, weil er ja das Personal sucht,.... Völlig egal! Und dann ist da kein Chlor. Und dann hat er einen ersten Hinweis. Und gerade das ist ja ein Markenzeichen von Columbo, dass er selbst winzige Spuren findet. Das macht ihn ja mit so genial. Also ich finde es das normalste der Welt, dass Columbo - nicht irgendein Poslizist - am Wasser riecht. Er muß sogar am Wasser riechen! Er muß an allem riechen, bis er eine erste Spur hat. Sonst wäre es nicht Columbo. Die Szene ist komplett logisch und genial.
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Re: Bewertet: "Wenn der Eismann kommt"

Beitragvon H-Scorpio » So, 26.07.2009 13:28


Wie man wahrscheinlich schon bemerkt hat, "zwingt" mich das Sommerloch dazu, meine Columbo DVDs durchzugehen. :wink:
Heute war diese Folge dran. Ich muss sagen, mit dem Motiv hab ich kein Problem. Das kann man erkennen, auch wenn es vielleicht nicht deutlich genug hervorgehoben wird. Columbo ist in der Tat bei etwas, das zunächst wie ein Unfall aussieht, fehl am Platz. Ich hab damit allerdings kein Problem mehr, da es so ähnlich in vielen Folgen vorkommt. Unrealistisch ist das aber schon, ich kann mir nicht vorstellen, dass bei jedem Toten immer auf Verdacht einer von der Mordkommission bei ist. In manchen Folgen wird das ja besser gelöst, wie z.B. "Schwanengesang". Aber ich glaube auch nicht, dass ein bloßer Verdacht eines Familienmitglieds ausreicht, um die Mordkommission einzuschalten.
Naja, soviel dazu. Der Ausgangszweifel Columbos (chlorfreies Wasser am Beckenrand) gefällt mir sehr gut. Die Überführung ist für mich zu dünn. Ganz nettes Indiz, aber unwahrscheinlich, dass es einen Mann wie Hanlon dazu bringen soll, auf dramatische Weise die Fassung und die Kontrolle über seine Mimik zu verlieren. :wink:
Zumal Columbo ihm ja nicht sonderlich zugesetzt hatte. Passend dazu dreht sich ein großer Teil der Folge ja auch darum, das Alibi von Hanlon zu knacken. Viel Indizienarbeit ist nicht.

Für mich sind das leider nicht mehr als drei Punkte.
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Re: Bewertet: "Wenn der Eismann kommt"

Beitragvon Jerry » Fr, 31.07.2009 17:51


Wie schon oft erwähnt wurde, ist diese Folge einwenig Columbo - untypisch.
Jedoch ist sie gut. Das Motiv ist einwenig komisch, die Ausführung der Tat aber gut.
Das Alibi wo sicch der Mörder verschafft ist dünn, die Aufklärung dennoch gut.

4 Punkte
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Re: Bewertet: "Wenn der Eismann kommt"

Beitragvon COLUMBO DER GROßE » Sa, 01.08.2009 14:04


SALUT AN ALLE!!! SEID GEGRÜßT!!!

A MORD: Punkte 6/6 Note: überragend
Ein genialer Mordplan- mit passendem Alibi!
B Verlauf der Handlung/COLUMBO-Mörder-Kontakt Punkte: 4,5/6 Note: gut
Die vielen gut gespielten Szenen, die realistischen Darstellungen- alles toll- bis auf
eines: Im Mittelteil des Films kommt es zu einer eher blödsinnigen Handlung die 1,5
Punkte verstreichen lässt.
C: Leistung: Darsteller des Inspektors: Punkte: 4/6 Note: passabel
Für einen Falk doch etwas zu wenig- manche Formfehler lassen das sonst gute
Schauspiel in den Schatten stellen. (SCHADE!!!) Zwar ist das Duo Falk-Culp
ZUSAMMEN sehr gut am spielen doch das fällt nunmal in die "B-Note"- nicht in
die C-Note.
D: Leistung: Darsteller des Mörders Punkte: 6/6 Note: überragend
Klasse gespielt- und ich muss sagen- in dieser Folge sogar besser als Peter Falk-
und das ist mehr als schwierig! Robert Culp überzeugt mit einer realistischen Darstellung
seiner Figur und mit einem guten Hineinversetzen in die Lage des Mörders.
E: Leistung des Opfers: Punkte 4/6 Note: passabel
Ordentlich gespielt, aber einfach nicht gut genug um es mit der Note "gut" zu bewerten.
(Außerdem: Die Bewertungen sind von einander unabhängig- Falk spielt natürlich tausend
mal besser als der hier!)
F: Leistung Anderer/ Nebendarsteller Punkte:4/6 Note: passabel
Nicht besonders überzeugend, aber zumindest "passabel"!
G: Indiziensammlung: Punkte: 3,5/6 Note: weniger passabel
Ich hatte mehr erwartet- die schwache Leistung im Mittelteil tut die ansonsten recht
gute Leistung den Bach runterrutschen! SCHADE!!! Vor allen der Anfang gefiel mir sehr
gut!
H: Auflösung: Punkte: 4,5/6 Note: gut
Im Ganzen recht authentisch, ist sie zwar nicht die beste Auflösung der 1. Ära Columbo,
aber doch einzeln gesehen recht gut.
I: Sonstiges/ Drehbuch/ Regie/ Spannung/ Humor: +2,5
(ICH HABE EXTRA NOCH "HUMOR" HINZUGEFÜGT!!!)
Zwar überzeugen Drehbuch und Regie nur teilweise, doch der Humor ist einfach grandios!!!
Auch die Spannung (sie gibt nochmal +0,5 Punkte) ist zum Teil hoch. Schön!
FAZIT: Punkte: 36,5+2,5*=39/48+x* Note: "sehr gut m." (75% Punkte+ 25% "Gesamtsicht=
gut + sehr gut (+)= sehr gut minus )
Im Ganzen doch eine "sehr" erfreuliche Leistung- auch wenn es einige Fehler, die hätte
vermeiden können, gibt.
DANKE AN ALLE DIE DIESEN BEITRAG GELESEN HABEN!!!!!!!!

Notenspiegel:
48 überragend 47-44 sehr gut 43-38 gut 37-31 befriedigend 30-24 ausreichend 23-15
mangelhaft 14-11 ungenügend 10,5-4,5 lächerlich (7) ab 4 erbärmlich (8)
Die Punkte geben zu 3 Viertel das gesamt Ergebnis vor! :neig:
Zuletzt geändert von COLUMBO DER GROßE am Sa, 01.08.2009 22:05, insgesamt 2-mal geändert.
COLUMBO LEBE HOCH!!! COLUMBO LEBE HOCH!!!
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Re: Bewertet: "Wenn der Eismann kommt"

Beitragvon columbo93 » Do, 03.09.2009 17:21


Paul Hanlon ist ein einflussreicher Sportmanager. Aus dem Football-Stadion ruft er Eric Wagner an, für den er einen Eishockey-Vertrag in Montreal aushandeln will. Danach weist er den Coach des Football-Teams, Rizzo, an, sich in der Halbzeit des bevorstehenden Spieles zu ihm in die VIP-Lounch zu begeben und fordert ihn überdies auf, ihn bei jeder wichtigen Entscheidung des Spieles vom Spielfeldtelefon aus anzurufen. Danach verlässt Hanlon noch vor Spielbeginn das Stadion in der Verkleidung eines Eisverkäufers. Mit einem vor dem Stadion abgestellten Eiswagen fährt er los und verfolgt das Spiel via Radio. Auf seiner Fahrt ruft er von einer Telefonzelle aus zunächst am Spielfeldtelefon an, doch auf Weisung von Rizzo wurde das Telefon ausgehangen. Danach ruft er Eric an und vergewissert sich, dass dieser sich im Swimmingpool befindet. Hanlon fährt weiter zu Eric und nimmt aus dem Wagen einen Eisblock mit. Am Swimmingpool angekommen erschlägt Paul Eric mit diesem Eisblock. Seine Fußspuren wischt er mit Wasser aus einem Wasserschlauch weg. Auf der Rückfahrt hört er weiter das Spiel. Als in der Halbzeit Coach Rizzo Paul in der Lounch aufsucht, ist dieser gerade rechtzeitig zurückgekehrt. Als Columbo den Tatort aufsucht, sieht es für die Polizei so aus, als ob Eric ertrunken wäre, als er vom Beckenrand aus mit dem Kopf aufgeschlagen ist. Columbo wird jedoch stutzig, als er bemerkt, dass die Wasserlache am Beckenrand kein Chlor enthält. Er erfährt, dass der Tote Eric Wagner heißt und Sohn des früheren Besitzers des Football-Teams ist. Der Manager der Mannschaft wäre seit dem Tod von Erics Vater Hanlon. Diesen sucht Columbo sofort auf und berichtet dort von Erics Tod. Columbo erfährt, dass sich Shirley, Erics Frau, zur Zeit eine Woche lang in Accapulco befindet. Außerdem erzählt Columbo Hanlon von seinem Verdacht, dass es sich möglicherweise nicht um einen Unfall handele. Nach diesem Gespräch sucht der Inspektor Rizzo auf. Dieser erzählt unter anderem von Hanlons Stimmungsschwankungen an diesem Tag, sagt jedoch gleichzeitig, dass Paul und Eric die besten Freunde waren. Am nächsten Tag sucht Columbo das Büro von Hanlon im Hause Wagner auf und trifft dort auf Walter Cunnell, den langjährigen Anwalt der Wagners, dem er berichtet, dass es sich bei dem Tod Erics nicht um einen Unfall, sondern um einen Mord handele. Columbo folgt dem ebenfalls anwesenden Hanlon zum Flughafen, der dort Shirley Wagner abholen will. Dort befragt der Inspektor Hanlon über die Ehe der Wagners und über manche Kleinigkeiten und Ungereimtheiten des Mordes. Da taucht Shirley auf, die schier verzweifelt über den Tod ihres Mannes ist. In der Nacht bricht ein Mann in das Haus der Wagners ein, der von Columbo überrascht wird. Dieser Mann stellt sich als Privatdetektiv heraus, der die Telefone der Wagners verwanzt hat und diese Wanzen nun entfernen wollte. Columbo will von ihm wissen, wer ihn dazu beauftragt hat. Am nächsten Tag sucht Columbo Hanlon auf und berichtet diesem von den Wanzen in Wagners und auch seinen eigenen Telefonen. Auftraggeber des Detektivs war Walter Cunnell. Dieser will alle Aufzeichnungen der Bänder offen legen. Dabei stellt sich heraus, dass Eric von Paul kurz vor dem Mord offenbar aus dem Stadion angerufen wurde; Hanlon hat somit ein Alibi. Doch Columbo ist noch nicht überzeugt. Er hört sich das mitgeschnittene Telefonat immer wieder und wieder an, doch er hört keine Geräusche, die sich auf dem Tonband befinden, die dort nicht hingehören würden. Columbo findet heraus, dass Hanlon von den Wanzen gewusst hat. Schließlich sucht Columbo Hanlon in seiner VIP-Lounch auf und bringt das Tonband mit. Er spielt es genau zur selben Uhrzeit ab, wie der Anruf zwischen Hanlon und Wagner war. Und plötzlich schlägt die Uhr aus der Lounch, nur ist dieses Geräusch auf dem Tonband nicht zu hören. Hanlons Alibi ist geplatzt. Leider gibt es am Ende noch einer Reihe offener Fragen: Welches Motiv lag dem Mord zugrunde? Wie konnte Columbo beweisen, dass es sich um einen Mord handelte? Und schließlich ist doch nur Hanlons Alibi geplatzt. Zugegeben, er war also nicht in seiner VIP-Lounch, als er Eric anrief, und wenn er nicht dort, sondern woanders war, wo sollte er gewesen sein, wenn nicht auf dem Weg zu Eric. Aber so ein richtiger Beweis ist das leider nicht. 5/5, weil die mordart clever war,(mit dem schmielzenden eisblock
und die auflösung der oberhammer war(klingen deer uhr)

gruss columbo93
Zuletzt geändert von columbo93 am Mo, 26.04.2010 17:35, insgesamt 1-mal geändert.
"Meine Frau hat einmal 80 Dollar für eine Fußbank geboten, der auf Kaffeedosen stand. Können Sie sich das vorstellen?"
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Re: Bewertet: "Wenn der Eismann kommt"

Beitragvon sagittarius » Mo, 22.03.2010 14:01


Columbo ist sportinteressiert: Selbst bei einem Todesfall ist ihm die Reportage eines Footballspieles wichtiger als die Untersuchung. Dennoch macht er eine wichtige Entdeckung. Das viele Wasser am Beckenrand fällt ihm auf, und er stellt fest, dass es im Gegensatz zum Wasser im Pool kein Chlor enthält. Also hat jemand Wasser gespritzt. Vielleicht der Mörder, um Spuren zu verwischen?

Täter und Opfer spielen ihre Rolle überzeugend. Paul Hanlon als besessener Karrierist, Eric Wagner als Partylöwe, der nicht vor Mittag wach wird und sich in seinem Bett umschauen muss, ob da nicht auch eine Frau drin liegt. Die Mordwaffe ist ein Eisbrocken, der sich nach der Tat im Wasser auflöst. Ein leichter Weg, eine Mordwaffe zu entsorgen. :)

Die Hauptrolle spielt eigentlich eine ganz andere Figur, nämlich ein Anwalt. Seine Bedeutung liegt darin, Telefone verwanzt zu haben, und zwar die von Mr. Hanlon und auch die von Eric Wagner, obwohl dieser sein Klient ist. Hanlon weiß von diesen Wanzen und nutzt ihr Vorhandensein zur Schaffung eines Alibis aus.

Der Schluss ist ein Geniestreich: Columbo hört sich das Band des letzten aufgenommenen Telefonats immer wieder an. Er ist überzeugt: Dieses Gespräch wurde von Hanlon außerhalb des Stadions geführt. Columbo sucht nach Geräuschen, die da nicht hingehören, etwa Geräusche eines vorbeifahrenden Autos oder dergleichen. Aber nichts. Dann hat Columbo die Idee: Vielleicht ist es umgekehrt und es fehlt ein Geräusch, welches auf dem Band zu hören sein sollte, wenn Mr. Hanlon das Gespräch in seinem Arbeitsraum geführt hat. Der Einfall ist wahrlich ein "Gongschlag". Er widerlegt Hanlons Alibi. Natürlich musste Columbo das Band zeitgenau abspielen und hoffen, dass das Telefonat lange genug dauert.

Ist Hanlon als Mörder entlarvt? Niemand fälscht einfach so ein Alibi, es sei denn, er hat einen schwerwiegenden Grund dazu, etwa einen Mord. Mit der Aussage des Jungen, dem das Eis verweigert wurde, sollte Hanlon unter dringendem Tatverdacht stehen.

Für mich ist es ein überdurchschnittlicher Columbo. Wegen des konfusen Mittelteils ziehe ich einen Punkt ab und gebe 4 Punkte.
Zuletzt geändert von sagittarius am So, 16.05.2010 10:58, insgesamt 1-mal geändert.
"So was wie den perfekten Mord gibt es nicht. Das ist nur eine Illusion."
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Re: Bewertet: "Wenn der Eismann kommt"

Beitragvon Topi » Di, 30.03.2010 00:04


Aus heutiger Sicht würde ich 4 Punkte geben.

Aber hey! Das ist der erste Colubo, den ich in meinem Leben gesehen habe. Als Kind .
Und ich weiß noch, wie begeistert wir von dieser neuen Serie waren.
So etwas hat es zuvor nicht gegeben.

Nicht alles ist perfekt - aber ich gebe trotzdem 5 Punkte.
Aus nostalgischen Gründen.

Mir gefällt sehr gut:
Die Musik
Die Kameraufnahmen. Columbo im leeren Stadion, auf der Rolltreppe
Der Dingeling Eismann
Der Humor

Dieser Typ, Columbo 8)
Neben dem Toten ist er zu 50% mit dem Football-Spiel beschäftigt.
Nervt trotzdem rum.

Dann sieht er den Mörder und packt zu, wie ein Terrier.
Wirklich klasse: Fünf Sterne geb ich gern. Alles andere wäre geizig
:D :D :D :D :D
Legen Sie Ihren italienischen Namen ab und beißen Sie erstmal auf nichts Hartes.
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Re: Bewertet: "Wenn der Eismann kommt"

Beitragvon Mr. Brimmer » So, 04.04.2010 14:52


Der unnachahmliche Robert Culp als cholerischer
Football - Manager in einem nicht so leicht durchschaubaren
Fall. 4 Punkte. Hab die ganze Geschichte beim ersten Ansehen nicht
100 % erfaßt. Bei der ganzen Sache mit Miss Babcock, bzw. Miss
Rogoschy, Detektiv Dobbs und den Wanzen...von wem, von Hanlon,
nein doch von Walter Cunnell dem Anwalt, aber Hanlon wußte davon
und warb Eve Babcock ab....das alles ist auf Anhieb nicht so leicht zu
durchschauen, und ergibt erst kurz vor Schluss Sinn. Culp spielt wie
immer einen erstklassigen Part, aber alle Darsteller bis in die Nebenrollen,
und davon gibt es viele, machen Spass. Höhepunkt ist die spektakuläre
Demontage von Hanlons Alibi in seiner VIP - Lounge. Kein 100 % iger
Beweis, aber mit allem anderen doch schon eindeutig genug, dass sich
sogar der bisher so coole und sicher Paul Hanlon auf einmal ertappt
fühlt. Von Columbo und dessen Entdeckung völlig überrumpelt gibt er
sich geschlagen. Ein sehr kurzweiliger und interessanter Fall in dem
überdurchschnittlich viel passiert und der mit jedem Mal ansehen
besser wird. Da verzeiht man diverse Zufälle und kleinere Unstimmigkeiten
gern.
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Re: Bewertet: "Wenn der Eismann kommt"

Beitragvon zimtspinne » So, 04.04.2010 16:54


Das Wasser am Poolrand und das Geschlecke dran ist ja originell (und passt gut zu dem Typ Inspektor), ist aber auch ein ziemlicher Schwachpunkt.
Das bisschen Wasser auf einer glatten nicht saugfähigen Oberfläche wäre unter heißer Sommersonne doch innerhalb von 15 Minuten getrocknet.

Das ist eine der Folgen, die ich am öftesten gesehen hab (könnte sogar die erste gewesen sein, die ich überhaupt geshen habe), irgendwie fällt mir eine Bewertung aber schwer.

So ganz mein flair ist das nicht, nicht nur wegen der Sportart (die wurde ja nicht vertieft).
Es plätschert unterhaltsam vor sich hin, reißt mich aber nicht vom Sofa. Oder besser gesagt doch, beim letzten Mal hab ich nebenher gekocht, wenn ich mich richtig erinnere.
Sonst koche ich auch oft Sonntagabend, bin aber zu Columbo normalerweise rechtzeitig fertig oder verpasse höchstens die ersten Minuten. :wink:
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