Bewertet: "Alter schützt vor Morden nicht"

Hier könnt ihr die einzelnen Folgen bewerten bzw. die Meinung der anderen Mitglieder lesen.

Wie bewertet ihr "Alter schützt vor Morden nicht" ?

1/5 schlecht
1
2%
2/5 passabel / "na ja"
0
Keine Stimmen
3/5 gut
5
9%
4/5 sehr gut
19
36%
5/5 überragend
28
53%
 
Abstimmungen insgesamt : 53

Beitragvon Wikinger81 » Mo, 17.03.2008 23:12


Das ist doch mal was, eine alte Krimiautorin will Columbo überlisten.
Ich gebe 5 Punkte, obwohl sie das Problem mit dem Schlüssel am Anfang schlecht löst. Sie hat schon so viele fast perfekte Morde geplant, da müsste sie doch einfallsreicher sein. Warum schmeißt sie den Schlüssel nicht zum Beispiel auf dem Flughafen in einen Mülleimer?

Die Überführung ist aber auch klasse und das Columbo es sogar schriftlich hat, wer Edmund Galvin ermordet hat. Das ist glaube ich der beste und handfesteste Beweis den Columbo je hatte.

Auch beim zweiten Versuch (nach "Tödlicher Trennung", obwohl Ken Franklin selbst nie Morde geplant hat) sieht man wieder, dass Krimiautoren, obwohl sie schon viele Morde geplant haben, keinen perfekten Mord zustande kriegen oder besser gesagt, an Columbos Kombinationsfähigkeiten scheitern.


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Beitragvon ChryZ » So, 18.05.2008 23:55


So, ein nasskalter Sonntagnachmittag führte mich zu zwei Columbofolgen am Stück. Eine davon war diese.

Ein rundum gelungene Folge. Schon von Anfang an ist man auf das Duell der Krimiautorin und dem Inspektor gespannt. Die beiden werden die gesamte Folge über gut in Szene gesetzt und es gibt lustige Momente am laufenden Band. Die Sache mit den Schlüsseln ist nachvollziehbar: Sie war in einer Streßsituation und wollte sie schnellstmöglich loswerden. Außerdem haben die Schlüssel eine wichtige Funktion: Ohne sie wären die Ermittlungen schnell zu Ende gewesen, da man in diesem Fall auf einen Unfall hätte schließen müssen. Sicherlich ein vermeidbarer Fehler, aber der gehört zu jeder Folge irgendwie dazu.

Ich war sehr überrascht, dass ich diese Folge nie im TV gesehen habe, aber so gibt es auch immer wieder etwas Neues zu entdecken :-)
Ich bin hin- und hergerissen bzgl. der Note. Am liebsten würde ich eine 4,5 geben, da wirklich zu den besten Folgen gehört, aber andere mir noch einen Tick besser gefallen. Doch der Unterschied ist verschwindend gering, es gibt satte 5 Punkte.
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Beitragvon Tobi-Wan_Kenobi » So, 01.06.2008 13:58


Eine sehr gelungene Folge

Der Mörder: Die Mörderin weicht hier vom üblichen Schema der typischen High-Society ab. Nicht nur, dass sie kleiner und wesentlich älter ist als die meisten Mörder - sie ist auch trotz ihres Erfolges sehr bescheiden und menschlich. Man würde ihr niemals einen Mord zutrauen, obwohl sie schon oft darüber geschrieben hat. Sie tritt die ganze Zeit über sehr gewitzt und sympathisch, aber dennoch als ebenbürtige Gegnerin auf. Und dennoch hat diese kleine Person eine unglaubliche Ausstrahlung. Mit ihrem Lächeln könnte sie auch einen Kühlschrank abtauen. Wenn sie Fehler macht, spürt man, wie es in ihr arbeitet, um das Problem zu lösen. Und sie ist eine Improvisationskünstlerin, als sie von Columbo am Wasser erwischt wird. Ihr Motiv - Rache - ist ein sehr selten benutztes Motiv in Old Knitterface. Schade, denn es passt sehr gut. Leider ist es etwas schwach heraus gearbeitet.
5/5

Die Überführung: Eine glasklare Überführung. Und dazu etwas Einmaliges: Das Opfer nennt seinen Mörder selbst! Auch die Indizien-Arbeit zuvor ist solide. Wenngleich es insgesamt etwas an Indizien fehlt. Die Sache mit dem Schlüssel ist etwas unglücklich von ihr. Zunächst übersieht sie ihn auf dem Tisch, dann entsorgt sie ihn sehr dilettantisch und hetzt die ganze Zeit durch die Folge, um den Schlüssel verschwinden zu lassen, nur um ihn dann am Ende Columbo auszuhändigen. Etwas schwach. Außerdem braucht Columbo doch etwas lange, um herauszufinden, wo der entscheidende Hinweis versteckt ist. Trotz Indizienarmut und schleppender Ermittlungsarbeit entschädigt die Auflösung und gibt noch viele Punkte.
4/5

Der Mord: Der Mord ist sehr geschickt und überlegt durchgeführt und bis auf die Geschichte mit dem Schlüssel ist ihr auch kein größerer Fehler passiert. Am Anfang habe ich etwas Schwierigkeiten, die Logik zu verstehen. Nach dem Mord stellt sie doch den Alarm wieder an - warum? Das beweist ja, dass er dort eingesperrt wurde. Vielleicht hab ich auch was nicht mitbekommen oder falsch verstanden, deswegen kein Abzug. Mir bereitet allerdings Kopfzerbrechen, wie es dem Opfer gelingt, mit nur 6 Streichhölzern noch die Mitteilung anzufertigen, zu verstecken und die Hinweise auf das Versteck zu platzieren. Das ist alles in allem sehr wenig Zeit, wenn man nur 6 Streichhölzer hat. Alles in allem geht die Mörderin bei dem Mord ein gewisses Risiko ein, dass das Opfer frühzeitig entdeckt wird oder sie bei der Ausführung der Tat erwischt wird. Andererseits ist es ein gelungenes Ablenkungsmanöver, das sehr genau geplant ist. Was allerdings sehr negativ ist: Columbo ermittelt das Motiv gar nicht, bzw. nur oberflächlich. Da wäre mehr drin gewesen.
4/5

Columbo-Mörder-Verhältnis: Hier gilt das gleiche wie für "Wein ist dicker als Blut". Wir haben sogar eine ähnliche Situation: Ein Mitwisser erpresst den Mörder. Nur gehen beide unterschiedlich damit um. Die Mörderin geht mit dieser Tatsache recht gelassen um. Auch in dieser Folge haben wir ein sehr herzliches Verhältnis zwischen Mörder(in) und Ermittler, das auch sehr glaubwürdig ist. Besonders ihr Geständnis am Schluss ist bewegend, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass sie ihr Motiv einmal genauer erklären würde.
5/5

Humor, Spannung, Sonstiges: Insgesamt keine allzu lustige Folge, die aber dennoch amüsante Szenen beinhaltet. Langweilige und überflüssige Szenen gibt es nicht, das Erzähltempo ist angemessen. Alles in allem also sehr solide, wenn auch nicht überragend, da richtige Highlights fehlen.
4/5

Fazit:
Punkte: 22/25
Note: 1,6 (Top 5-Award)
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Beitragvon Venus » Mi, 02.07.2008 16:11


5 Punkte - weil ich finde, es ist einer der wirklich besten Columbo Folgen, die es überhaupt gibt! Also, zumindest für mich... :-)


<<Da kann ich mich nur anschliessen, ich fand diese Folge eine der besten!
Venus
 

Beitragvon OnkelDonald » Mo, 18.08.2008 13:16


Super Sache. Diese Episode hat einen absolut genial geplanten Mord, bei dem alles nachvollziehbar ist, eine tolle Columbo-Gegnerin und eine geniale Überführung. Höhepunkt fand ich ganz klar die Rede Columbos vor dem Frauenclub. Er ist in dieser Folge richtig einfühlsam, und es macht ganz viel Spaß ihm zuzuschauen. Alles in allem bleibt hier nichts anderes, als für eine symphatische Folge mit einem tollen Clou (das Ende war wirklich nicht abzusehen) und allem, was ein Columbo braucht, 5 Punkte zu geben!
Ich habe mal überlegt. Es ist eigentlich sogar ganz legitim, dass Columbo sich sofort an Ms. Mitchell dranhängt. Der Mord wurde schließlich in ihrem Safe begangen. Also ist sie schließlich auch die erste, die in Betracht für so etwas kommt, logischerweise. Jetzt muss Columbo es eben schaffen, das herauszubekommen, bzw. herauszufinden, wer es war, wenn sie es als erste Verdächtige nicht war.
Tolle Folge!!
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Beitragvon Venus » Di, 23.09.2008 09:22


Hättet ihr es eigentlich besser gefunden, wenn Columbo die Mörderin in dieser Folge nicht verhaftet hätte? Ich hätte hier gegen ein "Gnade vor Recht" nichts einzuwenden gehabt. . :wink: !
Venus
 

Beitragvon dille » Mo, 27.10.2008 16:36


Beneidenswert, mit welchem Elan die gute Ruth Gordon ihre Rolle spielt; allein die ersten 10 Minuten Mordvorbereitung waren ein voller Genuss, obwohl wenig gesprochen, aber viel zu sehen war. Allein die spitzbübische Mimik verleiht ihrer Rolle das gewisse Quentchen Esprit, das den Krimi letztendlich so unterhaltsam macht, obwohl technisch betrachtet nicht alles so toll ist:
1) Das Motiv ist klar und plausibel, insofern fängt die Folge gut an. Die Tat selber ist vom Hergang her logisch, wäre nur die Sache mit dem Schlüssel nicht. Denn die anschließenden Nachbereitungen legen meine Stirn in Falten: Die Beseitigung des Schlüssels im Aschenbecher des Hauses ist natürlich indiskutabel. Man muss sich doch darüber im klaren sein, dass das Hauspersonal ständig im Haus zugange ist und früher oder später auch am Aschenbecher saubermacht - und so war es dann auch.
2) Das angebliche Auffinden des Schlüssel unter dem Busch hätte ja gut sein können, der Inspektor hätte dagegen auch nichts sagen können, doch rein zufällig gab es von dieser Stelle ein Foto, auf dem der Schlüssel aber nicht zu sehen war. Nun gibt es zig-millionen Möglichkeiten, den Schlüssel irgendwo im Garten zu deponieren, doch es wurde ausgerechnet eine Stelle ausgewählt, die dokumentiert werden kann. Überzogener Zufall.
3) Das Ende halte ich für viel Lärm um wenig: Ich glaube nicht, dass jemand, der dem Erstickungstod nahe ist, sich noch Gedanken macht, wie man möglichst durch ein Puzzlespiel den Mörder entlarven könnte. Der schnurgerade gekratzte Pfeil nach oben lässt sich ja noch akzeptieren, das in der Glühbirnenfassung eingeknüllte Papierfetzchen aus dem Manuskript, das durch Ausschwärzen so manipuliert wurde, dass sich der Satz "Ich wurde ermordet von Abigail Mitchell" ergibt, ist allerdings schon ein wenig... wie soll man's nennen... hä? Das Opfer hätte doch schlicht und ergreifend das infrage kommenden Papierteilchen so platzieren können, dass der Inspektor es sofort findet und sich nicht erst großes Rätselraten anschließen muss. Nur, dann wär' die Folge natürlich zu Ende, bevor sie überhaupt angefangen hat. Aber so ist's dann doch nur unrealistisch.
Aufgrund des großen Unterhaltungswertes, den Ruth Gordon den Zuschauern liefert, erhält die Folge 3,5/5 Punkte. Denn langweilig war da gar nichts.
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Beitragvon Martin. » Mo, 27.10.2008 19:58


dille hat geschrieben:Aufgrund des großen Unterhaltungswertes, den Ruth Gordon den Zuschauern liefert, erhält die Folge 3,5/5 Punkte. Denn langweilig war da gar nichts.


Nur 3,5/5? Sauerei, hängt ihn! :twisted: :wink:

Im Ernst: :wink:
Also die Folge gehört definitiv in meine Top 3, und auch das Ende ist für mich einfach nur genial und verblüffend. Eine Folge für die Ewigkeit.
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Beitragvon Philipp025 » Mo, 27.10.2008 20:34


Ich kann mich den anderen Meinungen nur anschließen. :D Diese Folge ist schlichtweg genial! Menschliches Motiv (Keine Geldgier, Neid), mal ein etwas anderer Täter, ein sympatischer Inspektor und abwechlsungsreiche Stellen (Damenclub, Bauchtanz, Hafen, gemütliche Zimmer^^).

Am Ende war ich fast schon trauig, dass sie verhaftet wurde! Jetzt muss sie ihre Rente im Gefängnis verbringen. Aber Mord bleibt Mord und beide, Polizei und Mörder, sind in ihrer Arbeit nun eben mal sehr professionel in dieser Episode.
Was ich mich frage, war es nicht riskant, dass Edmund noch lebt, wenn man den Tresor öffnet? Oder wie lange war das Haus geschlossen? Wie lange dauert es bis man in einem Tresor erstickt? 8O Dieser Columbo-Mord ist vielleicht auch der schlimmste, weil es furchtbar sein muss, in einem Raum gefangen zu sterben, und der Raum war noch im Dunklen! Und der Gedanke, dass Menschen draussen sind und einen nicht hören, hilft nicht viel! Aber schlimm(er) fand ich auch die Morde bei Columbo, die durch die Bluthunde ("Mord per Telefon", der Irre wollte auch noch Columbo mit den Hunden umbringen) und den Stier durchgeführt wurden.

Für mich ist die Schauspielerin einfach perfekt, weil sie so viele Minnen spielen kann! Trauig, fröhlich, jungbleibend, auf Rache aus, mitleidend! Vor allem das Jungbleibend spielt sie super! Man nimmt ihr ab, dass Mrs Mitchgell noch Spaß am Leben hat!

Ob der Edmund wirklich ihre Nicht umgebracht hat? Ich denke mal ja.

Schön an dieser Folge war der Auftritt von Hund. Richtig niedlich, wie Columbo ihn etwas unbeholfen auf die Arme nahm, damit Hund die Segelschiffte sehen kann und Mrs Mitchgell fragte, ob es dem Tier gut gehe, weil es doch mit dem Bauch auf dem Boden komme. XD :D Ich denke auch mal, dass es der selbe Haften ist, denn man schon in der Folge "Wenn der Eismann kommt" gesehen hat.

5 goldene Punkte für diese Columbofolge. Ich habe am Freitag die Kommentare zu dieser Folge hier im Forum gelesen und mir gedacht, die Folge würde ich so gerne mal sehen, da ich sie bis dato noch nicht kannte. Und dann kam sie gestern, welche Wunder!^^
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Einfach genial!

Beitragvon inspektorcolumbo » Mo, 27.10.2008 22:13


Also ich hab diese Folge gestern abend auf SuperRTL gesehen und für mich ist sie bis jetzt die Beste, die ich je gesehen hab, ich muss aber gestehen, dass ich bis jetzt noch nicht allzu viele Episoden gesehen hab, von daher bin ich sehr gespannt auf die nächsten Folgen...

Außerdem wollte ich noch hinzufügen, dass es für mich in dieser Folge 3 absolute Höhepunkte gibt:

1. Die schauspielerische Glanzleistung der Mörderin (Vor allem für ihre 81 Jahre!!! )

2. Die Rede von Columbo in der er sagt, dass in jedem Menschen etwas Gutes steckt, in manchen mehr, in anderen weniger...

3. Der letzte Satz der Episode in dem sie sagt: "Hätten sie damals im Mordfall meiner Nichte ermittelt, wäre das Alles nie passiert..." Einfach genial!!!!
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Beitragvon dille » Di, 28.10.2008 23:20


Philipp025 hat geschrieben:Am Ende war ich fast schon trauig, dass sie verhaftet wurde!


Naja, ihre Aussage "Oh nein, da hat er auch noch unnötig Sauerstoff verbraucht" (als Reaktion auf die abgebrannten Streichhölzer) klingt schon sehr abgebrüht. :)
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Beitragvon Philipp025 » Di, 28.10.2008 23:39


Ja, stimmt, da hast du recht! Sie tut so lieb und in Wirklichkeit war sie die Mörderin. Aber irgendwie war sie so freundlich zu Columbo. :D
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Re:

Beitragvon Jack_the_Ripper » Di, 07.07.2009 11:01


Das Opfer hätte doch schlicht und ergreifend das infrage kommenden Papierteilchen so platzieren können, dass der Inspektor es sofort findet und sich nicht erst großes Rätselraten anschließen muss. Nur, dann wär' die Folge natürlich zu Ende, bevor sie überhaupt angefangen hat. Aber so ist's dann doch nur unrealistisch.

Das wurde ja aber in der Folge so erklärt, dass das Opfer sich nicht sicher sein konnte, ob nicht sein Mörder der Erste ist, der den Tresor betritt und dann Beweismittel verschwinden lässt, bevor er die Polizei alarmiert ...

Das mit den Schlüsseln ist tatsächlich etwas konstruiert, aber auch für Krimiautoren ist es wohl einfacher, einen Mord auf dem Papier zu erfinden als ihn in Wirklichkeit auszuführen. Ich denke, Miss Mitchell hat einfach nervös reagiert - gerade hat sie Edmund in den Tod geschickt, da steht auch schon der Anwalt neben ihr ... vielleicht fand sie es einfach zu riskant, die Schlüssel mit sich herumzuschleppen.

Für mich aber auch eine der Top-Columbo-Folgen, zum Glück auch noch in der Schwarzkopf-Synchronisation, ein besonderes Lob für die Musik

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Re: Bewertet: "Alter schützt vor Morden nicht"

Beitragvon columbo93 » Mo, 07.09.2009 19:11


Abigail Mitchell ist eine berühmte Krimiautorin, die den Tod ihrer Nichte vor vier Monaten noch immer nicht überwunden hat. Eines Nachmittags trifft sie sich mit Edmund Galvin, dem Mann ihrer Nichte, den sie für ihren Tod verantwortlich macht. Am Abend, kurz bevor sie zur letzten Aufführung ihres Theaterstücks "Der Mord des Jahres" nach New York abfliegen will, schließen sie und Edmond Testamente auf Gegenseitigkeit ab. Dann soll Edmund so tun, als ob er abreist, in Wirklichkeit aber über den Hintereingang zurückkehren. Abigail beschäftigt die übrigen wartenden und schließt währenddessen Edmund in ihrem begehbaren Tresor ein. Als am nächsten Morgen Veronica, die Sekretärin, den Tresor öffnet, findet sie nur noch Edmunds Leiche. Columbo jedoch glaubt nicht an einen Unfall, da die Alarmanlage für den Safe eingeschaltet war, was nur von außen möglich ist. Im Safe findet er sechs abgebrannte Streichhölzer, ein auf dem Boden verteiltes Manuskript zum Buch "Ich wurde zweimal ermordet" sowie schwarze Farbe am Gürtel und unter den Fingernägeln des Toten. Abigail erklärt, sie habe vom Flughafen aus ihre Haushälterin angerufen, weil sie vergessen hatte, den Alarm einzuschalten, und diese gebeten, dies nachzuholen. Zu diesem Zeitpunkt war Edmund offenbar schon im Safe. Columbo schaut sich mit Abigail Edmunds Wohnung an. Er ist noch immer auf der Suche nach den Autoschlüsseln des Toten, die nicht im Safe waren. Abigail hatte sie in der Mordnacht in einem mit Sand gefüllten Aschenbecher versteckt. Während ihrer Abwesenheit wurden sie von Veronica gefunden, die nun weiß, dass Abigail Edmund ermordet hat. Mit ihrem Wissen erpresst sie die Autorin und verlangt mehr Gehalt. Außerdem will sie zusammen mit Abigail auf der von ihr in Kürze geplanten Kreuzfahrt mitreisen. Immer noch sucht Columbo nach Indizien und Beweisen, die seine Mordtheorie erhärten. Auf Metallkisten im Tresor findet er dann Kratzspuren, die er aber noch nicht zu deuten vermag. Auch die gefundenen Papierfetzen sind nicht vollständig: es scheint ein Teil zu fehlen. Immer wieder berichtet Abigail davon, wie sehr sie den Tod ihrer Nichte bedauert. Als Columbo wieder die Wagenschlüssel erwähnt, berichtet Abigail, dass sie sie am Morgen im Garten zwischen den Blumen gefunden hat. Am dem Tag, an dem endlich die Kreuzfahrt stattfinden soll, taucht Columbo an Bord in der Kabine der Autorin auf. Er hat eine Vorladung für Abigail. Anhand von Fotos zeigt Columbo, dass die vermeintliche Fundstelle der Schlüssel nicht stimmen kann. Der Inspektor berichtet, dass er vermutet, das Opfer hätte im Safe einen Hinweis auf seinen Mörder hinterlassen. Columbo erklärt weiter, dass die Zeichen einen Pfeil darstellen, der auf die defekte Birne zeigt. In der Fassung befindet sich das fehlende Stück Papier, auf dem ursprünglich der Titel des Buches vermerkt war und nun "Ich wurde xxxxxxx ermordet von Abigail Mitchell" zu lesen ist. Columbo verhaftet die Krimiautorin. Ein solider Fall, an dem Columbo ganz schön zu knacken hatte, zumal die Auflösung mehr zufällig durch den Hinweis des Opfers zustande kam. super auch die auflösung ist toll (ich wurde (zweimal) ermordet)und auch die mordplanung und ihr gesichtsausdruck und die musik, als sie schliesslich die schlüssel im sand vergräbt :D

nein, die auflösung ist einer der tollsten überhaupt :smoke:
Zuletzt geändert von columbo93 am Mo, 26.04.2010 18:21, insgesamt 2-mal geändert.
"Meine Frau hat einmal 80 Dollar für eine Fußbank geboten, der auf Kaffeedosen stand. Können Sie sich das vorstellen?"
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Re:

Beitragvon columbo93 » Mo, 21.09.2009 19:44


Martin. hat geschrieben:
dille hat geschrieben:Aufgrund des großen Unterhaltungswertes, den Ruth Gordon den Zuschauern liefert, erhält die Folge 3,5/5 Punkte. Denn langweilig war da gar nichts.


Nur 3,5/5? Sauerei, hängt ihn! :twisted: :wink:

Im Ernst: :wink:
Also die Folge gehört definitiv in meine Top 3, und auch das Ende ist für mich einfach nur genial und verblüffend. Eine Folge für die Ewigkeit.



ich stimme martin zu, einer der, wenn nicht sogar die beste folge
"Meine Frau hat einmal 80 Dollar für eine Fußbank geboten, der auf Kaffeedosen stand. Können Sie sich das vorstellen?"
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