Bewertet: "Tödliche Kriegsspiele"

Hier könnt ihr die einzelnen Folgen bewerten bzw. die Meinung der anderen Mitglieder lesen.

Wie bewertet ihr "Tödliche Kriegsspiele" ?

1/5 schlecht
4
9%
2/5 passabel / "na ja"
8
19%
3/5 gut
19
44%
4/5 sehr gut
11
26%
5/5 überragend
1
2%
 
Abstimmungen insgesamt : 43

Re: Bewertet: "Tödliche Kriegsspiele"

Beitragvon zimtspinne » Mo, 01.08.2011 09:01


Sagt mal, was ist denn mit Columbos Stimme in dieser Folge passiert???

Ich hatte es schon im Hintergrund laufen und dachte, ich hätte mich vertan. Diese Stimme habe ich ja noch nie gehört beim Inspektor ?-/

Ich werd dann heute nochmal die gestrige Folge über onlinerecoder (da geht sowas nachträglich) von srtl saugen und vergleichen.

Auf die Stimmendiskussionen hab ich nie so geachtet, jetzt bin ich ziemlich irritiert... ich meine, diese Folge schon mit anderer Stimme gehört zu haben.
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Re: Bewertet: "Tödliche Kriegsspiele"

Beitragvon Doc Brown » Mo, 01.08.2011 17:28


Das ist doch alles hier im Thread erklärt. :wink:

Es gibt in der Tat noch eine weitere Version, mit der gewohnten Schwarzkopf-Stimme. Diese wird aber nur noch vom ORF ausgestrahlt. Gut möglich, dass dir diese Version mal untergekommen ist.

Mich stört die ungewöhnliche Stimme nicht weiter. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit, kam ich mit der ungewohnten Sievers-Stimme klar. Wobei die Schwarzkopf-Stimme natürlich trotzdem besser ist.
Döp döp döp de de döp döp döp
(H.P. Baxxter)
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Re: Bewertet: "Tödliche Kriegsspiele"

Beitragvon martha » Mo, 01.08.2011 18:01


Nähere Infos zum Thema Hans Sievers kannst du auch in diesem Thread nachlesen:
viewtopic.php?f=2&t=1427
"Könnten Sie mir wenigstens sagen, welcher Name es war?
War es Kensington oder Arlington?"
"Genau gesagt:Keiner von beiden. Es war Washington."
"Hatten Sie bei dem auch einen Vornamen?"
"Martha."
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Re: Bewertet: "Tödliche Kriegsspiele"

Beitragvon martha » Mo, 01.08.2011 20:36


Ich habe diese Folge gestern übrigens komplett gesehen.
Ich befinde mich momentan in einer sehr ausgeglichenen Phase, wo ich auch vermeintlich schwächere Folgen einfach gut finde.
Vor allem die Szene, wo die junge Gattin von General Padget ihrem Mann einen Seitensprung offenbart, hatte echt emotionale Stärke.
Hat mir gefallen.
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Re: Bewertet: "Tödliche Kriegsspiele"

Beitragvon Klaus » Do, 23.02.2012 17:09


Doc Brown hat geschrieben:Meine zweite Unklarheit ist der „rote“ Bericht von Braille. Ich kann nicht nachvollziehen, dass Braille sein kriminelles Gebaren schriftlich festhält. Waffenschieberei und die Unterschlagung von Spendengeldern, alles scheint in diesem „roten“ Bericht dokumentiert worden zu sein. Wenn ich solche kriminellen Machenschaften tätigen würde, dann würde ich das Geld einfach unter irgendwelchen Posten aus der Bilanz verschwinden lassen, aber sicherlich das Ganze nicht noch in einem Bericht dokumentieren. Warum er mit diesem hochbrisanten Material dann so leichtfertig umgeht, bleibt für mich auch unklar. ?-/

Das geht mir jedesmal genauso, wenn ich diese Folge sehe. Colonel Brailie war sich vermutlich allzu sicher, dass der an den Rollstuhl gefesselte General Padget den "roten" Bericht nie in die Finger kriegen würde. Da hatte er aber die Rechnung ohne seine durchaus attraktive, aber auch ablenkungsfreudige Sekretärin gemacht, die Columbo diesen Bericht quasi auf dem Silbertablett serviert hat, wie in folgender Szene nochmal zu sehen ist:

Bild

Überhaupt hätte ich für diese Episode noch einen dritten deutschen Alternativ-Titel anzubieten: "Der Spezial-Projekte-Fond" (so oft wie der darin gebetsmühlenhaft erwähnt wird...). :wink:

Auf das in diesem Forum aus meiner Sicht fast schon meist diskutierte Thema überhaupt mit den vertauschten Inhalten der Kartons und der erst dadurch ermöglichten Überführung des Mörders will ich an dieser Stelle nicht mehr eingehen. Dafür hat mir aber in dieser Folge am besten gefallen, als Columbo unerwartet in Brailies Liebesnest hereinplatzt und nach seiner Ankündigung "...dauert nur ne Minute" stattdessen mindestens gefühlte 20 Minuten dem ohnehin schon aus anderen Gründen erregten Colonel im wahrsten Sinne des Wortes "auf die Eier" geht. Ob er aber ohne Durchsuchungsbeschluss einfach so die Reisezahnbürste als Beweisstück für Brailies Verhältnis mit Mrs. Padget aus dem Badezimmer des Apartments mitgehen lassen durfte, sei mal dahingestellt... ?-/

Wie auch immer, am Ende hat sich Brailie an der von ihm für sein Alibi aufwändig garnierten Schlachtplatte kräftig verschluckt und als netter Schlussgag triumphiert "General" Columbo als Sieger des Kampfes gegen Colonel Brailie auf dem Schlachtfeld. :smoke:

Gruß
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Re: Bewertet: "Tödliche Kriegsspiele"

Beitragvon Tiktaalik » Do, 20.09.2012 17:42


Frank Braille hat gleich zwei Mordmotive auf einmal: Lester Keegen weiß sowohl von seiner Affäre mit Jenny Padget als auch davon, dass er Gelder veruntreut. Er tarnt den Mord als Unfall, wobei es sehr unglaubwürdig ist, dass sich das Opfer angeblich freiwillig in Todesgefahr begeben hat. Die Idee, zur Tatzeit etliche Zinnfiguren aufgestellt zu haben, gefällt mir zwar sehr gut, aber woher wusste Braille, dass die Firma die Kartons vertauschen würde? Überhaupt ist es unglaubwürdig, dass die Kartons über einen so langen Zeitraum vertauscht werden, denn Columbos Bücher wurden ebenfalls im falschen Karton geliefert.

Als Indizien gibt es die Taschenlampe am Tatort und Schmutz im Kragen des Opfers, der bedeutet, dass das Opfer transportiert wurde. Auch findet Columbo das bzw. die Motive heraus. Allerdings wird hierfür bei Weitem zu viel Zeit aufgewendet. Das Chaos mit den verschiedenen Berichten hegt nicht mein Interesse. Dazu wimmelt es von belanglosen Dialogen, die als Lückenfüller dienen. Dass beispielsweise Jenny Padget ihrem Mann von ihrer Affäre mit dem Mörder erzählt, interessiert mich überhaupt nicht.

Das CMS in dieser Folge ist schwach. Es gibt zu wenig Szenen zwischen den beiden. Auch habe ich das Gefühl, dass die beiden Schauspieler nicht so richtig miteinander harmonieren. Die Serie Columbo zeichnet sich normalerweise durch ein intensives CMS und wenige Nebendarsteller aus. Warum nun den Nebendarstellern Jenny Padget und General Arthur Padget so viel Bedeutung zukommt, erschließt sich mir nicht. Aber das CMS krankt nicht nur an der zu großen Bedeutung der Nebendarsteller, sondern auch an der nur mittelmäßigen Leistung von Robert Foxworth. Er versteht es nicht, diesem arroganten Braille ein Profil zu verleihen. Die Nebendarsteller sind leider nicht besser.

Ein großes Minus in dieser Folge ist die Atmosphäre. Sie gefällt mir überhaupt nicht und die Musik wird nerviger, je länger die Episode dauert. Dazu ist die Synchronstimme von Columbo eine Zumutung. Letzteres fließt selbstverständlich nicht in die Bewertung mit ein.

So leid es mir tut, aber dieser Episode kann ich nichts Positives abgewinnen. Kein einziges Kriterium verdient sich die Note "gut". Zudem gibt es einige Ungereimtheiten, uninteressante Nebenstories und für die Atmosphäre und die Musik muss ich einen Punkt abziehen. Insgesamt kann ich dieser Episode nur 1/5 Punkten geben, der die Note "schlecht" bedeutet.
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Re: Bewertet: "Tödliche Kriegsspiele"

Beitragvon Devlin » So, 06.01.2013 15:13


"Tödliche Kriegsspiele" hatte ich eher als schwache Episode in Erinnerung, die mir nicht so gut gefallen hat. Ich habe sie mir gestern abend wieder angeschaut.

Der Aufbau mit den Hintergründen und das Motiv werden gut ausgeleuchtet. Der Mord ist neu, töten mit einem Messer. Es dann als Unfall zu tarnen, hier in Folge einer Explosion, kennen wir schon.
Braille kommt recht arrogant rüber, bleibt aber sonst insgesamt etwas blass für mich.
Die Umgebung ist nicht uninteressant, einerseits schon fast bizarr mit dem Camp und den Freizeitsoldaten, andererseits gelungen mit dem Forschungsinstitut. Aber alles auch nicht wirklich neu.

Die Story ist etwas dünn und das Tempo eher langatmig. Aber gerade der Handlungsstrang mit General Padget und seiner Frau, die mit Braille ein Verhältnis, hat finde ich gut.
Gute Vorstellung der beiden Schauspieler.

Ich fand es gab einige gute Dialoge, das CMS in meinen Augen gut. Columbo kommt immer wieder und vermag Braille doch entsprechend zu nerven. Besser wäre es wohl nur mit einem anderen Gegenspieler geworden.

Die Indizien waren auch vorhanden, Keegan suchte neue Stelle, bis zu dem Zeitpunkt als der General ihm einen Auftrag erteilte. Der verirrte Zinnsoldat im Büchergestell, oder die andere Identität von Braille. Schliesslich kommt Columbo dahinter, was Keegan über Braille wusste, was das Mordmotiv immer klarer werden liess.
Das Finale mit den Kartonschachteln ist originell, wenn auch nicht das grosses Highlight.

Insgesamt reicht es aber noch für knappe 3 Punkte.
So weit ____ und nicht weiter!
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Re: Bewertet: "Tödliche Kriegsspiele"

Beitragvon MrGrady » Mi, 20.03.2013 22:07


"Tödliche Kriegsspiele" hatte ich vor 20 Jahren auf RTL gesehen. Erinnern konnte ich mich allerdings nur noch an die Zinnsoldaten. Seit ich mir die Folge nun noch einmal auf DVD angeschaut habe, weiß ich auch, warum ich den Rest vergessen hatte. Das Ganze ist ziemlich zäh und wenig mitreißend. Columbos ungewohnte Synchronstimme hat mich dabei noch am wenigsten gestört. Als ich mich mal an Hans Sievers gewöhnt hatte, fand ich den Klang sogar ganz gut. Jedenfalls nervte er deutlich weniger als der späte Sachtleben.

Am besten gefielen mir an dieser Episode noch den Mord und (zumindest zu Beginn) das Alibi. Wie sich Braille durch das Wegwischen von Matschspuren im Quartier des Opfers bei Columbo verdächtig macht, war ebenfalls durchaus einleuchtend. Die Suche nach dem Mordmotiv war nachvollziehbar. Dass es überhaupt einen Bericht gibt, in dem die illegalen Geschäfte Brailles dokumentiert sind, ist allerdings schon die erste logische Schwäche. An Indizien, die eine Verbindung zwischen dem Mörder und der Tat herstellen, kann ich mich kaum erinnern. Im Prinzip geht es nur um das Motiv und das Widerlegen des Alibis. Zu letzterem ist hier ja schon viel geschrieben worden, und ich kann mich der Mehrheit meiner Vorredner nur anschließen: Es bleibt absolut rätselhaft, warum Bücher und Soldaten in vertauschten Kartons angeliefert wurden und warum dies ausgerechnet zur Alibi-Zeit passiert. Damit rutscht die Folge in meiner persönlichen Wertung zum Schluss noch von 3 auf 2 Punkte ab.

Die tiefste Punktzahl wollte ich nicht vergeben, weil es einfach noch etwa eine Hand voll schlechtere Episoden gibt. Der sich ständig nervtötend wiederholende Soundtrack hätte allerdings nur einen Punkt verdient! Positiv möchte ich jedoch noch anmerken, dass sich der Inspektor in dieser Folge der 8.Staffel ausnahmsweise einmal nicht durch sinnlose Humoreinlagen zum Affen macht.
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Re: Bewertet: "Tödliche Kriegsspiele"

Beitragvon sagittarius » Do, 27.06.2013 21:28


Ist Brailie ein Schuft?
Kann er was dafür, dass er im Institut für "amerikanische Gedanken" schalten und walten kann wie er will, ohne kontrolliert zu werden?
Kann er was dafür, dass der heimliche Kontrolleur, der dann doch kommt, ihn zu erpressen versucht, anstatt an den Auftraggeber zu berichten?
Kann er was dafür, dass sein Vorgesetzter im Rollstuhl sitzt und eine Frau als "Kameradin" hat?
Wie kann man da noch anständig bleiben, wenn es einem so leicht gemacht wird! :)

Die Folge hat zwei Schauplätze: Das Armeelager und das Institut. Es fehlt aber an Atmosphäre. Sie entsteht weder im Militärlager noch im Institut. Es passt nicht zusammen. Im Armeelager dienen herunter gekommene Figuren, die sich etwa vor irgendwelchen "Elementen" fürchten.
Im Institut verkehren offenbar der Dalai Lama und eine dusselige Sekretärin, die sich von Columbo beklauen lässt. Helle Köpfe sind aber Fehlanzeige.

Da sind auch zwei Handlungen: Mord im Armeelager und die tragische (oder tragikomische) Geschichte des alten Generals, der für dumm verkauft wird, sich von seiner Frau betrügen lassen muss, und obendrein noch von Brailie erpresst wird. Der zweite Teil hat allerdings Soap-Charakter.

Ein Running Gag ist der Spezial-Projekte-Fond, der so bedeutend wie unbedeutend zugleich ist. Er ist jedenfalls wichtig für Brailie. Inhalt: offenbar brisant. Daran gemessen kann Columbo den Report sehr leicht entwenden. Warum schreibt Brailie da auch geheim zu haltende Sachen hinein?
Das ist klar ein Schwachpunkt des Columbos.

Höhepunkt ist die Szene im Liebesnest: Wunderbar, wie Columbo es schafft, Brailie auf die Nerven zu gehen. Es gab wohl noch nie ein so langes "Auf Wiedersehen".
Die Liebesnestszene wird in die Länge gezogen, aber es macht Spaß, zuzusehen.

Dem gegenüber steht der Mörder, der sehr profillos wirkt. Er setzt kaum Akzente, selbst die beschriebene Szene im Liebesnest dominiert Columbo.

Dünn sind auch die Indizien. Ein bisschen Laub an der Kleidung des Opfers verrät Columbo, dass das Opfer gezogen wurde. Die Lage einer Taschenlampe unter einem Felsen sagt: Sie wurde dort hingeworfen. Beides deutet auf Mord.

Ein Mord bei Dunkelheit? Das ist selten. Gewöhnlich haben die Mörder mehr Schneid.

Pluspunkt ist die eingängige Filmmusik. Diese Melodie habe ich ständig im Kopf, wenn ich an diesen Columbo denke.

Wenn nur die blöde und häufig angesprochene Sache mit den vertauschten Kartons nicht wäre. Es sieht ja toll aus, wenn Brailie einen Karton mit angeblich vielen Zinnsoldaten erhält, aber es sind nur ein paar Bücher drin, die er schnell aufstellt. Diese Karton-Sache fügt diesem Columbo eine der schlechtesten Auflösungen zu.

So würde ich heute immer noch 2 Punkte für schwach geben.
"So was wie den perfekten Mord gibt es nicht. Das ist nur eine Illusion."
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Re: Bewertet: "Tödliche Kriegsspiele"

Beitragvon Tommy Brown » So, 29.09.2013 18:09


4/5 - Sehr gut.

Diese Folge läuft im TV mit der von Hans Sievers gesprochenen Video-Synchro, zu der ich hier schon öfter Negatives laß. Ich hatte mit dem Schlimmsten gerechnet, mich dann aber überraschend schnell an den Sprecher gewöhnt - schneller als an Klaus Schwarzkopfs gepresste Zweit-Ära-Stimme. Sievers klingt zwar nicht außerordentlich gut, für mich aber durchaus brauchbar, als Columbos Stimme.

Der von Intrigen geprägte Plot in "Tödliche Kriegsspiele" gefällt mir gut. Eine ernste Folge, die den Schwerpunkt auf's Kriminalistische legt. Der Mörder hat ein glaubhaftes Motiv, die Tatplanung und Durchführung sind ansprechend in Szene gesetzt. "Tödliche Kriegsspiele" wird nie langweilig, ist durchgehend logisch und glaubwürdig. Die Ermittlungen des Inspektors sind Schritt für Schritt gut nachvollziehbar, die Aufklärung sehr gelungen und überzeugend. Der zu überführende Täter ist passabel, nicht sensationell gut, aber in Ordnung. Für mich der einzige Punkt mit Verbesserungspotential: Mit einem etwas reizvolleren Columbo-Mörder-Spiel und einem charismatischeren Mörder, wäre die Folge ein absolutes Highlight innerhalb der gesamten Columbo-Reihe. Nebenfiguren, wie der alte General und seine Frau, fügen sich auf interessante Art in's Geschehen ein und bereichern die Story. Eine tolle Folge!
LG, Tommy
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Re: Bewertet: "Tödliche Kriegsspiele"

Beitragvon Ducky » So, 29.09.2013 19:20


3/5 gut

Hatte die Folge eigentlich in eher schlechter Erinnerung, war daher etwas überrascht, wie gut sie mir gestern beim erneuten Anschauen gefallen hat.
Was das kriminalistische angeht, kann ich mich Tommy Brown anschließen, Columbo liefert solide Ermittlungsarbeit ab und auch die eErklärung wie und wann sein Verdacht zum ersten mal auf Brailie fiel, ist nachvollzieber auch der Humor kommt nicht zu kurz, zB in der Szene in Brailies geheimen Apartment.
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Re: Bewertet: "Tödliche Kriegsspiele"

Beitragvon zimtspinne » Fr, 04.10.2013 14:04


Mir gefällt vor allem die Matschkriminalistik.
Angefangen vom Schlammgesprenkel auf dem blitzblanken Fugenfußboden, die der arrogante Mörder selbst wegputzt bis zu den verschiedenen Moddersorten, an denen sich Columbo versucht.

Was die Atmo angeht, liegt diese Folge weit abgeschlagen hinter "Teufels Corporal". Ist ja auch eher ein Selbstverwirklichungslager, bei dem sich auch die Ehefrau des Generals damit versucht.

Dennoch gefällt mir die Folge sehr gut, weil sie mir Columbo von seiner besten Seite zeigt. Nach der "Tödlichen Trennung" eine wahre Wohltat.
Er geht hier ganz und gar in kriminalistischer Kleinarbeit auf und zeigt alle seine schrulligen Facetten, ohne zu sehr aufzutragen, wie es in einigen späten und auch ein, zwei frühen Folgen der Fall ist.
Diese Folge wäre daher auch für Einsteiger geeignet, denke ich.
Die Bücherkisten stören mich immer weniger. An solchen Dingen ziehe ich mich eher hoch, wenn ich insgesamt von der Folge nicht sehr begeistert bin.

[wird evtl. später noch ergänzt, hatte vergessen, mir eine Liste zu machen]
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Re: Bewertet: "Tödliche Kriegsspiele"

Beitragvon Exi70 » Sa, 09.01.2016 00:04


zimtspinne hat geschrieben:Sagt mal, was ist denn mit Columbos Stimme in dieser Folge passiert???

Ich hatte es schon im Hintergrund laufen und dachte, ich hätte mich vertan. Diese Stimme habe ich ja noch nie gehört beim Inspektor ?-/

Ich werd dann heute nochmal die gestrige Folge über onlinerecoder (da geht sowas nachträglich) von srtl saugen und vergleichen.

Auf die Stimmendiskussionen hab ich nie so geachtet, jetzt bin ich ziemlich irritiert... ich meine, diese Folge schon mit anderer Stimme gehört zu haben.


Meine Fresse gehört eigentlich sicher nicht in den Bewertungsthread, aber die Stimme von Sievers habe ich echt heute das erste mal gehört. Und ich dachte ich kenne alles von Columbo inzwischen. Also das ist echt ein Desaster. Also der Folge der ich noch vor 20 Jahren ein Solide gegeben hätte wurde durch diese Stimme ungenießbar. Wieso macht ZDF Neo das ? Die Folge gibt es doch mit Schwarzkopf.

Dagegen ist ja selbst der späte Sachtleben Gold gegen.
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Re: Bewertet: "Tödliche Kriegsspiele"

Beitragvon martha » Sa, 09.01.2016 00:43


Na, das ist aber nicht die Schuld von ZDF Neo.
Das ist ja das Dilemma, dass seit Jahren immer nur diese Video-Fassung von 1989 mit Sievers zu hören war.
Ich glaube, RTL hat die Folge zu Beginn der 90er-Jahre mal mit Schwarzkopf ausgestrahlt, aber danach hab ich ihn nicht mehr gehört.
Auch auf der DVD gibt es die Folge ja mit Sievers' Stimme.
Wie es beim ORF ist kann ich nicht beurteilen.
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Re: Bewertet: "Tödliche Kriegsspiele"

Beitragvon Exi70 » Sa, 09.01.2016 10:17


martha hat geschrieben:Na, das ist aber nicht die Schuld von ZDF Neo.
Das ist ja das Dilemma, dass seit Jahren immer nur diese Video-Fassung von 1989 mit Sievers zu hören war.
Ich glaube, RTL hat die Folge zu Beginn der 90er-Jahre mal mit Schwarzkopf ausgestrahlt, aber danach hab ich ihn nicht mehr gehört.
Auch auf der DVD gibt es die Folge ja mit Sievers' Stimme.
Wie es beim ORF ist kann ich nicht beurteilen.


Also das hat mir jetzt keine Ruhe gelassen Bin mir sicher das ich die Folge in der SRTL Zeit mit Schwarzkopf gesehen habe. Habe mal bei Wiki geschaut und folgendes gefunden

"Die Folge Tödliche Kriegsspiele wird im deutschen Fernsehen seit einigen Jahren in der nachträglich gekürzten Video-Synchronfassung mit Hans Sievers ausgestrahlt und erschien auch so auf DVD. Nur der ORF sendet noch die ungekürzte Fassung mit Klaus Schwarzkopf. Auch in anderen Folgen gibt es mittlerweile wieder kleine Kürzungen gegenüber den ursprünglich vollständigen Fassungen."

Wieso bringt man denn die gekürzte Fassung ? Und die Schwarzkopf Fassung wird anscheinend ja wohl noch beim ORF gesendet. Vielleicht sollte man mal beim ZDF Neo anfragen wieso sie das so machen. Columbo wird sicher noch länger bei ZDF Neo gesendet und so macht mir die Folge echt keinen Spaß.
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