Bewertet: "Tödliche Kriegsspiele"

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1/5 schlecht
4
9%
2/5 passabel / "na ja"
8
19%
3/5 gut
19
44%
4/5 sehr gut
11
26%
5/5 überragend
1
2%
 
Abstimmungen insgesamt : 43

Re: Bewertet: "Tödliche Kriegsspiele"

Beitragvon Venus » Fr, 03.07.2009 17:43


dille hat geschrieben: Foxworth wirkt mimisch flach, schaut ständig drein als stünde er mit einem Liter Milch an einer überlangen Einkaufswagenschlange - nein, der 'Schurke' wär' mal besser beim Denver Clan (oder war's Dallas?) geblieben


Falcon Crest! Ich fand ihn in der Folge gut. Er hätte in dieser Folge die gleiche Synchronstimme wie in der besagten Serie haben sollen.
Venus
 

Re: Bewertet: "Tödliche Kriegsspiele"

Beitragvon Venus » Fr, 03.07.2009 17:44


Martin. hat geschrieben:Ne, es ist Hans Sievers der sonst (gottseidank) nirgends zu hören ist. Biederstaedt ist eindeutig besser, wie ich finde.


@martin: Biederstaedt ist nach Schwarzkopf mein zweitliebster Sprecher des Inspektors.
Venus
 

Re: Bewertet: "Tödliche Kriegsspiele"

Beitragvon Jack_the_Ripper » Mi, 08.07.2009 15:45


Laut Columbo-Buch hat wohl Hans Sievers die ersten fünf oder sechs Columbo-Folgen nach dem "Neustart" 1989 für die Videoveröffentlichung synchronisiert, RTL hat dann für seine Ausstrahlungen eine Neusynchro mit Stammsprecher Klaus Schwarzkopf vornehmen lassen (wobei wohl, wenn ich's richtig im Kopf hab, die sonstige Synchro der Folge wie auf den Kaufkassetten belassen wurde und Schwarzkopf nur nochmal den Columbo-Text gesprochen hat).

Warum aber gerade bei "Tödliche Kriegsspiele" alias "Täuschungsmanöver" immer noch diese "falsche" Synchronisation auf den meisten Kanälen und bei der DVD-Veröffentlichung verwendet wird, kann ich nicht verstehen - ebenso wie die Titeländerung.

Für mich ist Klaus Schwarzkopf der ideale Sprecher, wobei ich mich aber auch mit Biederstaedt und Sachtleben anfreunden kann, die Peter Falks knarzigerem O-Ton auch näher sind
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Re: Bewertet: "Tödliche Kriegsspiele"

Beitragvon Mr. Brimmer » So, 12.07.2009 13:13


Diese Folge wird tendenziell ja irgendwie immer zu den
Schwächeren gezählt. Von mir bekommt sie 4 Punkte. Hat
meiner Meinung nach alles was Columbo ausmacht. Einziger
Wehrmutstropfen ist die komische Synchronstimme. Colonel
Braille wird herrlich arrogant und herablassend verkörpert.
Etwas schade dass der sich schon sehr früh Columbo gegenüber
verdächtig macht. ( als er den Schmutz wegwischt ) Columbo
und Mörder sind sich diesmal extrem unsymphatisch, was Columbo
am Ende auch mehr als deutlich sagt. Die Beweisführung mit den
Kisten mag ihre Schwächen haben, aber mir macht die Folge viel
Spass. Herrlich wie Columbo sich weigert das Liebesappartment
in dem Braille Mrs. Patchett erwartet zu verlassen. Ist alles sehr
amüsant anzusehen.
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Re: Bewertet: "Tödliche Kriegsspiele"

Beitragvon Jerry » So, 12.07.2009 13:22


Hab die Folge noch nicht gesehen, aber die Inhaltsangabe gelesen.
Ich würde auf eine gute Folge schliessen, vielleicht nich gerade eine der besten, aber sagen wir mal eine " gute ".

MfG Jerry
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Re: Bewertet: "Tödliche Kriegsspiele"

Beitragvon Venus » Mo, 13.07.2009 16:06


Jerry hat geschrieben:Hab die Folge noch nicht gesehen, aber die Inhaltsangabe gelesen.
Ich würde auf eine gute Folge schliessen, vielleicht nich gerade eine der besten, aber sagen wir mal eine " gute ".

MfG Jerry


@Jerry: Es ist eine gute Folge!
Venus
 

Re: Bewertet: "Tödliche Kriegsspiele"

Beitragvon Jerry » Mo, 13.07.2009 16:16


Wollte mich eigentlich überraschen lassen ...
Aber auch gut so, jetzt weiss ich was mich erwartet, wenn ich den gleichen Geschmack hab wie du :mrgreen:

Schönen Tag noch Jerry
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Re: Bewertet: "Tödliche Kriegsspiele"

Beitragvon columbo93 » So, 30.08.2009 00:09


Colonel Frank Braille ist Leiter der "First Foundation for American Thought". Der Gründer und Ehrenvorsitzende der Stiftung, General Arthur Padget, traut dem Colonel jedoch nicht und beauftragt Sergeant Major Keegan damit, herauszufinden, was es mit dem sogenannten "Special Projects Fund" auf sich hat. Keegan erfährt durch alte Kameraden der Army, dass Braille mit Hilfe des Fonds Waffen schmuggelt und dadurch Geld veruntreut. Außerdem hat Braille ein Verhältnis mit der Frau des Generals. Keegan will jedoch das Ergebnis seiner Ermittlungen nicht an der General weitergeben, sondern erpresst den Colonel mit seinem Wissen. Dieser geht scheinbar auf die Erpressung ein. Am Geburtstag des Generals übergibt Braille diesem einen gefälschten Bericht über den "Special Projects Fund". Als besonderes Geburtstagsgeschenk will er dem General Bücher über historische Schlachten sowie Zinnsoldaten, die eine Schlachtszene darstellen, schenken. Während offenbar die Bücher schon mittags geliefert werden, lassen die Zinnsoldaten noch auf sich warten. In Wirklichkeit hat Braille jedoch die Zinnsoldaten bereits gruppiert, es fehlt lediglich die Bücherlieferung. An diesem Abend ist für die Rekruten auch ein Nachtmanöver unter der Leitung von Keegan geplant. Als Abends dann offenbar die Zinnsoldaten geliefert werden, zieht sich Braille unter dem Vorwand, diese zu gruppieren, zurück. In Wirklichkeit sind nun die Bücher eingetroffen, die statt der vorgegebenen zwei Stunden nur wenige Minuten zum Aufstellen benötigen. Die restliche Zeit nutzt der Colonel, um ins Gelände zur Nachtübung zu fahren. Dort überrascht er Keegan und ersticht ihn. Dann legt er die Leiche in ein Minenfeld und kehrt zu den Zinnsoldaten zurück. Der General ist von seinem Geburtstagsgeschenk begeistert. Zum Ende der Übung werden indes die vorbereiteten Minen gezündet. Als Columbo am nächsten Tag zum Tatort kommt, ist er sofort davon überzeugt, dass es sich bei Keegans Tod um einen Mord handelt, da er einige Kleinigkeiten findet. Aus Keegans Unterlagen entnimmt er, dass dieser offenbar bis kurz vor dem Mord nach einem neuen Job suchte, jedoch vor sechs Tagen mit der Suche aufhörte. Von General Padget erfährt Columbo, dass dieser an diesem Tag mit Keegen gesprochen hatte und ihn beauftragt hat, sich einmal mit dem "Special Projects Fund" zu befassen. Auch mit dem Bericht in der Hand traut der General dem Inhalt nicht und erzählt Columbo von seinem Verdacht. In Keegans Sachen findet der Inspektor eine Adresse. Dort trifft Columbo auf Colonel Braille, der dort unter falschem Namen wohnt und offenbar Damenbesuch erwartet. Diesem berichtet der Inspektor, dass in Keegans Herz ein Messerstich gefunden wurde und es sich ganz offenbar um einen Mord handelt. Im Badezimmer des Appartements sucht Columbo nach Hinweisen, wer die erwartete Dame ist. Im Hause General Padgets lässt sich Columbo von einem Soldaten die Bücher/Zinnsoldaten-Geschichte erzählen. In einer Unterhaltung mit Jenny Padget berichtet der Inspektor, dass er von ihrem Verhältnis mit dem Colonel weiß. Noch an diesem Abend gesteht Jenny ihrem Mann das Verhältnis. Durch Brailles Sekretärin bekommt Columbo heraus, dass es zwei Berichte zum "Special Projects Fund" gibt und erhält auch den zweiten, alten Bericht, der aber die tatsächliche Verwendung der Gelder enthält. Diesen Bericht gibt Columbo dem General. Bei den Zinnsoldaten trifft Braille auf Columbo, der mit dem Wissen Keegans um den "Special Projects Fund" ein Mordmotiv vorweisen kann. Das Alibi Brailles widerlegt Columbo damit, dass die Bücher nicht in den Karton mit der Aufschrift "Bücher" passen, sondern nur in den mit der Aufschrift "Militärische Miniaturen". Braille wird verhaftet.


Ein sehr guter Columbo-Fall mit einer brillanten Aufklärung, die jedoch auch ein paar Schwachstellen hat. Hört sich jetzt etwas widersprüchlich an, ist es aber nicht. Denn die Tatsache, dass die Bücher nicht in den "Bücher-Karton" passen, ist schon toll. Warum die Firma aber seit langem die falsch beschrifteten Kartons ausliefert, weiß kein Mensch. Und Braille konnte das doch unmöglich wissen und kam daher nur zufällig an sein Alibi. Interessanterweise wird nun seit einiger Zeit im Forum über diese Kisten spekuliert. Dabei ist es ganz offensichtlich, dass die Kartons schon länger beim Lieferanten/Hersteller falsch beschriftet wurden. Braille hat damit nichts zu tun und nichts manipuliert. Eventuell hatte er zuvor schon einmal etwas dort bestellt und wusste daher von den falsch beschrifteten Kartons. Dennoch konnte er doch unmöglich wissen, dass die Kartons zu unterschiedlichen Zeitpunkten und dann noch zu den für sein Alibi äußerst günstigen Zeitpunkten geliefert werden, oder?


jeder schimpft immer auf diese folge :cry: :cry: :cry: :cry: :cry:
ich fand sie aber spannend und clever.
besonders die auflösung ist stark, mit den 2 bücher kartoons
also: tolle folge der rheie :D :D
"Meine Frau hat einmal 80 Dollar für eine Fußbank geboten, der auf Kaffeedosen stand. Können Sie sich das vorstellen?"
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Re: Bewertet: "Tödliche Kriegsspiele"

Beitragvon Martin. » Mo, 26.04.2010 22:21


Ich habe mir nun endlich die Version mit der Schwarzkopf-Synchro aufgenommen und werde sie so bald als möglich sichten. Vielleicht kann ich der Folge damit endlich ein bisschen was abgewinnen. Ich bin gespannt.

Wer von euch kennt den Film auch schon mit der Schwarzkopf-Synchro?
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Re: Bewertet: "Tödliche Kriegsspiele"

Beitragvon columbo93 » Di, 27.04.2010 17:00


Martin. hat geschrieben:
Wer von euch kennt den Film auch schon mit der Schwarzkopf-Synchro?



Also ich kenne nur die Fernsefassung und die DVD-Fassung ...
Hier hören wir ja Hans Sievers...
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Re: Bewertet: "Tödliche Kriegsspiele"

Beitragvon talktalk » Di, 11.05.2010 08:19


Ich kenne die Schwarzkopf-Version. Ist noch auf meinen alten Videos aus den 90ern... Die einzige Folge, mit der ich somit immer mal wieder den Videoplayer bemühe.... :D

Ich finde die zur Zeit bei RTl gezeigte Version auch absolut g r a u e n h a f t.....
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Re: Bewertet: "Tödliche Kriegsspiele"

Beitragvon sagittarius » Di, 11.05.2010 12:50


Wir haben ein Militärlager, in dem sich Waffennarren, Exzentriker und Abenteurer herumtreiben.
Wir haben einen an den Rollstuhl gebundenen General, der seine Frau als "Kamerad" sieht, die sich dafür als "sündige" Frau betätigt, sowie einen Liebhaber, für den Sünde ein Fremdwort ist.
Und wir haben zwei Kartons. In einem mit dem Aufdruck Bücher (vereinfacht ausgedrückt) befinden sich militärische Zinnfiguren. Im anderen Karton mit der Aufschrift Zinnfiguren befinden sich Bücher. Diese Kartons mitsamt Aufschrift und Inhalt erweisen sich für Columbo als kriminalistische Herausforderung.

Ungeklärt bleibt, wie Brailie alles arrangiert hat. Ein Zufall ist zu unwahrscheinlich. Hat er Komplizen? Hat er eigene Kartons auf Lager?
Ist der Lieferant so dämlich, dass er ständig Inhalt und Aufschrift der Kartons vertauscht? Dann hat Brailie ohnehin kein Alibi. Zeugen können sagen, auf dem Karton stand "Bücher", also waren Zinnfiguren drin. Am Schluss hat sich Columbo die bewussten Bücher in einem Karton mit der Aufschrift "Zinnfiguren" liefern lassen. Ich glaube, der Drehbuchautor war betrunken.

Immerhin: Wenn der Karton, in dem am Schluss die Bücher nicht komplett reinpassen, der ist, der am Morgen des Mordtages geliefert wurde (d. h. Brailie hat ihn nicht entsorgt), dann hat Brailie kein Alibi mehr. Da in dem anderen Karton die Bücher gut hineinpassen, sollten in dem kleineren Karton die Zinnfiguren gewesen sein. Ein Postbote müsste sagen können, wann welches Paket wo abgegeben wurde. Columbo forscht aber nicht nach, und er kann nicht beweisen, dass die Zinnfiguren wirklich am Vormittag aufgebaut wurden.

Warum beseitigt Brailie in der Wohnung des Opfers den Schmutz, wenn dieser gar nicht von ihm stammt? Nur, damit Columbo ihn überraschen und verdächtigen kann?

Die beste Szene zeigt Columbo im Liebesnest, wo er ein Schäferstündchen verhindert. Da muss der Mörder aber wirklich einiges aushalten.

Schön ist auch Columbo als Zinnfigur. Ob ein solcher Fanartikel existiert?

Die Episode ist kriminalistisch sehr schwach. Columbos Gegenspieler ist höchstens Durchschnitt. Von der Atmosphäre kommt wenig rüber, das Militärlager wirkt auf mich abstoßend, zudem ist es moralisch fragwürdig.
Die Geschichte um das Generalspaar befriedigt Freunde des Romantik-Kinos.
Ich halte diesen Columbo für schwach und gebe 2 Punkte.
"So was wie den perfekten Mord gibt es nicht. Das ist nur eine Illusion."
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Re: Bewertet: "Tödliche Kriegsspiele"

Beitragvon Venus » Di, 11.05.2010 21:45


Martin. hat geschrieben:Wer von euch kennt den Film auch schon mit der Schwarzkopf-Synchro?


Ich kenne die Folge nur in der Schwarzkopf-Version. Kam vor kurzem auf ORF. Mal sehen, was ich sage, wenn ich die mit Sievers höre.
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Re: Bewertet: "Tödliche Kriegsspiele"

Beitragvon sunbeam » Fr, 28.05.2010 22:47


Meiner Meinung nach ist dies nach "Ein Hauch von Mord" die langweiligste Episode von allen. Da fehlt nicht nur das gewisse etwas, da fehlt deutlich mehr. Diese Synchro-Stimme geht mal gar nicht. Sie gleicht fast schon einem Skandal. Mehr als gewöhnungsbedürftig und allein schon deshalb macht diese Episode keinen Spaß. Gut möglich, dass es nur daran, liegt, dass die anderen gewohnten Stimmen häufiger vorkommen, aber ich hatte den Eindruck, ich wäre im falschen Film. Der Mörder ist kein würdiger Columbo-Gegenspieler und die Auflösung erschien mir etwass abenteuerlich.

Normalerweise ist jede Columbo-Folge fesselnd, aber hier musste ich mich zwingen nicht abzuschalten.

Da hat mir diese andere Millitär-Folge wo es um die Schließung einer Schule geht (komme nicht auf den Namen) deutlich besser gefallen.
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Re: Bewertet: "Tödliche Kriegsspiele"

Beitragvon Doc Brown » Mo, 01.08.2011 06:21


Ich gebe schwache 3 Punkte. Diese Episode wirft für mich einfach an viel zu vielen Stellen Fragen auf. :?

Zum einen ist da der dicke Logikfehler bei der Überführung. Das wurde ja hier schon alles besprochen, auch ich kann kein Licht ins Dunkle bringen. :noidea: Die vertauschten Inhalte der Kartons sind unerklärlich und bleiben ein Mysterium. Die Autoren haben hier wohl nicht zu Ende gedacht.

Meine zweite Unklarheit ist der „rote“ Bericht von Braille. Ich kann nicht nachvollziehen, dass Braille sein kriminelles Gebaren schriftlich festhält. Waffenschieberei und die Unterschlagung von Spendengeldern, alles scheint in diesem „roten“ Bericht dokumentiert worden zu sein. Wenn ich solche kriminellen Machenschaften tätigen würde, dann würde ich das Geld einfach unter irgendwelchen Posten aus der Bilanz verschwinden lassen, aber sicherlich das Ganze nicht noch in einem Bericht dokumentieren. Warum er mit diesem hochbrisanten Material dann so leichtfertig umgeht, bleibt für mich auch unklar. ?-/

Überhaupt diese ganze Ausbildungsanstalt. Sinn und Zweck muss man wohl nicht verstehen. ?-/ Dort werden Hobby-Soldaten in zwei Wochen(!) ausgebildet. Mit Sicherheit kostet das die Teilnehmer einen dicken Batzen Geld.
Das ist doch weder Fisch noch Fleisch, sowohl für die Ausbilder als auch für die Schüler. Eine so kurze Ausbildung hat doch überhaupt keine qualitative Grundlage. Für Ausbilder und Schüler ist das doch unbefriedigend. Einer „richtigen“ militärischen Ausbildung kann diese Anstalt niemals das Wasser reichen. Kein Wunder also, dass Major Keegan weg wollte.

Sicherlich kann man den ein oder anderen Punkt auch als künstlerische Freiheit durchgehen lassen, es ist ja schließlich nur ein Film. Unterm Strich waren das für mich aber zu viele Ungereimtheiten und Fragen. :?

Das Columbo-Mörder-Spiel ist für mich durchschnittlich, Braille ist sicherlich nicht der langweiligste aller Columbo-Mörder, aber er bleibt unter dem Strich doch relativ blass.
Die Indiziensuche ist ebenfalls nur durchschnittlich. Columbo findet zwar ein paar Indizchen (den schmutzwegwischenden Braille, die Taschenlampe, das Laub in Keegens Kragen), das ist besser als nichts, aber eben auch nicht gerade überzeugend.


Überzeugen konnte in dieser Episode lediglich der Gerneral, der trotz seines hohen Ranges freundlich und sympathisch ist. Die Figur gefällt mir. Auch die filmische Umsetzung des Mordes fand ich gelungen. Keegen stirbt und zeitgleich fällt eine der Zinnfiguren um, was der General mit den Worten „Oh, wir haben wohl einen unserer Männer verloren“ kommentiert. Sehr schön geschnitten. :)

Fazit: Dicker Logikfehler in der Überführung, viele weitere Unklarheiten und offene Fragen und ein nur durchschnittlicher Mörder. Alleine der General rettet hier die 3 Punkte.
Döp döp döp de de döp döp döp
(H.P. Baxxter)
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