Bewertet: "Black Lady"

Hier könnt ihr die einzelnen Folgen bewerten bzw. die Meinung der anderen Mitglieder lesen.

Wie bewertet ihr "Black Lady"?

1/5 Schlecht
2
4%
2/5 passabel / "na ja"
6
12%
3/5 gut
9
18%
4/5 sehr gut
20
40%
5/5 überragend
13
26%
 
Abstimmungen insgesamt : 50

Bewertet: "Black Lady"

Beitragvon columbo93 » Mo, 28.06.2010 19:19


Und mal wieder wird es "Zeit"... :wink:
Gestern ist die Folge mal wieder ausgestrahlt worden und von daher nutze ich die Gelegenheit diesen Thread in den "Vordergrund" zu rücken, damit "Bewertungshungrige" gar nicht all zu lange suchen brauchen und direkt loslegen können...

Ich freue mich auf eure Bewertungen... :)

Liebe Grüsse,
Columbo93 :) :) :) :)
"Meine Frau hat einmal 80 Dollar für eine Fußbank geboten, der auf Kaffeedosen stand. Können Sie sich das vorstellen?"
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Re: Bewertet: "Black Lady"

Beitragvon sagittarius » Sa, 03.07.2010 08:11


Columbo und der Sex: Dieses Thema darf ja nicht fehlen. "Wie ist es um Ihre Sexualität bestellt?", fragt Dr. Allenby Columbo. Damit kann man sich den Inspektor leicht vom Leib halten.
Die verklemmten Sexual-Doktoren passen wie die Faust aufs Auge. Columbo wird selbst zum Spezialisten für Beziehungsprobleme. Er empfiehlt dem einen Therapeuten das "Angemessene", dem anderen, er solle "warten, bis sie (Dr. Allenby) soweit ist". Der Sekretärin rät er, dass "reden manchmal weniger klug ist als schweigen". Columbo hat vom Verhältnis zum Opfer erfahren, was ein Motiv ergibt.

Die Story ist originell und unterhaltsam, die Beziehung Columbo – Dr. Allenby liegt über dem Durchschnitt. Der kriminalistische Teil lässt aber Fragen offen.

Kincaid hatte keine Schlüssel bei sich. Sie werden im Auto auf einem Parkplatz gefunden. Wie kam er dann mit Lisa in die Büroräume? Also hatte Lisa die Schlüssel? Offenbar gewinnt Columbo hier den Verdacht, dass Lisa und Dr. Allenby die gleiche Person sind. Und was ist mit Kincaids Autoschlüssel?

Warum wird Lisa von niemandem erkannt, etwa von der Frau im Konzertsaal? Ihr Gesicht ist doch zu sehen. Was ist mit dem Mann am Eingang der Konzerthalle, als Lisa zurückkehrt? Er sieht ihren Gang und ihr Gesicht und begegnet ihr als Dr. Allenby wieder. Er müsste sie doch erkennen. Kincaid hingegen hat sie sofort erkannt. Immerhin bekommt Columbo durch das mysteriöse Verschwinden in der Toilette heraus, dass Lisa ein Phantom ist.

Ein Zigarettenstück mit zu wenig Asche beweist: Da will ein Nichtraucher einen Raucher vortäuschen. Da kämen aber viele in Frage!
Warum verstreut sie das Blut auf dem Boden und wo hat sie es her? Es hat ja kaum Bedeutung.

Beweist ihr Schweigen beim Erscheinen der Gestalt am Schluss, dass sie Lisa ist? Sie weiß ja, dass es keine Lisa gibt. Zumindest kann eine Verkäuferin bezeugen, dass Dr. Allenby die bewusste Kleidung gekauft hat.

Die Fragen verdunkeln ein wenig den Film. Immerhin gebe ich 4 Punkte.
"So was wie den perfekten Mord gibt es nicht. Das ist nur eine Illusion."
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Re: Bewertet: "Black Lady"

Beitragvon zimtspinne » Sa, 17.07.2010 08:49


Ich glaube, Menschen lassen sich schon täuschen von einem veränderten Aussehen.
Ich hatte mal einen Nebenjob in einer Spielothek in einem etwas suspekten Viertel und kam auf die Idee, mir ne Perücke aufzusetzen. Nicht mal, damit mich keiner erkennt, da ich meine Freunde in der Gegend sowieso nicht zu sehen erwartete, sie wussten außerdem von dem job.
Vielleicht wars einfach auch nur ein Spaß.
Später, als ich da mit Normalhaar auftauchte, haben die mich im ersten Moment dort gar nicht erkannt. Die Perücke war sogar so ähnlich wie die von Lisa, Pagenschnitt mit Pony. Der Pony allein kann schon enorm verändern.
Bei Lisa kommt hinzu, dass ein Hut ihr Gesicht verschattete und der sabbernde Typ ohnehin nicht auf das Gesicht achtete :wink:
Die Frau hätte sie aber erkennen können, immerhin kannten die sich ja gut.

Ich glaube, sie hat sich bei der Vertuschung nicht allzu viele Gedanken gemacht... von unterschiedlichen Blutgruppen müsste sie als Psychologin doch schon einmal was gehört haben, ebenso, dass man Haare dafür heranziehen kann. Immerhin hatte sie ja eine Echthaarperücke und Columbo konnte den Faden zur Sexorgie spinnen :smoke:

Mein Lieblingsobjekt ist die Tasche, das war mal so richtig schönes Columboverhalten.
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Re: Bewertet: "Black Lady"

Beitragvon dille » Di, 22.11.2011 21:47


Ich weiß ja nicht, ob es hier bereits beschrieben wurde, aber verwunderlich war doch eigentlich, dass in der Szene zwischen Dr. Allenby und David Kincaid im Cabrio, in der Allenby Kincaid vorschlägt, dass etwas Schwung in der Beziehung nicht schaden könne, just nach der Reispudding-Degradierung, ein Radfahrer schneller fuhr als jenes Cabrio - und dabei auch noch gemütlich in die Kamera schaute. Vielleicht ein alter Hut, aber das war mir am Sonntag trotz bereits mehrmaligen Sehens erstmalig aufgefallen. Fuhr das Cabrio also auf einer vielbefahrenen Hauptstraße gerade einmal 20. Gewollt oder hat man das so gelassen, weil Außenaufnahmen eh so schwierig sind? ;-)
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Re: Bewertet: "Black Lady"

Beitragvon OpenOcen » Sa, 10.12.2011 15:33


Ich schwanke zwischen 4 und 5 Punkten.

Letztlich wird es in jeder Episode Kleinigkeiten geben, die man nicht so toll findet. Die Putzfrauenszene wäre hier wohl zu nennen. Die Tubaszene fand ich ganz lustig, jedoch war mir das zu ausführlich geraten.

Die Szene mit den drei Ratschlägen hingegen fand ich persönlich lustig.

Der Barkeeper, der einen guten Detektiv abgeben würde hat mir neben der Mörderin am besten gefallen. Dazu ein Columbo in bester Laune, ein interessanter Mord, ein fast perfektes Alibi und ein spannendes Thema. Jede Menge falsche Spuren und mit einer Überführung über den Kassenzettel hätte man nun wirklich nicht gerechnet.

Daher gebe ich 5 Punkte, wobei es sicher nicht die Beste Folge aller Zeiten ist.
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Re: Bewertet: "Black Lady"

Beitragvon Klaus » So, 26.02.2012 19:30


Obwohl sich in dieser Folge (fast) alles um die neben Fußball schönste Nebensache der Welt mit drei Buchstaben dreht, hat mich Black Lady in jeder Hinsicht nicht gerade vom Hocker gehauen. Vielleicht hätte ich besser mal Dr. Allenbys Buch "Der Kurtisanen Komplex" lesen sollen, aber selbst über Amazon ist dieser Bestseller leider nicht zu kriegen... :wink:

Allerdings ist diese Episode ein gutes Beispiel dafür, wie ein wegen Nebels ausgefallener Flug das Leben schlagartig ändern kann. Dr. Joan Allenby kann davon eine traurige Ballade singen, als sie ihren ach so treuen Liebhaber David Kincaid beim Liebesspiel mit ihrer Assistentin Cindy (von beiden unbemerkt) im "Behandlungszimmer" ihrer Sex-Klinik erwischt und sich dabei auch noch als eher leichte Nachspeise bezeichnen lassen muss. Dass daraufhin einer derart (fantasie)geladenen Sex-Expertin wie Dr. Allenby sämtliche Sicherungen durchknallen, kann man(n), wie auch Columbo zum Schluss, fast schon verstehen.

Für den gewaltigen Aufwand, den sie für ihre Racheaktion betreibt (Kauf der schwarzen Kurtisanen-Utensilien in Chicago, Verstecken der Sachen unter dem Waschtisch sowie das Umziehen in der Damentoilette während des Konzerts, Treffen mit Kincaid in einer Bar, nach dem Mord in ihrer Klinik Rückkehr zur Konzerthalle, dort wieder umziehen und die Sachen erneut unter dem Waschtisch verstecken), bedarf es schon einer ganzer Menge bitterböser Fantasien... :twisted:

Ich kann mich gerade an keine andere Folge erinnern, in der Columbo, ohne es zu ahnen, das überführende Beweismaterial gleich zweimal in der Hand hatte, als er sowohl in der Konzerthalle als auch in Dr. Allenbys Haus die Aktentasche mit den Kurtisanensachen in seinen Händen hält. Die Sex-Expertin reagiert allerdings relativ cool darauf, so dass Columbo zu diesem Zeitpunkt noch keinen Verdacht schöpft.

sagittarius hat geschrieben:Kincaid hatte keine Schlüssel bei sich. Sie werden im Auto auf einem Parkplatz gefunden. Wie kam er dann mit Lisa in die Büroräume? Also hatte Lisa die Schlüssel? Offenbar gewinnt Columbo hier den Verdacht, dass Lisa und Dr. Allenby die gleiche Person sind. Und was ist mit Kincaids Autoschlüssel?


Vermutlich hat "Lisa" die Büroräume mit ihrem eigenen Schüssel geöffnet, was bei Kincaid keinen Verdacht ausgelöst hätte, da er ja wusste, wer sie in Wirklichkeit ist. Deutlich schwerwiegender ist auch für mich der Umstand, dass Kincaids Autoschlüssel nicht bei seinen Sachen gefunden wurde. Kaum anzunehmen, dass er diesen seiner Kurtisane übergeben hat, aber vielleicht hatte er den Schlüssel einfach stecken lassen, da sein Wagen lt. Columbo ja auf einem bewachten Parkplatz gefunden wurde... ?-/

Übrigens erwecken die beiden leicht verklemmten sowie unglücklich verliebten Psycho-Doktoren, die Columbo als Beziehungs-Therapeuten zu "missbrauchen" versuchen, bei mir den starken Eindruck, als müssten sie selber mal in ihrer eigenen Sex-Klinik behandelt werden... :?

Wie auch immer, Columbo glänzt in dieser Folge (mal wieder) durch exakte Detailarbeit und letztendlich wird der vor sexuellen Fantasien geradezu sprühenden Bestsellerautorin Dr. Allenby ein scheinbar unbedeutendes fantasieloses Preisschild zum Verhängnis.

Ich vergebe für dieses Sex-Drama drei schwache Punkte. :? :? :?

Gruß
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Re: Bewertet: "Black Lady"

Beitragvon Tiktaalik » So, 16.09.2012 12:15


Dr. Joan Allenby erwischt ihren Geliebten David Kincaid in Flagranti. In dieser Szene wird sehr deutlich gezeigt, wie tief sie durch diesen Seitensprung verletzt wird. Sehr interessant finde ich, dass sie für ihren anschließenden Mordplan eine ganz neue Person erfindet, die Black Lady namens Lisa. Sie verhält sich am Tatabend gewollt auffällig und ist auch dem entsprechend gekleidet. Somit ist natürlich schnell klar, dass Black Lady die
Mörderin von Kincaid ist. Columbo muss somit "nurnoch" herausfinden, dass diese Dame Dr. Allenby ist. Der Mordplan ist ziemlich riskant, da sie vielen Bekannten begegnet, von denen sie jm. hätte erkennen können.

Bereits nach den ersten Indizien kommt fast nur Dr. Allenby als Täterin infrage, denn da das Opfer seinen Schlüssel nicht bei sich hatte, musste die Mörderin einen Schlüssel zum Zimmer besessen haben. Dr. Allenby legt zudem einige falsche Indizien: Blut, Haare und Asche im Aschenbecher, die für den Fall aber nicht sonderlich relevant sind, da Columbo ohnehin irgendwann weiß, dass es diese Black Lady eigentlich nicht gibt. Dies weiß er, weil er herausfindet, dass keiner diese mysteriöse Dame in schwarz kennt. Als erneute Bestätigung dafür findet er heraus, dass sich jemand auf der Toilette als Black Lady verkleidet hat. Der Schlussbeweis mit dem Beweis des Kaufs der passenden Kleidung von Black Lady sowie der Tatsache, dass Dr. Allenby geschwiegen hat, als sie die vermeintliche Black Lady gesehen hat, reichen für eine Überführung aus, sind aber nicht überragend. Sehr interessant ist, dass Columbo mehrmals die Aktentasche, in der sich Black Ladys Kleidung befindet, in der Hand hält. Dadurch entstehen einige spannende Szenen, denn wenn der Inspektor diese geöffnet hätte, wäre Dr. Allenby bereits überführt.

Nach dem guten Mord und der anfänglichen Indiziensuche verflacht diese Folge leider. Die Ermittlungen geraten ins Stocken und es werden viele langweilige Szenen in die Folge eingebaut. Sowohl die Szene mit der Tuba als auch die mit der Putzfrau als auch die Gespräche mit den anderen Sextherapeuthen dienten dazu, diese Folge zu strecken. Leider gefielen sie mir allesamt nicht, weswegen ich hierfür einen Punkt abziehe. Bei der Szene mit der Putzfrau findet er aber immerhin das Schild von Dr. Allenbys Mantel. Zudem erschließt sich mir der Sinn des zweiten Auftritts von Black Lady nicht. Sie möchte dem Inspektor damit beweisen, dass es sie wirklich gibt, aber zu diesem Zeitpunkt weiß Columbo längst von ihrem Geheimnis.

Das CMS ist in dieser Folge gut. Es gibt einige schöne Dialoge zwischen Dr. Allenby und dem Inspektor. Die schauspielerische Leistung von Lindsay Crouse ist sehr gut. Sie charakterisiert die Sextherapeuthin Dr. Joan Allenby sehr glaubwürdig. Auffällig ist aber, wie offen sie sogar mit dem Inspektor über dieses heikle Thema redet. Relativ zu Beginn fragt sie ihn sogar sehr direkt nach seinem Sexualleben. Diese Offenheit wird bis zum Ende aufrecht erhalten. So erzählt sie dem Inspektor nach ihrer Überführung sogar, dass es ihr mehr Angst gemacht hat, dass Lisa attraktiver ist als sie selber als dass sie von ihm geschnappt wird. Zudem stellt sie bei ihrem Geständnis die fremdgehenden Männer an den Pranger. Dabei verschweigt sie allerdings, dass Frauen genauso oft fremdgehen wie Männer. Das ist aber nur meine persönlich Meinung und fließt selbstverständlich nicht in die Bewertung ein. Insgesamt gefällt mir dieser letzte Dialog sehr gut.

Die Atmosphäre in dieser Folge wird durch die ruhige Musik klasse untermalt. Es kann gut sein, dass ich mir da zu viel einbilde, aber diese Musik passt mMn perfekt zu der Gefühlslage von Dr. Allenby, die durch den Seitensprung ihres Geliebten tief im Herzen verletzt wurde. Das ist ein großer Pluspunkt für diese Folge.

Eine originelle Story, gute Schauspieler, ein gutes CMS, dazu der Minuspunkt für die Längen sowie den Pluspunkt für die Atmosphäre und die Musik ergeben insgesamt 3/5 Punkte.
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Re: Bewertet: "Black Lady"

Beitragvon Mr. Brimmer » Mi, 31.10.2012 19:01


Vor kurzem sah ich Black Lady abermals komplett an.
Jetzt ist mir dabei aufgefallen ( bisher aber noch nie ) dass
Dr. Allenby überhaupt keinen Groll gegen Cindy zu hegen scheint.
Oder ist mir da was entgangen ?
Ihr ganzer Hass richtet sich auf Kincaid. Obwohl Cindy jawohl auch
nicht ganz unbeteiligt wirkte...
Nach dem Mord, kein böser Blick von Allenby Cindy gegenüber, keine
düsteren Gedanken....das scheint für Dr. Allenby okay zu sein....
fand ich merkwürdig.
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Re: Bewertet: "Black Lady"

Beitragvon Devlin » Mi, 31.10.2012 19:16


Na ja, Kincaid ist der Mann in diesem Spiel :P
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Re: Bewertet: "Black Lady"

Beitragvon Major Tom » Mi, 31.10.2012 22:05


ggg eben! :D
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Re: Bewertet: "Black Lady"

Beitragvon Devlin » Mi, 19.12.2012 15:52


Nun also zu der Episode "Black Lady". Nach dem ersten Sehen fand ich die Folge nicht so gut. Gehört zu jenen die ich erst nach mehrmaligem schauen besser fand. Eben habe ich sie erneut angeschaut.
Dr. Allenby wird tief verletzt dadurch das ihr Liebhaber Kincaid sie mit Cindy betrügt. Ein klassiches Mordmotiv. Gleich zu beginn sagt Cindy zu einem Verehrer von Allenby: "Aber er muss ja nicht auch verrückt nach Ihr sein. Es besteht also noch Hoffnung." Guter Hinweis auf die weitere Handlung.
Gute Kameraeinstellung als Allenby das Zimmer betritt und Kincaid mit Cindy erwischt.
Der Mordplan und die Ausführung sind sehr gut gemacht. Allenby kann Kincaid in die Falle locken, dieser schöpft keinen Verdacht. Mit der Wandlung zu Lisa gelingt Allenby ein guter Schachzug. Sie verändert auch ihre Person, zu einer selbstbewussteren Frau als sie selber ist.

Das CMS ist für mich auf einem guten Niveau. Gleich das erste Zusammentreffen im Fahrstuhl ist sehr gelungen und amüsant. Da braucht es keine Worte :)
Lindsay Crouse als Allenby finde ich überzeugend. Sie besitzt Ausstrahlung und ist so schön unaufgeregt. Es gibt viel CMS und Allenby macht sich nicht mit ablehnendem Verhalten, oder zu starker Anbiederung gegenüber Columbo selber verdächtig.

Die Verwandlung von Allenby zu Lisa ist interessant. Columbo sucht Indizien und findet auch welche. Die Streichhölzer aus der Bar, die Allenby selber dort eingesteckt hat. Die schwarzen Haare, die am Tatort gefunden werden. Das es eine Frau sein musste die Kincaid ermordete, weil an einer Zigarettenkippe Lippenstift nachzuweisen war.
Oder die Schlüssel des Opfers.

Als Columbo bezweifelt das es Lisa- Die Frau in Schwarz überhaupt gibt, verwandelt sich Allenby noch einmal und versucht Columbo mit einer Nachricht in die Irre zu führen.
Dieser dreht den Spiess gekonnt um mit der Mitteilung das Lisa gefunden wurde.
Das Finale und die Überführung sind schlüssig. Stark die Szene als eine andere Frau in Schwarz vor den Büroräumen steht und Allenby einen ziemlichen Schrecken einjägt.

Gut auch die Humorszenen. Allenby und Columbo im Fahrstuhl. Columbo spielt Tuba.
Columbo auf dem Bett in Allenby's Therapie- Schlafzimmer.

4 Punkte
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Re: Bewertet: "Black Lady"

Beitragvon zimtspinne » Mi, 19.12.2012 16:45


Mr. Brimmer hat geschrieben:Vor kurzem sah ich Black Lady abermals komplett an.
Jetzt ist mir dabei aufgefallen ( bisher aber noch nie ) dass
Dr. Allenby überhaupt keinen Groll gegen Cindy zu hegen scheint.
Oder ist mir da was entgangen ?
Ihr ganzer Hass richtet sich auf Kincaid. Obwohl Cindy jawohl auch
nicht ganz unbeteiligt wirkte...
Nach dem Mord, kein böser Blick von Allenby Cindy gegenüber, keine
düsteren Gedanken....das scheint für Dr. Allenby okay zu sein....
fand ich merkwürdig.


Das fiel mich auch schon ins Auge und zwar äußerst positiv!

Weshalb sich betrogene Frauen immer wie Furien auf die Nebengespielin stürzen statt auf die eigene untreue Tomate, hat sich mir noch nie erschlossen. ok, wenn man genauer drüber nachsinnt, findet man auch dafür sicher ne logische Erklärung, aber gefühlsmäßig fand ich das immer unmöglich, besonders wenn dann noch die "Flittchen"-Angriffe über zarte Frauenlippen kommen.

Dr. Allenby hat den Durchblick und bestraft genau den, der es verdient. Sie macht sich auch nicht selbst klein, indem sie Cindy niedermacht. Nein, sie poliert ihr Selbstwertgefühl konstruktiv mit einer Vamp-Verwandlung auf, mit der sie einigen Männern auch noch eine kleine Freude macht. Ist doch toll, auch wenn sich Alice Schwarzer wohl eher die Haare raufen würde :P
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Re: Bewertet: "Black Lady"

Beitragvon Devlin » Mi, 19.12.2012 17:21


Gut gesagt Zimtspinne :)
Ich sehe das auch so. Allenby wurde verletzt durch den Mann Kincaid. In ihr steigt die Wut auf, die sie aber kanalisieren kann, um sich dann in aller Ruhe zu rächen.
Cindy ist nicht wirklich ernst zu nehmen.
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Re: Bewertet: "Black Lady"

Beitragvon Oceanic » Mi, 02.01.2013 09:25


Soory nur 1 Punkt.
Es gibt echt gute der 90ìger Jahre Folgen(Luzifers Schüler,Tötlicher Jackpot z.B.) aber die auch bei dieser stört mich der Comedy Faktor (hab nix gegen die kleinen Witze in den 70ìgern die finde ich sogar gut) und das Columbo über die Jahre immer mehr zu Witzfigut verkommt..
Die Story finde ich auch so lal la den Blödsinn mit der Verkleidung Na Ja...
Columbo als Sex Doc... Lächerlich als Tuba Spieler ??

Ein Sex Therapeut mit Zimmer zum knatteren für Patieneten??
?-/
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Re: Bewertet: "Black Lady"

Beitragvon MrGrady » Mo, 18.03.2013 11:53


Langatmige Füllszenen, übertriebener Humor und schwache Schlusspointen – die Serie Columbo hat nach der Rückkehr des Inspektors aus dem Vorruhestand einige unschöne Mängel aufzuweisen, die sich in nahezu jeder Folge der 8. Staffel ausmachen lassen. So ist es auch bei „Black Lady“. Das absurde Tubaspiel zum Wasserspiel der Brunnen oder auch das affige Gespräch mit der Putzfrau hätte man gut und gerne herauskürzen können. Es hätte der Folge meines Erachtens nur gut getan. Die Überführung am Ende ist zwar gut inszeniert (wie schon in den beiden Vorgängerepisoden), für den Zuschauer wirklich überraschend kommt sie allerdings nicht. Auch da war man den 70ern stellenweise Besseres gewöhnt.

Nichtsdestotrotz zählt „Black Lady“ für mich zu besseren Folgen der zweiten Ära, und das liegt vor allem an der dichten Atmosphäre der Episode. Lindsay Crouse bringt den Charakter der stellenweise biederen, dann aber auch wieder aufregenden Dr. Joan Allenby sehr gut rüber. Die Verwandlung der Therapeutin in eine ebenso attraktive wie gefährliche Mörderin ist beeindruckend und sehr glaubwürdig dargestellt. Der Zuschauer wird Zeuge einer durchaus komplexen Charakterstudie der Mörderfigur, was ja längst nicht bei allen Columbo-Folgen der Fall ist. Einen großen Anteil daran hat dieses Mal auch die sehr gelungene Filmmusik: Das zu Allenby gehörende Hauptthema klingt für mich gleichermaßen traurig und verletzt wie auch sinnlich und erotisch. Ich hoffe, dass es vielen Zuschauern ähnlich ergangen ist. Nicht zuletzt hat mich der komplexe Mordplan mit der raffinierten Alibi-Beschaffung fasziniert. Das sind einfach die Szenen, die ich an Columbo so mag. Dass die Auflösung am Ende keinen großen Knalleffekt mehr bietet, kann ich angesichts der insgesamt stimmigen Logik akzeptieren. Insgesamt vergebe ich noch 4 Punkte für diese Episode.
Wo Leben herrscht, herrscht Inkonsequenz.
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