Bewertet: "Tödliche Liebe"

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Wie bewertet ihr "Tödliche Liebe" ?

1/5 schlecht
0
Keine Stimmen
2/5 passabel / "na ja"
4
10%
3/5 gut
4
10%
4/5 sehr gut
17
43%
5/5 überragend
15
38%
 
Abstimmungen insgesamt : 40

Beitragvon Klaus » Mo, 17.09.2007 09:05


Hab diese Folge gestern abend seit längerem mal wieder gesehen. Dabney Coleman verkörpert Columbos Widersacher sehr überzeugend, er schafft es mit seinen Beziehungen sogar, dass sich der Polizeichef über bestehende Vorschriften hinweg setzt und Columbo quasi nötigt, Creighton den Autopsiebericht und sonstige Ermittlungsunterlagen auszuhändigen. Wahrscheinlich auch eine Retourkutsche darauf, dass Columbo vorher durch sein Auftauchen im Gerichtssaal eine Vertagung des laufenden Prozesses erwirkt hat und Creighton daher gezwungen war, sein flammendes Plädoyer an entscheidender Stelle plötzlich abzubrechen. Sowas ist dem bis dato ungeschlagenen Staranwalt wahrscheinlich auch noch nie passiert... *lol*

martha hat geschrieben:Ich bin jetzt ehrlich gesagt auch ein bisschen im Zweifel über das Verhalten dieser Trish.
Fest steht aber, dass sie von dem Mord nichts wusste,weil sie zu Creighton sagt:"Seit du mir diesen Auftrag mit dem Auto gegeben hast, versuche ich herauszufinden, warum."
Aber jetzt komm ich ins Grübeln. Der Auftrag von Creighton hätte ja irgendwie so lauten müssen:
"Pass auf, Trish. Setz dich heute nachmittag mal in mein Auto, häng dir ein ausgeschnittenes Foto von mir vors Gesicht und lass dich vor allen Dingen von der Radarfalle blitzen."
Wenn ich nicht weiß, warum, würd ich doch zu Creighton sagen:
"Du tickst wohl nicht ganz sauber."
Aber vielleicht weiß Creighton ja auch, dass Trish zu blöd ist, um schlau zu sein.


Also blöd scheint mir Trish eigentlich nicht zu sein, wenn man alleine sieht, wie sie nach erfolgreicher Berufung als Creightons gleichberechtigte Teilhaberin ihre jetzt männlichen Untergebenen in der Kanzlei wie ein Wirbelsturm mit einer Vielzahl von Büroumgestaltungswünschen malträtiert, die als Krönung das Einreißen einer (hoffentlich nicht tragenden) Wand zur Folge haben... :mauer:

Creighton wird ihr wahrscheinlich irgendeine Geschichte erzählt haben, sie müsse ihm einen großen Gefallen tun, weil damit das Schicksal der Kanzlei verbunden wäre oder wie auch immer. Als kleines "Dankeschön" hat er ihr vielleicht einen beruflichen Aufstieg o. ä. versprochen und bei der Aussicht auf einen Karrieresprung und somit mehr Geld und Macht sind schon ganz andere Frauen hörig geworden. :wink:

In jedem Fall eine sehr gute Folge, daher 4/5 Punkten.

@Schulz
Hugh Creightons deutsche Stimme war der (1994 leider verstorbene) Hamburger Schauspieler und Synchronsprecher Gottfried Kramer, der u. a. auch Marlon Brando in "Der Pate" gesprochen hatte.

Gruß
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Beweisstück als Rohrkrepierer

Beitragvon Klaus » Mi, 19.09.2007 12:28


Roger79 hat geschrieben:Einziger Minuspunkt: Columbo beweist nicht den Mord, sondern lediglich, dass das Foto gefälscht war. Aber wie er dahinter kommt (Foto vergrössern, alles genau unter die sprichwörtliche Lupe nehmen...) ist schon sehenswert.


Das ist sicherlich unstrittig, Creighton könnte lediglich durch (allerdings erdrückende) Indizien als Mörder verurteilt werden, aber da er ja noch nie einen Prozess verloren hat, sollte er sich am besten selbst verteidigen... :wink:

Was mich in diesem Zusammenhang jedoch interessiert: gibt es noch andere Folgen, in denen sich ein vom Täter bewusst gefälschter und zunächst auch scheinbar entlastender Beweis hinterher als klassisches Eigentor entpuppt? Normalerweise stolpern die Mörder über irgendeinen Fehler oder eine Unachtsamkeit, aber in diesem Fall muss Columbo ja die bewusste Fälschung eines scheinbar entlastenden Beweisstücks nachweisen. Gibt es hierzu also vergleichbare Episoden?

Gruß
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Re: Beweisstück als Rohrkrepierer

Beitragvon martha » Mi, 19.09.2007 21:45


Klaus hat geschrieben:
Was mich in diesem Zusammenhang jedoch interessiert: gibt es noch andere Folgen, in denen sich ein vom Täter bewusst gefälschter und zunächst auch scheinbar entlastender Beweis hinterher als klassisches Eigentor entpuppt?


Ich biete dir mal 2 Folgen an, Klaus:
"Playback" und "Der erste und der letzte Mord".

Sowohl Harold van Wyck als auch Wade Anders wollen sich durch gefälschte Video-Bänder ein Alibi verschaffen.
Die "klassischen Eigentore" sind dann die liegengelassene Einladungskarte bzw. die geschnittene Hecke.

Beide Alibis werden erst durch das geschulte Auge von Columbo geknackt. :wink:
"Könnten Sie mir wenigstens sagen, welcher Name es war?
War es Kensington oder Arlington?"
"Genau gesagt:Keiner von beiden. Es war Washington."
"Hatten Sie bei dem auch einen Vornamen?"
"Martha."
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Re: Beweisstück als Rohrkrepierer

Beitragvon Klaus » Do, 20.09.2007 15:16


Ja klar, besten Dank auch. Wie konnte ich nur diese beiden Folgen in diesem Zusammenhang einfach "vergessen", wo doch gerade "Playback" auch noch zu meinen persönlichen Favoriten zählt??? Aber im Gegensatz zu unserem Inspektor sieht man manchmal halt das entscheidende Beweisstück vor lauter Kameras nicht... :mauer:

Gruß
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Beitragvon FlyingPelican » Mo, 08.09.2008 14:42


Columbo-technisch ausgezeichnet - aber insgesamt bei mir extrem knapp an der Bestnote vorbei, denn eines versteh ich wirklich nicht: Wie stellt der Mörder sich das mit seinem Alibi vor? Bei so einem Auftrag und den folgenden Umständen, ist doch mit dem, was schließlich auch passiert, allemal zu rechen. Da das Alibi und die Überführung sehr gut sind, hätte sich die ganze Sache leicht plausibler machen lassen, zum Beispiel mit einem Tächtelmächtel des Anwalts mit dieser Trish oder so irgendwie.
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Beitragvon Venus » Mi, 15.10.2008 12:06


Ich habe den Film am Sonntag gesehen und kannte ihn schon. Ich habe 4 Punkte gegeben. Ich fand ihn super, alles gut durchdacht, eine erfrischende Episode. Was ich noch hinzufügen wollte: Columbo findet die beiden Korken in der Küche und meint, dass sei ungewöhnlich, da bei solch einem Anlass zumindest die zweite Flasche nicht mehr in der Küche geöffnet würde. Ist Euch das aufgefallen? Ich gehöre jedenfalls zu denen, die eine Sektflasche niemals im Schlafzimmer öffnen würden! :wink:
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Beitragvon FlyingPelican » Mi, 15.10.2008 14:25


Tja, dann bist du halt ziemlich ungewöhnlich! Das Besondere am Champagner ist doch gerade, dass es knallt und spritzt. Oder wozu trinkst du sonst Champagner ? :D :D
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Beitragvon Venus » Mi, 15.10.2008 18:28


FlyingPelican hat geschrieben:Tja, dann bist du halt ziemlich ungewöhnlich! Das Besondere am Champagner ist doch gerade, dass es knallt und spritzt. Oder wozu trinkst du sonst Champagner ? :D :D


@FlyingPelican: Vielleicht habe ich einen Ordnungswahn Á LA Monk... :wink: !
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Re: Bewertet: "Tödliche Liebe"

Beitragvon andy_vip » Fr, 24.07.2009 02:30


Es war eine der Folgen die ich noch nicht kannte und kann nur sagen mein abend war gerettet - spannung pur - sehr viel wohldosierte Komik, toller Mord mit einem falschen Verdächtigen, der sogar neben dem Opfer aufwacht.....

Tolle Szenen:

- bei Columbo´s Chef im Büro - toll fand ich, dass der Chef trotz des guten Kontakts zum Täter (sie du´ zen sich) und der Tatsache, dass Polizei und Staranwalt sogar unter-der-hand-geschäfte am laufen hatten, neutral blieb und dem Opfer ins Gesicht sagt, dass er Columbos Theorien für wahrscheinlich hält- in vielen anderen Folgen hätte Columbo sofort tierischen Stress bekommen oder man hätte ihm den Fall sofort abgenommen.....

- Baseballcap / Putzfrau-Szene *köstlich*

- alles was mit der Aufklärung des Fotos zu tun hat (Verkehrsodnungsamt, Blitzer-Firma)

- der Gag mit dem Radio (toll - wohldosiert und nicht übertrieben oft - wie die gags im nervigen film "die vergessene tote")

- und vieles mehr....

ein paar schwachstellen noch:

- das es diese bäume nur in dieser strasse gegeben haben soll ist schon ein recht unrealisticher/unwahrscheinlicher Zufall
- und das niemand(!) das "echte" Auto des "falschen" Gärtners bemerkt haben soll - es wurden doch genügend Ermittlungen nach den gesehenen Autos am Tathaus eingeleitet (Motorrad war da, das Auto des Mörders war nicht da etc.)

So dat wars - ganz klar: 5 Punkte! - SSSUUUUUUUPEEEERRR FOLGE!
Habe den allerersten Beitrag in diesem Jahrzehnt hier im Forum verfasst und bin richtig stolz drauf :-) !
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Re: Bewertet: "Tödliche Liebe"

Beitragvon Jerry » Fr, 24.07.2009 08:54


Gute Folge, das Liebesspiel am Anfang war eines der wenigen von Columbo :D
Spannend, und natürlich gut durchdacht ...

Gruss Jerry
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Re: Bewertet: "Tödliche Liebe"

Beitragvon dille » Fr, 24.07.2009 13:51


Gastauftritte sind ja immer was Gefährliches. Klar, in jeder mehr oder weniger berühmten Serie tümmelt sich auch mal der ein oder andere Star, der nicht ans Set gehört, doch wichtig ist dabei, welche Funktion der Gastauftritt hat und wie er in das Drehbuch eingewoben wurde. Erweckt der Gastauftritt den Anschein eines Gastauftrittes nur um des Gastauftrittes wegen, kann dies sicherlich zwei Gründe haben: Der Gaststar plant sein Comeback, promotet gerade eine Single (sofern aus der Musikbranche) oder ein Album, steht gerade zur Wahl für ein politisches Amt (sofern aus der Politik) oder ähnliches. Der zweite Grund könnte sein: Mit der gezeigten Folge stimmt qualitativ was nicht und man versucht sie nun durch den Gastauftritt aufzuwerten. Das kann bedeuten: Eine Folge ist spannungsarm, hat Logiklöcher, ist in sich nicht schlüssig etc. Ein Gastauftritt kann (bei oberflächlicher Betrachtung) über diese Schwächen hinwegtäuschen (naja, die Folge war eigentlich gar nicht so schlecht, xyz hat nämlich mitgespielt...)
Und dabei fing' alles so gut an: Das nachvollziehbare Motiv und die interessant durchgeführte Tat sind schon mal wichtige Aufhänger, die darüber entscheiden, ob man bei einer Folge bleibt oder nicht (natürlich nicht als Columbo-Fan, da ist man widerstandsfähiger). Man dachte in der Tat, Creighton würde den perfekten Mord begehen, so akribisch, wie er alles vor- und nachbereitet hat. Erst als Neddy Hammond zum Hörer greift, nachdem er aufwacht und feststellt, dass Marcy tot ist, den Notruf wählen will, dabei aber nur die ersten zwei Ziffern wählt, kommen erste Zweifel auf. Na, wenn dieser Spur nicht nachgegangen wird, wenn das Telefon und die Tasten nicht auf Fingerabdrücke untersucht werden, dachte ich so bei mir. Und ich sollte Recht behalten. Und es geht wieter mit den Ungereimtheiten, die ihren unfassbaren Gipfel in der Auflösung haben: Zunächst einmal wäre da die Sache mit dem Champagner. Ob ein Stern oder zwei, dies hätte Creighton, der ja nach eigenen Angaben öfter mal Probleme mit dem Alkohol hat, unbedingt auffallen müssen; ich glaube kaum, dass seine Problemchen vom 1,99-Sangria vom Aldi um die Ecke herrühren. Er ist Fachmann, jahrzehntelang im Trinken erprobt, er weiß, dass es zwei verschiedene Sorten Chamapagner gibt: Den Fusel im heimischen Kühlschrank und den teuren bei sich im Büro. Menschenskinder, ich weiß doch auch, wieviele Sorten Joghurt ich im Kühlschrank stehen hab'! Als ob das nicht genug wäre, kommt dazu noch diese völlig hirnrissige Sache mit dem getürkten Blitzerfoto. Ja, ich muss schon sagen, da fühlte ich mich doch ein wenig vom Drehbuch veräppelt. Und zwar in doppelter Hinsicht. Mit einem Pappfoto ein Blitzerfoto zu manipulieren, ich glaube, darüber braucht man nicht zu diskutieren, das ist und bleibt abenteuerlicher Unfug. Doch dann stellt sich natürlich die Frage: Wer beschert Creighton denn da so'n tolles Alibi? Trish Fairbanks? Das kann ja wohl nicht sein, wusste sie doch erst von der Tat, als sie bereits geschehen war. Aber sie war’s tatsächlich, so, als hätte man bei der nächtlichen Bettlektüre des Drehbuchs gemerkt, dass die ganze Sache an dieser Stelle nicht ganz logisch ist und man da dringend noch eine Erklärung braucht. Übrigens auch gefährlich, bei 69 mp/h für kurze Zeit nichts zu sehen, und das, wo der Verkehr scheinbar alles andere als ruhig ist, wenn man sich die Abfolge der Bilder so anschaut. Übrigens auch gefährlich für Creighton, der sich damit zwangsläufig einen Mitwisser bescheren muss: Wenn ich angeheuert werde, für jemanden ein Alibi zu liefern, gehe ich doch davon aus, dass derjenige eine krumme Tour plant. Dass Creighton bei der Konfrontation mit Trish's Mordverdachtsversion aber so überrascht reagiert, überrascht allerdings mich wieder. Für die Qualität der Folge aber auch nicht weiter überraschend.
Und last but not least ist da die Sache mit den Beeren. Was beweist das schon? Dass Coleman in der Gegend war, aber nicht, WANN er dort war. Und die Beeren im Wagen des Gärtners? Nun, dann ist der Gärtner eben irgendwann einmal durch diese Straße gefahren und die Beeren regneten ihm prompt auf die Ladefläche. Dass Creighton sich dieser "Auflösung" so erbarmungslos hingibt, mag zudem höchst zweifelhaft sein. Hinsichtlich Logikfehler und Plausibilitätskonflikte überschreitet diese Folge also die Grenze des Erträglichen. Doch, womit könnte ein "Columbo" sonst noch punkten? Natürlich, mit Humor. Der war hier mal so und mal so. Die Szene im Gerichtssaal, wo Creighton das Plädoyer des Staatsanwaltes so empfindlich störte, hatte einen recht hohen Unterhaltungswert. Auch der running gag mit dem Stereorecorder kam gut. Die Szene mit der Reinigungskraft hätte besser sein können, wirkte die Besetzung der Putzfrau doch reichlich amateurhaft. Die Szene mit dem japanischen Gärtner war zu sehr auf albern getrimmt, wo sie doch einen für die Auflösung hohen Stellenwert hatte. Hier fand ich den Humor etwas deplatziert. Und da wäre da eben noch der Gastauftrtt von Little Richard. Ich denke, den können wir in die Sparte 'Humor' sehr wohl einordnen, denn welchen Stellenwert hätte er sonst haben sollen? Er quietscht am Klavier ein Liedchen, Columbo ist verzückt und holt die Luftgitarre heraus. Und so ist Little Richard doch tatsächlich bezeichnend für die komplette Folge.
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Re: Beweisstück als Rohrkrepierer

Beitragvon Venus » Fr, 24.07.2009 19:10


martha hat geschrieben:Beide Alibis werden erst durch das geschulte Auge von Columbo geknackt. :wink:


@martha: Ich habe die Folge gestern abend wieder einmal gesehen, ich bewundere den Scharfblick Columbos. Ich hätte wohl kapituliert :o !
Zuletzt geändert von Venus am Fr, 24.07.2009 19:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Bewertet: "Tödliche Liebe"

Beitragvon andy_vip » Sa, 25.07.2009 01:54


dille hat geschrieben: Die Szene mit der Reinigungskraft hätte besser sein können, wirkte die Besetzung der Putzfrau doch reichlich amateurhaft.......


Grade das die Putzfrau amateurhaft rüberkommt macht sie "echt" - wie kann man denn eine genervte, dominante Agro-Putze, die ihren Job und Mitmenschen eigentlich hasst ,besser nachspielen, als diese Person amateurhaft darzustellen...... ich will die Person sehen, die es noch krasser und trampelhafter gemacht hätte (Frauentausch lässt grüßen) Meiner Meinung nach war es die "echteste" Putzfrau, die ich je in einem Columbo gesehen habe, weil ihr Columbos Ermilllungsversuche "wirklich" am Arsch vorbei ging -
und es hatte den nebeneffekt, dass die szene somit unschlagbar komisch wurde - spitze!!!!

und noch die mit-beste Szene: Das Ney-York-Steak (so hieß es doch glaub ich) und Columbo im Restaurant....!!!! toll!
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Re: Bewertet: "Tödliche Liebe"

Beitragvon dille » Sa, 25.07.2009 02:26


andy_vip hat geschrieben:Grade das die Putzfrau amateurhaft rüberkommt macht sie "echt" - ...


Gut, die Darstellerin der Putzfrau war eine zarte Nuance besser als der Heini in "Luzifers Schüler", der Columbo erklärt, an welcher Stelle auf einem Rennwagen die Kamera platziert ist und anschließend noch sein Halbwissen über den Einsatz von Kameras im medizinischen Bereich kundtut bzw. kundtun will (Columbo unterbricht ihn ja) - und das Ganze mit der Mimik eines Zahnarztpatienten kurz vor'm Bohren. Aber ich denke in der Tat, ich muss mich zumindest in obigem Fall korrigieren - vielleicht ist nicht etwa die Darstellerin amateurhaft (obgleich natürlich auch keine Oscarpreisträgerin), sondern eher ihre deutsche Synchronisateuse, denn die klingt in dem Fall wie Ilse vom Sparmarkt.
Aber ist ja auch nur 'ne Kleinigkeit, die die Folgen für sich genommen in ihrer Qualität keinesfalls schmälert (in "Tödliche Liebe" ist sie aber ein Tropfen auf dem heißen Stein).
Wir wollen aber auch nicht haarspalterisch sein, denn wenn man sucht, kann man an jeder Folge was aussetzen. War mir eben nur aufgefallen... ;-)
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Re: Bewertet: "Tödliche Liebe"

Beitragvon Brindel » Mi, 05.08.2009 01:28


Ein raffiniert durchgeführter Mord, eine findige Auflösung und der richtige Einsatz von Humor verlangen nach der Bestnote: 5 Punkte.

Columbo beweist Finesse bei der Auflösung des Falls, und der Mörder ist ein durchaus cleverer Gegenspieler. Hier hatte ich den Eindruck, dass der Mörder sich nicht ganz dumm anstellte und der Inspektor schon ein wenig gefordert war. Beide sind wahrhaft ernstzunehmende Protagonisten.

Auch der Humor stimmt, als Beispiel sei nur Columbos Bestellung des Steaks genannt. Der Running Gag des Radios ist richtig dosiert.
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