Bewertet: "Tödliche Tricks"

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1/5 schlecht
1
2%
2/5 passabel / "na ja"
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12%
3/5 gut
17
40%
4/5 sehr gut
12
29%
5/5 überragend
7
17%
 
Abstimmungen insgesamt : 42

Re: Bewertet: "Tödliche Tricks"

Beitragvon crocodile » Mo, 10.10.2011 22:10


So eben mal diese Episode reingezogen, im Glauben einen bereits bekannten Columbo vor mir zu haben. Pustekuchen! :o

Das ganze Thematik Zauberei & Magie bietet ja immer ganz interessanten Stoff find ich. Die Aufklärung rund um den Trick bei der Prüfung Blake's fand ich dahingehend doch recht amüsant und spannend. Ulkig auch die Szene als Columbo Blake die Schwingungen am Tatort prüfen lässt und den Schwindler mehr oder weniger enttarnt, der zudem noch Beweismaterial mitgehen lässt. Einem gewieften Inspektor entgeht sowas natürlich nicht. Der Mörder kann Columbo hier überhaupt nicht das Wasser reichen.

Die Überführung des Täters am Ende ist ganz nett, auch wenn nicht unbedingt sehr originell. Das sich Columbo nochmal unters Fallbeil legt war schon sehr risikoreich. Mensch da wären uns noch ein paar gute Folgen flötengegangen. :wink:

Für mich gehört "Tödliche Tricks" zum gesunden Mittelmaß. 3 Punkte!
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Re: Bewertet: "Tödliche Tricks"

Beitragvon Klaus » Di, 21.02.2012 10:11


Nach über 10-jähriger Pause beginnt die erste Folge der neuen Ära gleich mit zwei spektakulären Hellseher-Nummern, die Appetit auf mehr machen und einen sofort an "Wenn der Schein trügt" erinnert haben (zumindest mich, da ich mich schon immer an Tricks aller Art begeistern konnte). Leider hält der Anfang nicht das, was er verspricht, die Folge zieht sich doch sehr in die Länge und Elliott Blake wirkt im Vergleich zum Großen Santini einfach nur wie ein lächerlicher Scharlatan. Insbesondere seine Lachnummer in Dysons Werkstatt, wo er Columbo von seinen telepathischen Fähigkeiten zu überzeugen versucht, ist wie die dort stibitzte Patrone voll in die Hose gegangen und Blake dürfte sich mit diesem "Auftritt" bereits um Kopf und Kragen (passend zur Guillotine) geredet haben.

Aber zumindest konnte Blake vorher die leichtgläubigen Herren vom CIA und Pentagon mit Max Dysons Hilfe von seinen "telepathischen" Fähigkeiten überzeugen. Die hätten wahrscheinlich sogar noch begeistert applaudiert, wenn er ihnen den sog. Trick mit den aufgezeichneten Symbolen auf einem Notizblock mit großem Tamm-Tamm präsentiert hätte... :klatsch:

Ich muss allerdings zugeben, dass ich Blakes gefakte Hellseher-Nummer mit den Zeichnungen diverser Gebäude zunächst nicht durchschaut hatte, die von Columbo am Schluss präsentierte Lösung dann aber einleuchtend war, auch wenn speziell die Sache mit den präparierten Stadtplänen samt bereits vorhandener Markierungen etwas schwer zu verdauen ist.

Übrigens ist während des ersten Tests kurz eine Seite des Stadtplans zu sehen, auf der jedoch keine Markierung vorhanden ist, guckst Du hier:

Bild

Auch beim zweiten Test mit Columbo als "Hellseher" ist eine solche Einstellung ohne Markierung kurz zu sehen.

Die Überführung von Blake ist eher enttäuschend, Columbo hat außer einem möglichen Motiv und der verschwundenen Patrone so gut wie nix im Köcher und bzgl. Blakes Geständnis sowie des anschließenden Mordversuchs steht später vor Gericht vermutlich Aussage gegen Aussage. Ich verstehe ohnehin nicht, weshalb Columbo nicht zumindest einen Polizisten zur Sicherheit und auch als Zeugen zum Schluss in Dysons Werkstatt beordert hatte, der sich dort zunächst locker hätte verstecken können. ?-/

Insgesamt aus meiner Sicht dennoch eine gute Einstiegsfolge zur neuen Ära und mir daher folgerichtig drei Punkte wert. :smoke: :smoke: :smoke:

Gruß
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Re: Bewertet: "Tödliche Tricks"

Beitragvon Tiktaalik » Mi, 12.09.2012 13:43


Start in die 2. Ära:

Ich mag diese Folge irgendwie. Die ganze Atmosphäre mit Leuten mit übernatürlichen Fähigkeiten. So etwas gefällt mir, auch wenn es natürlich Unsinn ist, dass es so etwas gibt. Die Mordmethode passt mal wieder sehr gut zum Thema "Übernatürliches", weil es sehr lange ungeklärt bleibt, wie der Mörder das Zimmer verlässt und anschließend von außen die Tür verriegeln konnte. Ermittlungstechnisch kann die erste Folge nach Columbos Rückkehr leider nicht glänzen. Columbo schließt zwar schnell durch den falschen Schraubenzieher einen Unfall aus und auch ein Selbstmord kommt nicht infrage, da das Opfer vorher eingekauft hat, aber danach geht es lange Zeit nicht vorwärts. Erst gegen Ende wird der Verriegelungstrick aufgelöst und der Schlussbeweis ist zwar einleuchtend, aber mir viel zu dick aufgetragen. Columbo kann zwar darauf spekulieren, dass Elliott Blake ihn umbringen möchte, aber er kann sich nicht darauf verlassen. Dies wird auch dadurch unglaubwürdig, dass er kurz zuvor betont, dass er fast nichts gegen ihn in der Hand hat. Durch die wenigen Indizien, die hier nur 3 Punkte von mir erhalten, entsteht jedoch keine Langeweile wie in so vielen anderen Episoden. Diese "freie Zeit" wird erstklassig durch die vielen Zaubertricks gefüllt, die sehr unterhaltsam sind. Daher fallen die schwächeren Indizien weniger ins Gewicht.

Das CMS ist in dieser Folge überragend. Columbo hat den Mörder schnell im Verdacht und bringt ihn dazu, ihm mit seinen angeblich übernatürlichen Kräften zu helfen, den Mord aufzuklären. Insgesamt ist Blake ein sehr schwacher Mörder und Columbo führt ihn eigentlich ständig vor. Dies ist nicht unbedingt negativ gemeint, weil dies zu zahlreichen witzigen Szenen führt. Am besten ist hier die Szene am Tatort, wo er ihn den Tod zunächst als Suizid darstellen lässt, um ihn anschließend zu widerlegen. Danach versucht es Blake mit einem Unfall, doch auch hier ist Columbo ihm einen Schritt voraus. Danach entlarvt Columbo einen Trick nach dem anderen und treibt ihn so immer weiter in die Enge: Zunächst den Trick mit den Symbolen, die der Probant auf einen Block zeichnen soll. Genial finde ich, dass Columbo Blake anschließend nicht sagt, dass Blake ein Betrüger ist, sondern nur, dass er selber dabei den Stift beobachtet. So als ob Columbo das Symbol durch Beobachten des Stiftes herausfindet, Blake aber tatsächlich hellsehen könne. Danach wird der Trick mit dem Stadtplan in alle Einzelteile zerlegt. Etwas unglaubwürdig ist aber, dass die Herren von der CIA und dem Pentagon so leichtgläubig sind. Aber früher oder später würden selbst die herausfinden, dass Blake ein Scharlatan ist. Gegen Ende der Episode lässt er sich von Blake ohne Gegenwehr den Verriegelungstrick beweisen und beim Schlussbeweis ist ihm der Inspektor das x-te mal einen Schritt voraus.

Die Leistungen der Schauspieler gefällen mir sehr gut. Anthony Andrews spielt den Part des schwachen Gegenspielers toll und auch die anderen Nebendarsteller einschließlich des Jungens gefallen mir sehr gut, auch wenn der für sein Alter unrealistisch viel weiß. Aber dafür kann der Schauspieler nichts.

Wie schon im ersten Satz erwähnt, gefällt mir der Start in die 2. Ära sehr gut. Fünf Punkte kann ich ihr aufgrund ihrer logischen Schwächen trotzdem nicht geben, daher 4/5 Punkte.
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Re: Bewertet: "Tödliche Tricks"

Beitragvon zimtspinne » Mi, 12.09.2012 15:09


Mir geht es mit der Folge ähnlich wie dir, Kevin.

Das flair gefällt mir, aber an der Pentagon-Leichtgläubigkeit bin ich fast verzweifelt. Das ist extrem unglaubwürdig und die CIA wird hier als Affenverein lächerlich gemacht. Vielleicht war das ja auch so gewollt.

Ich würde "Übersinnliches" nicht pauschal als Quatsch abtun. Hab zwar eine naturwissenschaftliche Sichtweise, dennoch halte ich Dinge für möglich, die eigentlich nicht möglich sind. Das liegt auch ein wenig in unserer Familie, bzw meine Oma hat da einiges auf der Schulter sitzen. Keine Geister, aber sie hat zB Todesahnungen, die sich in Träumen mit bestimmten Inhalt äußern. Hab ich mal selbst miterlebt, dass sie morgens von so einem Traum erzählte und am gleichen Tag erfuhren wir vom (doch recht überraschenden) Tod einer Verwandten.
Kann natürlich alles Zufall sein. Allerdings könnte es Verbindungen über Sinne geben, die wir bisher noch nicht erschlossen haben.

Mentalisten/Gedankenleser, zu denen Elliot Blake wohl gehört, arbeiten mit Mikroausdrücken der Mimik und Gestik. Sie gehören zu einer kleinen Personengruppe, die diese Informationen erfassen und nutzen kann. Lustiger (oder tragischer?)weise besitzen die meisten Psychologen und auch Vertreter der Rechtssprechung diese Fähigkeit nicht.
Ich schätze mal, dass bei denen der evolutionär eingebaute Lügendetektor besonders gut funktioniert. Lernen kann man das Erfassen der Mikroausdrücke nur sehr schlecht. Dazu sind die Momente der Sichtbarkeit einfach viel zu kurz.
Instinktiv merkt man aber doch recht oft, wenn jemand gerade lügt oder täuscht. Im täglichen Geschäft des Lebens muss man ja auch ständig lügen und täuschen sowie Lügen und Täuschungen durchschauen. Also hat uns die natürliche Selektion sicher mit der Fähigkeit ausgestattet, beides ganz gut zu beherrschen. Mit Interessenkonflikten natürlich.... :wink:

ach so, in einer Studie schnitten übrigens CIA-Agenten am besten ab, was die Einschäthzung des Wahrheitsgehaltes von Aussagen betraf. Sie lagen in über 70 Prozent der Fälle richtig, und waren damit besser als jede andere Versuchsgruppe. Als ich das las, musste ich an Columbo und Herrn Blake denken Bild
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Re: Bewertet: "Tödliche Tricks"

Beitragvon Devlin » Di, 11.12.2012 18:57


Für mich ist diese Episode ein gelungener Einstieg in die zweite Ära. Nach fast elf Jahren Pause kommt Columbo zurück.
Sein erster Autritt nach fast 25 Minuten ist gut inszeniert. Wie er mit seinem Peugeot, mit einem sehr hellen Scheinwerfer am Tatort vorfährt, und sich dann im dunkeln Wageninnern die Zigarre anzündet. :)

Elliott Blake ist für mich zwar ein eher blasser Mörder. Doch die Story passt. Er hat ein gutes Mordmotiv, wegen des Verrats seinerzeit in Uganda. Der Test im Institut ist spannend und ein Grund mehr für Blake seine Tat auszuführen. Max Dyson kann so auch nicht mehr sprechen über den Trick den sie angewendet haben.
Den Mord wie einen Unfall aussehen zu lassen ist clever von Blake. Er hatte Kenntnisse, wie etwa den Verriegelungstrick und so den Mord gut geplant und ausgeführt.

Das CMS ist sehr gut, auch wenn ich wie eingangs erwähnt die Mörderfigur nicht so überzeugend finde. Zumindest was seine Ausstrahlung angeht. Doch Columbo tastet sich wie immer gekonnt an seinen Gegenspieler heran und lernt seine Fähigkeiten zu seinen Gunsten zu nutzen. Blake wird gut in die Ermittlungen einbezogen. Eine tolle Sequenz des CMS finde ich die Szene in der Werkstatt, in der Columbo von Blake auf Hilfe hofft, was genau in der Werstatt zum Tode von Dyson geführt hat.

Es gibt auch einige Indizien. Columbo kommt auf Blake weil er von Bert erfuhr das Max im Institut beim Test dabei war.
Zuerst stand ein Unfall im Raum, da niemand die Werkstatt aufgesucht haben konnte, da diese von innen verschlossen war. Als Blake eine Suizidtheorie erstellt, kann Columbo dies nicht widerlegen, aber doch anzweifeln. Entscheidend war, dass Columbo bei der Tatortbesichtigung sah wie Blake eine Patrone "wegzauberte", die er dort liegengelassen hatte, nachdem er entschied Max nicht zu erschiessen, sondern mit seiner eigenen Zauberguillotine zu töten. Keiner war sonst im Raum gewesen nachdem Columbo zuletzt dort war und die Patrone sah. Schliesslich findet Columbo auch heraus das sich die beiden kannten, und auch die Hintergünde über Uganda.

Bester Nebendarsteller war für mich Tommy. Der kecke Junge der in die Fussstapfen des grossen Max tretten könnte mit seinem Talent für Zauberei. Er hilft Columbo auch recht fleissig bei seinen Ermittlungen mit.
Auch die Auflösung, wie der Trick funktioniert macht Spass.
So auch beim Finale. Columbo als "Hellseher" eine tolle Szene :)
Als Columbo sich mit Blake in der Werkstatt trifft und ihn überführen kann, sicher nicht die besten Beweise. Columbo weiss das Blake den Verriegelungstrick kannte, und er wollte auch Columbo töten. Gut die Finte mit den vertauschten Schildern.

Ich vergebe 4 Punkte.
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Re: Bewertet: "Tödliche Tricks"

Beitragvon MrGrady » Fr, 08.03.2013 15:26


Columbos erster Fall nach seiner Pause ist mir seinerzeit vor allem wegen der Zauberwerkstatt in Erinnerung geblieben. Die Guillotine, der klapprige Aufzug, die ganzen Trickschubladen – das schafft schon eine besondere Atmosphäre. Die Thematik gefällt mir grundsätzlich gut, der Auftakt mit den Experimenten des betrügerischen Hellsehers ist vielsprechend und hat mich sofort gefesselt.

Meine positive Grundstimmung wurde mir im Laufe der Folge jedoch vermiest. Das Drehbuch ist einfach nicht richtig durchdacht. Die Handlung wirkt an mehreren Stellen willkürlich zusammengeschustert. Ich finde es sehr unbefriedigend, dass der gesamte Handlungsstrang um den gefälschten Hellsehertest quasi unerheblich für den Mord und die Aufklärung ist. Blake bringt Dyson ja nicht etwa um, weil er fürchtet, von diesem entlarvt zu werden, sondern aufgrund einer alten Rechnung in einem Gefängnis in Uganda. Was also soll der ganze Hellseher-Plot? Columbo weist am Ende zwar nach, dass Dyson ermordet wurde und dass Blake ein Betrüger ist. Das hat aber nur am Rande etwas miteinander zu tun. Das wirkliche Motiv kann der Inspektor nur erahnen. Dass Blake der Mörder ist, wurde nicht bewiesen. Nur weil er Columbo umbringen wollte und den Trick mit der Guillotine kannte, muss er nicht der Mörder von Dyson sein.

Die Drehbuchautoren hätten gut daran getan, ein paar mehr Indizien einzubauen, die zu diesem Täter führen. Am Anfang war mir nicht mal klar, warum sich Columbo an ihm als Verdächtigem festbeißt. Erst nach dem misslungenen "Schwingungsauftritt" war dies nachvollziehbar. Stattdessen wurde dem Entlarven des Hellsehers zu viel Zeit und Raum gegeben. Das ist zwar unterhaltsam und nett anzuschauen, aber letztlich bringt es den Haupthandlungsstrang kaum voran. Insofern kann ich am Ende leider nur 3 Punkte geben. Es bleibt das Gefühl zurück, dass eine gute Idee nicht sorgfältig genug umgesetzt wurde.
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Re: Bewertet: "Tödliche Tricks"

Beitragvon Tommy Brown » Di, 10.09.2013 13:54


3/5

Von Columbos Comeback-Folge hatte ich mir viel erwartet, wurde dann aber doch ein wenig enttäuscht.

Nachdem ich auf RTLnitro jetzt mehrere Monate nur Folgen der alten Ära sah, erscheint der Inspektor nun plötzlich als älterer Mann zunächst ungewohnt. Der jüngere Columbo ist mir irgendwie sympatischer, trotzdem mag ich natürlich auch den gealterten Peter Falk in der Rolle des Columbo. Was mir aber sofort sehr negativ auffiel, war die schlechte Synchronstimme Columbos. Mein Gott, diese Quietschestimme passt ja überhaupt nicht! Bah! Daran konnte ich mich bis zum Schluss der Episode nicht gewöhnen. Zum Glück sind es nur vier Teile in der neuen Ära mit Hans Sievers als Sprecher.

Die Rechte der TV-Synchros dieser vier Folgen mit Klaus Schwarzkopf liegen wohl bei der ARD?

Der Fall an sich hat mir in der ersten Hälfte sehr gut gefallen, fiel in der zweiten Hälfte aber stark ab. Die Geschichte mit den telepathischen Experimenten gestaltet sich anfangs höchst spannend, die Folge beginnt gleich recht fesselnd. Später bietet mir der Fall aber zu wenig Abwechslung und zu wenig Kriminalistisches. Die Beweisführung ist sehr schwach, die zu Beginn aufkommenden, hohen Erwartungen an den Fall werden nicht erfüllt. Was übrig bleibt ist eine Durchschnittsfolge, für mich gerade noch 3/5 (eher 2,5/5).
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Re: Bewertet: "Tödliche Tricks"

Beitragvon martha » Mi, 11.09.2013 18:02


Hast du das auf Nitro geguckt?
Und bist du sicher, dass nicht Schwarzkopf synchronisiert hat?
Denn das würde mich wundern, wenn die jetzt die Video-Fassung anbieten. ?-/
Also ich hab diese Folge sowohl auf RTL damals und auch jetzt auf der DVD immer nur mit Schwarzkopf gehört.
Hans Sievers bring ich ausschließlich mit "Tödliche Kriegsspiele" in Verbindung.
"Könnten Sie mir wenigstens sagen, welcher Name es war?
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Re: Bewertet: "Tödliche Tricks"

Beitragvon Tommy Brown » Mi, 11.09.2013 21:46


Wenn du sagst, dass "Tödliche Tricks" bei RTL von Schwarzkopf gesprochen wird, dann ist das vermutlich auch bei RTLnitro so. Die Stimme klingt aber so krass anders als Schwarzkopf in der ersten Columbo-Ära, dass ich ihn nicht mehr wiedererkenne. Daher dachte ich, das müsste Sievers sein.

War womöglich seine AIDS-Erkrankung mit verantwortlich für diese deutliche Stimmveränderung? Bereits zwei Jahre später ist er ja verstorben. Spielt vielleicht auch eine schlechte oder falsche Tonabmischung aus den 90ern mit rein? Jedenfalls klingt diese gepresste Quietschestimme bei "Tödliche Tricks" schon sehr unnatürlich...

Wenn ich z. B. in "Der Schlaf, der nie endet" von 1975 reinhöre und mit "Tödliche Tricks" von 1989 vergleiche, dann ist das, als würde Falk von zwei völlig unterschiedlichen Personen gesprochen, die noch nicht einmal geringe Ähnlichkeit in ihrer Stimmfärbung aufweisen. Und während ich die alten Schwarzkopf-Synchros als optimal für Columbo erachte, so klingt seine Stimme in der neuen Ära für mich beinahe unerträglich.

?-/
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Re: Bewertet: "Tödliche Tricks"

Beitragvon Ducky » So, 15.09.2013 13:40


Habe die Folge kürzlich auch wieder gesehen und da ist mr aufgefallen, dass sie ja stark an "Wenn der Schein trügt" erinnert. Wobei ich jetzt "Tödliche Tricks" teilweise besser finde.
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Re: Bewertet: "Tödliche Tricks"

Beitragvon Red Shadow » Di, 22.04.2014 00:46


Irgendwie schwankt die Folge zwischen Genie und Wahnsinn.

Genial ist die Atmosphäre unter Militärs ("Des Teufels Corporal" lässt grüßen) und die Chose rund um Tricks und Zauberei ("Wenn der Schein trügt" klopft auch mal an). Jedoch kommt "Tödliche Tricks" an beide atmosphärisch nicht ran. Es ist nicht Fisch und nicht Fleisch und überall, wo Technik eine Rolle spielt, merkt man natürlich auch mittlerweile meterdicken Staub, wie auch bei "Geld, Macht und Muskeln", wo Fitness-Guru Milo und seine Gerätschaften bestenfalls noch mittelalterlich wirken.

Da kommt schon mitunter unfreiwillige Komik auf, wobei ein Fax ja auch heute noch benutzt wird. Zumindest von mir :P. Hightech sieht aber anders aus. Immerhin ist der Drang nach Übernatürlichem und alternativen Erklärungen zeitlos. Die Zaubererei sowieso, das ist ein Pluspunkt, denn die Tricks wirken nicht nur tödlich, sondern auch gelungen, wenn man mal von der albernen Nummer mit der Bleistiftbewegung samt hellseherischen Ableitung davon absieht.

Dem Comeback Columbos bzw. der Start in die neue Ära unterliegt eben eine Portion Genie und Wahnsinn. Daran muss man sich hier gewöhnen. Columbo scheint, kaum zurückgekommen, auch einen Hang zur Lebensmüdigkeit entwickelt zu haben. Wieso spekuliert er am Ende sonst so grobfahrlässig und tauscht die Markierungen bei der Guillotine aus, in der Hoffnung, dass der Täter ihn beabsichtigt umzubringen!? Das bringt zwar den letzten indirekten "Überführungs-Beweis", aber der Inspektor lügt hier nun wirklich nicht, wenn er die konkrete Beweislage als sehr dünn ansieht.

Lediglich der falsche Schraubenzieher in der Hand des geköpften Opfers und der weit wegstehende Holzkragen für die Guillotine mit Blutspuren drauf sind Indizien für einen Mord. Mehr aber nicht. Die Theorie, weshalb es kein Selbstmord war, hätte man sich auch sparen können. Wer sich umbringt kauft sich vorher nichts mehr zum Essen. Aha! Und der Hellseher für Arme, auch Max Dyson genannt, lässt sich davon auch noch überzeugen. Da fehlt nicht nur der Kopf, sondern auch Hand und Fuß.

Doch genug gemotzt, nach zehn Jahren Pause ist eben noch etwas Öl in der Guillotine gewesen. Man jammert ja doch wieder auf hohem Niveau. Columbo wird zum Zauberschüler und man sieht ihm die spitzbübische Freude daran förmlich an, was selbst Freude bereitet. Übrigens finde ich seinen jungen Zaubermeister bzw. späteren Assistent mal nicht so nervig, wie viele andere kleine Klugscheißer in der Serie, im Gegenteil. Wie dem auch sei, das Motiv ist stimmig bzw. die Verbindung zwischen Täter und Opfer. Erst lässt der Hellseh-Detektiv den vermeintlichen Hellseher aus Schuldgefühl nicht auffliegen, was die Rachelust von Max Dyson wegen der Vergangenheit aber nicht stillt. Das kann man noch abkaufen. Die naiven Militärs werden ferner nett verarscht und hingehalten, auch von Columbo. Wobei man sich schon fragt, wie es sich Magic Max in Zukunft vorstellt, wenn er mit neuer Identität im Nirgendwo auffliegen wird, weil so große Tomaten kann er keinem Militär der Welt auf die Augen zaubern. Das ist eben alles irgendwie gut und schlecht zugleich, man kann es schön ansehen, aber der "Columbo-Wow-Effekt" bleibt eher aus. Hier gilt nicht nur Kopf ab und große Magie, sondern auch wo Licht da Schatten. (2,5/5)
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Re: Bewertet: "Tödliche Tricks"

Beitragvon martha » Di, 22.04.2014 17:30


Ja, ich denke mal, dass man im Finale hier etwas Spektakel wollte.
Columbos Rückkehr nach langer Pause... da meinte man wohl, dass ein runterbrausendes Fallbeil am Schluss den Kessel so richtig zum brodeln bringt.
Und Columbo überführt nicht nur den Schurken, sondern spielt auch unter vermeintlicher Opferung des eigenen Lebens mit ihm.
Aber da Columbo ja alles durchschaut hat ist das dann ja auch nur scheinbar ein riskantes Manöver.
Also ich kann den Schluss zwar verstehen, weil so eine Guillotine natürlich einen derart verlockenden Kehraus geradezu herausfordert..aber es hat natürlich nicht im entferntesten das Spannungsmoment, dass ich unter ähnlichen Umständen in einem Horrorfilm erleiden müsste. :)
Denn da wär wirklich das Ende offen gewesen.
Aber hier bleibt uns naturgemäß nach der Reise des Fallbeils das kesse Ponem des Inspectors unbeschadet erhalten.
Das hat mich dann auch nicht überrascht.
Aber man wollte hier wohl zur Rückkehr ein spektakuläres Ausrufezeichen setzen.
Ist ja von der Idee her eigentlich nicht schlecht.
Als Hitchcock nach Jahrzehnten mit "Frenzy" erstmals wieder nach London zurückkehrte hat er das ja auch mit einer schier bombastischen und majestätischen Eröffnungsmusik beim Flug über die Themse gefeiert.
Columbos Rückkehr ist hier ja dagegen eher schlicht.
Der Peugeot fährt vor...Columbo zündet sich im Wagen eine Zigarre an...und ja, er ist zurück und ich hab ihn auch wiedererkannt.
Die scheinbare Lebensmüdigkeit im Finale hab ich dafür echt nicht benötigt.
Für mich war das Schnickschnack.
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Re: Bewertet: "Tödliche Tricks"

Beitragvon MrGrady » Sa, 10.05.2014 01:02


Die ganze Story ist leider sehr unglaubwürdig. Wenn Staaten oder Geheimdienste tatsächlich auf so billige Betrugsmaschen hereinfallen würden, wäre das ein echtes Armutszeugnis. Das sind ja letztlich alles einfache Kirmestricks. Kein Wunder, dass Columbo diese durchschaut :wink: Hier wollte man wohl ein besonders faszinierendes Setting für die Comeback-Folge. Das Ergebnis ist allerdings sehr lebensfremd.
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Re: Bewertet: "Tödliche Tricks"

Beitragvon Topi » Sa, 07.02.2015 12:04


Ich könnte mir vorstellen, dass diese Episode vom großen Houdini inspiriert wurde, dem Entfesselungskünstler und Magier.
Houdini war im 19. Jh. ein weltberühmter Mann. Er hatte sich auf die Fahnen geschrieben Hellsehern und Spiritisten das Handwerk zu legen und hat ihre Tricks offengelegt.
Sir Conan Doyle war ein großer Anhänger des Spritismus und scheint wirklich an Tischerücken ud Klopfgeister geglaubt zu haben.
Houdini und Doyle haben sich damals Gefechte geliefert.

Grüße
Topi
Legen Sie Ihren italienischen Namen ab und beißen Sie erstmal auf nichts Hartes.
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Re: Bewertet: "Tödliche Tricks"

Beitragvon Kolumbus » Fr, 16.10.2015 20:09


Heute zum Frühstück kam auf ZDF-Neo diese Folge...und leider muss ich sagen, dass sie für mich zu den schlechtesten gehört.
Woran liegt's? Vieles davon findet man hier schon in den Beiträgen...ich will es nicht wiederholen...
Für mich gibt es hier den uncharismatischsten Mörder überhaupt (gleich danach kommt der jugendliche Regisseur...Titel der Folge weiß ich grad nicht).

Einige Ungereimtheiten, die noch nicht benannt wurden: Warum veranstaltet man eigentlich diesen riesigen Aufwand, um zu beweisen, dass Blake hellseherische Fähigkeiten hat? Also die Nummer mit den 3 Autos, die zu verschiedenen Orten fahren...
Man hätte doch auch einfach einen der anwesenden Herren vom CIA oder vom Pentagon eine Ente oder ähnliches malen lassen können, und Blake hätte dies auf telepathischem Wege sehen müssen.

Dann die Szene im Flugzeug. Columbo hindert Blake daran, mit dem Flugzeug wegzufliegen. Und ich dachte sofort, er hat wohl einen Haftbefehl oder ähnliches. Auch die Polizei-Armada im Hintergrund weist darauf hin. Aber weit gefehlt: Danach kommt bloß die Szene, in der Columbo beweist, dass Blake mit einem Trick gearbeitet hat. Nur: Das beweist doch nicht den Mord - dies wird auch gar nicht behauptet. Columbo hatte also gar nichts in der Hand gegen Blake (was den Mord betrifft). Der hätte also einfach wegfliegen können.

Richtig peinlich fand ich: Columbo als hellseherisches Medium...Wozu diese alberne gespielte Erschöpfung?
Und dann - der Schluss: Columbo zielt mir einer Waffe auf den überführten Mörder. Heraus kommt ein Schild, auf dem 'Päng' steht...oder 'Bääm' oder was auch immer.
Sorry...mir ist das zuviel Klamauk. Und um den Bogen zu schließen: Genau, wie in der Folge mit dem jungen Regisseur, als Columbo am Schluss als Zirkusdirektor dasteht.
Dieser Humor ist mir einfach zu platt bzw zu comedymäßig.

Leider nur 1 Punkt von mir.
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