Bewertet: "Keine Spur ist sicher"

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8
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24
59%
5/5 überragend
8
20%
 
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Re: Bewertet: "Keine Spur ist sicher"

Beitragvon Stephan1810 » Mo, 17.08.2009 00:17


Ich habe "Keine Spur ist sicher" heute erstmalig (SRTL und dem Columbo-Sommer sei Dank) sehen können und sie hat mir auf Anhieb sehr gut gefallen...was nicht bei jeder Folge der Fall ist. Ein clever geplanter Mord, eine unkonventionelle Täter-Opfer-Beziehung, spannende Indiziensuche Columbos sowie ein durchweg gutes Columbo-Mörder-Spiel und die nötige Prise an Humor. Sehr gut gefallen hat mir in dem Zusammenhang auch die augenzwinkernde Anspielung, dass auch der Inspector ein Glasauge hat ("Drei Augen sehen mehr als eins").

Am liebsten würde ich 4,5 Punkte für die Folge vergeben. Da unter meinen "4ern" jedoch viele Episoden etwas schlechter abgeschnitten haben als diese, vergebe ich volle 5 Punkte - auch wenn ich zugeben muss, dass die Überführung durch "Erpressung" zweier Geständnisse und die Wiederholung der ausschlaggebenden Verdachtsmomente sicher einen kleinen Schwachpunkt der Folge ausmachen. Dies ist für mich aber nur ein Schönheitsfehler, da der Rest der Folge sehr nahe am Ideal ist.
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Re: Bewertet: "Keine Spur ist sicher"

Beitragvon Philipp025 » Mo, 17.08.2009 00:33


Also für diese Folge gibt es freilich nur zwei Worte: Fünf Punkte! :D

"Keine Spur ist sicher" (ein sehr passender Titel!) ist eine sehr spannende und auch sehr lustige Episode in der Columbo-Reihe, die sicherlich zu den "aus den Rahmen fallenden" Folgen gehört. (Siehe Mordplan und folgene Sätze.)
Ich finde, Patrick könnte eigentlich zu den sympathischsten Mördern gezählt werden, WÄRE da, wie marta schon geschrieben hat, der Mord nicht so kaltblütig! Auf alle Fälle gibt Pat ein besseres Bild als Medusa ab und er und Insepktor Columbo sind doch eigentlich ein tolles Team!
Außerdem ist Patrick, glaube ich, der sogesehen "ärmste" Columbo-Mörder. Die anderen Täter waren ja meistens reich und er ist "nur" von der Spurensicherung, wo man sicherlich auch gut verdient (obwohl, wenn man daran denkt, dass Columbo Äpfel geschenkt bekommt, weil man bei der Polizie so wenig verdient :wink: ), aber im Vergleich zu den Künstlern, Moderatoren, Magiern und Schauspielern, die Columbo so in den Jahren hinter Gittern gebracht hat, ist er eher einer von uns. :wink:
Irgendwie erinnert er mich an Brimmer, der war ja auch von der "guten" Seite, bloss er war halt Detektiv.
Was auch besonders war: Columbo schien Patrick ja schon länger vom Sehen her zu kennen.

Man kann auch sagen, dass "KSIS" eine der lustigsten, vielleicht auch lustigste Columbo-Episode überhaupt ist. Allein die Konversationen zwischen Texaner-Sterotyp-Clifford und Columbo sind doch die besten Gespräche in der Reihe. :neig:
Columbo: "Wissen Sie, ich komme als Mensch!"
Clifford: "Und ich dachte als Känguruh!" :mrgreen:

Columbo: "Ich halte Sie für unschuldig!"
Clifford: "Ich gehe wohlwollend ins Gefängnis, mit den Gedanken, dass Sie mich für unschuldig halten!"

Warum kam Clifford eigentlich nicht auf den Gedanken, dass seine Frau ihn hinter Gittern sehen will? ?-/

Eins habe ich nicht verstanden: Wieso wollte Columbo nicht herausfinden, was genau in den 5 Minuten bei Howard geschehen ist, warum er die Alarmanlage im Flur einschaltete, aber dann tot im Wohnzimmer lag und wieso Clifford so viel Katzenhaare auf dem Rücken hat. Einen Kampf konnte man ausschließen, weil Howard so lag, wie man nicht nach einem Kampf ausgesehen hätte (Brille in der Hand, etc.)
Wahrscheinlich dachte Columbo so: Der Mörder hat Howard absichtlich so hingelegt.

Nach diese Episode bekommt man außerdem fast Lust, sich eine Zigarre zu gönnen. :smoke:

Edit: Mein 100. Beitrag. :D Eine Runde Chilli für alle! :wink:
Columbo: "Ich glaube an den lieben Gott und der war's bestimmt nicht!"

Jean-Jacques Rousseau: "Der Charakter offenbart sich nicht an großen Taten, an Kleinigkeiten zeigt sich die Natur des Menschen."
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Re: Bewertet: "Keine Spur ist sicher"

Beitragvon zimtspinne » Mo, 17.08.2009 11:58


Ich weiß zwar nicht genau, was ich loben sollte wenn ich müsste, mir gefiel die Folge aber trotzdem gut.

Diesen poltrigen Zigarrentypen fand ich im Gegensatz zu anderen einen unterhaltsamen Charakter. Poltrig, direkt, Fettnäpfe absichtlich durchlatschen - ja, solche Typen gibts, können ja nicht alle feinsinnig und intellektuell daherkommen, wäre ja auch langweilig.

Auf mich wirkt er trotz Negativimagegebung (zockt Geschäftspartner ab, macht verheiratete Frauen an, pöbelt an seiner Frau herum) nicht wirklich unsympathisch.

Bei der überkünstelten Darstellung der Kathleen stimme ich mit anderen dagegen überein. Mir gefällt auch ihre überkünstelte Erscheinung nicht besonders... schon morgens sieht sie aus wie gerade in makeup gebadet.

Ihr Liebhaber... hm, ziemlich nichtssagend bis auf einige Szenen. Interessant fand ich, dass mal ein Mörder zu columbos team gehört.
Dass der dann zum eiskalten Mörder mutiert, find ich nun nicht so unglaubwürdig.
Eher schon, dass er für ein doch recht dünnes Motiv, von dem er nicht mal wirklich profitiert, alles riskiert.
Nur weil seine egoistische Geliebte ihren Lebensstandard nicht verlieren will, mordet er für sie? Offenbar liebt er sie nicht, sieht in ihr nur eine Gelegenheitssex-Angelegenheit, sonst hätte er ja gewünscht, dass sie sich trennt. Das ist schon glaubwürdig, aber eben nicht, dass er für so ein Gelegenheitsabenteuer zum Mörder wird.

An der Süßstoffsache, wodurch sie klar in columbos Gesichtsfeld geraten, habe ich auch was zu kritisieren.
Hab mir die Szene mal ganz genau angeschaut - Patrick schnappt sich die Zuckerdose, schiebt zur Platzschaffung dabei den zuvor vor ihm stehenden Süßstoff beiseite.
Ja, er schiebt ihn in Richtung Kathleen, allerdings noch ein ganzes Stück von ihrer Tasse entfernt, keinesfalls daneben... und er könnte sie auch dorthin geschoben haben, weil dort eben Platz war, da er die Zuckerdose weggenommen hatte.
Er hat also im Grunde nur die Position der beiden Dosen ausgetauscht. Gut möglich, dass ich das genauso machen würde. Bei einer Kathleen würde ich vielleicht auch annehmen, sie nimmt sicher nur Süßstoff zu sich ;)

Wie columbo das anschließend in seiner Kneipe als supertollen Beweis anpreist und sich dabei ganz schön in die Heldenrolle drängte... naja, sind wir mal nachsichtig.
Es hätte auch gereicht, wenn er das ohne Vorortdemonstration erzählt hätte. Wobei er über seinen Fall ja eh nicht so offenherzig rumplaudern sollte, schon gar nicht einem geschwätzigen Wirt gegenüber.

Eine Katze, die es auf Zigarrenenden abgesehen hat, hmpf.
richtig blöd fand ich, dass Patrick es nicht in den Sinn zu kommen schien, mal bei den in seinem Laor herumliegenden Sachen nachzuschauen, was da eigentlich herumliegt. Die Quittung hätte er beseitigen können. Hätte zwar auch nicht viel gebracht, da columbo wahrscheinlich eh in den Laden gegangen wäre, mich stört eher dieses völlige Desinteresse.

Ähnlich der Zigarrenschnittpatzer. An seiner Stelle hätte ich mir über der Ehefrau einfach mal den Original-Zigarrenschneider besorgen bzw. eine Zigarre damit abknipsen lassen und das Stück dann verwenden. Das war echt schlampig.

Trotz aller Kritik, fand ich die Folge aber dennoch unterhaltsam.
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Re: Bewertet: "Keine Spur ist sicher"

Beitragvon Topi » Mo, 17.08.2009 19:54


zimtspinne hat geschrieben:

An der Süßstoffsache, wodurch sie klar in columbos Gesichtsfeld geraten, habe ich auch was zu kritisieren.
Hab mir die Szene mal ganz genau angeschaut - Patrick schnappt sich die Zuckerdose, schiebt zur Platzschaffung dabei den zuvor vor ihm stehenden Süßstoff beiseite.
Ja, er schiebt ihn in Richtung Kathleen, allerdings noch ein ganzes Stück von ihrer Tasse entfernt, keinesfalls daneben... und er könnte sie auch dorthin geschoben haben, weil dort eben Platz war, da er die Zuckerdose weggenommen hatte.
Er hat also im Grunde nur die Position der beiden Dosen ausgetauscht. Gut möglich, dass ich das genauso machen würde. Bei einer Kathleen würde ich vielleicht auch annehmen, sie nimmt sicher nur Süßstoff zu sich ;)


Hallo Zimtspinne,

gerade die Szene mit dem Süßstoff fand ich sehr passend und sehr "Columbolike".
Ich sehe Columbo weniger als analysierenden Kopfmenschen, sondern mehr als jemand der seinem Instinkt gehorcht.
wir sehen ihn ja dann auch erst mal weg gehen, alleine sein müssen, grübeln...."Die kennen sich doch...."
Also er weiß es nicht wirklich. er hat das Gefühl.
Und noch was-das kann der Film nicht transportieren: Auch wenn ein Liebespaar Distanz vorspielt - wer sensibel ist, kriegt das mit.
Darum für mich: Tischszene + Autotür + Verstellung


Darum mag ich diesen Columbo. In vielen Folgen trägt er ja nicht wirkliche Beweise zusammen. Aber die Indizien lassen ihn immer fühlen, wer der Täter ist.

Grüße Topi
Legen Sie Ihren italienischen Namen ab und beißen Sie erstmal auf nichts Hartes.
Topi
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Re: Bewertet: "Keine Spur ist sicher"

Beitragvon columbo93 » Mi, 02.09.2009 19:44


inhalt
Der reiche und einflussreiche Clifford Calvert benimmt sich unausstehlich. Dies empfindet nicht nur seine Ehefrau Kathleen so. Auf einer Party gibt es einen handfesten Streit mit Howard Selzer, der darin endet, dass Clifford diesen zu Boden schlägt. Howard will seit längerem Cliffords unsaubere Geschäftsmethoden aufdecken, was Clifford in den Ruin treiben würde. Kathleen hingegen hat schon seit einiger Zeit ein Verhältnis mit Patrick Kingsley, dem sie von dem Streit berichtet. Kathleen will sich jedoch von Clifford nicht scheiden lassen, da sie bei einer Trennung leer ausgehen würde. Würde sie Clifford töten, würde der Verdacht früher oder später auf Kathleen fallen. Daher beschließen sie und Patrick, Howard zu töten und den Verdacht auf Clifford zu lenken, um so ungestört sein Vermögen verprassen zu können. Während Clifford nun auf dem Weg zu einer Hochzeit ist, zu der er und Kathleen eingeladen sind, gelingt es Patrick, Howard in dessen Haus mit Cliffords Waffe zu töten. Diese hatte er zuvor von Kathleen erhalten, ebenso wie eine von Cliffords Zigarren, von der er einen Stummel in Howards Haus hinterlässt. Außerdem sammelt Patrick einige Katzenhaare von Howards Haustier ein. Beim Verlassen des Hauses löst er Alarm aus. Die schnell herbeieilende Polizei kann nur Howards Leiche entdecken. Währenddessen hat Patrick die Waffe in einen Fluss geworfen und die Katzenhaare unauffällig Kathleen zugespielt. Diese verteilt die Haare nun beim Tanzen auf der Hochzeit auf Cliffords Jackett. Am Tatort lernt Inspektor Columbo einen neuen Kollegen von der Spurensicherung kennen, der zuvor lange auf der Polizei-Akademie gelehrt hat: Patrick Kingsley. Dieser vermisst jedoch den Zigarrenstummel, den er als falsche Spur hinterlassen hatte. Am nächsten Tag sucht Columbo Tracey Rose auf, Howards Anwältin. Diese gibt über den Rechtsstreit mit Clifford Auskunft. Daraufhin sucht der Inspektor Clifford auf, der wahrheitsgemäß Rede und Antwort steht, aber selber merkt, dass er verdächtigt wird. Als Columbo ihn fragt, ob er eine Waffe besitzt, stellt Clifford fest, dass sein Revolver verschwunden ist. Jemand muss ihn gestohlen haben. Bei den Brauteltern erhält der Inspektor Fotos, die Clifford und dessen Frau bei der Hochzeit zeigen. Inzwischen berichtet Kathleen Patrick am Telefon von Columbos Besuch, als dieser bei Patrick auftaucht, um ihm vom aktuellen Stand seiner Ermittlungen zu berichten. Columbo erfährt von Patrick, dass Howard mit einer Waffe getötet wurde, die das gleiche Kaliber hat wie Cliffords Revolver. Patrick weiß, dass er nun den Zigarrenstummel in Howards Haus suchen muss, damit etwas am Tatort auf Clifford hinweist. Als er dort ist, wird er von Columbo überrascht. Howards Katze schließlich findet das Zigarrenende - sie hat es als Spielzeug benutzt. Über diesen Fund informiert Columbo Clifford. Der gibt jedoch weiterhin an, nie bei Howard gewesen zu sein. Es stellt sich heraus, dass das Zigarrenende von solchen Zigarren stammt, wie sie Clifford raucht. Dennoch kommen Columbo Zweifel an der Täterschaft, da Clifford die Zigarren anders anschneidet als es bei dem gefundenen Zigarrenende geschehen ist. Bei der Hausdurchsuchung im Hause Calvert finden sich jedoch auf dem Anzug, den Clifford auf der Hochzeit getragen hat, Katzenhaare, die von Howards Katze stammen. Columbo findet heraus, dass sich Clifford kurz nach der Tat Hustenbonbons in einem Supermarkt gekauft hat. Dies wurde von einer Überwachungskamera aufgezeichnet. Jedoch lag der Supermarkt nicht auf dem Weg vom Tatort zur Kirche, in der die Hochzeit stattfand. Daher kommt Clifford nicht als Täter in Frage. Columbo will nun Kathleen verhören, da auch sie Interesse an Howards Tod hatte. Patrick soll bei der Befragung dabei sein. Die Befragung läuft zunächst normal, jedoch bemerkt Columbo an einigen Kleinigkeiten, dass Kathleen und Patrick sich offenbar gut kennen. Nun sucht er weiter nach Kleinigkeiten, die Clifford möglicherweise entlasten. Er stellt fest, dass die Katzenhaare erst während der Hochzeitsfeier auf Cliffords Jackett gekommen sind, was verschiedene Fotos zeigen. Mit diesen Neuigkeiten konfrontiert er Patrick. Nun erzählt der Inspektor Kathleen, dass er die Fotos von Patrick hätte und dieser behaupten würde, die Fotos würden beweisen, dass Kathleen die Katzenhaare auf dem Jackett verteilt hätte. Außerdem zeigt er ihr Patricks Taschenmesser, welches angeblich hinter Howards Haus gefunden wurde. Kathleen glaubt, Patrick würde sie belasten und will nun der Staatsanwältin die Wahrheit über Patrick Beteiligung an dem Mord sagen. Als Patrick das mitbekommt, beschließt er seinerseits auszusagen. Beide bezichtigen sich nun gegenseitig des Mordes und beteuern ihre Unschuld. Schließlich erläutert Columbo seinen Freunden Barney und Vince, wie er dieses Fall gelöst hat.


bewertung

Ein gute Grundidee, eine solide Story, viele Columbo-Marotten, Spannung, Humor, alles in allem eine gute Episode - aber wehe, wehe, wehe, wenn ich auf das Ende sehe... Die letzten fünf Minuten hätte man sich glatt schenken können. Was ist denn schon ein Columbo, wenn er am Ende noch jede winzige Kleinigkeit erklärt? Da mussten wir Zuschauer aber schon mal besser aufpassen. Überhaupt machte sich der Inspektor teilweise durch seine Begriffsstutzigkeit das Leben selber schwer.

Dennoch war es insgesamt ein gute Episode, die abgeliefert wurde. Die Idee, dass der Mörder bei der Spurensicherung arbeitet, war originell und tat der Story gut, eine gute Mischung aus Spannung und Humor tat ihr übriges. Ungewohnt sicherlich Columbos Wortspiele (Auszüge siehe oben), dennoch passen sie ins Bild. Auch die Überführung, bei der der Inspektor Kathleen und Patrick gegeneinander ausspielt, gehört zu den guten Szenen dieser Folge.

fazit:


sehr gut

tolle folge, aber n bisschen hart und eiskalt, einfach eine fremde person zu erschießen, um clifford loszuwerden

aaber die auflösung, wo columbo beide gegeneinender ausspielt ist genial

und auch das zitat

" wenn man sie das nächste mal fragt, ob sie sich kennen, dann sagen sie die wahrheit denn, diese katze ist aus dem sack: der/die soll sich doch zum teufek scheren! Das sehen sie richtig" :wink: :wink:

auch die sache mit dem süssstoff und der autoübelkeit ist toll gelungen

gruss columbo93
Zuletzt geändert von columbo93 am Mo, 26.04.2010 16:17, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Bewertet: "Keine Spur ist sicher"

Beitragvon Venus » Mi, 02.09.2009 20:06


Passend in dieser Folge meiner Meinung nach auch die deutsche Synchronstimme von Patrick, Peter Fricke, die beiden haben sogar eine Ähnlichkeit was den Typ angeht.
http://www.peewee.de/Trek/Columbo.html
Venus
 

Re: Bewertet: "Keine Spur ist sicher"

Beitragvon columbo93 » Mo, 07.06.2010 07:11


Und ? :)
Ich bin auf die Bewertungen gespannt, da die Folge ja gestern kam ... :)
http://www.icolumbo.de/index.php?seite= ... ndex&id=66
LG Columbo93
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Re: Bewertet: "Keine Spur ist sicher"

Beitragvon sagittarius » Mi, 09.06.2010 12:42


Die Episode ist heiter und beschwingt, die Schauspieler haben Spiellaune. Kaum zu glauben, dass da ein fieser Mord geschieht. Der Mörder ist ein Kollege Columbos: Patrick Kingsley, Leiter der Spurensicherung. Beim ersten Auftauchen am Tatort stiehlt er Columbo regelrecht die Show; Columbo wirkt ziemlich deplatziert. Hier stellt sich die Frage: Ist Kingsley dem Inspektor gewachsen oder gar überlegen?

"Geld regiert die Welt", sagt er. Damit sind wir beim Motiv. Er will nicht nur Kathleen behalten, sondern mit ihr auch noch das Geld ihres Ehemannes. Kingsley ist einer der ärmsten Mörder der Columbo-Serie.
Nicht nur für Clifford Calvert, auch für Kathleen muss es eine schreckliche Vorstellung sein, gemeinsam in einem "1-Zi-Appartment" zu leben, was nach anstehenden Prozessen möglich ist. So kommt es zum Plan: den Konkurrenten Howard Selzer erledigen und es Clifford in die Schuhe schieben.

So wie ein Feuerwehrmann ein Feuer legt, um dann den Brand zu löschen, legt Kingsley Spuren, um sie dann zu finden. Zu seinem Pech geht letztlich alles schief.

Kingsley schaltet nach dem Mord die Alarmanlage ein, damit das Opfer schnell gefunden wird und der Todeszeitpunkt genau bekannt ist. Clifford ist ja unterwegs zu einer Hochzeitsfeier; es muss zeitlich passen, damit er kein Alibi hat. Aber Hustenbonbons machen Kingsley einen Strich durch die Rechnung. Während der Mord um 18:24 Uhr geschah, weisen Bilder von Überwachungskameras nach, dass Clifford diese Bonbons um 18:35 Uhr gekauft hat, in einem Geschäft, welches südlich vom Tatort liegt, während der Weg zur Hochzeitsfeier nach Norden führt. Warum sollte Clifford nach dem Mord einen Umweg machen?
Aber warum schaltet Kingsley die Alarmanlage überhaupt ein? Dem Mörder Clifford Calvert hätte es nicht geholfen, wenn gleich nach der Tat die Polizei auftaucht. Ihm müsste ein unbestimmter Tatzeitpunkt lieber sein. Das heißt, einen Grund, die Alarmanlage einzuschalten, hat nur der, der Clifford belasten will.
Dabei hat Kingsley Glück, dass er Howard Selzer überhaupt antrifft und dazu allein. Dem Plan zufolge musste der Mord jetzt geschehen, oder der Plan ist geplatzt.

Die Mordwaffe wirft Kingsley weg, weil Clifford wohl nicht so dumm wäre, sie wieder zurück in seinem Schreibtisch zu legen, so als sei nichts geschehen. Möglicherweise würde man dann sogar Kathleen verdächtigen. Allerdings vergibt Kingsley hier das entscheidende Beweisstück.

Clifford benutzt beim Zigarrenrauchen einen speziellen Zigarrenabschneider, was er für "Kultur" hält, obwohl er sich überhaupt nicht so benimmt. Dummerweise schneidet Kingsley am Tatort die Zigarre mit einem gewöhnlichen Messer ab. Und dann spielt auch noch eine Katze damit.
Kingsley macht sich schon verdächtig, ehe Columbo einen Grund dazu hat: Er starrt am Tatort in den leeren Aschenbecher, als hätte er darin etwas erwartet. Er kehrt später zurück und sucht weiter, bis er das Zigarrenende endlich findet. Ironie: Kingsley hilft so mit, Clifford zu entlasten. Er hätte sich bei Kathleen genauer erkundigen sollen, wie Clifford mit Zigarren umgeht.

Die Katzenhaare auf Cliffords Jackett wären das entscheidende Beweisstück. Aber ein Fotograf verdirbt alles. Sieht man auf einem Foto vor der Feier keine Haare auf dem Jackett, so sind sie später beim Tanzen plötzlich da. Hier sagen zwei Bilder mehr als 1000 Worte. Dumm, sich ein öffentliches Ereignis zu wählen, bei dem gewöhnlich fotografiert wird.

Die entscheidende Szene findet in einem Restaurant statt. Dort schiebt Kingsley der Mrs. Calvert, die er eigentlich gar nicht kennt, den Süßstoff zum Kaffee zu, obwohl er nicht wissen kann, ob Mrs. Calvert ihren Kaffee schwarz trinkt, mit Milch, mit Zucker, mit beidem oder wie auch immer.
Später will er Mrs. Calvert im Rücksitz eines Autos einsteigen lassen, besinnt sich aber und lässt sie vorn einsteigen. Er weiß, dass ihr hinten leicht schwindlig wird.
Für Columbo ist die Katze aus dem Sack: Es kennen sich zwei Personen, die sich nicht kennen dürften. Es ist wirklich ein Film für Katzenfreunde.
Für Columbo ergibt sich nun ein neues Bild: beide sind schuldig. Es gelingt ihm, das Mörderpaar gegeneinander auszuspielen. Denn im Gegensatz zu Kingsleys sind Columbos Spuren sicher.

Stark überzeichnet ist die Darstellung des Clifford Calvert. Aber das ist Absicht. Das Publikum wird so gezwungen, Sympathie und Rechtschaffenheit zu trennen, denn Mr. Calvert ist nun mal unschuldig.

Ist es üblich, dass bei einer Spurensicherung am Tatort Bananen und Kaffee verteilt werden? Was ist, wenn jemand durch einen Spritzer Spuren zerstört?

Ich bin sehr zufrieden und gebe 5 Punkte.
"So was wie den perfekten Mord gibt es nicht. Das ist nur eine Illusion."
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Re: Bewertet: "Keine Spur ist sicher"

Beitragvon dille » Mi, 09.06.2010 17:07


sagittarius hat geschrieben:...Dort schiebt Kingsley der Mrs. Calvert, die er eigentlich gar nicht kennt, den Süßstoff zum Kaffee zu, obwohl er nicht wissen kann, ob Mrs. Calvert ihren Kaffee schwarz trinkt...


In dem Zusammenhang: Ist schon interessant, wie in den Folgen mit Versatzstücken gearbeitet wird: Kaffeetrinkgewohnheiten als situationsentlarvendes Stilmittel hatte man schon 6 Jahre zuvor bei "Wer zuletzt lacht..." - Diane Hunter trank ihren Kaffee nämlich immer schwarz.
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Re: Bewertet: "Keine Spur ist sicher"

Beitragvon sagittarius » Do, 10.06.2010 12:34


Manche Ideen sind offenbar so gut, dass man sie zweimal verwendet. :)

Allerdings ist die Bedeutung unterschiedlich.
In "Keine Spur ist sicher" ist die Szene entscheidend, da Columbo hier das Mörderpaar entlarvt.
In "Wer zuletzt lacht..." ist die Idee Teil eines Komplotts. Mrs. Hunter trinkt ihren Kaffee immer schwarz, die Frau am Flughafen trinkt den Kaffee mit Milch. Columbo schlussfolgert: Die Frau am Flughafen ist nicht Mrs. Hunter, sie wurde ermordet. Erst eine Viertelstunde vor Schluss wird offenbar: Mrs. Hunter trinkt ihren Kaffee meistens schwarz, aber wenn es sein muss, auch mit Milch...
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Re: Bewertet: "Keine Spur ist sicher"

Beitragvon columbo93 » Do, 10.06.2010 16:58


sagittarius hat geschrieben:Mrs. Hunter trinkt ihren Kaffee meistens schwarz, aber wenn es sein muss, auch mit Milch...


An so eine Szene kann ich mich gar nicht erinnern ... ?-/
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Re: Bewertet: "Keine Spur ist sicher"

Beitragvon Mr. Brimmer » So, 20.06.2010 12:00


Gefällt mir gut. Sind knappe 4 Punkte für mich.
Ohne " Clifford " würde ich 1 Punkt abziehen. Mag
solche überzeichneten Figuren wenn sie gut dargestellt
sind. Herrlich ruppig und übellaunig. Der ist mir voll
symphatisch. Peter Falk überzeugt ein letztes Mal als
Columbo. Bei den folgenden drei Episoden wirkt er teilweise
albern, überdreht und wenig glaubwürdig. Ansonsten find ich
" Keine Spur ist sicher " recht gelungen. Spuren gibt es für Columbo
zuhauf zu entdecken. Der Mörder hätte sich ruhig etwas zusammen-
reißen können, schließlich arbeitet er bei der Spurensicherung. Er
agiert nicht sehr professionell als Mörder. Die Spuren sind teils recht
offensichtlich und dick aufgetragen( Haufen Katzenhaare auf dem
Rücken, wie sollen die wohl da hingekommen sein, wenn sich Clifford
nicht grad auf dem Boden gewälzt hat ?). Ebenso das am Ende nochmal
für extra dumme Zuschauer dargestellte Spielchen mit dem Süßstoff etc.
Dennoch macht die Folge Spaß. Die Aufklärung ist insofern o.k., da
sich beide vom Inspektor gegeneinander ausspielen lassen. Allein damit,
dass sich Cliffords Frau und Patrick kennen ist ja noch nichts bewiesen.
Mit der Türaufhalt und Süßstoffsache ist meiner Meinung nach auch nicht
zwangsläufig bewiesen dass sich die beiden kennen. Aber seis drum.
Dennoch im Ganzen gelungen.
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Re: Bewertet: "Keine Spur ist sicher"

Beitragvon Martin. » So, 20.06.2010 15:34


Mr. Brimmer hat geschrieben:Peter Falk überzeugt ein letztes Mal als
Columbo. Bei den folgenden drei Episoden wirkt er teilweise
albern, überdreht und wenig glaubwürdig.


Sehe ich auch so, in dieser Folge spielt er aber nochmals richtig gut.
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Re: Bewertet: "Keine Spur ist sicher"

Beitragvon Doc Brown » Fr, 03.06.2011 00:10


Ich schließe mich den überwiegenden 4 Punkten an.

Die Folge ist kurzweilig und man merkt allen Protagonisten die Spiellaune an. Der Humor kommt auch nicht zu kurz. Mit den drei Hauptcharakteren hatte ich meinen Spaß. Klar sind Clifford und Kathleen etwas überzeichnet und übertrieben in ihrer Darstellung, aber das macht nichts. Das ist mir lieber als komplett biedere und nichtssagende Figuren. Die Grenze zur Lächerlichkeit wird hier meiner Meinung nach nicht überschritten.

Obwohl: Eigentlich finde ich Clifford in seiner Persönlichkeit gar nicht mal so übertrieben. Solche Typen habe ich auch schon kennengelernt, die gibt es. Wohlwollend könnte man Clifford noch als gradlinig bezeichnen. Er macht das, was er sich in den Kopf gesetzt hat und zieht sein Ding durch. Wenn man dann nur eine Frage stellt und ihn somit in seinem Vorhaben "aufhält", ist er sofort auf 180. :motz:
Eher treffen auf ihn aber die Adjektive cholerisch, impulsiv, rau oder auch primitiv zu.

Die vielen Katzenhaare sind mir auch sauer aufgestoßen. Patrick saugt etwa 10 Sekunden über den Teppich und hat gleich ein halbes Katzenfell im Sauger. Ein bisschen viel, gerade weil die Haushälterin doch 3x die Woche kommt und die Wohnung angeblich so toll sauber hält. ?-/

Die Überführung ist gelungen. Columbo stößt auf Indizien (Zigarrenende, „Umweg“ zum Supermarkt, Katzenhaare erst am späten Abend auf Cliffords Jackett sowie die Handlungen von Patrick gegenüber Kathleen) und spielt die beiden Mörder gegeneinander aus. Nichts die beste aller Überführungen, aber unterm Strich gelungen. :such:

Schön wie hier die unterbewussten Handlungen von Patrick ihn entlarven. Sowas macht man denke ich ganz unterbewusst und ohne groß nachzudenken, da kann man ihm keine große Dummheit vorwerfen.

Der Kauf der Hustenbonbons um 18.35 Uhr und die Fotos des Hochzeitfotografen haben Clifford den Hintern gerettet, ansonsten wären die beiden Mörder wohl durchgekommen. Auch hier kann man Patrick keinen großen Fehler vorwerfen, diese Dinge konnte er nicht vorhersehen.

Fazit: Eine gelungen Episode trotz oder gerade wegen der etwas überzogenen Figuren. Das tolle und witzige Zusammenspiel aller Protagonisten hievt diese Folge für mich auf 4 Punkte. :klatsch:
Döp döp döp de de döp döp döp
(H.P. Baxxter)
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Re: Bewertet: "Keine Spur ist sicher"

Beitragvon zimtspinne » Fr, 03.06.2011 05:48


Doc Brown hat geschrieben:Die vielen Katzenhaare sind mir auch sauer aufgestoßen. Patrick saugt etwa 10 Sekunden über den Teppich und hat gleich ein halbes Katzenfell im Sauger. Ein bisschen viel, gerade weil die Haushälterin doch 3x die Woche kommt und die Wohnung angeblich so toll sauber hält. ?-/

ohoh!!!
Man merkt, dass du keine Langhaar/Halblanghaarkatze hast...

Ich fliege im Moment täglich über die Fußböden (hab keine Teppiche, nur glatte), da ich sehr gerne im Sommer barfuß rumlaufe und ich da keine Krümel und Fussel rumliegen haben möchte.
Gestern nachmittag zum letzten Mal, nachdem eine Freundin da war. Es war also abends alles blitzsauber, ich bin da ziemlicher Perfektionist.

Und was sehen meine Augen heute um halb sechs Uhr morgens, als ich quer durch die Wohnung in die Küche zum Kaffee laufe?
Katzenhaare! Überall. Ganze Büschel.
Da ist mein "Kätzchen" wohl nachts mal wieder gestromert und hat dabei überall seine Unterwolle verteilt.

Damit komme ich auch zum Punkt, der mich bei der Sache stört. Patrick saugt 10 Sekunden, da kann man schon sehr viele Katzenfussel erwischen.... was er aber saugt, ist überwiegend flauschige Unterwolle, die diese Perserkatze ebenso wie meine norwegische Waldkatze besitzt (Hauskatzen haben die nicht).

Was dann nach Kathleens Aktion auf der Anzugjacke erscheint, sind eindeutig grannige Deckhaare. Die verliert eine Katze selbst im Frühjahr zum Fellwechsel nur spärlich und würden nie in der Menge auftreten, wenn täglich geputzt wird.

Würde man diesen Unterwolleknäuel -der im Film übrigens genauso aussah wie die Büschel zusammengeknüllt bei mir heute morgen- verteilen, gäbe das auch Büschel auf der Jacke, da sich das Flusenzeug überhaupt nicht mehr trennen lässt.
Auf der Jacke sind aber fein säuberlich einzelne (Deck)haare zu sehen.

Das fiel mir schon auf, ich dachte aber, dass das sonst keinem auffällt, der die Katzenhaarproblematik nicht kennt.
Die Büschel wären natürlich auch den Hochzeitsgästen aufgefallen, deshalb hat man halt ein bisschen getrickst.... so wie bei Sheelas vier Krallen... die würden auch nie solche geraden glatten Striche hinterlassen :wink:
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