Bewertet: "Schritte aus dem Schatten"

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16
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24
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2
4%
 
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Re: Bewertet: "Schritte aus dem Schatten"

Beitragvon Oceanic » Sa, 24.11.2012 17:41


habe 2 Punkte gegegen ganz nett aber es gibt bessere :wink:
Göttlich Ihre Wandlung zu Knallharten Buisness Lady :smoke:
Leslie Nielson finde ich auch super (super sein Blick in den Hamburger Super " Einladung "
zum Essen von Columbo..
Ansonsten ist aber der Anfang schwer nervig weil gefühlte 30 Minuten die Alarmanlage schellt :?
Und der ganze Mord.. na also ich weiss nicht
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Re: Bewertet: "Schritte aus dem Schatten"

Beitragvon sagittarius » Mi, 26.12.2012 22:09


Sie fühlt sich frei, sie blüht auf, ihr steht die Welt offen. Sie krempelt ihre Firma um. Mode ist ein Topthema. Die Schönheitssaloons gehören ihr. Einst lebte sie als Mauerblümchen, nun kann sie sich entfalten. Von ihrem dominanten Bruder wurde sie unterdrückt. Er hätte wohl nur einen wichtigen Geschäftspartner als Mann für sie akzeptiert. Für sie gibt es nun keine Grenzen mehr. Sie kann jetzt ihr eigenes Leben gestalten.
Sie kann die Veränderungen aber nicht verkraften. Das ist die Geschichte von Beth Chadwick.

Ihr bisheriger Geliebter verändert sich nicht, er ist eine Konstante. Genau das wird Beth schließlich zum Verhängnis. Den tugendhaften Peter Hamilton wollte sie heiraten, das war sogar das Mordmotiv; am Schluss lässt sie ihn fallen. Das verdeutlicht die Veränderung, die in Miss Chadwick stattgefunden hat.

Columbo kümmert das Gebaren von Beth wenig. Er sucht in aller Ruhe nach Indizien:
Wie kam die aktuelle Abendzeitung in die Nähe der Haustür, wenn Mr. Chadwick über die Veranda gekommen ist?
Wie kann die Glühbirne einer Außenlampe nach monatelangem Gebrauch ganz sauber sein? Seltsam, dass gerade jetzt eine kaputt gegangen ist.
Wie können die Schuhe von Mr. Chadwick sauber sein, wenn er über einen Rasen gehen musste?
Miss Chadwick hat zwar Antworten, aber genauere Nachforschungen gibt es da nicht.

Ja, der Ersatzschlüssel! Daran hat sie nicht gedacht. Wunsch, in einem Wachtraum materialisiert, und Fakten gehen auseinander. Aber Beth ist flexibel und kann auch in eine andere Richtung schießen.

Eine entscheidende (?) Szene sehen wir nach 21:40 Minuten. Beth schildert den Ablauf des Dramas: Schüsse, Alarmanlage. Aber niemand hakt nach. Auch Columbo nicht, der neben Beth steht und weder von ihr noch von Mr. Hamilton wissen will, was zuerst da war.
Dem Geliebten hätte doch auffallen müssen, dass die Schüsse zuerst da waren und dann erst der Alarm ausgelöst wurde.
Kriminalistisch weist dieser Columbo große Mängel auf. Columbos Aufführung am Schluss, um Miss Chadwick zu verwirren, ist sinnlos. Wenn Peter Hamilton seine Aussage gemacht hat, ist die Mörderin schon überführt.

Einige Szenen sind recht lustig.
Columbo dient als Kofferträger, der einem Taxifahrer Trinkgeld gibt. Ja, Columbo ist ein großer Mann von Welt! :)
Ein Hund, der nicht auf Columbo steht und ihn ständig anbellt: Vielleicht sollte Columbo sich selbst einen Hund anschaffen. :)

Zu den Nebenrollen: Das Dienerpaar bleibt unauffällig, Hamilton eher blass, was wohl daran liegt, dass man als ordentlicher Mensch schwer glänzen kann.
Die Mutter hingegen spielt ihre herrische Rolle ganz ausgezeichnet. Wie sie Beth zunächst runtermacht! Da spürt man, wie schwer Beth es bisher hatte, und dass sie keine Chance hatte, sich zu entfalten. Immer bevormundet und unterdrückt zu werden, führt irgendwann zu einer Explosion. Im Laufe der Handlung macht Beth sich auch von ihrer Mutter frei.

Dieser Columbo ist also nicht nur ein Krimi, dessen Schwäche offenbar ist. Es geht vielmehr um die Frage: Wie verändert sich ein Mensch, wenn eine bislang dominante Person nicht mehr da ist? Die Antwort hier ist ziemlich deutlich.

Früher gab ich zwei Punkte für die "Schritte aus dem Schatten". Heute würde ich wegen der Charakterstudie drei Punkte geben.
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Re: Bewertet: "Schritte aus dem Schatten"

Beitragvon MrGrady » Sa, 29.12.2012 22:00


Eine nette und für mich unerwartete Abwechslung beim Charakter des Mörders bietet in meinen Augen die Episode "Schritte aus dem Schatten". Zu Beginn der Folge kam mir der Mord fast wie emotionale Notwehr vor. Der Bruder mischt sich ins Privatleben der Mörderin ein, die Mutter spielt sich wie ein Drachen auf. Die arme Beth ist echt nicht zu beneiden. Das ändert sich allerdings bis zum Ende der Folge, als sie in ihrem Machtwahn fast noch den Inspektor erschießt. Vom unterdrückten Mauerblümchen zur psychopathischen Killerin in nur 70 Minuten - Respekt! :wink:

Die Idee mit dem vorgeträumten Mord fand ich ganz nett, die tatsächliche Ausführung war allerdings so stümperhaft, dass ich als Zuschauer geradezu auf die Fehler der Mörderin gestoßen werde. Das hat mich ein bisschen an "Etüde in Schwarz" erinnert und ist für mich letztlich auch das große Manko der Folge. Es ist eine Gähn-Auflösung ohne Überaschungseffekt. Im Prinzip ist es sogar völlig überflüssig, dass Columbo die Szene aus der Mordnacht noch einmal nachstellt, denn für die Beweisführung braucht er es nicht. Dass sich Hamilton erst durch einen Tipp des Inspektors an die Unstimmigkeiten in der Tatnacht erinnert, ist zudem unglaubwürdig. Entweder weiß er, dass die Schüsse vor dem Alarm fielen und sagt es gleich, oder er hat es schlichtweg nicht bemerkt.

Trotz meiner Kritik lande ich am Ende aber noch bei 3 Punkten. Die Schauspieler haben mir durchweg gut gefallen, die Atmosphäre ebenso. Und die Indiziensuche des Inspektors war abgesehen vom Schlussbeweis ebenfalls spannend.

Lobend erwähnen möchte ich nicht zuletzt den deutschen und den englischen Titel der Folge. "Schritte aus dem Schatten" kann auf Beth übertragen werden, die sich aus der Herrschaft ihres Bruders befreit. Es kann aber auch auf das Eintreten des Bruders aus der Dunkelheit ins Haus bezogen sein. "Lady In Waiting" steht dieser Doppeldeutigkeit in nichts nach. Die gute Dame wartet sowohl im Bett auf ihr Opfer als auch im übertragenen Sinne auf die Befreiung von ihrem Bruder und die Verwirklichung ihrer Träume. Beides sind feine Wortspiele! :)
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Re: Bewertet: "Schritte aus dem Schatten"

Beitragvon Doc Brown » Sa, 14.12.2013 14:42


Heute eine Bewertung zu der am Wochenende anstehenden Super-RTL-Folge.

Insgesamt erhält „Schritte aus dem Schatten“ vor mir 3 Punkte.

Der Anfang der Episode gefällt mir gut. Die Familienverhältnisse werden schlüssig erklärt und auch das Motiv ist meiner Meinung nach stimmig. Beth Chadwick wird seit Jahren so sehr durch ihren Bruder in ihren Freiheiten eingeschränkt, dass sie keinen anderen Ausweg als den Mord sieht. Da spielt sicherlich der aufgestaute Hass eine bedeutende Rolle.

Die Mordvorbereitungen und der Plan werden durch den Traum von Beth Chadwick schön erklärt, das gefällt mir sehr gut. Doch der Plan geht schief und Beth rettet die Situation mit drei Schüssen auf den Bruder, aber dadurch entstehen einige Ungereimtheiten, die Columbo Futter für seine Ermittlungsarbeit geben. So wird die Folge nie langweilig. Columbo findet nach und nach immer weitere Indizien, die gegen die Theorie von Beth sprechen: die (zu) saubere Glühbirne, die Abendzeitung im Flur und das fehlende Gras unter den Schuhen von Bryce. Das sind klasse Indizien, absolut logisch und für den Zuschauer nachvollziehbar.
Während Beth das erste Indiz noch durch ihre fleißigen Reinigungskräfte erklären kann, gerät sie bei den anderen beiden Indizien gewaltig ins schwimmen.

Hier kommen wir dann auch zu meinem ersten Problem der Episode. Für mich ist die frühe Gerichtsverhandlung ein großes Ärgernis und logisch nicht erklärbar. Es kann doch erst dann zu einer Gerichtsverhandlung kommen, wenn die Polizei die Beweisaufnahme abgeschlossen hat, oder? ?-/
Columbo ist noch in den laufenden Ermittlungen und stellt berechtigte Fragen. Trotzdem wird Beth sehr zügig freigesprochen. Wie konnte man überhaupt so schnell die Gerichtsverhandlung ansetzen? Columbo ist mit den Ermittlungen noch nicht am Ende, die Staatsanwaltschaft muss erst mal die Akten sichten, die Geschworenen müssen gefunden werden usw. Das ist für mich großer Käse. Zudem ist er für mich unlogisch, warum Columbo trotz des Freispruchs weiter ermitteln kann.

Ein zweites Ärgernis ist die Wandlung der Mörderin. Ich finde die Idee grundsätzlich gut und auch nachvollziehbar. Beth wird durch ihren Bruder eingeschränkt und bevormundet, nach seinem Tod fühlt sie eine Befreiung. Sie legt sich eine neue Frisur zu, kauft neue, peppigere und farbenfrohere Kleidung, ist fröhlicher und aufgeschlossener. Kurz: Sie kann zum ersten Mal ihre Persönlichkeit frei entfalten.
Bis hierhin kann ich ihre Wandlung noch nachvollziehen, aber gegen Ende hin wird sie zur Tyrannin. Sie agiert selbstherrlich und anmaßend. Sie bestimmt über ihren Freund, zwingt ihm den neuen Posten und die Verlobung auf, möchte die Geschäftsführung der Firma übernehmen und duldet keinen Widerspruch. Wer ihren Kurs hinterfragt, dem wird die Kündigung nahegelegt. Als Peter ihre Wandlung hinterfragt, droht sie mit der Trennung. Das ist nach meinem Dafürhalten zu viel der Wandlung. Bis zur Mitte der Episode fand ich ihre Wandlung wesentlich subtiler und gelungener, am Ende wird dem Zuschauer dann mit dem Holzhammer die Persönlichkeitsänderung aufgezeigt. Tut mir leid, aber hier wurde ein guter Ansatz gegen die Wand gefahren, weil man es einfach übertrieben hat. Die Persönlichkeitsänderung ist absolut logisch, aber am Ende wirkt Beth auf mich total unglaubwürdig und nur noch wie eine Karikatur ihrer selbst.

Unter den beiden Kritikpunkten leidet schlussendlich auch das CMS. Durch die Selbstherrlichkeit und Arroganz von Beth, gepaart mit dem überhasteten Freispruch vor Gericht, geht sie überhaupt nicht mehr auf Columbos Argumente ein. So kommt das CMS nie in Gang. Jedes Aufeinandertreffen von Columbo und Beth spätestens ab etwa der Hälfte der Episode ist verschenkte Sendezeit.

Umso besser sind allerdings die Szenen von Columbo und Peter Hamilton, hier kommt ein Zusammenspiel mit Substanz zusammen, das die kriminalistische Handlung voran bringt.

Die Auflösung ist dann sehr schwachbrüstig. Hier wird dem Zuschauer kalter Kaffee vorgesetzt, da waren die Autoren sehr unkreativ.
Zudem ist es äußert fraglich, ob die Zeugenaussage von Peter vor Gericht ausreicht, um Beth zu verurteilen. Ganz davon abgesehen, kann Beth aufgrund der Ne bis in idem-Regelung vermutlich nicht noch einmal angeklagt werden. Auch hier stellt sich wieder die Frage, warum sie so überhastet freigesprochen wurde.

Zum Episodentitel wurde hier schon alles gesagt. Der ist einer der gelungensten der gesamten Reihe.

Unter dem Strich also eine Episode, die mit dem Mordplan - der überraschenderweise durchkreuzt wird - und der Wandlung der Mörderin sehr gute Ansätze bietet, aber durch den weiteren Verlauf der Handlung gegen die Wand gefahren wird. Daher gibt es nur 3 Punkte. Schade, dass das Potenzial verschenkt wurde.
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Re: Bewertet: "Schritte aus dem Schatten"

Beitragvon Frank.Columbo » Sa, 13.09.2014 12:02


Einer der hinterhältigsten, kaltblütigsten Morde die ich bisher gesehen habe in Columbo. Das Opfer tat mir hier wirklich total Leid, wie kann man nur so berechnend und ohne jedes Gefühl/Emotion einen Bruder umbringen, auch war das Motiv für mich nicht ganz nachvollziehbar!?!?!??


Die Mörderin ist unausstehlich, unsympathisch ohne Ende! Sie hat zwar den Mord raffiniert geplant (auch wenn einiges schief geht in der Mordnacht) verhält sich aber danach mehr als nur auffällig. Sie kauft sich teure Sachen, ist gut gelaunt,krallt sich kaltschnäuzig die Chef-Position und der Tot ihres Bruders scheint sie überhaupt nicht, zu keiner Sekunde zu berühren und dies zeigt sie auch noch öffentlich jedem!

Ich war so Froh das Columbo sie noch geschnappt hat, die Auflösung war wirklich sagenhaft spannend und genial. Auch Leslie Nielsen in der Nebenrolle als Freund der Mörderin zeigt sein Talent als Darsteller und bereichert diese Episode. Trotzdem nur 3 von 5 Punkten wegen der unausstehlichen Mörderin!
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Re: Bewertet: "Schritte aus dem Schatten"

Beitragvon MrGrady » Di, 26.01.2016 02:46


Trotz der sehr vorhersehbaren Auflösung sehe ich mir diese Folge gerne immer wieder an. Susan Clark gelingt es recht glaubwürdig, die anfangs sympathische Mörderin immer unsympathischer erscheinen zu lassen. Eine sehr gute schauspielerische Leistung. Die Inszenierung ist überdies künstlerisch sehr anspruchsvoll. Musik und Kameraeinstellungen sind kein TV-Mainstream. Die Macher haben sich Gedanken gemacht. Der Film ist keine 08/15-Ware. Er ist zeitlos schön. Mittlerweile gebe ich vier Punkte. Daumen hoch!
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Re: Bewertet: "Schritte aus dem Schatten"

Beitragvon OpenOcen » Mo, 13.02.2017 13:18


Re: @Philipp025
Beitragvon Venus » Di, 16.12.2008 09:58
martha hat geschrieben:
Ich kenn mich mit dem US-Geschworenensystem leider nicht aus, aber in Deutschland wäre es doch wohl tatsächlich so, dass man nach einem Freispruch für das gleiche Vergehen nicht noch mal verurteilt werden darf.

Gibt's keinen sachverständigen Juristen hier im Forum? :wink:

@Martha: Es ist umgekehrt, in Deutschland kann man nochmal verurteilt werden, aber in den USA wäre Beth strafrechtlich davon gekommen, zivilrechtlich wäre sie aber noch belangbar.

§ 362 StPO Deutschland:
Die Wiederaufnahme eines durch rechtskräftiges Urteil abgeschlossenen Verfahrens zuungunsten des Angeklagten ist zulässig,
1. wenn eine in der Hauptverhandlung zu seinen Gunsten als echt vorgebrachte Urkunde unecht oder verfälscht war;
2. wenn der Zeuge oder Sachverständige sich bei einem zugunsten des Angeklagten abgelegten Zeugnis oder abgegebenen Gutachten einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Verletzung der Eidespflicht oder einer vorsätzlichen falschen uneidlichen Aussage schuldig gemacht hat;
3. wenn bei dem Urteil ein Richter oder Schöffe mitgewirkt hat, der sich in Beziehung auf die Sache einer strafbaren Verletzung seiner Amtspflichten schuldig gemacht hat;
4. wenn von dem Freigesprochenen vor Gericht oder außergerichtlich ein glaubwürdiges Geständnis der Straftat abgelegt wird.


In Deutschland ist es genau so, dass bei einem Freispruch kein neues Verfahren gemacht werden kann. Es gab sogar einen Mordfall, wo der Täter freigesprochen wurde. Im nachhinein wurde er per DNA-Beweis überführt, konnte aber nicht mehr verurteilt werden. Einfach mal googlen.

NUN zur folge:

einmal hatte ich sie gesehen. Gestern nun ein zweites Mal. Der Mordplan war sehr gelungen, zuerst konnte ich die Mördern auch verstehen, aber hinterher hat sie auch ihren schlechten Charakter gezeigt. Nun ein Colombo Mörderdialog kam nicht recht zu stande, weil die Mördern früh genervt war und abgeblockt hat. Insgesamt eine gelungene Folge, aber für 5 Punkte hat es nicht gereicht. Daher solide 4 Punkte von mir.
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Re: @Philipp025

Beitragvon Andreas » Mo, 03.04.2017 11:35


martha hat geschrieben:
WalterJörgLangbein hat geschrieben:Philipp schrieb:

»Aber warum durfte Columbo weiterermitteln? Vielleicht war die Gerichtsverhandlung ja ein Fake, so wie man heute sagen würde.«

Ein guter Hinweis. Das hatte ich, ehrlich gesagt, noch nie bedacht. Nach der Gerichtsverhandlung wäre die Sache doch erledigt gewesen. Die Polizei hätte wohl oder übel ihre Untersuchung einstellen müssen.

Walter


Ich kenn mich mit dem US-Geschworenensystem leider nicht aus, aber in Deutschland wäre es doch wohl tatsächlich so, dass man nach einem Freispruch für das gleiche Vergehen nicht noch mal verurteilt werden darf.

Gibt's keinen sachverständigen Juristen hier im Forum? :wink:


Ich bin kein Jurist, bin mir aber sicher, dass es sich nicht um eine Gerichtsverhandlung handelt, wie wir so sie sonst aus US-Serien kennen, sondern vielleicht um den Abschluss einer Art Vorverhandlung oder Untersuchung, in der festgestellt wird, ob die Untersuchungsergebnisse der Polizei überhaupt für eine Anklage reichen. Auch für sowas werden zumeist Geschworene benötigt; das kam einige Male in "Quincy" vor.

Dass dies hier auch hier der Fall ist, dafür gibt es mehrere Indizien:
Die Geschworenen entscheiden, dass nach den vorliegenden Ergebnissen der Bruder in Folge eines Unfalls ums Leben gekommen ist, und nicht ob die Schwester schuldig oder nicht schuldig ist. Von "schuldig" oder "nicht schuldig" ist hier nicht die Rede; es wird ausschließlich der Tathergang beurteilt. Sie wird also (noch) nicht angeklagt.

Und dann noch etwas, dass mir sofort ins Auge gesprungen ist Der Vorsitzende trug keine Robe, wie man es normalerweise bei Richtern gewohnt ist.


Kurz und knapp: Ich denke, sie wurde also in der Folge noch nicht angeklagt.
Andreas
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