Bewertet: "Todesschüsse auf dem Anrufbeantworter"

Hier könnt ihr die einzelnen Folgen bewerten bzw. die Meinung der anderen Mitglieder lesen.

Wie bewertet ihr "Todesschüsse auf dem Anrufbeantworter"?

1/5 schlecht
1
2%
2/5 passabel / "naja"
2
4%
3/5 gut
9
19%
4/5 sehr gut
17
35%
5/5 überragend
19
40%
 
Abstimmungen insgesamt : 48

Re: Bewertet: "Todesschüsse auf dem Anrufbeantworter"

Beitragvon WalterJörgLangbein » Di, 18.08.2009 18:32


Der Mörder meint, ihm sei der perfekte Mord gelungen und dass man ihm die Tat nicht nachweisen kann. Und doch gelingt es dem Inspektor, ihn als Schuldigen zu entlarven. Auch und gerade in dieser Episode zeigt uns der Inspektor sein Talent, auch »perfekte« Morde zu lösen. Er verfolgt den Täter, ruhig und pedantisch. Er fragt.. scheint die Antworten des Täters zu glauben. Ja hat er nicht sogar Symapthien für den Mörder, freut er sich nicht, wenn der Täter eine Antwort auf wieder eine lästige Frage Columbos gefunden hat?

Columbo gibt aber nicht auf. Er weiß, dass die Ausflüchte des Täters falsch sind. Er sucht weiter und weiter.. Bis er, der große, pfiffige Columbo, den Fall zu seiner Zufriedenheit abschließen kann.

Ich habe das bewusst so allgemein gehalten... Ist das nicht der Verlauf eines typischen Columbo-Films, so wie wir es schätzen und lieben?

Walter

Ach so: Ich vergab die höchste Punktzahl. Mir fällt auf, das diese Episode überwiegend positiv bewertet wird, nicht einmal schlecht.
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Re: Bewertet: "Todesschüsse auf dem Anrufbeantworter"

Beitragvon martha » Di, 18.08.2009 19:06


WalterJörgLangbein hat geschrieben: Ja hat er nicht sogar Symapthien für den Mörder, freut er sich nicht, wenn der Täter eine Antwort auf wieder eine lästige Frage Columbos gefunden hat?


Walter, das würde mich aber schon arg wundern, wenn Columbo diesem Beleidigungskünstler Chase Sympathie entgegenbringt.
Klar, der Inspector lässt sich natürlich nur in äußersten Notfällen anmerken, dass er einen Schurken nicht mag, oftmals ist es sogar offen zur Schau getragene Sympathie.
Aber wenn Chase sich gegen Ende der Folge weigert, Columbo einen "Guten Tag" zu wünschen, wird es sicher auch im Inspector brodeln.
Aber selbst bei solchen Gemeinheiten fährt Columbo ja nie aus der Haut, aber sein Blick verrät irgendwie: Na warte, Bürschchen. Dir werd ich's schon heimzahlen!
Ich finde gerade in dieser Folge sind Mimik und Gestik von Falk und Shatner ein wahres Vergnügen.
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"Todesschüsse auf dem Anrufbeantworter" - Sympathie

Beitragvon WalterJörgLangbein » Di, 18.08.2009 19:15


@Martha

Da habe ich mich offenbar missverständlich ausgedrückt, bitte entschuldige, Martha!

Nein, Columbo empfindet keine Sympathie für den Mörder. Wie Du ganz richtig schreibst/ meinst.. gerade für diesen nicht.

Aber ist es nicht Teil von Columbos Masche, dass er so tut, als würde er die vermeintlichen Erklärungen des Mörders akzeptueren.. so als sei er froh darüber, dass er in seinem Bericht für seinen pedantischen Chef eine Unklarheit beseitigen könne.

Columbo tut gern so, als müsse er unangenehme Fragen stellen.. nicht weil sich ihm diese Fragen aufdrängen, sondern weil sein Chef so pedantisch ist und auf derlei Fragen Antworten haben möchte.

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Re: Bewertet: "Todesschüsse auf dem Anrufbeantworter"

Beitragvon martha » Di, 18.08.2009 19:32


Klar, da hast du natürlich vollkommen recht.
Er schiebt oft seinen Chef vor, um dem Mörder eine Begründung für seine Belästigungen zu liefern.
Besonders auffallend wohl in "Schwanengesang", wo er Tommy Brown laufend nach weiteren Unklarheiten befragt, um seinen Bericht fertigstellen zu können.
Man könnte sagen, Columbo überträgt die Verantwortung für seine Ermittlung auf eine übergeordnete Instanz.
Ist schon 'n Schlitzohr, der Inspector.
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Re: Bewertet: "Todesschüsse auf dem Anrufbeantworter"

Beitragvon Topi » Di, 18.08.2009 19:53


martha hat geschrieben:Klar, da hast du natürlich vollkommen recht.
Er schiebt oft seinen Chef vor, um dem Mörder eine Begründung für seine Belästigungen zu liefern.
Besonders auffallend wohl in "Schwanengesang", wo er Tommy Brown laufend nach weiteren Unklarheiten befragt, um seinen Bericht fertigstellen zu können.
Man könnte sagen, Columbo überträgt die Verantwortung für seine Ermittlung auf eine übergeordnete Instanz.
Ist schon 'n Schlitzohr, der Inspector.


Ja, das ist eines der erfolgszutaten.
"Ich muss einen Bericht schreiben-Rechenschaft ablegen, alles Pedanten, Schreibtischhengste usw...."

Das kennt jedes kleine Würstchen aus dem Büro - und ebenso ein Aufsichtsrat.
Ich meine, damit beginnt er die dritte Runde: Columbo, die Nervensäge. Die Klette.

1. Meine Frau bewundert Sie...könnte ich ein Autogramm haben
2. Suchen, fragen, hinterher laufen
3. Ich hätte da noch eine Frage.....

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Re: Telefonprobleme?

Beitragvon dille » Mi, 19.08.2009 18:21


andy_vip hat geschrieben:Nach dem vierten Klingeln schaltete sich der Anrufbeantworter ein. Wenn ich nun, weil ich etwas zu spät das Mobilteil gefunden hatte, erst nach dem vierten Klingeln abhob, waren der Anrufer, ich und der Anrufbeantworter in der Leitung...


Aber wir reden hier doch von einer Folge von 1994. Deiner Beschreibung nach zu urteilen müsste es sich - zumindest gefühlsmäßig - um ein recht frühes Modell eines Anrufbeantworters handeln (hieß vielleicht auch noch anders - Fernrufentgegennehmmaschine), denn zumindest moderne Anrufbeantworter haben eine "Abschaltautomatik", die schlichtweg dafür sorgt, dass das Gespräch eben NICHT aufgezeichnet wird. Durch das Abnehmen des Hörers auch NACH aktiviertem AB wird die bestehende Verbindung zwischen Anrufer und deinem AB dennoch durch die neue Verbindung Anrufer - Du "abgelöst". Von was anderem habe ich noch nie gehört. Aber gut, ich will dich natürlich nicht infrage stellen. :-)
Solltest du jetzt jedoch als weiteres Beispiel aus deinem Privatleben entgegenbringen, dass ihr damals zufällig auch noch denselben AB hattet wie Fielding Chase, muss ich mich natürlich geschlagen geben. ;-)
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Re: Bewertet: "Todesschüsse auf dem Anrufbeantworter"

Beitragvon kranger » Do, 20.08.2009 11:14


Ich muss andy_vip hier mal kurz unterstützen.

Wir hatten damals, als es noch kein ISDN und den ganzen Schickschnack gab, selbst zwei Telefone im Haus, eines im Erdgeschoß und eines im 1. Stock, aber nur eine Leitung. Bei uns verhielt es sich genauso wie im Haus des Opfers in dieser Folge. Wenn auf einem Telefon ein Gespräch geführt wurde, dann konnte man das andere Telefon nach belieben abheben und wieder auflegen und sich so in das Gespräch ein- und ausklinken.

Genauso hatten wir damals auch einen Anrufbeantworter, der halt einfach weitergelaufen ist, wenn man zu spät ans Telefon gegangen ist.

Ich kann daher auch nicht nachvollziehen, was Ihr für Probleme mit der Folge habt.
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Re: Bewertet: "Todesschüsse auf dem Anrufbeantworter"

Beitragvon FlyingPelican » Do, 20.08.2009 14:23


Danke, dass es doch vereinzelt Leute kapieren!!! Selbst wenn man es in dieser Form nicht kannte oder zu Hause selbst einen anders funktionierenden Apparat stehen hat, kann ich das Problem nicht kapieren, denn man SIEHT ja eindeutig, wie der Apparat in der Folge funktioniert. Man bekommt ganz klar mit, wie es gemacht wird, was und wann der Apparat aufzeichnet. Daraus folgt ja alleine schon, dass dieser Apparat es so kann! Wenn man etwas so eindeutig sieht oder mitbekommt, braucht man nicht sagen, es müßte anders sein. Wenn Columbos Zigarrenrauch rot ist und man es so sieht, sagt doch auch keiner das gibts nicht. Dann muß ne andere Erklärung dafür her, vielleicht zuviel rote Chilis mitreingewickelt. Ist übrigens echt verdammt gut, wenn man Chilis mitreinwickelt! :smoke: :smoke:
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Re: Bewertet: "Todesschüsse auf dem Anrufbeantworter"

Beitragvon Topi » Do, 20.08.2009 16:10


FlyingPelican hat geschrieben:Ist übrigens echt verdammt gut, wenn man Chilis mitreinwickelt! :smoke: :smoke:



Wenn man mit dem Rauchen aufhören will :D :D :D

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Re: Bewertet: "Todesschüsse auf dem Anrufbeantworter"

Beitragvon andy_vip » Do, 27.08.2009 00:47


kranger hat geschrieben:Ich muss andy_vip hier mal kurz unterstützen.

Wir hatten damals, als es noch kein ISDN und den ganzen Schickschnack gab, selbst zwei Telefone im Haus, eines im Erdgeschoß und eines im 1. Stock, aber nur eine Leitung. Bei uns verhielt es sich genauso wie im Haus des Opfers in dieser Folge. Wenn auf einem Telefon ein Gespräch geführt wurde, dann konnte man das andere Telefon nach belieben abheben und wieder auflegen und sich so in das Gespräch ein- und ausklinken.

Genauso hatten wir damals auch einen Anrufbeantworter, der halt einfach weitergelaufen ist, wenn man zu spät ans Telefon gegangen ist.

Ich kann daher auch nicht nachvollziehen, was Ihr für Probleme mit der Folge habt.

Danke dake daaaaanke für diesen Betrag - das war meiner im Prinzip nochmal kompakt - und beweist mir, dass ich nicht den Verstand, bzw. mein Gedächtnis verloren habe......:-)

Und nun mein ´hoffentlich´ letzter Beitrag zu diesem Thema
dille hat geschrieben:Aber wir reden hier doch von einer Folge von 1994. Deiner Beschreibung nach zu urteilen müsste es sich - zumindest gefühlsmäßig - um ein recht frühes Modell eines Anrufbeantworters handeln (hieß vielleicht auch noch anders - Fernrufentgegennehmmaschine)
Das Gerät hieß tatsächlich Anrufbeantworter und ich habe ihn selbst im Dezember 94 oder Dezember 95 in der Elektroabteilung des "Kaufhof" für 49 DM gekauft und ihn meinen Eltern zu Weihnachten geschenkt (die hätten sich nämlich niemals selbst einen gekauft und so kam endlich einer ins Haus - und natürlich gabs jeden zweiten tag nen neuen Ansagetext von mir :roll: )
mal schauen, das Gerät oder die Anleitung müssten sich theoretisch noch finden lassen - vielleicht gibts demnächst sogar noch den Namen und die Modelnummer für alle Verschwörungstheoretiker ;-)

p.s. was mir noch einfällt, es war zwar das günstigste Modell im Sortimet, aber keineswegs irgend ´ne Sparversion, es hatte sogar "Fernabfrage"!! Ich konnte damals bereits von einem anderen Ort den AB per Telefontastatur abhören (und das obwohl Ansagetext und Aufnahme auf dem selbsen Band stattfunden) - sogar den Ansagetext konnte ich von unterweg aus neu besprechen *das war damals so toll....*
Habe den allerersten Beitrag in diesem Jahrzehnt hier im Forum verfasst und bin richtig stolz drauf :-) !
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Re: Bewertet: "Todesschüsse auf dem Anrufbeantworter"

Beitragvon columbo93 » So, 30.08.2009 00:12


inhalt
Fielding Chase ist ein "kompromissloser und kontroverser" Radiomoderator, der zahlreiche Fans und Kritiker unter seinen Hörern hat. Seine Stieftochter Victoria arbeitet in seinem Radioteam und wird von ihm sehr beschützt, weit mehr als ihr lieb ist. Sie hat vor einiger Zeit einen Roman verfasst, den sie auch einem Freund, dem Reporter Gerry Winters, der ebenfalls für ihren Vater arbeitet, zum Lesen gegeben hat. Dieser hat den Roman seinerseits wiederum einem Literaturagenten gezeigt, der ebenfalls von dem Buch begeistert ist und sicher ist, dass er einen Verleger dafür finden wird. Nur Victoria konnte zu dem geplanten Treffen nicht kommen, da sie ihr Vater für die aktuelle Sendung brauchte. Daher taucht Gerry später im Studio auf. Als Victoria erfährt, dass Gerry den Roman weitergegeben hat, ist sie außer sich, vor allem, weil sie Angst vor ihrem Vater hat. Als Fielding Chase dazu kommt, wirft er Gerry – wieder einmal – heraus. Insbesondere stört ihn die Freundschaft seiner Tochter mit Gerry. Später berichtet Victoria ihrem Vater von ihrem Roman, und dass der Literaturagent von dem Buch ganz begeistert gewesen sei. Chase sagt, wie sehr er sich für Victoria freue, sich nur gewünscht hätte, wenn sie es ihm zuerst gezeigt hätte. In Wirklichkeit jedoch ist Chase alles andere als glücklich über das Buch seiner Tochter und telefoniert mit dem Verleger, für den der Agent arbeitet und der darüber hinaus ein alter Freund von Fielding Chase ist, damit dieser den Roman ablehnt. Als Gerry das erfährt, sucht er Chase auf und stellt ihn zur Rede. Im Streit ohrfeigt Chase Gerry vor zahlreichen Zeugen. Dieser entgegnet, ihn endgültig fertig zu machen und ihm Victoria wegzunehmen. Am nächsten Tag berichtet Victoria ihrem Vater, dass sie in Kürze mit Gerry nach New York gehen wird, da er ihr alles von dem Streit erzählt hat. Als Fielding erklärt, dass er alles nur für seine Tochter gemacht hat, fällt es Victoria sehr schwer, wegzugehen, doch sie will an ihrem Plan festhalten. Chase ruft sofort Gerry an und gibt vor, sich mit ihm versöhnen zu wollen. Er bittet ihn, am nächsten Tag um 16:00 Uhr anzurufen. Tatsächlich fährt Chase aber am nächsten Tag zu Gerry. Unbemerkt dringt er in dessen Haus ein. Als Gerry dann Chase zur verabredeten Zeit anruft, geht zunächst der Anrufbeantworter dran. Dann nimmt Chase von einem Nebenzimmer aus den Anruf entgegen und tut so, als wäre er zu Hause. Hinterrücks erschießt er nun Gerry während des Telefonats und ruft dann laut nach Gerry. Er entfernt seine Fingerabdrücke vom Telefon und von der Waffe, legt ein paar falsche Spuren und steigt in sein Auto. Vom Autotelefon aus verständigt er die Polizei. Nachdem die Polizei eingetroffen ist, kommt auch Chase vorgeblich von zu Hause mit seinem Wagen angefahren. Als Columbo erfährt, dass es von dem Mord einen "Ohrenzeugen" gibt, ist er überrascht. Chase gibt an, dass er vermutet, dass Gerry wegen seiner Recherchen für ihn ermordet worden sein könnte und will dem Inspektor Unterlagen zusammenstellen. Als Columbo mit Chase in dessen Haus fährt, um die Unterlagen mitzunehmen, taucht auch Victoria auf, die in den Nachrichten von Gerrys Tod erfahren hat. Chase bittet seine Tochter, den Anrufbeantworter abzuhören. Dort ist das gesamte Telefonat zwischen Gerry und Chase inklusive der Schüsse zu hören, welches Columbo auf Band mitnimmt. Chase tröstet seine Tochter, die ihrem Vater verspricht, nun doch nicht nach New York zu fliegen, sondern bei ihm zu bleiben. Columbo sucht auf Gerrys Trauerfeier Victoria auf, die er befragt, wer alles einen Schlüssel zu Gerrys Haus hatte, da keine Spuren für ein gewaltsames Eindringen vorliegen. Victoria berichtet, dass Gerrys Exfreund Ted Malloy und sie selbst Schlüssel zu der Wohnung besitzen, sie aber ihren am Mordtag vermisst habe. Sicher habe sie sich nur getäuscht, denn der Schlüssel befindet sich nun wieder am Schlüsselbund. Am nächsten Tag sucht der Inspektor Ted auf, da die Hinweise am Tatort auf ihn deuten. Dieser hat jedoch zur Tatzeit in einem Kaufhaus Autogramme gegeben. Bald sucht Columbo wieder Fielding Chase auf und berichtet vom Stand der Ermittlungen. Columbo erzählt auch, dass er vom Streit zwischen Gerry und Chase weiß und somit Chase ein Motiv für die Tat hatte. In den nächsten Tagen gibt es immer wieder Punkte, bei denen Tochter und Vater anecken und in Streit geraten, die Fielding Chase nur mit größter Mühe wieder bereinigen kann. Als Columbo Chase erneut aufsucht, berichtet er, dass der Mörder jemand aus dem privaten Umfeld Gerrys gewesen sein muss. Columbo rekonstruiert mit Chase noch mal die Geschehnisse des Anrufes. Chase stiegt nach dem Anruf von Gerry in seinen Wagen und rief erst vier Minuten später von dort aus die Polizei an. Bald darauf berichtet Columbo davon, dass alle Personen, die einen Schlüssel zu Gerrys Wohnung haben, ein Alibi für den Tag haben, bis auf Victoria, die auf Chases Anweisung hin im Sender arbeitete, ohne dass sie dort zur Tatzeit jemand sah. Chase reagiert daraufhin sehr verärgert und berichtet, dass Victoria mit der Sache nichts zu tun hat. Columbo fällt daraufhin ein, dass Victoria ja am Mordtag den Schlüssel verloren hat und dieser erst am nächsten Morgen wieder da war. Doch dann kann ihn nur Fielding Chase entwendet haben. Wieder reagiert Chase sehr verärgert. Columbo sucht Chase abends im Studio auf, um sich bei ihm zu entschuldigen, denn Chase hat sich beim Bürgermeister über den Inspektor beschwert. Als Victoria ihren Vater am nächsten Tag wegen eines erneuten Vorfalls im Sender verlässt, bricht für diesen eine Welt zusammen. Columbo sucht erneut Chase auf und berichtet, dass er Gerry hat umbringen lassen. Er hätte einen Zeugen, der aussagt, von Chase für den Mord bezahlt worden zu sein. Mit Chases Wagen machen sich er und Columbo auf den Weg, den Zeugen aufzusuchen. Nach wenigen Kilometern müssen sie aber stoppen, da auf der Straße ein Radfahrer einen Unfall hatte. Unbemerkt manipuliert ein anderer Radfahrer den Wagen von Chase und schon kurz darauf verschwinden die Radler. Doch Columbo und Chase können nicht weiter fahren, der Wagen springt nicht mehr an. Chase will mit dem Autotelefon seine Werkstatt anrufen, doch er bekommt wegen der Berge keine Verbindung. Doch von dieser Stelle aus will er nach dem Mord die Polizei angerufen haben. Columbo erzählt, wie sich der Mord wirklich abgespielt hat. Chase will zwar noch einmal in den Kofferraum greifen, um mit seinem Gewehr Columbo zu erschießen, doch da tauchen zahlreiche Polizisten auf, die nur auf Columbos Signal gewartet haben. Chase wird verhaftet.
bewertung:
Viel zu schreiben habe ich zu dieser Episode nicht. Eine insgesamt solide Folge, die sich ganz auf das alte Strickmuster verlässt, ohne aber wirkliche Höhepunkte zu verzeichnen. So gibt es die wenigen wirklich lustigen Szenen schon in anderen Folgen, originelles wurde uns hier leider nicht präsentiert, so dass das Ergebnis insgesamt nur mittelmäßig war.

fazit:
keine sternstunde , aber gewohnt clever und mit hochspannender aufklärung, weil der mörder versucht columbo umzubringen 8O 8O 8O
Zuletzt geändert von columbo93 am Mo, 26.04.2010 16:06, insgesamt 1-mal geändert.
"Meine Frau hat einmal 80 Dollar für eine Fußbank geboten, der auf Kaffeedosen stand. Können Sie sich das vorstellen?"
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Re: Bewertet: "Todesschüsse auf dem Anrufbeantworter"

Beitragvon ahoy y » Do, 03.09.2009 16:26


eine rundum gute folge, sehr unterhaltsam, vor allem am schluss als der mörder versucht columbo zu töten und die polizei auftaucht, die konversation in diesen szenen sind sehr gut.
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Re: Bewertet: "Todesschüsse auf dem Anrufbeantworter"

Beitragvon ahoy y » Mo, 07.09.2009 00:51


eine gute folge
der mord ist gut
die handlung ist gut
der schluss ist sehr gut

eine wirklich gute folge
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Re: Bewertet: "Todesschüsse auf dem Anrufbeantworter"

Beitragvon Klaus » Di, 03.11.2009 19:58


In dieser Folge hatte Captain James T. Shatner seinen zweiten und weitaus besseren Auftritt als in dem Langweiler "Mord im Bistro", was nicht nur daran lag, dass er hier mit seiner "richtigen" deutschen Stimme (der von Gert Günther Hoffmann) sprechen durfte. Von Beginn an wird klar, dass Columbo es mit einem richtig harten Brocken als Gegenspieler zu tun bekommt, der nicht nur seine heißgeliebte Stieftochter mehrfach hintergeht und die Karriere eines jungen Senators absichtlich zerstört, sondern auch noch unseren Inspektor bei seinen Vorgesetzten anschwärzt und als negative Krönung am Schluss sogar versucht, ihn zu erschießen. In der dt. Fassung hätte man ihn dafür glatt in "Fiesling" Chase umtaufen können. :maul:

Dass sich einige Forumsmitglieder wegen der Sache mit dem Anrufbeantworter fast zerfleischt haben, kann ich auch nicht so richtig nachvollziehen. Was ich aber überhaupt nicht nachvollziehen kann ist der Umstand, dass Gerry Winters während des Telefonats die Originalstimme von Chase nicht gehört haben soll, wo dieser bei offener Türe nur wenige Meter hinter ihm stand. Das kann aus meiner Sicht einfach nicht sein, zumal ich diese Szene spaßeshalber mal mit meinem Sohn und Handy nachgestellt habe und ihn definitiv doppelt hören konnte. :idea:

Lustig finde ich die Szene, als Columbo hinter dem protzigen Mercedes-Cabrio von Chase zu dessen Villa fährt und der sich doch glatt darum sorgt, dass Columbos Schrottkarre auf seinem Grundstück Ölflecken hinterlassen könnte... :-O Diese deutliche Anspielung auf die verschiedenen Welten, in denen die beiden Protagonisten zu Hause sind, verstärkt sich im weiteren Verlauf der Folge mehr und mehr, in dem Chase immer wütender und unbeherrschter wird und Columbo letztendlich beim Bürgermeister und seinen Vorgesetzten in Mißkredit bringt, wofür sich dieser auch noch genötigt fühlt, sich für seine vielen Belästigungen zu entschuldigen. Oder war dies einfach nur mal wieder ein genialer Schachzug unseres Inspektors, um den Mörder in Sicherheit zu wiegen... ?-/

In jedem Fall ein genialer Schachzug war Columbos angeblicher Zeuge, der in seinem Büro warten würde. Hiermit konnte er Chase dann doch aus der Reserve locken und seine wirklich beeindruckende Schlussinszenierung einläuten. Und als sich Chase dann in dem (für ihn leider) nicht vorhandenen Mobilfunknetz endgültig verheddert hatte, war meine Schadenfreude über die Verhaftung dieses Fieslings derart groß, dass ich dieser Folge spontan vier Punkte gegeben habe. :lol: :lol: :lol: :lol:

Gruß
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Re:

Beitragvon andy_vip » Di, 03.11.2009 23:12


Klaus hat geschrieben:Was ich aber überhaupt nicht nachvollziehen kann ist der Umstand, dass Gerry Winters während des Telefonats die Originalstimme von Chase nicht gehört haben soll, wo dieser bei offener Türe nur wenige Meter hinter ihm stand. Das kann aus meiner Sicht einfach nicht sein, zumal ich diese Szene spaßeshalber mal mit meinem Sohn und Handy nachgestellt habe und ihn definitiv doppelt hören konnte. :idea:

Also das kann ich erklären :) : Es gibt hier nen Unterschied zwischen hören und registrieren, bzw im Kopf verarbeiten.
Winters hat die Stimme sicherlich irgendwie anders gehört (nämlich zusätzlich zu der Stimme im Hörer noch irgendwie doppelt aus dem Nachbarzimmer). Da es für ihn (bzw. für jeden x-beliebigen Menschen ohne Verfolgungswahn in dieser Ausgangsposition) ermal undenkbar ist, dass Chase in seinem Nachabarzeimmer ist, weil:
:arrow: erstens er ihn bei sich zu Hause angerufen hat
:arrow: zweitens mit ihm um 16h telefonisch verabredet war
:arrow: drittens er seine Stimme auch aus dem Hörer hört nachdem er seine Telefonnummer in seiner anderen Stadt gewählt hat
:arrow:viertens Chase gar keinen Schlüssel für seine Wohnung hat
,kann sein Gehirn gar nicht soo schnell verarbeiten, dass Chase live im Nebenzimmer steht.

Hinzu kommt die Tatsache, das Chase nicht unmittelbar neben Winters stand sondern im Nachbarzimmer und dass sich ein Mensch automatisch erstmal auf die Stimme im Hörer während nem Telefongespräch konzentriert.

Aufgrund all dieser Umstände kann man sagen, wäre das Telefonat länger gegangen, hätte es Winters nach ner gewissen Zeit (sagen wir mal ca. ne knappe Minute) bestimmt von alleine registriert, aber hier war es fast unmöglich diesen sehr sehr unwahrscheinlichen Zustand so schnell im Gehirn zu verarbeiten. Selbst wenn es das Gehirn irgendwie schnallt stellt es gleichzeitig die Frage welchen Sinn es machen sollte, da es ausser nem heimtückischem Mod einfach unlogisch ist, dass er dort steht, wenn man die obigen Punkte nochmals betrachtet. All dies geschieht im Hirn zunächst im Unterbewußtsein, da man sich hauptsächlich auf den Inhalt des Telofanats konzentriert.

Winters hörte Fieldings Stimme garantiert auch "etwas" leiser als der TV-Zuschauer, der ja mit der Kamera direkt neben Fielding im Nachbarzimmer plaziert war - bzw. die deutsche Synchro keinen Lautstärktunterschied machte beim Bild Winters/Chase.

gruß andy
Habe den allerersten Beitrag in diesem Jahrzehnt hier im Forum verfasst und bin richtig stolz drauf :-) !
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