Bewertet: "Mord nach Takten"

Hier könnt ihr die einzelnen Folgen bewerten bzw. die Meinung der anderen Mitglieder lesen.

Wie bewertet ihr "Mord nach Takten"?

1/5 schlecht
5
9%
2/5 passabel / "na ja"
12
21%
3/5 gut
12
21%
4/5 sehr gut
11
20%
5/5 überragend / ausgezeichnet
16
29%
 
Abstimmungen insgesamt : 56

Beitragvon Wikinger81 » Do, 24.04.2008 21:40


Invincible1958 hat geschrieben:
Steven Bochko hat geschrieben:
martha hat geschrieben:Na ja, nächstes Jahr kommt die Episode ja hoffentlich auf DVD.
Im Original wird's vielleicht erträglicher.


Ich fürchte, eher nicht. Das ist ja das Elend - Peter Falk hört sich ja genau so an. Die Schwarzkopf-Zeiten sind leider vorbei...


Jetzt übertreibst du aber. Peter hat eine sehr passende Stimme.


Das muss ich auch sagen, obwohl ich zugeben muss, dass er im Alter immer schlechter zu verstehen ist. Ich sehe die Folgen trotzdem auch lieber im Original.


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Beitragvon Invincible1958 » Fr, 25.04.2008 08:53


Wikinger81 hat geschrieben:
Invincible1958 hat geschrieben:
Steven Bochko hat geschrieben:
martha hat geschrieben:Na ja, nächstes Jahr kommt die Episode ja hoffentlich auf DVD.
Im Original wird's vielleicht erträglicher.


Ich fürchte, eher nicht. Das ist ja das Elend - Peter Falk hört sich ja genau so an. Die Schwarzkopf-Zeiten sind leider vorbei...


Jetzt übertreibst du aber. Peter hat eine sehr passende Stimme.


Das muss ich auch sagen, obwohl ich zugeben muss, dass er im Alter immer schlechter zu verstehen ist. Ich sehe die Folgen trotzdem auch lieber im Original


Ja, das ist leider häufig so bei älteren Menschen - auch bei Schauspielern. Aber das fällt vor allem Ausländern auf. Ein Englisch-Muttersprachler wird auch heute keine Probleme haben ihn zu verstehen. Er nuschelt zwar ein bisschen mehr. Aber wenn man sich reingehört hat, dann geht das schon.
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Beitragvon Venus » Mi, 02.07.2008 16:09


Das war für mich eine der schwachsten Folgen, ich habe nur 3 Punkte gegeben, mit Black Lady gehört diese Folge zu denen, denen ich so gut wie gar nichts abgewinnen konnte.
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Anfangs konnte ich auch nicht viel mit dieser Episode anfang

Beitragvon WalterJörgLangbein » Mi, 02.07.2008 18:50


Anfangs konnte ich auch nicht viel mit dieser Episode anfangen. Aber je öfter ich sie gesehen habe, desto besser gefiel sie mir. Heute schätze ich die jüngeren Episoden ganz besonders.

Aber.. es gibt eigentlich keine Folge, die mir nicht gefällt...

Walter
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Beitragvon Gordo » Mi, 20.08.2008 02:14


GEIL GEIL GEIL

5 Punkte meine Lieblinsgfolge neben Todessymphonie!
Respekt klasse Musik
klasse Mörder!
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Beitragvon FlyingPelican » So, 07.09.2008 23:27


Eine der ausgezeichneten Folgen meiner Meinung nach. Das Motiv ist klar, der Mörder gut gespielt, das Umfeld mit Columbo mittendrin sehr ansprechend, der ganze Film gut durchdacht. Es gibt einige nette Szenen, Columbo glänzt mit seiner Detektivarbeit und alles wird abgerundet mit einem wirklich feinen Finale (Wers nicht ganz verstanden hat, sollte es ein zweites Mal ansehen...).
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Eine meiner Lieblingsepisoden

Beitragvon WalterJörgLangbein » Mo, 08.09.2008 06:25


"Mord nach Takten" ist inzwischen eine meiner Lieblingsfolgen. Die Geschichte ist stimmig, das Motiv des Mörders ist verständlich. Mir ist der Mörder besonders unsympathisch und ich freue mich immer sehr, wenn er überführt wird. Die Schauspieler sind alle gut. Die "This Ol' Man"-Melodie kommt zu besonderen Ehren. Der Humor kommt nicht zu kurz. Beispiel: Szene im Aufzug, Gespräch Colubos mit seinem schnurrbärtigen Assistenten, der Columbo offensichtlich an ein Walroß erinnert....

Columbo ist Peter Falk, inzwischen älter geworden. Seine Stimme ist rauher geworden, in der Tat etwas schlechter zu verstehen. Peter Falk ist aber nicht unverständlich, ich meine, man versteht ihn sogar recht gut. Auch in den ersten Episoden hatte Falk nie eine sanfte Stimme. Columbo hatte von Anfang an eine etwas knorzige Stimme, was sich dann im voranrückenden Alter verstärkt hat. Columbo ist Peter Falk und umgekehrt. Columbo altert mit Peter Falk, Peter Falks Stimme altert... Peter Falks Stimme ist die einzig wahre Columbo Stimme.

Zuerst konnte ich mich, wie schon früher von mir dargelegt, nicht so erwärmen für "Mord nach Noten".. aber heute ist "Murder with too many notes" eine meiner Lieblingsfolgen.

@FlyingPelican: Ich bin da ganz Deiner Meinung!
@Gordo: Auch mit Dir stimme ich vollkommen überein!


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Re: Bewertet: "Mord nach Takten"

Beitragvon columbo93 » Do, 03.09.2009 17:32


zum inhalt


#Hollywood-Komponist Findlay Crawford ist auf dem Höhepunkt seiner langjährigen Karriere: Er bekommt den Oscar für den Soundtrack zum aktuellen Film "Der Killer". Doch dieser geht, wie einige der in jüngster Zeit gefeierten Erfolge des eitlen Künstlers, auf das Konto des hochtalentierten jungen Gabriel McEnery, der für Crawford arbeitet. Nun hat McEnery sein Schattendasein satt und stellt Crawford zur Rede. Crawford beruhigt den überraschten und erfreuten McEnery, indem er ihm verspricht, dass Gabriel beim nächsten Film unter seinem eigenen Namen die Filmmusik komponieren darf. Außerdem solle er bei der am nächsten Abend zu Crawfords Ehren stattfindenden Gala mitdirigieren. Doch Crawford trifft in Wirklichkeit ganz andere Vorbereitungen. Am nächsten Tag bereitet sich McEnery auf den Abend vor. Von seiner Freundin hat er einen Taktstock geschenkt bekommen, auf den sie eine Notenfolge gedruckt hat. Gabriel schreibt ihr am Computer eine Komposition und steckt diese ein. Dann erscheint überraschend früh Crawford. Der überbringt ihm die gute Nachricht, dass der Regisseur von der Idee der von McEnery komponierten Filmmusik begeistert wäre. Crawford hat Champagner mitgebracht und will mit seinem Schützling anstoßen. Doch als dieser vom Champagner getrunken hat, fällt er bewusstlos zu Boden. Dann präpariert Crawford den Tatort und platziert McEnery samt Taktstock und Schuhen, die er ihm eigens anzieht, auf dem Dach des Gebäudes. Es soll so aussehen, als hätte er dort das Konzert mitdirigiert. Crawford eilt nun zu seinem Konzert. Er lässt einen Aufzug zum Dach fahren, auf dem McEnery liegt. Als der Aufzug oben ankommt, stößt dieser den bewusstlosen Musiker vom Dach, während Crawford bereits sein Orchester dirigiert. Der herbeizitierte Columbo wundert sich, dass der Tote nicht geschrieen hat, als er vom Dach stürzte, da die Augenzeugen berichten, sie hätten keinen Schrei gehört. Auch auf dem Dach entdeckt der Inspektor einige Kleinigkeiten, die ihn verwundern. Columbo trifft auf Crawford, welcher den Tod McEnerys sehr bedauert und bei dieser Gelegenheit auch direkt sein Alibi präsentiert. Columbo begleitet Crawford nach Hause und konfrontiert ihn mit einigen Dingen, die ihn stören. So fehlt an McEnerys Schlüsselbund dessen Haustürschlüssel. Diesen hatte Crawford zuvor an sich genommen, um in der Wohnung noch Hinweise auf ihn verschwinden zu lassen. Doch Columbo ist bereits am nächsten Morgen in McEnerys Wohnung, in der er vor allem Fotos vom Verstorbenen begutachtet. Dabei fällt ihm auf, dass McEnery selbst bei feierlichen Anlässen stets Turnschuhe trug, nur bei seinem Tod nicht. Außerdem entdeckt er, dass der Anzug, den McEnery in der Todesnacht trug, vom Kostümverleih stammte. Dort bekommt der Inspektor die Auskunft, dass McEnery auf die Frage nach seiner Schuhgröße gar nicht geantwortet hat und daher auch keine Schuhe in passender Größe mitbekommen hat. Columbo sucht wieder Crawford auf, der gerade Musikaufnahmen für einen neuen Film einstudiert. Dort berichtet der Inspektor von den Schuhen. Columbo untersucht den Fahrstuhl und erfährt, dass dieser eigens für einen Film eingebaut wurde. Währenddessen findet Crawford in McEnerys Wohnung das, was er suchte, nämlich die Beweise, dass McEnery in Wirklichkeit die Filmmusik komponiert hat. Diese kann Crawford nun vernichten. In der Zwischenzeit erklärt Columbo dem Regisseur Sidney Ritter, dass der Tod McEnerys kein Unfall war. Der Inspektor erläutert, wie der Mord stattgefunden hat. In einem Gespräch mit Rebecca, der Freundin McEnerys, erfährt der Inspektor, dass sie Gabriel am Todestag einen Taktstock geschenkt hat und dass die Musik zu dem Film "Der Killer" allein vom Toten stammte. Als Columbo Crawford wieder aufsucht, ist dieser gerade abgelenkt, da er gerade von Ritter erfahren hat, dass diesem seine neue Filmmusik nicht gefällt. Columbo rekonstruiert aufwendig die Mordnacht und sagt Crawford auf den Kopf zu, wie sich alles abgespielt hat. Durch den Krach, den Aufzug beim Hinauffahren macht, durch die falschen Schuhe, die der Tote trug und durch den Taktstock wird Crawford überführt und schließlich verhaftet.




Meine Bewertung:

Eine insgesamt gelungene Episode, die zwar nicht zu den absoluten Highlights zählt, aber doch einige amüsante Szenen enthält sowie eine Story, die in sich stimmig ist. Vielfach wurde Kritik laut, dass Columbo den Mörder nicht wirklich überführt, da er nur Indizien zur Belastung vorbringt. In der Tat ist der Beweis wieder einmal sehr dünn und im wesentlichen wird nur das scheinbar perfekte Alibi zerstört. Davon sollte sich der geneigte Zuschauer aber nicht um das Vergnügen dieser Episode bringen lassen.

Zugegebener Maßen ist gerade die Auflösung rund um den Taktstock nicht nur vielen Fans, sondern auch mir unverständlich. Daher bin ich für alle sachdienlichen Hinweise auf die Auflösung diesbezüglich dankbar. Einzig, dass der Taktstock McEnery gehört, kann dadurch bewiesen werden, doch wie Crawford damit überführt werden kann, weiß ich nicht.


Mein Fazit

einer meiner lieblingsfolgen

columbo singt mit dem mörder Clemantine
und auch sonst ist alles toll,


zur auflösung:

auch die auflösung ist super, der tackstockt m schacht ein beweis dafür ist, dass der aufzug gabriel vom dach geworfen hat


dass crawford den schlüssel klaut, um die akten vom killer zu klauen, beweist das er ein motiv hatte

und das gabriel den aufzug nich gehört hat, beweisst das er betäubt worden ist, sonst hätte er den aufzug bestimmt gehört :neig:

super folge

einer meiner absoluten lieblingsfolgen: auch wo columbo zum mörder sagt: wir wollen doch nich dass uns der mörder entwischt, under mörder:nein natürlich nicht
genialer dialog, mit sarkastischen untertönen/ironischen untertönen :neig:

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Zuletzt geändert von columbo93 am Mo, 26.04.2010 16:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Bewertet: "Mord nach Takten"

Beitragvon Leo123 » Mo, 09.11.2009 01:56


Soeben wurde diese Episode auf SuperRTL ausgestrahlt. Ich muss zugeben, ich bin etwas ratlos. Wo waren denn bitte die Beweise, die den Mörder überführen? Da hätte man doch wirklich mehr draus machen können! Was hat denn die Melodie in der Schlussvorstellung auf dem Dach für eine Bedeutung mit Blick auf die Überführung des Täters? Ich bin direkt verärgert über diesen Abgang und hatte mir hier doch mehr erhofft. Das beweist doch gar nix! Meines Erachtens ist dem Täter hier nix nachgewiesen worden, was für eine Anklage ausreichen würde.
Allein das Motiv reicht ja wohl nicht. Und die anderen Indizien (Schuhe, Digitaluhr, Aufzug) und nur die Möglichkeit für den Täter, die Tat zu begehen, reichen m.E. auch nicht. Es ist nicht klar geworden, daß gerade der Täter und nur er diesen Mord begangen hat bzw. begehen konnte. Das ist nicht nachgewiesen! Selten ist dies so schlecht in einer Columbo-Folge gemacht worden wie hier. Ob das einen Richter würde überzeugen können, ich glaube nicht... und dann hiesse es ja wohl in dubio pro reo..ich würde den Mann freisprechen vor dem Hintergrund dieser Beweislage.
Obwohl eigentlich der Rest der Episode ganz amüsant ist. Insbesondere der Mörder, ein typischer Musiker, kommt glaubhaft rüber. Columbo hingegen ist etwas kindisch und albern. Die Szene, als er den Täter im Konvoi nach Hause begleitet, ist doch arg übertrieben und aufgesetzt. Und die Selbstbeweiräucherung, wenn das Orchester Columbo vorspielt. Da ist den Machern wohl einiges zu Kopfe gestiegen. Das ist zuviel Selbstironie. Eine Persiflage über sich selbst. Columbo als Selbstzweck.
Schade!
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Re: Bewertet: "Mord nach Takten"

Beitragvon Topi » Mo, 09.11.2009 14:09


ich habe die Folge gstern zum ersten Mal gesehen.
Es wurde mit einer Columbo-Regel gebrochen.
Ich kenne bisher die Hälfe der Folgen, also korrigiert mich, wenn ich irre.
zum ersten Mal wurde hier ein trauernder Hinterbliebener gezeigt..die Verlobte.
Columbo stört sie in ihrem Trauerwinkel auf.
Es gibt kein melodramatisches: Finden Sie seinen Mörder!, aber sie ist doch sehr verzweifelt.
Clumbo bekommt hier die Gelegenheit eine Seite, die wir an ihm nur vermutet haben, zu zeigen: Liebe, Mitgefühl, Einfühlungsvermögen ...und er versteht es zu trösten.

..Brüche in Serien sind immer schwierig. Ich konnte mit dem emphatischen Columbo gestern leben, denn wie geagt, es war keine 180 ° Wendung.
Wir hatten ihn uns ja so vorgestellt.
Und ich muss sagen, es ist das erste Mal gewesen, dass ich ein Opfer gerne in Schutz genommen hätte.
So ein netter Junge - und so ein hohler, dreister Typ!

Was mich an dieser Folge gestern wirklich geärgert hat, war dieser Blödsinn von Filmvertonung.
Die Filmmusik entsteht mit dem Drehbuch. Niemals bekommt der Komponist einen fertigen Film zur Vertonung.

Wenn die Kameraleute ihre Arbeit beginnen, haben Sie die Musik bereits im Ohr. Die Bilder werden zur Musik gedreht.
So, wie gestern gezeigt, vertonen Hobbyfilmer ihre Urlaubsfilmchen.

Die Sache mit dem Gift...Ein Gift, das im toten Körper nicht nachweisbar ist...nur am frisch ausgetretenen Blut...Das konne ich nicht glauben.
So etwas sollte in Columbo dann auch schon stimmen.

Ich hätte mir auch eine eindeutige Überführung des Täters gewünscht.

Der Humor war mir zu albern. Diese Konzerteinlage...

Ich finde man hätte mehr draus machen können. Besonders dieses Aufzugsgeräusch, dieses unheimliche Schrapen und Kratzen.

Mich hat´s gestern nicht vom Stuhl gerissen. schade! Dabei hätte es ein toller Columbo sein können.

Und die Synchro? Ich mochte Falks Stimme gestern nicht. Von der Stimme abgesehen, kam mir der Text auch lieblos gesprochen vor. Aber das ist wieder Geschmackssache - und dafür können die Autoren nichts.

Passabel das Ganze.

Grüße
Topi
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Re: Bewertet: "Mord nach Takten"

Beitragvon Hollister » Mo, 09.11.2009 15:01


Topi hat geschrieben:ich habe die Folge gestern zum ersten Mal gesehen.
Es wurde mit einer Columbo-Regel gebrochen.
Ich kenne bisher die Hälfe der Folgen, also korrigiert mich, wenn ich irre.
zum ersten Mal wurde hier ein trauernder Hinterbliebener gezeigt..die Verlobte.


Hier kann wirklich nicht von einer Columbo-Regel gesprochen werden, denn es gibt genügend Beispiele, wo ebenfalls mehr oder weniger trauernde Hinterbliebene gezeigt werden. "Tödliche Trennung", "Mord mit der linken Hand", "Mord in Pastell", "Doppelter Schlag", "Mord à la carte" um nur mal spontan ein paar zu nennen.
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Re: Bewertet: "Mord nach Takten"

Beitragvon zimtspinne » Mo, 09.11.2009 15:13


@ Topi

was ich bezweifle - dass das Betäubungsmittel nach so kurzer Zeit bereits nicht mehr nachweisbar sein soll...
der war beim Sturz ja noch völlig bewusstlos, das Zeugs muss also noch in seinem Blutkreislauf gewesen sein.
selbst KO-Tropfen mit extrem schneller Abbauzeit sind noch nachweisbar, während die Wirkung anhält. etwas, das sich bereits abbaut und nicht mehr nachweisen lässt, während es noch wirkt - gibt es nicht!
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Re: Bewertet: "Mord nach Takten"

Beitragvon columbo93 » Mo, 09.11.2009 16:49


Leo123 hat geschrieben:Soeben wurde diese Episode auf SuperRTL ausgestrahlt. Ich muss zugeben, ich bin etwas ratlos. Wo waren denn bitte die Beweise, die den Mörder überführen? Da hätte man doch wirklich mehr draus machen können! Was hat denn die Melodie in der Schlussvorstellung auf dem Dach für eine Bedeutung mit Blick auf die Überführung des Täters? Ich bin direkt verärgert über diesen Abgang und hatte mir hier doch mehr erhofft. Das beweist doch gar nix! Meines Erachtens ist dem Täter hier nix nachgewiesen worden, was für eine Anklage ausreichen würde.
Allein das Motiv reicht ja wohl nicht. Und die anderen Indizien (Schuhe, Digitaluhr, Aufzug) und nur die Möglichkeit für den Täter, die Tat zu begehen, reichen m.E. auch nicht. Es ist nicht klar geworden, daß gerade der Täter und nur er diesen Mord begangen hat bzw. begehen konnte. Das ist nicht nachgewiesen! Selten ist dies so schlecht in einer Columbo-Folge gemacht worden wie hier. Ob das einen Richter würde überzeugen können, ich glaube nicht... und dann hiesse es ja wohl in dubio pro reo..ich würde den Mann freisprechen vor dem Hintergrund dieser Beweislage.
Obwohl eigentlich der Rest der Episode ganz amüsant ist. Insbesondere der Mörder, ein typischer Musiker, kommt glaubhaft rüber. Columbo hingegen ist etwas kindisch und albern. Die Szene, als er den Täter im Konvoi nach Hause begleitet, ist doch arg übertrieben und aufgesetzt. Und die Selbstbeweiräucherung, wenn das Orchester Columbo vorspielt. Da ist den Machern wohl einiges zu Kopfe gestiegen. Das ist zuviel Selbstironie. Eine Persiflage über sich selbst. Columbo als Selbstzweck.
Schade!



die hinweise waren das geräusch des aufzugs, wodurch crawfors alibi platzte

gabriels tackstock, der in den schacht viel ( beweis, dass der aufzug gabriel vom dach geworfen hat!)

die gestohlenen akten, der schlüßel :arrow: motiv

da er vorher betäubt worden ist ( augenzeugen paar, wunde am arm) und so den aufzug nicht hören konnte, d.h crawford musste gar nicht persönlich anwesend sein um gabriel zu ermorden, hat ihn betäubt, aufzug losgeschickt.

und die liebesnoten , als beispiel, dass crawford eine liebe zerstört hat und der taktstock ein wichtiger beweis, sowi die rekonstruirte mordnacht, die schuhe und so weiter war :D



und zudem betaübungsmittel und dem nachweis; columbo kam erst gegen ende der folge ( filmisch ca, 3 wochen) auf die idee der betäubung des opfers, vielleicht war außer der rarmwunde, wo etwas war, gar nichts mehr nachzuweisen, dennoch muss man in einer folge alles so nehmen, wie es ist

ich fand die auflösung zum beispiel gelungen
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Re: Bewertet: "Mord nach Takten"

Beitragvon Topi » Mo, 09.11.2009 16:55


@Zimtspinne

Mir kam das nicht auffindbare Betäubungsmittel als Idee sehr unausgereift vor.
Zumal ja schon gezielt gesucht wurde, weil der Inspector nicht von einem Unfall ausging.
Ich finde, diese Dinge müssen genau so stimmen, wie die Technik.
Hier gibt es ja seitenweise threads, in denen erörtert wird, ob ein AB so oder so funktioniert.
Zimtspinne fasst das Ganze ut und knapp zusamen.

Ich mag Krimis, wenn sie in sich funktionieren und wenn sie mir einen Einblick in unbekannte Gebiete gewähren.
Leider stimmt die Filmvertonung so wie gezeigt gar nicht - darum erhält diese Folge von mir nur wenige Punkte.

Ich fand bisher sehr wohltuend, dass bei Columbo der Schwerpunkt auf "Hasch mich doch, wenn du kannst. Ich bin der klevere Mörder" liegt und nicht auf Tränen, Trauer und Verzweiflung.
Trauer kam mir bisher geheuchelt vor, wenn die Mörder zum Schein um ihre Opfer weinten.

Aber ich bin gespannt, wie die Folgen sind, die Columbo 93 aufgezählt hat.
Die kenne ich auch noch nicht (glaube ich). Ich Columbo damals als Kind gesehen -

Aber ich muss sagen, seit dem ich eine bewußte Zuschauerin bin, hab ich noch keine "echten" Tränen in Columbo gesehen - und vermiße das ganz und gar nicht.

Grüße
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Re: Bewertet: "Mord nach Takten"

Beitragvon columbo93 » Mo, 09.11.2009 19:54


Topi schrieb;
[quote="TopiAber ich bin gespannt, wie die Folgen sind, die Columbo 93 aufgezählt hat.
Die kenne ich auch noch nicht (glaube ich). [/quote]


welche folgen meinst du denn, wenn ich fragen darf? :D :D
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