Columbos Beweise

Alles rund um die Columbo-Episoden, ihr könnt Fragen stellen oder einfach nur über die verschiedenen Folgen plaudern.

Re: Columbos Beweise

Beitragvon zimtspinne » So, 05.01.2014 12:34


ich habe letzte Nacht zufällig ein bisschen in "Stirb für mich" reingeschaut, weil ich das mal bewerten wollte und mich da auch schon wieder über das kreativ verwurstete Telefonthema gewundert. Hayward spaziert einfach ins Nebenzimmer und hat als hochkarätiger Politiker offenbar noch nie was davon gehört, dass man Telefonverbindungen auch nachweisen kann.

Columbo ist alles in allem bei aller Liebe und Hingabe eben doch eher eine Kriminalkomödie, die es mit der Logik und Authentizität nicht so genau nimmt.

Da könnte man jetzt als erstes die Spurensicherung nennen, die fast immer erst in normalen Straßenklamotten am Tatort auftaucht, nachdem Columbo bereits einmal drüber gegrast ist und die Hälfte der Beweise bereits entfernt und in die eigenen Taschen verstaut hatte.

Bei der Tatortbehandlung ist man aber wenigstens quer durch alle Folgen konsequent schlampig und unauthentisch, während das mit dem Telefon ja auch manchmal akribisch und scheinbar realitätsnah abgehandelt wird. So zumindest mein Eindruck, wenn für damals supermoderne Fax- oder Telefonmaschinen zum Einsatz kommen und Columbo mit Hilfe dieser dann ja auch manchen Mörder überführt.
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Re: Columbos Beweise

Beitragvon Tiktaalik » So, 05.01.2014 12:44


Doc Brown hat geschrieben:Im Endeffekt kann man auch nicht alles hinterfragen, da die Autoren sich zurecht biegen, was eine Telefongesellschaft kann und was nicht.

In "Tödliche Trennung" können sie offensichtlich feststellen, dass ein Anruf aus dem Strandhaus Franklins an den Anschluss Ferris erfolgte. Die Uhrzeit können sie aber offensichtlich nicht feststellen, denn wenn sie das könnten, hätte Franklin ein echtes Problem. Der Anruf erfolgte ja schließlich nur etwa eine Minute vor dem Rückruf Joannas, was Franklin fast schon überführen würde.

In "Stirb für mich" ruft Hayward von seiner Wohnung aus bei der Polizei an und meldet den Mord an seinem Manager. Hier kann die Telefongesellschaft lediglich feststellen, dass der Anruf aus der Stadt erfolgte, aber nicht von welchem Apparat. Zudem ist Columbo die Uhrzeit des Anrufs bekannt, da er ja genau austestet, von wo der Mörder anrufen haben müsste.

Kurz gesagt: Mit den technischen Möglichkeiten aus "Stirb für mich", wäre Franklin durch die Uhrzeit des Anrufs überführt worden. Umgekehrt gilt aber auch, dass Hayward mit den Möglichkeiten aus "Tödliche Trennung" überführt worden wäre, da man so festgestellt hätte, dass der Anruf aus seinem Haus kam.
Daher sollte man dieses ganze Telefongedöns meiner Meinung nach auch nicht auf die Goldwaage legen. :wink:

Ich sehe das ein wenig anders und glaube keinesfalls, dass sich die Autoren "irgendetwas zurechtbiegen". Wenn man annimmt, dass man damals den Angerufenen sowie den Ort, aus dem der Anruf erfolgte, ermitteln kann, ergibt für mich alles einen Sinn.
"Tödliche Trennung": Columbo kann nachweisen, dass es einen Anruf aus dem Ort San Diego zum Anschluss Ferris gab. Für mich ist es logisch, dass Columbo dann annimmt, der Anruf stamme aus Franklins Wochenendhaus - von wo sollte Franklin sonst angerufen haben? Das ist unwahrscheinlich.
In "Stirb für mich" wurde die Polizei angerufen. Auch hier kann man nicht genau feststellen, woher der Anruf kam. Man weiß nur, dass er aus der Stadt kam. Immerhin konnte man hier schon die Uhrzeit feststellen.
Man darf nicht vergessen, dass die 1. Ära schon einige Jahre zurückliegt und die technischen Möglichkeiten damals deutlich beschränkter waren als sie es heute sind.

Ich tu mich sehr schwer damit, dass die Autoren grobe Fehler in ihre Drehbücher schreiben. Immerhin gehe ich davon aus - besonders bei Columbo - dass solche Drehbücher nicht über Nacht entstehen.
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Re: Columbos Beweise

Beitragvon martha » So, 05.01.2014 12:53


Ich finde es aber schon nicht logisch, dass Columbo zu diesem frühen Zeitpunkt überhaupt eine Auskunft bei der Telefongesellschaft eingeholt hat, dass aus Ken Franklins Wochenendhaus telefoniert wurde.
Zu welchem Zweck?
Das ist ja nur dienlich für die dann wesentlich spätere "Überführung".
Aber in diesem Moment hat das für mich keine Bewandtnis.
Was will Columbo denn damit beweisen?
"Könnten Sie mir wenigstens sagen, welcher Name es war?
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"Genau gesagt:Keiner von beiden. Es war Washington."
"Hatten Sie bei dem auch einen Vornamen?"
"Martha."
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Re: Columbos Beweise

Beitragvon Tiktaalik » So, 05.01.2014 12:56


Columbo überprüft doch immer jede Zeugenaussage. Das ist ganz normale Routine. Zudem ist Minute 47 von 70 nicht mehr soo früh^^
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Re: Columbos Beweise

Beitragvon zimtspinne » So, 05.01.2014 13:12


Tiktaalik hat geschrieben:[Ich sehe das ein wenig anders und glaube keinesfalls, dass sich die Autoren "irgendetwas zurechtbiegen". Wenn man annimmt, dass man damals den Angerufenen sowie den Ort, aus dem der Anruf erfolgte, ermitteln kann, ergibt für mich alles einen Sinn.

in diesem Fall muss ich dir mal ganz klar widersprchen: Doch, sie biegen sich jede Menge zurecht und das nicht nur in den Telefonangelegenheiten.

Mal mag Columbo nur heißen schwarzen Kaffee, mal liebt er ihn mit Milch und Zucker, mal hat er Kinder (braucht einen Babysitter), mal hat er keine. Da gibts noch mehr Widersprüchlichkeiten, die mir jetzt alle spontan nicht einfallen, aber beim Sehen der Folgen durchaus mal auffallen. Einem Gelegenheitskonsumenten werden sie kaum auffallen, einem Fan aber eben schon.

In der Telefonsache wird einfach von Folge zu Folge so verfahren, wie es gerade ins Drehbuch passt. Es ist doch überhaupt nicht nachvollziehbar, dass der Anruf von Mason im Krankenhaus zu sich nach Hause nicht nachweisbar sein soll... während Columbo ausführliche Vorträge über die verschiedenen Arten des Telefontons hält.
Oder wie erklärst du das?
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Re: Columbos Beweise

Beitragvon Tiktaalik » So, 05.01.2014 13:21


zimtspinne hat geschrieben:in diesem Fall muss ich dir mal ganz klar widersprchen: Doch, sie biegen sich jede Menge zurecht und das nicht nur in den Telefonangelegenheiten.

Mal mag Columbo nur heißen schwarzen Kaffee, mal liebt er ihn mit Milch und Zucker, mal hat er Kinder (braucht einen Babysitter), mal hat er keine. Da gibts noch mehr Widersprüchlichkeiten, die mir jetzt alle spontan nicht einfallen, aber beim Sehen der Folgen durchaus mal auffallen. Einem Gelegenheitskonsumenten werden sie kaum auffallen, einem Fan aber eben schon.

Dass Columbo jede Menge Sachen rund um sein Privatleben erfindet, ist doch klar. Wenn seine Frau ein großer Fan des Mörders ist, kann er sich viel einfacher mit ihm unterhalten. Außerdem feiert sich Columbo nicht für seine Ermittlungsarbeit. Dazu erfindet er dann lieber Verwandte: "Wissen Sie, mein Neffe, der ist von Beruf .... und der hat mir gesagt, dass ....".
zimtspinne hat geschrieben:In der Telefonsache wird einfach von Folge zu Folge so verfahren, wie es gerade ins Drehbuch passt. Es ist doch überhaupt nicht nachvollziehbar, dass der Anruf von Mason im Krankenhaus zu sich nach Hause nicht nachweisbar sein soll... während Columbo ausführliche Vorträge über die verschiedenen Arten des Telefontons hält.
Oder wie erklärst du das?

Ich habe "Mord per Telefon" schon lange nicht mehr gesehen, aber anscheinend hat sich der Stand von "Tödliche Trennung" und "Stirb für mich" bis zu dieser Episode nicht wesentlich verändert. Man kann wahr. auch hier nachweisen, dass Mason bei sich zu Hause angerufen wurde, jedoch nicht genau ermitteln, woher der Anruf kam. Der Vortrag mit dem Telfonton ist ein ganz anderes Thema. Ich denke, das wird schon immer so gewesen sein wie es damals bzw. jetzt ist.
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Re: Columbos Beweise

Beitragvon zimtspinne » So, 05.01.2014 13:49


Wenn Columbo sich Kaffee geben lässt und den mal ganz heiß und schwarz bevorzugt und ihn eine Folge später mit Milch und zwei Stück Zucker nimmt, dann hat das rein gar nichts mit kreativer Ermittlungsarbeit und erfundenen Verwandten zu tun.

Warum sollte sich Columbo auch für seine Ermittlungsarbeit feiern, wenn er noch mittendrin ist und gerade mit dem Mörder auf Tuchfühlung mittels erfundener Verwandten-Geschichten geht? Das wäre ja unpassend zu diesem Zeitpunkt :wink:

Bei der Überführung trupft Columbo sehr wohl auch mal gerne auf und zeigt dem Mörder, wer das Rennen gemacht hat. Das kann man vielleicht nicht "feiern" nennen, aber einen gewissen Stolz und Genugtuung zeigt er durchaus.

Ich sehe Columbo gar nicht gerne als heldenhafte Überfigur, er ist auch nur ein Mensch, der mit Wasser kocht und ansonsten sich nicht viel anders als wir alle verhält.

Ich kann mir ganz und gar nicht vorstellen, dass man zu irgend einer Zeit die Dauer eines Anrufes und die Verbingungsdaten speichern und nachweisen konnte; nicht aber die Uhrzeit. Im anderen Fall dann plötzlich konnte man wieder gar nichts nachweisen (Hayward, Mason). Was bei Mason besonders ärgerlich ist, weil die ganze Tat ja auf jenem Telefonanruf fußt.
Da wurde im Drehbuch einfach mächtig geschlampt, meinem Empfinden nach. Nur einmal überdenken und das hätte auffallen müssen und irgendwie anders gelöst werden.
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Re: Columbos Beweise

Beitragvon Doc Brown » So, 05.01.2014 13:55


Man muss denke ich schon sehen, dass die Serie für sich nicht in Anspruch nimmt, eine realitätsnahe Polizeidoku zu sein, sondern in erster Linie eine Krimikomödie. Kevin, tut mir Leid, wenn ich dir da deine Illusionen nehmen muss. Das Beispiel mit Dr. Mason ist da nur eines unter vielen.

Wir werden die technischen Details rund um die Telefonanrufe nie abschließend klären können - es sei denn, hier im Forum meldet sich irgendwann mal jemand an, der in 70ern bei der US-Telefongesellschaft oder bei der Polizei gearbeitet hat.

Du sagst doch selbst, dass die Telefongesellschaft einen Anruf an dem Wochendhaus Franklins zu dem Anschluss Ferris verzeichnet hat. Das war der "Mord-Anruf". Warum konnte man die Uhrzeit nicht feststellen? Wenn man das getan hätte, dann wäre Franklin überführt.
Und warum verzeichnete die Telefongesellschaft nur einen eingehenden Anruf bei Ferris und nicht den zweiten von LaSanca? Nur weil Franklin über die Auskunft angerufen hat? Glaube ich nicht. Zumindest der Anruf der Auskunft müsste verzeichnet sein.
Und warum überprüft die Polizei nicht die abgehenden Anrufe aus dem Büro von Ferris? Spätestens dabei sollte auffallen, dass von diesem Apparat aus kein Anruf zum Anschluss Ferris ging.

Von einer Krimikomödie erwarte ich auch nicht, dass solche Fragen berücksichtigtet werden, da es in erster Linie um Unterhaltung geht. Es sollte alles in allem schon logisch und nachvollziehbar sein, daher stößt mir die Überführung negativ auf, aber bei den Telefongeschichten sehe ich das nicht so eng.
Aber der Realität entspricht das trotzdem nicht. Ich kann mir kaum vorstellen, dass man den Mord in den 70ern so hätte durchführen können, ohne dass das Telefonchaos aufgefolgen wäre.
Zuletzt geändert von Doc Brown am So, 05.01.2014 14:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Columbos Beweise

Beitragvon Tiktaalik » So, 05.01.2014 14:00


@Zimtspinne:
Columbo lebt davon, dass er vom Mörder unterschätzt wird. Daher auch die ganzen erfundenen Verwandten. Wenn Columbo dann alle Beweise für die Überführung beisammen hat, kann er die Karten natürlich auf den Tisch legen.
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Re: Columbos Beweise

Beitragvon Mr. Brimmer » So, 05.01.2014 14:04


Klar genießen die Autoren da Freiheiten, und dass es da manchmal
bei Columbo zu Logiklücken kommt oder die Realität hinten anstehen muß,
das wissen wir ja.
Ich finde das auch nicht schlimm, wenn innerhalb der Episode halbwegs
plausibel argumentiert wird. Das ist bei Tödliche Trennung ja alles nachvollziehbar.
Wenn ein Anruf aus Franklins Blockhütte nachgewiesen werden kann, aber nicht
die Uhrzeit, dann ist das halt so, und man muß das als Zuschauer so hinnehmen.
Hab da kein Problem mit, nur eben mit Columbos Auflösung am Ende mit dem
Freßzettel, das stört mich etwas. Der Rest der Folge ergibt Sinn.
--- Wir sind doch froh dass Columbo so ist wie er ist. Die Drehbücher sind nicht
perfekt, ab und an ärgert man sich über diverse Ungereimtheiten und Herleitungen etc.
Ist doch in Ordnung. Lieber so, als wenn man sich irgendeine durchgestylte Sch.....
a la CIS, CSI oder wie der Schlonz sonst noch so heißt antun muß. Dann lieber
20 x Tödliche Trennung sehenn als einmal die Modelpüppchen da gucken...
Seh ich zumindest so. :wink:
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Re: Columbos Beweise

Beitragvon Tiktaalik » So, 05.01.2014 14:15


Doc Brown hat geschrieben:Du sagst doch selbst, dass die Telefongesellschaft einen Anruf an dem Wochendhaus Franklins zu dem Anschluss Ferris verzeichnet hat. Das war den "Mord-Anruf". Warum konnte man die Uhrzeit nicht feststellen? Wenn man das getan hätte, dann wäre Franklin überführt.

Ich denke, man konnte damals nur folgendes feststellen:
1. Denjengen, der angerufen wurde
2. Den Ort, aus dem der Anruf kam

Demzufolge konnte die Telefongesellschaft keinen Anruf vom Wochenendhaus zu Ferris feststellen, sondern nur sagen, dass der Anruf aus San Diego kam. Ich bin mir sicher, dass der Anruf, den Columbo meinte, als er Franklin darauf anspricht, der aus La Sancas Laden ist, denn: Als Jim bei seiner Frau anruft, wird ja die Vorwahl von Los Angeles angezeigt (Wozu sonst Franklins Spiel mit der Vermittlung?)

Doc Brown hat geschrieben:Und warum verzeichnete die Telefongesellschaft nur einen eingehenden Anruf bei Ferris und nicht den zweiten von LaSanca? Nur weil Franklin über die Auskunft angerufen hat? Glaube ich nicht. Zumindest der Anruf der Auskunft müsste verzeichnet sein.
Und warum überprüft die Polizei nicht die abgehenden Anrufe aus dem Büro von Ferris? Spätestens dabei sollte auffallen, dass von diesem Apparat aus kein Anruf zum Anschluss Ferris ging.

Welchen Sinn, wenn nicht die Verschleierung, hat die Auskunft denn sonst? Das wird sogar betont: Der Zuschauer sieht, dass Franklin das Gespräch mit Joanna über die Vermittlung laufen lässt. Bei Jims Anruf legt Franklin ganz deutlich wert darauf, dass der Anruf eben nicht über die Auskunft erfolgt, damit es so aussieht, als käme der Anruf aus Los Angeles.

---> Polizei kann 2 Anrufe nachweisen (beide an Ferris)
1. von San Diego (Polizei glaubt, der Anruf stammt vom Wochenendhaus. In Wirklichkeit telefoniert Franklin aus dem Laden von La Sanca.)
2. aus Los Angleles (Polizei glaubt, der Anruf stammt aus Jims Büro. In Wirklichkeit ruft Jim seine Frau aus Franklins Wochenendhaus an.)

@Mr Brimmer: 100-fache Zustimmung :)
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Re: Columbos Beweise

Beitragvon Doc Brown » So, 05.01.2014 14:39


Tiktaalik hat geschrieben:2. aus Los Angleles (Polizei glaubt, der Anruf stammt aus Jims Büro. In Wirklichkeit ruft Jim seine Frau aus Franklins Wochenendhaus an.)


Nein, eben da liegt genau das Problem. Das Wochenendhaus ist nicht im Los Angeles, daher muss Jim ja auch die Vorwahl wählen. Es geht nur darum, Joanna zu täuschen, weil sie sonst einen Anruf von der Vermittlung erhält "Hier ist ein Gespräch aus San Diego für Sie" und man ihr dadurch nicht glaubhaft vermitteln kann, dass Jim noch im Büro sitzt.
Die Polizei kann man so sicherlich nicht täuschen, die müsste zwei Anrufe aus San Diego feststellen.

Tiktaalik hat geschrieben:@Mr Brimmer: 100-fache Zustimmung :)


Äh....genau das habe ich doch auch gesagt?!
Die Autoren haben sich bei "Tödliche Trennung" einige Freiheiten genommen (ich habe es "zurecht biegen" genannt), aber das muss man einfach so akzeptieren. Die Argumentation innerhalb des Film muss halt schlüssig sein und das ist bei der Auflösung nicht der Fall, bei der Telefongeschichte ist es verzeihlich.
Zuletzt geändert von Doc Brown am So, 05.01.2014 14:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Columbos Beweise

Beitragvon Mr. Brimmer » So, 05.01.2014 14:40


Nein Kevin, ich hab da eben noch mal reingeguckt..
Columbo sagt Franklin auf den Kopf zu dass es einen Anruf aus Franklins
Ferienhaus zu den Ferris' gab. Das ist da wo Franklin mit seinen 2 Flaschen
grad dabei ist zu LaSanka aufzubrechen..Schau da noch mal rein.
Columbo sagt nichts über Uhrzeiten und auch nicht darüber das über den
Anschluß bei LaSanka auch telefoniert wurde..Also behauptet Franklin einfach dass
er Joanna von seiner Hütte aus anrief, anstatt von LaSankas Laden....
Wenn keine definitiven Zeiten existieren und Columbo auch sonst von
keinen Anrufen weiß geht das ja...Wenn da jetzt die genauen Uhrzeiten
feststehen würden...würde das Franklin ja sofort entlarven, wie Doc schon sagte. :wink: :tv:
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Re: Columbos Beweise

Beitragvon Mr. Brimmer » So, 05.01.2014 14:42


Doc Brown hat geschrieben:
Tiktaalik hat geschrieben:@Mr Brimmer: 100-fache Zustimmung :)


Äh....genau das habe ich doch auch gesagt?!
Die Autoren haben sich bei "Tödliche Trennung" einige Freiheiten genommen (ich habe es "zurecht biegen" genannt), aber das muss man einfach so akzeptieren. Die Argumentation innerhalb des Film muss halt schlüssig sein und das ist bei der Auflösung nicht der Fall, bei der Telefongeschichte ist es verzeihlich.


Sorry Doc, hatte das nicht gelesen. Du hast natürlich Recht damit.
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Re: Columbos Beweise

Beitragvon Doc Brown » So, 05.01.2014 14:48


Ich meinte auch nicht dich, sondern Kevin.
Ich war etwas verwundert darüber, dass er dir Recht gibt, dass die Autoren sich einige "Freiheiten" nehmen, bei uns anderen aber krampfhaft die Richtigkeit und die realitätsnahe des Mordplans rund um die Telefongeschichte verteidigt. :wink:
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